
Amadeus: 110 Fakten hinter den Kulissen
John Savage war die erste Wahl für die Rolle des Antonio Salieri.
Zu Beginn des Diktats der Confutatis-Passage brachte ein Fehler von John Strauss, der beiden Darstellern über Hörgeräte mit amplitudenmodulierten Wellen den musikalischen Einsatz gab, Tom Hulce aus dem Konzept, weil er auf den exakten Ton und die einsetzende Phrase wartete. Der Fehler blieb im fertigen Film: Als F. Murray Abraham die Phrase „A-Moll“ wiederholt, reagiert Hulce eine Weile nicht, weil er tatsächlich auf den Einsatz wartete.
Das Stück von Wolfgang Amadeus Mozart mit den Oboen- und Klarinettenthemen, dessen Partitur Salieri in den frühen Szenen so sehr bewundert, ist das Adagio, also der dritte Satz der Serenade Nr. 10 in B-Dur, KV 361, auch bekannt als „Gran Partita“.

Amadeus (1984): Così fan tutte auf der Bühne, fünf Personen in historischen KostümenBild: Wikimedia Commons · Unknown author Unknown author, CC BY-SA 4.0 Für die erste deutsche Synchronfassung des Films wurden mehrere österreichische Synchronsprecher engagiert, die in ihrem heimischen Dialekt sprachen.
David Bowie und Mikhail Baryshnikov wurden für die Rolle des Mozart in Betracht gezogen.
Das Theaterstück, auf dem der Film basiert, wurde am 2. November 1979 am National Theatre in London uraufgeführt.
Salieri sagt, Mozart habe sein erstes Konzert mit vier Jahren komponiert, seine erste Sinfonie mit sieben und eine vollwertige Oper mit zwölf. Die heutige Forschung geht davon aus, dass Mozart seine erste Sinfonie (Sinfonie Nr. 1 in Es-Dur, KV 16) mit acht Jahren schrieb und sein erstes Konzert (Klavierkonzert Nr. 1 in F-Dur, KV 37) mit elf. Was die Oper betrifft, ist der Begriff „vollwertig“ Auslegungssache, doch die meisten würden La Finta Simplice, KV 46a, nennen, die Mozart mit zwölf Jahren schrieb. Mozarts Vater log jedoch regelmäßig über das Alter seines Sohnes, um ihn noch mehr als Wunderkind erscheinen zu lassen, sodass Salieris Aussage durchaus dem damaligen Wissensstand entsprechen könnte.
Constanzes Mutter wird als Mozarts Vermieterin identifiziert, und tatsächlich lebte er in ihrem Haushalt, als er nach Wien ging. Constanze und ihre Familie waren jedoch ausgebildete Sänger, und Constanzes Schwester Josepha war eine Koloratursängerin, die ursprünglich die Rolle der Königin der Nacht in Die Zauberflöte sang, wie im Film zu sehen ist, wenn Mozarts kreischende Schwiegermutter in die Arie der Königin der Nacht übergeht.
Das Budget war ursprünglich auf 13 bis 15 Millionen Dollar angelegt, schwoll letztlich aber auf 18 Millionen Dollar an.
Bei den Dreharbeiten zur Szene, in der Salieri unter Mozarts Diktat die Totenmesse niederschreibt, ließ Tom Hulce absichtlich Zeilen aus, um F. Murray Abraham zu verwirren und den Eindruck zu erzeugen, dass Salieri die diktierte Musik nicht ganz erfassen konnte.
Dies ist einer der wenigen Oscar-Gewinner in der Kategorie Bester Film, die es nie in die Top 5 der Kinocharts geschafft haben.
Ursprünglich war der junge Kenneth Branagh, der gerade erst durch Theater und Fernsehen in Großbritannien bekannt wurde, für die Rolle des Mozart besetzt, während Ben Kingsley, frisch nach seinem Oscar für „Gandhi“, Salieri spielen sollte. Miloš Forman änderte jedoch seine Meinung und entschied sich für amerikanische Schauspieler in den Hauptrollen. Branagh war darüber sehr verärgert.
Meg Tilly war ursprünglich für die Rolle der Stanze besetzt, riss sich jedoch am Tag vor ihrem ersten Drehtag bei einem Straßenfußballspiel ein Band im Bein. Elizabeth Berridge, Rebecca De Mornay und Diane Franklin wurden als Ersatz getestet, wobei Berridge und Franklin als letzte zwei Kandidatinnen für eine Woche Probeaufnahmen am Set nach Prag geflogen wurden, bevor Berridge die Rolle bekam. Miloš Forman besetzte sie später erfolgreich in dem Kostümfilm Valmont (1989) an der Seite der Amadeus-Darsteller Jeffrey Jones und Vincent Schiavelli.
Burt Reynolds war ein früher Kandidat für die Rolle des Salieri.
