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Gandalf

Figur

Gandalf

112 Fakten

Türkisches Original

Gandalf: 112 Fakten hinter den Kulissen

  1. Gandalf ruft die Adler mit Hilfe eines Nachtfalters herbei, so wie er es bereits in Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) getan hat.

  2. Sir Peter Jackson sorgte sich, dass die Verantwortlichen bei New Line Cinema Anstoß an der Menge an Rauchen in diesem Film nehmen könnten. Scherzhaft schlug er vor, man könne Gandalf notfalls so umschreiben, dass er gerade mit dem Rauchen aufgehört habe und stattdessen Bonbons lutschte, um seine Sucht zu zügeln. Zum Glück für die Filmemacher gab es keine Einwände gegen das Rauchen.

  3. Um Gandalf in der Der Herr der Ringe-Trilogie zu spielen, trug er eine Nasenprothese.

  4. Es stand außer Frage, dass Sir Ian McKellen erneut in die Rolle des Gandalf schlüpfen würde. Sir Peter Jackson sagte zu ihm: "Du musst Gandalf spielen, egal ob ich Regie führe oder nicht."

  5. Die Hobbits mussten etwa 3 bis 4 Fuß groß wirken, winzig im Vergleich zum 7 Fuß großen Gandalf. Dies gelang oft durch erzwungene Perspektive, indem Sir Ian McKellen (Gandalf) stets näher an der Kamera platziert wurde als Elijah Wood, um das Auge zu täuschen und McKellen riesig erscheinen zu lassen. In manchen Fällen bewegte sich die Kamera, was den Effekt normalerweise zunichtegemacht hätte, weshalb spezielle Requisiten und Kulissen entworfen wurden, um die Illusion direkt in der Kamera zu wahren.

  6. Der Film legt stark nahe, dass Gandalf die Ereignisse der Hobbit-Filme in Gang setzt, weil er Smaug vernichtet sehen will, bevor der unvermeidliche Beginn des Ringkriegs droht; würde Smaug sich mit Sauron verbünden, bedeutete das für Mittelerde beinahe sicheren Untergang, da die Streitkräfte von Rohan und Gondor ihn nicht ohne gewaltige Verluste hätten besiegen können. Da der Roman Der Hobbit recht kurz ist und aus Bilbos Perspektive erzählt wird, verrät er wenig über die wahren Absichten sowohl Gandalfs als auch Saurons (Letzterer wird nur einige Male erwähnt). Die Anhänge der Herr der Ringe-Romane und J.R.R. Tolkiens 'Nachrichten aus Mittelerde' (speziell ein Kapitel namens Die Fahrt zum Erebor) jedoch stellen die Ereignisse des Hobbit in einen weit größeren Zusammenhang: Sie machen sehr deutlich, dass Gandalf seit vielen Jahrhunderten Saurons Rückkehr und dessen Suche nach dem Einen Ring verfolgt hat. Gandalf tut alles, um zu verhindern, dass Sauron zu voller Macht gelangt oder Hilfe von Smaug erhält. Diese Idee wird in den Hobbit-Filmen weitaus expliziter dargestellt und in der Extended Version von Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2012) untermauert, als Gandalf in Bruchtal mit dem Weißen Rat zusammentrifft: Er äußert seine Sorge über die Möglichkeit, dass Smaug sich mit der neuen Dunkelheit verbündet, auf die Radagast gestoßen ist, obwohl Saruman dies lediglich als einen Menschen abtut, der mit schwarzer Magie spielt, statt darin Sauron zu erkennen. Zudem drängt er die Zwerge, ihre Mission fortzusetzen, auch wenn das Wecken des Drachen sehr ernste Folgen haben könnte.

  7. Sir Sam Neill wurde für die Rolle des Gandalf in Betracht gezogen.

  8. Beim Dreh von Gandalfs Ankunft in Hobbingen blies der Wind ihm immer wieder den Hut vom Kopf, sodass er mit einem Gummiband an Sir Ian McKellens Kopf befestigt werden musste.

  9. Zu Beginn von Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) erzählt Gandalf Frodo, er sei kaum beteiligt gewesen. Das stimmt zwar, doch Sir Ian McKellen steht in allen 3 Filmen, in denen Gandalf "kaum beteiligt" ist, dennoch an erster Stelle im Vorspann.

  10. Als die Gemeinschaft sich während ihres Halts auf den Hügeln vor den Krähen versteckt, sagt Gandalf "Spione Sarumans!". Beim ersten Take dieser Szene jedoch sagte Sir Ian McKellen scherzhaft "Spione von Star Wars!".

  11. Im Epilog des Films sitzt der gealterte Bilbo da und betrachtet den Einen Ring. Als Gandalf an seine Tür klopft, steht er auf, um zu öffnen, und behält den Ring dabei in der rechten Tasche seiner Weste. Damit entsteht eine direkte Verbindung zum Anfang von Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001), als Bilbo, im Gespräch mit Gandalf in der Küche, seine Hand in dieselbe Tasche steckt, um den Einen Ring zu berühren.

  12. Dass Gandalf den Felsbrocken spaltet, um die Trolle zu besiegen, ist eine Anspielung auf seine Tat mit dem Balrog in Die Gefährten. Ganz zu schweigen davon, dass er dies genau bei Sonnenaufgang tut. Klingelt da was bei "Bei Sonnenaufgang blickt nach Osten"?

  13. In der italienischen Synchronfassung übernahm Gigi Proietti die Rolle des Gandalf, nachdem Gianni Musy, der Sir Ian McKellen in der Der Herr der Ringe-Trilogie seine Stimme geliehen hatte, am 7. Oktober 2011 verstorben war.

  14. Patrick McGoohan und Donald Sutherland wurden für die Rolle des Denethor in Betracht gezogen. McGoohan war zudem als Gandalf im Gespräch, und Sutherland spielte schließlich einen wahnsinnigen Herrscher in einer anderen Blockbuster-Reihe, "Die Tribute von Panem".

  15. Obwohl die Handlung des Films grob auf den Kapiteln 7 bis 13 von J.R.R. Tolkiens Roman "Der Hobbit" basiert, enthält er auch viel eigenes Material sowie Stoff aus anderen Quellen. Im Buch nehmen die Gefangenschaft der Zwerge bei den Elben des Düsterwalds, ihr Besuch in Seestadt sowie die Konfrontation mit Smaug jeweils etwa ein kurzes Kapitel ein. Im Film werden diese Sequenzen mit neuem Material ausgebaut und füllen zusammen fast zwei Drittel des Films. Legolas, Tauriel und Alfrid kommen im Buch nicht vor; Bard, Bolg und der Meister von Seestadt sind im Buch vorhanden, werden aber erst in späteren Kapiteln eingeführt, wo sie nur Nebenrollen spielen. Azog der Schänder wird erwähnt, ist aber lange vor den Ereignissen des Buchs bereits gestorben. Gandalfs Nebenhandlung stammt größtenteils aus den Anhängen der Herr der Ringe-Romane.

  16. Gandalf und der Balrog fallen etwa 71 Sekunden lang. Da die Endgeschwindigkeit bei rund 53 m/s liegt, bedeutet das, dass sie 3763 Meter bzw. etwa 2 1/3 Meilen tief in den Abgrund unter der Brücke von Khazad-Dûm stürzten, bevor sie auf das Wasser trafen.

  17. Das erste Zusammentreffen von Gandalf und Radagast findet in den Bergen der Hohen Felsen von Rhudaur statt, um eine unterirdische Höhle zu untersuchen. Sie finden einige geschändete Gräber vor, deren Eisentüren herausgesprengt wurden. Es handelt sich um die Gräber der Nazgûl (der einstigen 9 Könige der Menschen), die Galadriel (Cate Blanchett) in Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2012) erwähnt. Rhudaur ist ein Sindarin-Wort (eine von Tolkien erfundene Sprache) und bedeutet "Östlicher Wald".

  18. Saruman, Gandalf und Radagast sind auch als "der Weiße", "der Graue" bzw. "der Braune" bekannt. Diese Beinamen entsprechen ihrer Kleidung und Haarfarbe. Zudem ist Saruman der Einzige ohne Hut oder Umhang, ein Symbol für seinen Status als Anführer der Zauberer.

  19. Die Konfrontation zwischen Saruman und Gandalf aus dem zweiten Einzelband wurde gedreht, fand aber aus Gründen der Länge und des Erzählrhythmus keinen Platz in der endgültigen Kinofassung. Die Szene ist auf der Extended-Edition-DVD enthalten.

  20. Thranduil nennt Gandalf Mithrandir, ein Sindarin-Wort, das "grauer Wanderer" bedeutet. Gandalf wiederum heißt im Alt nordischen "Zauberstab-Elb".

  21. In der frühen Schreibphase des Hobbit-Romans erwog J.R.R. Tolkien, den Zauberer (Gandalf) Thorin zu nennen. Als Anspielung darauf schrieb Peter Jackson eine Szene, in der Bilbo Gandalf versehentlich Thorin nennt. Die Szene wurde gedreht, später aber gestrichen, weil Jackson befürchtete, sie wirke fehl am Platz und verwirre das Publikum.

  22. Eine Gruppe von Helden wandert in einige Ruinen, um einen grauen alten Zauberer zu retten, der von bösen Mächten gefangen und in einen Käfig gehängt wurde. Gandalfs Gefangenschaft dürfte ihn wohl auch schmunzeln lassen haben, als in Die Rückkehr des Königs Théoden von Saruman verlangte, er solle "an einem Galgen baumeln, zur Belustigung [seiner] eigenen Krähen".

  23. Als Gandalf in Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) in Beutelsend weilt, bietet Bilbo ihm Winyard-Wein an, doch er bittet stattdessen um Tee. In diesem Film wird Gandalf Tee angeboten (von Dori), doch er bittet stattdessen um Wein.

  24. Die Eröffnungsszene, in der Gandalf Thorin im Tänzelnden Pony trifft und ihn auf seine Mission zur Rückeroberung des Einsamen Bergs schickt, steht nicht im Roman "Der Hobbit". Sie wurde erstmals in den Anhängen der Herr der Ringe-Romane erwähnt und später im Kapitel "Die Fahrt zum Erebor" aus J.R.R. Tolkiens Buch "Nachrichten aus Mittelerde" nacherzählt.

  25. Während der Roman und Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2012) überwiegend aus Bilbos Sicht erzählt werden, verlagert dieser Film die Perspektive hauptsächlich auf Gandalf und Thorin, wobei Bilbo in vielen wichtigen Szenen kaum beteiligt ist. Der Großteil dieses Materials wurde aus den Anhängen des Romans 'Die Rückkehr des Königs' und aus 'Nachrichten aus Mittelerde' (speziell einem Kapitel namens Die Fahrt zum Erebor) übernommen.

  26. Obwohl es in keinem der Filme ausdrücklich gesagt wird, ist Sauron der titelgebende Herr der Ringe; angedeutet wird es kurz in Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001), als Gandalf zu Saruman sagt: "Es gibt nur einen Herrn der Ringe, nur einen, der ihn seinem Willen beugen kann, und er teilt seine Macht nicht." In der Überlieferung von Mittelerde verkleidete Sauron sich einst als ein Mann namens Annatar und lehrte die Elben, wie man die Ringe der Macht erschafft. Danach schmiedete er den Einen Ring, der alle anderen Ringe seinem Willen unterwarf und ihn zum wahren Herrn der Ringe machte.

  27. Als der Balrog beginnt, die Gemeinschaft zu verfolgen, sagt Gandalf zu Aragorn, dass "Schwerter hier nutzlos sind". Etwa 2 Minuten später, als der Balrog Gandalf angreift, wird sein Schwert zerstört.

  28. Gandalfs alter Stab wurde während seines Kampfes gegen Sauron in Der Hobbit - Smaugs Einöde (2013) zerstört, und Radagast gab ihm in der Extended Edition dieses Films einen neuen. Beim Dreh der Schlacht von Thal reichte ein Mitglied der Requisite Sir Ian McKellen jedoch versehentlich den alten Stab. Sir Peter Jackson bemerkte den Fehler erst, als der Großteil des Materials bereits gedreht war, sodass er in der Postproduktion digital ersetzt werden musste.

  29. Elronds Erklärung zu Orcrist und Glamdring, den Schwertern, die Gandalf und Thorin in der Trollhöhle fanden, wird jäh von einem Dialog zwischen Bilbo und Balin unterbrochen. Orcrist und Glamdring wurden im Ersten Zeitalter Mittelerdes für Ecthelion bzw. König Turgon geschmiedet, um gegen die Orks Morgoths zu kämpfen (eines mächtigeren, ursprünglichen Dunklen Herrschers vor Sauron).

  30. Viel des Stoffes aus diesem Film und dem zweiten stammt nicht aus dem Originalroman The Hobbit, sondern aus den Anhängen zu The Return of the King sowie aus Unfinished Tales of Numenor and Middle-Earth, genauer aus einem Kapitel namens The Quest of Erebor. Darin bittet Frodo Gandalf zu erklären, warum er die Fahrt der Zwerge arrangierte, obwohl er nach Mittelerde geschickt wurde, um Sauron zu besiegen. Gandalfs Treffen mit Thorin im Prancing Pony, das in Der Hobbit - Smaugs Einöde (2013) vorkommt, wird ebenso erzählt wie die Gründe, die Gandalf nennt, darunter seine Furcht, Sauron könnte ein Bündnis mit Smaug schließen, damit dieser ihm bei der Durchsetzung seiner Herrschaft hilft. Galadriel und Saruman werden in diesem Kapitel oder dem Buch nicht eigens erwähnt, sind aber Mitglieder des Weißen Rats, wie in den Anhängen erwähnt. Radagast wird nie als Mitglied des Rats genannt, doch wie im Film gezeigt, verorten die Bücher sein Heim in Rhosgobel nahe Dol Guldur im Düsterwald.

  31. Am Ende des Films, als Gandalf an Bilbos Tür klopft, scheint der Dialog zwischen Bilbo und Gandalf – "Nein danke! Wir wollen keine weiteren Besucher, Wohltäter oder entfernte Verwandte!" – direkt aus den Tonaufnahmen von Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) zu stammen.

  32. Sir Ian McKellen lehnte die Rolle des Gandalf ursprünglich ab, wegen Terminüberschneidungen mit X-Men (2000).

  33. Gandalf entzündet seine Pfeife mit einem Fingerschnipp-Feuerzeug und nutzt später denselben Effekt, um Tannenzapfen in Brand zu setzen und sie auf die Warge zu werfen.

  34. Bei der Konfrontation auf der Klippe ließ Sir Peter Jackson die beiden Zwerge vom Ende des Baumes an Gandalfs Stab hängen, um zu erklären, warum er nicht einfach hinaufsteigt und Azog erledigt, statt Thorin (und schließlich Bilbo) dieser Gefahr auszusetzen. Ursprünglich tauchten in dieser Szene die Adler erst auf, nachdem Thorin niedergeschlagen wurde. Jackson fügte hinzu, dass Bilbo Thorin zu Hilfe kommt, um seine Heldenreise fortzusetzen und sich zu beweisen – das übergreifende Thema dieses ersten Hobbit-Films.

  35. Als Gandalf, Bilbo und die Zwerge in Rivendell eintreffen, erwähnt der Zauberer, dass es auch als "Imladris" bekannt ist. Dieser Name ist ein Wort im Elbischen (einer von J.R.R. Tolkien erdachten Sprache), und beide Namen bedeuten "tiefes Tal der Spalte". Rivendell wurde im Zweiten Zeitalter Mittelerdes von Elrond gegründet und regiert, etwa vier- oder fünftausend Jahre vor den Ereignissen von Der Herr der Ringe.

  36. Ihm wurden 1,5 Millionen Dollar von Sean Parker geboten, damit er 2013 dessen Tolkien-Hochzeit als Gandalf verkleidet leitet, doch er lehnte ab mit den Worten: "Gandalf macht keine Hochzeiten."

  37. Wenn man am Anfang Frodo und Gandalf auf einem Karren sitzen sieht, sorgte eine erzwungene Perspektive dafür, dass Elijah Wood drei Fuß hinter Sir Ian McKellen stand.

  38. Nachdem Gandalf in Goblintown angekommen ist, leuchtet keine der Elbenklingen (weder Gandalfs noch Thorins oder Bilbos) so wie in der Gollum-Höhle, um nahe Orks anzuzeigen.

  39. Auf die Frage, wie viele Zauberer es gibt, nennt Gandalf fünf: Saruman, Radagast und sich selbst, dann sagt er, er könne sich an die Namen der anderen zwei nicht erinnern, und meint nur: "Die beiden Blauen". Ihre Namen, Alatar und Pallando, erscheinen im Buch Unfinished Tales, einer Sammlung von J.R.R. Tolkiens Ideen und halben Manuskripten, die sein Sohn Christopher Tolkien in Buchform herausgab. Die Filmemacher hatten keine Rechte an dem Material aus diesem Buch, daher bleiben die beiden blauen Zauberer in diesem Film namenlos.

  40. Bei der Benennung der Zwerge ließ sich J.R.R. Tolkien besonders von der nordischen Mythologie beeinflussen. Viele der Charakternamen aus der Der Herr der Ringe: Die zwei Türme-Reihe finden sich im Werk "Gylfaginning", das auf etwa 1220 n. Chr. datiert wird. Die folgenden Gestalten waren in der nordischen Mythologie Zwerge: Dvalinn, Bífurr, Báfurr, Bömburr, Nóri, Óri, Óinn, Gandalfr, Fíli, Kíli, Glóinn, Dóri, Þorinn (ausgesprochen wie Thorin). Sogar Gandalf (Gandalfr) ist nach einem Zwerg aus der nordischen Mythologie benannt.

  41. In J.R.R. Tolkiens ursprünglichem Entwurf des Romans hieß Gandalf Bladorthin und Thorin Gandalf.

  42. In der frühen Schreibphase von The Hobbit erwog J.R.R. Tolkien, den Zauberer (Gandalf) Thorin zu nennen. Als Anspielung darauf schrieb Peter Jackson eine Szene, in der Bilbo Gandalf versehentlich "Thorin" nennt. Die Szene wurde gedreht, später aber verworfen, weil Peter Jackson befürchtete, sie könnte im Film dumm wirken und das Publikum verwirren.

  43. Sir Patrick Stewart wurde die Rolle des Gandalf angeboten, doch er lehnte ab, weil ihm das Drehbuch nicht gefiel.

  44. Bevor er die Rolle des Gandalf spielte, hörte er eine Aufnahme, in der J.R.R. Tolkien Gandalf-Zeilen aus dem Roman liest. Diese diente ihm als Grundlage für die Gestaltung der Figur, und er ahmte den Akzent nach, den Tolkien in der Aufnahme verwendete.

  45. Er lehnte die Rolle des Albus Dumbledore in Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) ab. Er soll gesagt haben: "Ich hatte schon genug Mühe, einer Legende gerecht zu werden. Zwei wären zu viel verlangt." (mit Bezug auf seine Rolle als Gandalf in "Lord of the Rings").

  46. Sir Sean Connery wurden 10 Millionen Dollar pro Film plus 15 % der Einnahmen der Trilogie für die Rolle des Gandalf geboten (also 15 % des Studioanteils bzw. 7,5 % der Gesamteinnahmen). Er lehnte ab, angeblich weil er "die Geschichte nicht verstand". Hätte er angenommen, hätte er insgesamt 210 Millionen Dollar verdient.

  47. Im zweiten Trailer hört man Gandalf sagen: "Home is behind you, the world ahead." Das ist ein Zitat aus dem Original von Der Herr der Ringe, das J.R.R. Tolkien für das Buch schrieb. Es ist Teil eines Gedichts, das Bilbo bei seiner Abreise aus dem Auenland singt. In den Filmen ist es jedoch eine Zeile, die Pippin in Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003) für Lord Denethor singt.

  48. Gandalf (Sir Ian McKellen) ist offensichtlich seit Ewigkeiten unterwegs, wie sein umfangreiches Wissen und seine langjährigen Bekanntschaften mit vielen Figuren belegen. Eine Tatsache, die der Film nicht ausdrücklich nennt, ist jedoch, dass alle Zauberer etwa 1.000 Jahre nach Saurons erster Niederlage am Ende des Zweiten Zeitalters aus Valinor nach Mittelerde kamen. Keiner von ihnen nahm an der Letzten Allianz von Menschen und Elben teil, was auch erklärt, warum weder Gandalf noch ein anderer Zauberer im Prolog anwesend ist oder erwähnt wird.

  49. Sowohl Sir Sean Connery als auch Christopher Plummer lehnten die Rolle des Gandalf ab. Die beiden Schauspieler waren zuvor gemeinsam in The Man Who Would Be King (1975) zu sehen. Regisseur John Huston sprach Gandalf in The Hobbit (1977) und The Return of the King (1980). Das Besetzungsmitglied Jack May spielte später Theoden in der BBC-Radioadaption.

  50. Abweichend von Tolkien leuchtet Gandalfs Schwert (Glamdring) nicht in der Nähe von Orks (anders als Bilbos Sting) und wird nie benannt. Im Kommentar zur Extended Edition scherzten Sir Peter Jackson und Philippa Boyens, "Budgetkürzungen" hätten dazu geführt, dass "nicht genug Blau übrig" war für beide Schwerter. Im Kommentar zu einem der Hobbit-Filme hieß es jedoch, ein leuchtendes Glamdring hätte zu sehr wie ein Lichtschwert aus Star Wars gewirkt.

  51. Für die Szenen, in denen Galadriel Gandalf hochhebt, wurde eine Puppe von Sir Ian McKellen verwendet. Diese Puppe hieß Michael Gambon (sie wurde sogar unter diesem Namen in den Call Sheets geführt, wie in der Dokumentation der Anhänge zu sehen ist), weil Gambon und McKellen manchmal verwechselt werden.

  52. Das Thema, das erklingt, als Gandalf Frodo und Sam vom Schicksalsberg rettet, ist auf Sindarin (Elbisch); der Text lautet: "Orthannen im vi ól orthannen vi, Coll e dû, Or hiriath naur Or Na rovail mae sui rovail", was grob übersetzt bedeutet: "In einem Traum wurde ich emporgehoben. Aus der Dunkelheit geboren, über den Flüssen aus Feuer. Auf Flügeln, weich wie der Wind. Was ist mit der Welt geschehen? Wird all das Traurige unwahr werden?"

  53. Viele der Over-the-Shoulder-Aufnahmen mit Gandalf entstanden nicht mit Spezialeffekten, sondern mit einem 7'1" großen Double namens Paul Randall, das am Set liebevoll "Tall Paul" genannt wurde.

  54. Balin, der ältere Zwerg, der in allen 3 The-Hobbit-Filmen zu sehen ist, wird in Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) erwähnt. Die Gemeinschaft entdeckt sein Grab in den Minen von Moria, und Gandalf liest davon vor: ("Hier liegt Balin, Sohn des Fundin, Herr von Moria")

  55. Im Buch ist es Gandalf, der die Antwort auf das Rätsel errät, das den Eingang zu den Minen von Moria bewacht. Im Film ist es Frodo.

  56. Sir Christopher Lee war zunächst überrascht von Sir Peter Jacksons Forderung nach vielen Takes, manchmal über 10, denn "in den meisten Filmen ist dafür einfach keine Zeit". Doch er sagte: "Wir haben uns daran gewöhnt und gemerkt, dass er so arbeitet." Beim Dreh der Szene, in der Gandalf und Saruman in Sarumans Garten sprechen, sagte Lee zu Sir Ian McKellen: "Ich mache mir jetzt ein bisschen Sorgen, weil wir wohl bei Take 11 oder 12 sind, und ich glaube, ich habe es richtig hinbekommen." McKellen antwortete: "Oh, darum musst du dir keine Gedanken machen. Ich hatte neulich 24 Takes, und es waren nur ein paar Zeilen."

  57. John Astin, der Stiefvater von Sean Astin, wurde für die Rolle des Gandalf in Betracht gezogen. Er hatte zuvor auch mit Sir Peter Jackson und Dame Fran Walsh bei The Frighteners (1996) gearbeitet und kam ganz begeistert von deren Leidenschaft fürs Filmemachen zurück, was Sean Astin dazu brachte, sich um die Rolle des Sam zu bemühen.

  58. Sir Ian McKellen ist nach Sir Michael Hordern in der BBC-Hörspieladaption von 1981 der 2. britische Ritter, der Gandalf spielt.

  59. Der Krug, mit dem Pippin den Palantír ersetzt, während Gandalf schläft, ist später in Minas Tirith zu sehen, als Pippin und Gandalf nach dem Besuch beim Truchsess miteinander sprechen.

  60. Bernard Hill wurde für die Rolle des Gandalf in Betracht gezogen. In den beiden folgenden Filmen spielte er König Théoden.

  61. Gandalfs Treffen mit Saruman und Galadriel aus dem 1. Film kommt im Buch nicht vor. Nachdem er die Zwerge am Rand des Düsterwalds verlassen hat, taucht er im Roman erst wieder mit Bard und Thranduil auf, eine Szene, die erst im 3. Film gezeigt wird. Seine Abenteuer dazwischen, mit dem Weißen Rat, dem Nekromanten und Dol Guldur, spielen im Buch hinter den Kulissen und werden in den Anhängen von 'Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs' ausführlich geschildert. Die Filmemacher zeigten diesen Teil, weil es "zu viel des Neckens" gewesen wäre, eine Hauptfigur aus Der Herr der Ringe so lange verschwinden zu lassen.

  62. Der Film endet mit einer Nahaufnahme von Erebor's Karte, die auf Bilbos Tisch liegt. Es ist dieselbe Karte, auf die Gandalf schaut, als er den gealterten Bilbo zu Beginn von Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) besucht.

  63. Die Zunahme von Greenscreen setzte Ian McKellen stark zu, war er beim 1. Mal doch an echte Kulissen gewöhnt, während seine Interaktionen mit den Hobbits entweder mit Doubles oder mit Forced Perspective gedreht wurden, damit er Spielpartner hatte. "Ich war unglücklich", gab er gegenüber Time Out zu. "Ich war unglücklich. Es mag mein Eindruck sein, aber ich erinnere mich an keinen Greenscreen bei Der Herr der Ringe. Wenn Gandalf auf einem Berggipfel stand, war ich dort auf dem Berg." Es wurde so schlimm, dass der Schauspieler in Tränen ausbrach, als er allein auf einem Set saß, das nur von Stoff umgeben war. Wie er Contact Music erzählte: "Um die Zwerge und einen großen Gandalf zu drehen, konnten wir nicht im selben Set sein. Gesellschaft hatte ich nur in Form von 13 Fotos der Zwerge auf Ständern mit kleinen Lichtern; wer spricht, leuchtet auf." Neben der Tatsache, dass dies "dein technisches Können bis an die absolute Grenze treibt", weinte McKellen über die Umstände, in die er geraten war, und klagte: "Darum bin ich nicht Schauspieler geworden."

  64. Baumbart nennt den Zauberer "junger Meister Gandalf", was zeigt, dass er weit älter ist als Gandalf. Im vorigen Film sagt Gandalf, er lebe seit "300 Lebensspannen". Je nachdem, wie man das zählt – als Generationen oder als kumulierte Lebensspannen (von sagen wir 40 Jahren) –, ist Gandalf zwischen 6.000 und 12.000 Jahre alt. Das macht Baumbart wirklich sehr alt.

  65. In jedem Teil der Trilogie sagt eine Figur den Untertitel des Films. In Die Gefährten bezeichnet Elrond die Neun in der Ratsszene als "Die Gemeinschaft des Rings"; in Die zwei Türme ist es Saruman, der "Die zwei Türme" in einem Voice-over sagt; und schließlich sagt in diesem Film Gandalf zum Truchsess von Gondor, er könne Die Rückkehr des Königs nicht leugnen.

  66. Zu Beginn von Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) erzählt Gandalf Frodo, er sei kaum beteiligt gewesen. Zwar stimmt es, dass Gandalf in die Haupthandlung der Trilogie kaum verwickelt ist, doch Sir Ian McKellen steht in allen 3 Filmen noch immer an erster Stelle des Vorspanns.

  67. Die Szene, in der Gandalf nach seinem Pferd ruft und Shadowfax über die Felder galoppiert und direkt zu seinem Herrn kommt, gelang im 1. Take.

  68. Gandalf hat das Schwert Glamdring nicht bei sich, als er vor seiner Abreise zu Saruman ins Auenland geht. Hätte er es gehabt, hätte Saruman es ihm abgenommen. Wo er es auch ließ, er hatte keine Zeit, es zu holen.

  69. Der Ring springt Bilbo genau so an den Finger, wie er es bei Frodo tat (oder tun wird). Gandalf hat Probleme mit dem Kronleuchter, genau wie in Die Gefährten.

  70. Als die Hobbits gezeigt werden, wie sie auf Gandalfs Feuerwerk bei Bilbos Fest reagieren, reagierten sie in Wahrheit auf ein Blinklicht und eine Drucklufthupe.

  71. Gandalf bemerkt, wie Bilbo den Ring einsteckt (vorne links), was begründet, dass er in Der Herr der Ringe weiß, dass Bilbo ihn hat. Alternativ bewahrt Bilbo den Ring in Die Gefährten in der entgegengesetzten Tasche auf (die vordere rechte Tasche seiner Weste).

  72. Peter O'Toole, Patrick McGoohan und Sir Nigel Hawthorne lehnten die Rolle des Gandalf ab. Hawthorne war gesundheitlich angeschlagen und starb eine Woche nach dem Kinostart des 1. Films.

  73. Gandalf zählt die Zwerge 3-mal: in Bilbos Haus; als sie im Verborgenen Tal ankommen (kurz bevor sie in Bruchtal eintreffen); und als sie die Höhle des Goblinkönigs verlassen.

  74. Billy Boyd und Dominic Monaghan drehten viele verschiedene Versionen der Szene, in der Merry und Pippin Gandalf und die anderen im besiegten Isengart willkommen heißen, darunter Takes, in denen sie sich als "sehr betrunken" und "sehr high" ausgaben. Letztlich wählten die Filmemacher einen gemäßigten Take, damit der Film eine PG-13-Freigabe erhalten konnte.

  75. Viele der Weitwinkelaufnahmen von Gandalf neben Bilbo und den Zwergen wurden mit beiden im Bild gedreht, entweder mit Forced Perspective oder indem Gandalf per Rotoscoping herausgenommen, vergrößert und wieder ins Bild gesetzt wurde. So passte die Beleuchtung überall zusammen.

  76. Der Rätselwettstreit am Ende zwischen Bilbo und Gollum ist von der nordischen Sage vom Rätselwettstreit zwischen der weisen Riesin Vafþrúðnir und Odin inspiriert, dem obersten Gott der germanischen Mythologie (der auch eine Inspiration für Gandalf ist). Bilbo gewinnt den Wettstreit, indem er fragt, was in seiner Tasche steckt – eine Frage, deren Antwort nur er kennen konnte. Genau so besiegt Odin Vafþrúðnir: indem er fragt: "Was flüsterte Odin seinem sterbenden Sohn Baldr ins Ohr?" Eine Frage, deren Antwort nur er kennen würde.

  77. Thorin und Gandalf streiten kurz darüber, ob sie nach Bruchtal gehen sollen. Später, auf der Flucht vor verfolgenden Wargen, fragt sich Thorin laut, wohin Gandalf sie führt.

  78. Gandalfs schmerzhafte Begegnung mit einem Deckenbalken in Bilbos Höhle stand nicht im Drehbuch. Sir Ian McKellen stieß sich versehentlich die Stirn am Balken an. Sir Peter Jackson fand, McKellen habe den Fehler großartig "überspielt", und behielt die Szene im Film.

  79. Dies ist der einzige von Sir Peter Jackson inszenierte Film des Mittelerde-Franchise, in dem Frodo und Gollum nicht vorkommen. Er ist außerdem der 1. der vielen Mittelerde-Filme, auch der animierten, in dem Elrond fehlt. Damit bleiben Gandalf und Galadriel die Einzigen, die in jedem Film der von J.R.R. Tolkien geschriebenen Mittelerde-Reihe auftreten, da Bilbo in Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) nicht zu sehen war.

  80. Er hat Kultfiguren in 2 der größten Franchises gespielt: Gandalf in der Der Herr der Ringe-Trilogie und Magneto in der X-Men-Filmreihe.

  81. Bernard Hill wurde ursprünglich für die Rolle des Gandalf in Betracht gezogen.

  82. Während der Konfrontation mit dem Balrog sagt Gandalf: "Ich bin ein Diener des Geheimen Feuers, Hüter der Flamme von Anor." Dies sind mystische Aspekte der mächtigsten sichtbaren Kraft in Mittelerde: der Sonne. Die 5 Zauberer, zu denen Gandalf gehörte, waren Maiar, erschaffen von der gottgleichen Figur Mittelerdes, Eru Ilúvatar, der das Geheime Feuer hütete (die Fähigkeit, Leben zu erschaffen und zu erfüllen). Der Balrog wird als "Flamme von Udûn" bezeichnet. Udûn (Quenya Utumno) war eine Festung Morgoths und lange Zeit die Heimat seiner Balrog-Diener im 1. Zeitalter Mittelerdes. Andernorts werden die beiden gegenübergestellt: Das Geheime Feuer ist die Flamme, die erschafft, die Flamme von Udûn ist die Flamme, die verdirbt und zerstört.

  83. Die Mischung aus Christopher Lees und Ian McKellens Stimmen und Gesichtern bei Gandalfs Wiederauftauchen im Fangornwald hat tatsächlich eine Erklärung innerhalb der Geschichte: Zu diesem Zeitpunkt kanalisiert Gandalf dieselbe göttliche Macht wie Saruman, nur ist er nicht von Saurons Bosheit verdorben. Deshalb sagt Gandalf: "Ich bin Saruman, wie er hätte sein sollen", und deshalb kann er im nächsten Kapitel Sarumans Stab brechen: Saruman hat seine göttliche Macht missbraucht, ist ihrer unwürdig und wurde von Gandalf als Haupt ihres Ordens ersetzt.

  84. Tom Baker war ein Kandidat für die Rolle des Gandalf, nachdem er in Dungeons & Dragons (2000) einen kurzen, aber hochgelobten Cameo-Auftritt als sterbender Elbenkönig hatte. Er lehnte ab, weil er nicht sechzehn Monate in Neuseeland verbringen wollte.

  85. Sir Ian McKellen orientierte Gandalfs Akzent an dem von J.R.R. Tolkien.

  86. Seinen zweiten Vornamen Murray teilt er sowohl mit Michael Hordern (Michael Murray Hordern), seinem Vorgänger in der Rolle des Gandalf, als auch mit F. Murray Abraham, seinem Nachfolger in der Rolle des Antonio Salieri.

  87. Gandalfs Satz gegen Ende, dass "Die Schlacht um Helms Klamm vorüber ist. Die Schlacht um Mittelerde steht kurz davor zu beginnen", ist eine Paraphrase eines Teils einer von Sir Winston Churchills berühmtesten Reden aus dem Zweiten Weltkrieg vom 18. Juni 1940: "The Battle of France is over. I expect that the Battle of Britain is about to begin."

  88. Sir Ian McKellen hatte die Bücher nicht gelesen, als Sir Peter Jackson ihn erstmals für die Rolle des Gandalf ansprach. Es war Jacksons Begeisterung für das Projekt, die ihn überzeugte.

  89. Christopher Plummer wurde die Rolle des Gandalf angeboten, doch er lehnte wegen der langen Drehverpflichtung ab.

  90. Im Film nennt Gandalf Legolas "Greenleaf". Der Name Legolas bedeutet in der Sprache Sindarin bereits "grünes Blatt", in den Büchern wird er allerdings manchmal als Legolas Greenleaf bezeichnet.

Fakten mit Spoilern

  1. Spoiler anzeigen

    Bei Gandalfs großem Showdown mit dem Balrog spielte Sir Ian McKellen tatsächlich gegen einen grünen Ping-Pong-Ball, der zusammen mit der beim Dreh verwendeten Greenscreen-Technik ihm und anderen Darstellern als Bezugspunkt für einige der größeren CGI-Figuren diente.

  2. Spoiler anzeigen

    In der Extended Edition des Films sucht Thorin nach seinem Vater Thráin, der während der Schlacht zwischen Zwergen und Orcs vor den Toren Morias verschwand. Gandalf findet Thráin später in Dol Guldur, gezeichnet von Amnesie durch Jahre der Folter und Gefangenschaft; außerdem entdeckt er, dass der Nekromant Sauron ist, der Thráin schließlich während ihrer Flucht tötet. Im Hobbit-Roman ist Thráin längst tot; ein Großteil seiner Geschichte stammt nicht aus dem Roman, sondern ist aus „The History of Middle-Earth“ und den Anhängen der Herr der Ringe-Romane übernommen. Es gibt einige wesentliche Unterschiede: In den Büchern kehrte Thráin nach der Schlacht mit den Orcs zunächst zu seinem Volk zurück und verschwand 46 Jahre später bei einem früheren Versuch, Erebor zurückzuerobern; Gandalf fand ihn tatsächlich erst fünf Jahre später in Dol Guldur während seiner geheimen Inspektion der Ruinen, 91 Jahre vor den Ereignissen des Hobbit. Thráin starb eines natürlichen Todes, nachdem er Gandalf den Schlüssel und die Karte zu Erebor gegeben hatte, und Gandalf wurde nicht von Sauron gefangen gehalten. Die Hobbit-Filme strafften die Zeitlinie aus den Büchern erheblich und verlegten Thráins Vorgeschichte so, dass sie parallel zur Suche der Zwerge verläuft.

  3. Spoiler anzeigen

    Als Gandalf Bilbo erklärt, dass wahrer Mut darin besteht, zu wissen, wann man ein Leben verschont, ist die Musik eine Version der Musik, die in Moria zu hören ist, als Gandalf und Frodo den Vorfall besprechen, bei dem Bilbo Gollums Leben verschont – genau dort hat Bilbo Gandalfs Rat befolgt –, und sie erklingt für diesen Moment erneut in An Unexpected Journey. Aus Der Herr der Ringe: Die Gefährten: Frodo: "Schade, dass Bilbo ihn nicht getötet hat, als er die Gelegenheit dazu hatte." Gandalf: "Schade? Es war Mitleid, das Bilbo zurückhielt." Dass Bilbo Gollums Leben verschont, ist natürlich ein Vorgriff darauf, dass Frodo dasselbe in Emyn Muil tut. Dies ist ein entscheidender Teil der Geschichte, denn es setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die die Zerstörung des Einen Rings ermöglicht.

  4. Spoiler anzeigen

    Gandalfs Verfolgung des Nekromanten wird im Buch erwähnt, aber nicht dargestellt, und die Figur wurde von Gandalf im Kapitel "Der Rat von Elrond" in "Die Gefährten" nachträglich als Sauron identifiziert. In J.R.R. Tolkiens unvollendeter Geschichte "The Quest for Erebor" wird enthüllt, dass Gandalf Thorin und den Zwergen half, Smaug zu stürzen und Erebor zurückzuerobern, weil er fürchtete, Smaug könnte sich mit Sauron verbünden.

  5. Spoiler anzeigen

    In Gandalfs letzter Szene, in der er sagt, die Schlacht um Helms Klamm sei vorüber und die Schlacht um Mittelerde stehe kurz davor zu beginnen, ist ganz links ein unbekannter Reiter aus Rohan zu sehen. Ursprünglich sollte dies Éomer sein, doch da Karl Urban an diesem Tag nicht am Set war, ersetzte ihn sein Double. Im Audiokommentar gibt Sir Peter Jackson zu, dass sie geplant hatten, den Kopf des Doubles digital durch Urbans zu ersetzen, dies in der Postproduktion aber schlicht vergaßen.

  6. Spoiler anzeigen

    Verärgert über Thorins Weigerung, sich Elrond anzuvertrauen, murmelt Gandalf, Thorins Stolz werde ihm zum Verhängnis werden. Die Schlacht der Fünf Heere, in der Thorin stirbt, ist direkt eine Folge seines Stolzes und seiner Gier.

  7. Spoiler anzeigen

    Dass Gandalf die uralten Gräber in den Hohen Fellen von Rhudaur findet, in denen die Nazgûl einst gefangen gehalten wurden, ist eine Erfindung des Films. Weder in den Hobbit- noch in den Herr der Ringe-Romanen noch in irgendeinem anderen offiziellen Werk der Mittelerde-Überlieferung wird behauptet, die Nazgûl seien jemals getötet und begraben worden; stattdessen flohen sie und versteckten sich.

  8. Spoiler anzeigen

    Während seiner Konfrontation mit Gandalf offenbart sich der Nekromant als Sauron, wobei sein Schatten sich in ein riesiges Feuerauge verwandelt. So sah er in der Der Herr der Ringe-Trilogie aus.

  9. Spoiler anzeigen

    Die Konfrontation in Dol Guldur zwischen Galadriel, Saruman, Elrond, Radagast und Gandalf auf der einen und Sauron auf der anderen Seite wird im Hobbit-Roman nicht dargestellt, aber von Gandalf im letzten Kapitel kurz erwähnt, als er und Bilbo auf dem Heimweg kurz in Bruchtal Station machen; Gandalf erklärt, dass er, nachdem er die Zwerge und Bilbo am Rand des Düsterwalds zurückgelassen hatte, eine Versammlung des Weißen Rats einberufen habe, der dann gegen Sauron vorging und ihn aus Dol Guldur vertrieb. Die Anhänge der Herr der Ringe-Romane führen diese Ereignisse näher aus: Vor diesem Angriff wusste der Rat bereits seit 91 Jahren von Saurons Anwesenheit in Dol Guldur, nachdem Gandalf heimlich in die Festung eingedrungen war und dies von einem gefangenen, sterbenden Thráin (Thorin Vater) erfahren hatte. Gandalf drängte den Rat zum Angriff, doch Saruman war der Ansicht, Sauron sei noch nicht mächtig genug, um einen so riskanten Eingriff zu rechtfertigen. Während der Suche der Zwerge nach Erebor fast ein Jahrhundert später stimmte Saruman zu, dass Sauron zu gefährlich wurde. Der Angriff des Rats erfolgte etwa drei Monate, bevor Smaug Seestadt verwüstete, und Gandalf wurde nie von Sauron gefangen gehalten. Im Film wurde diese Zeitlinie erheblich gestrafft, und diese Ereignisse laufen nahezu gleichzeitig ab. Sauron wird zudem von den Nazgûl unterstützt, was das erste Mal ist, dass diese ihr wahres Aussehen in ihrer typischen Rüstung zeigen.

  10. Spoiler anzeigen

    Als Gandalf Bilbo sein Elbenschwert überreicht, sagt er ihm, wahrer Mut komme nicht daher, zu wissen, wann man ein Leben nimmt, sondern wann man ein Leben verschont. Später denkt Bilbo darüber nach, Gollum zu töten, entscheidet sich aber dagegen. Darauf wurde bereits in Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) Bezug genommen, als Gandalf zu Frodo sagte: "Es war Mitleid, das Bilbo zurückhielt. [...] Sei nicht zu eifrig, im Urteil den Tod auszuteilen. Selbst die sehr Weisen können nicht alle Enden sehen. Mein Herz sagt mir, dass Gollum noch eine Rolle zu spielen hat, zum Guten oder zum Bösen, bevor dies vorüber ist. Das Mitleid Bilbos könnte das Schicksal vieler bestimmen." Bilbos Entscheidung erweist sich als Wendepunkt, denn anschließend zeigt er beträchtlichen Mut gegen Azog.

  11. Spoiler anzeigen

    Im Film erwähnt Elrond während des Weißen Rats die vorangegangenen 400 Jahre des "wachenden Friedens", als Gandalf seine jüngsten Befürchtungen über Saurons Rückkehr in seine Festung Dol Guldur äußert. In den Anhängen zu Der Herr der Ringe wird deutlich, dass der Rat davon längst wusste: 900 Jahre vor Beginn des Hobbit-Romans hatte Gandalf Sauron bereits aus Dol Guldur vertrieben, was die als "Wachender Frieden" bezeichnete Periode einleitete, die 400 Jahre später endete, als Sauron dorthin zurückkehrte; dem Weißen Rat war dies offenbar bis 90 Jahre vor Beginn des Buches nicht bekannt. Gandalf drängte den Weißen Rat tatsächlich, gegen Dol Guldur vorzugehen, doch Saruman entschied sich dagegen mit der Begründung, Sauron sei noch nicht mächtig genug, um einen so gefährlichen Eingriff zu rechtfertigen. Der Film strafft und vereinfacht diese Vorgeschichte erheblich, lässt den ersten Weißen Rat aus und lässt den Wachenden Frieden etwa zu Beginn des Films enden.

  12. Spoiler anzeigen

    Sir Ian McKellens erster Drehtag an der Trilogie war Gandalfs erste Szene, die Ankunft in Hobbingen. Sein zweiter Drehtag war Gandalfs letzte Szene dieses Films, an den Grauen Anfurten.

  13. Spoiler anzeigen

    Das musikalische Motiv für die Szene, in der Bilbo den Einen Ring findet, ist dasselbe wie in der entsprechenden Szene im Prolog von Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001). Durch die seltsame Art, wie sich der Ring beim Fallen verhält, wirkt er weit schwerer, als er sein dürfte (ein Effekt, der in den Der Herr der Ringe-Filmen einprägsam wurde und mit Magneten erzielt wurde). Obwohl Gandalf bemerkt, wie Bilbo den Ring in seine Tasche gleiten lässt, und vielleicht sogar etwas Unheimliches daran ahnt, erkennt er seine wahre Natur noch nicht und ist nicht sofort beunruhigt. In Der Herr der Ringe: Die Gefährten wurde erklärt, dass neben dem Einen Ring 19 weitere Große Ringe für Elben, Zwerge und Menschen geschmiedet wurden. Gandalf hat womöglich immer angenommen, Bilbo habe einen der verschollenen Zwergenringe gefunden; erst nach langen Nachforschungen erkennt Gandalf schließlich, dass es Saurons Einer Ring ist.

  14. Spoiler anzeigen

    Ein Teil des Stoffes stammt nicht aus dem Hobbit-Roman, sondern aus anderen Quellen der Mittelerde-Überlieferung. Gandalfs Entdeckung, dass Sauron sich in Dol Guldur versteckt, wird in den Anhängen von The Return of the King beschrieben, wo sie tatsächlich 91 Jahre vor den Ereignissen des Hobbit stattfand. Gandalf findet dort auch Thorins sterbenden Vater Thráin, der durch Jahre der Gefangenschaft und Folter wahnsinnig geworden ist. Gandalf entkommt und warnt anschließend den Weißen Rat vor Saurons Anwesenheit, doch Saruman behauptet, ohne seinen Ring der Macht sei Sauron keine ernstzunehmende Bedrohung, die ein so gefährliches Eingreifen rechtfertige. Beim zweiten Treffen des Weißen Rates 91 Jahre später (das im Buch geschieht, nachdem Gandalf die Gemeinschaft der Zwerge am Düsterwald verlassen hat, nicht während ihres Aufenthalts in Bruchtal) beschließen sie endlich, Dol Guldur anzugreifen, und Sauron wird vertrieben. Wie bei den Der Herr der Ringe-Filmen verdichten die Hobbit-Filme die Zeitlinie der Bücher erheblich und haben viele dieser Ereignisse aus dramatischen Gründen verkürzt und zusammengelegt.

  15. Spoiler anzeigen

    Eines der undeutlichen Worte, die Gandalf dem Falter zuflüstert, als er von Saruman gefangen gehalten wird, ist "Gwaihir", der Name des Adlers, der ihn später vom Turm rettet.

  16. Spoiler anzeigen

    In der Extended Edition befiehlt Sauron während des Angriffs auf die Festung Dol Guldur zur Rettung Gandalfs einem Ork-Leutnant, ihm den Elbenring des Feuers zu bringen, den Gandalf überrascht an sich selbst entdeckt. Es wurde keine Erklärung dafür geliefert, wie Gandalf im Film-Universum im Besitz eines der Drei Ringe der Elben ist. In den Romanen wurde Narya Gandalf von Círdan dem Schiffbauer, dem Herrn der Grauen Anfurten, übergeben, als er früh im Dritten Zeitalter aus Aman eintrifft. Círdan ahnte voraus, dass Gandalf ihn brauchen würde, um sich selbst zu stärken und das Feuer des Geistes in den Freien Völkern zu entfachen, damit sie sich Sauron widersetzen.

  17. Spoiler anzeigen

    Das Ironische daran, dass die Gemeinschaft um Gandalf trauert, war, dass zu diesem Zeitpunkt keines der Besetzungsmitglieder Sir Ian McKellen getroffen hatte, geschweige denn ihn als den Zauberer verkleidet gesehen hatte.

  18. Spoiler anzeigen

    Sir Peter Jackson erklärte, die wortlose Szene, in der Gandalf neben Bilbo sitzt und an seiner Pfeife herumfummelt, sei Sir Ian McKellens letzter Drehtag gewesen. Jackson wurde von dem Gefühl überwältigt, McKellens Abschied als Gandalf zu filmen, und entschied sich, den für die Szene vorgesehenen Dialog zu verwerfen.

  19. Spoiler anzeigen

    In der ersten Szene von Gandalf und Pippin mit Denethor im Thronsaal von Minas Tirith konfrontiert der Truchsess von Gondor Gandalf mit dessen "Machenschaften", Denethor von der Macht zu entfernen und durch Aragorn zu ersetzen. Wie genau er im Film von Aragorns Existenz erfährt, wird nicht enthüllt, doch sowohl in der Zeichentrickversion des Films als auch im Originalroman zeigt sich, dass Denethor ebenfalls einen der verlorenen Palantíri besitzt (den Kristall-Sehstein, den Saruman im Film prominent nutzt), und durch ihn entdeckt er nicht nur Aragorns Existenz, sondern auch die Bedrohung durch die Korsaren von Umbar, was andeutet, dass Sauron bei seiner Belagerung und Zerstörung Gondors siegreich sein würde. Dieser Handlungsstrang aus den Büchern wurde in der Kinofassung herausgenommen, um die ohnehin lange Laufzeit zu verkürzen (ähnlich wie mehrere andere Nebenhandlungen), doch in der Extended Edition wurde eine Szene wieder eingefügt, in der Aragorn in Denethors Thronsaal einen Palantír benutzt, um Sauron gegenüberzutreten, was andeutet, dass Denethor ihn die ganze Zeit besaß und als seine Informationsquelle nutzte. Der andere bedeutende Handlungsbogen des Romans, der im Film deutlich anders verläuft als im Originaltext, ist der um Saruman und Grima. In der Kinofassung von The Return of the King werden Saruman und Grima im Turm von Orthanc unter den wachsamen Augen von Baumbart und den Ents ihrem Schicksal überlassen, und der Palantír von Orthanc wird von Pippin gefunden, wie er praktischerweise einfach auf dem überschwemmten Boden liegt. In der Extended Edition von The Return of the King kommt es zu einer Konfrontation zwischen Saruman und Gandalf, bei der Saruman sich zunächst wieder in Theodens Gunst einschleichen will, bevor er Gandalf angreift, der Sarumans Stab bricht und damit seine Macht als Anführer der Istari (Zauberer) zerstört. Theoden versucht dann, Grima zu vergeben, der empfänglich scheint, aber von Saruman heftig geschlagen wird; daraufhin erlöst sich Grima, indem er Saruman in den Rücken sticht, und stirbt dann durch einen Pfeil von Legolas, während Saruman, durch den Stich tödlich verwundet, von der Spitze Orthancs stürzt und auf einem Stachelrad landet, wobei der Palantír ins Wasser fällt, damit Pippin ihn nehmen kann. Im Roman entkommen Saruman und Grima einige Wochen, nachdem Gandalf Sarumans Stab zerstört hat, aus Orthanc und Isengard. Sie fliehen ins Auenland und übernehmen die Kontrolle über die Gegend, wobei sie einen beträchtlichen Teil der Hobbit-Bevölkerung sowie mehrere Menschen verderben, für sie zu kämpfen. Nach der Zerstörung des Rings und von Saurons Streitkräften kehren die Hobbits ins Auenland zurück und finden es stark industrialisiert und unter der Kontrolle Sarumans vor, der sich in Hobbingen als Kriegsherr aufgespielt hat. Während Sam, Merry und Pippin die Bevölkerung zum Aufstand gegen Saruman und die abtrünnigen Hobbits sammeln, wird Saruman erneut von Frodo konfrontiert, der ihn fortschickt. Saruman stirbt schließlich durch Grimas Hand nach einer letzten Spöttelei, woraufhin Grima von Hobbit-Pfeilen getroffen wird. Ähnlich wie die gesamte Handlung um Denethor und seinen Palantír wurde dieser Handlungsstrang deutlich verändert, um die Länge des Films zu reduzieren, vor allem aber, weil die Macher das Gefühl hatten, die Zerstörung von Barad-dûr sei der natürliche Höhepunkt des Films, und das Anhängen der Auenland-Nebenhandlung am Ende hätte sehr antiklimaktisch gewirkt. Die Säuberung des Auenlands wird in Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) kurz angedeutet, als Frodo in den Spiegel von Galadriel blickt und eine Vision vom brennenden Auenland und seinen versklavten Bewohnern sieht, ein wahrscheinliches Ergebnis, falls Frodo den Ring nicht zerstört.

  20. Spoiler anzeigen

    In der Extended Edition schleift der Kerkermeister in Dol Guldur Gandalf zu einem Richtblock, um ihm die Hand abzuhacken und Narya, den Ring des Feuers, zu nehmen. Der Kamerawinkel und das Messer, das er zu benutzen versucht, erinnern an die Szene in Game of Thrones (2011) mit Jaime Lannisters Hand.

  21. Spoiler anzeigen

    Sir Ian McKellen spielte lieber Gandalf den Grauen als dessen verwandelte Gestalt (Gandalf den Weißen) in den beiden folgenden Filmen. Glücklicherweise durfte McKellen die Rolle in der Prequel-Trilogie Der Hobbit wiederholen, wo er in allen 3 Filmen Gandalf den Grauen spielte.

  22. Spoiler anzeigen

    Die Einberufung des Weißen Rates findet im Film statt, während Gandalf, Bilbo und die Zwerge bei den Elben in Bruchtal weilen. Im Buch geschieht sie später, zeitgleich mit den Ereignissen in Der Hobbit - Smaugs Einöde (2013), nachdem Gandalf sich am Düsterwald von den Zwergen getrennt hat. Das Treffen selbst wird nicht gezeigt, aber später von Gandalf gegen Ende des Buches erwähnt.

Besetzung und Team