Der Kaiser erzählt, der junge Mozart habe seiner Schwester Antoinette einen Heiratsantrag gemacht. Gemeint ist Marie Antoinette, damals Königin von Frankreich. Später – als davon die Rede ist, dass „Die Hochzeit des Figaro“ das Volk aufwiegeln könnte – erwähnt der Kaiser, sie habe ihm geschrieben und fürchte sich „vor ihrem eigenen Volk“. Da „Figaro“ 1782–83 entstand, nimmt dies Marie Antoinettes späteres Schicksal vorweg: 1789 während der Französischen Revolution in eine konstitutionelle Monarchie gezwungen und schließlich 1793 abgesetzt, vor Gericht gestellt und hingerichtet.
Die Musik wurde vorab aufgenommen und lief während der Dreharbeiten im Hintergrund. Tom Hulce übte täglich vier Stunden am Klavier, um überzeugend zu wirken.
In einem Interview in The One Show (2006) im Jahr 2013 sagte Andrew Lloyd Webber, ihm sei die Rolle des Mozart angeboten worden, er habe sie aber abgelehnt.
Ein wichtiges Thema des Films ist der Wandel in Salieris Glauben an Gott. Das mag der Grund für den Titel Amadeus sein, der „Gottesliebe“ bedeutet. Ironischerweise bedeutet das Wort Mozart „schlampig“.
Die siebzehnjährige Cynthia Nixon versuchte, ihre Schulausbildung abzuschließen. Sie und ihre Eltern waren besorgt darüber, wie lange sie für die Dreharbeiten im Ausland bleiben müsste. Es wurde vereinbart, dass sie nach Hause geschickt würde, wenn sie zwei Tage hintereinander nicht drehen würde.
Elizabeth McGovern, die für ihre Rolle in Miloš Formans vorherigem Film Ragtime (1981) eine Oscar-Nominierung erhalten hatte, machte Probeaufnahmen für die Rolle der Constanze.
Die Musiker spielen auf einem Instrument, das der Vorläufer des modernen Klaviers war, dem Fortepiano, das die italienischen Wörter für laut (forte) und leise (piano) vereint. Denn es war das erste Tasteninstrument, das je nach Anschlag der Tasten mit den Fingern wirklich einen Kontrast zwischen laut und leise erzeugen konnte. Seine Beliebtheit beim aufstrebenden europäischen Bürgertum zeigt eine Szene im Director's Cut, in der eine wohlhabende Familie ihre Tochter bei Mozart Unterricht nehmen lässt. Die Klaviersonaten des echten Mozart wurden mit Blick auf seine Schülerinnen geschrieben. Das Fortepiano verdrängte schnell Cembalo und Clavichord als Hausmusikinstrument und als Konzertstandard. In der Klassik (etwa 1750–1820) wurde das Cembalo aus praktisch allen Kompositionen verbannt, und das Klavier wurde neben der Violine zum wichtigsten Soloinstrument in Konzerten für Soloinstrument und Orchester. In dieser Epoche war das Konzert zudem keine reine Orchesterkomposition ohne hervorgehobenes Soloinstrument mehr; diese Form wurde von der Sinfonia abgelöst, die später Sinfonie genannt wurde. Beim Fortepiano waren die Tasten schwarz, wo das moderne Klavier (mit vollem Namen Pianoforte) weiße Tasten hat, und weiß, wo das moderne Instrument schwarze hat. In einer Szene, in der Herr und Frau Mozart zu einem Konzert gefahren werden, bei dem Mozart spielen soll, sieht man sechs Männer das Fortepiano auf ihren Schultern durch die Straßen Wiens tragen. Das frühere Instrument war kleiner als das moderne Klavier (mit kürzerer Tastatur) und viel leichter. Es war zudem weit weniger haltbar als sein modernes Gegenstück. Beethoven gilt als der Komponist, der half, ein haltbareres Instrument mit größerem Tonumfang zu entwerfen, weshalb das Instrument umbenannt werden musste.
Die Originalproduktion von „Amadeus“ am Broadway eröffnete am 17. Dezember 1980 im Broadhurst Theater und lief 1181 Vorstellungen mit Ian McKellen und Tim Curry. Der Film basiert auf dem Stück von Peter Shaffer, das 1981 den Tony Award als Bestes Theaterstück gewann und dessen Autor auch das Drehbuch schrieb. Patrick Hines war in der Originalproduktion am Broadway dabei, spielte in der Filmversion jedoch eine andere Rolle.
Bühnenbilder und Kostüme für die Opernproduktionen basierten auf Skizzen der Originalkostüme und -bühnenbilder, die bei den Uraufführungen der Opern verwendet wurden.
Bei der Szene mit den „Nipples of Venus“ wusste Elizabeth Berridge nicht, dass sie die Süßigkeit zwischen den Takes ausspucken durfte. Es waren Marzipanstücke, und sie aß fünfzehn ganze Stück davon. Später sagte sie, sie habe sie ekelhaft gefunden und sich damit schließlich krank gemacht.
Sir Peter Shaffer brach in Tränen aus, als er zum ersten Mal das Prager Opernhaus besuchte, wissend, dass Wolfgang Amadeus Mozart selbst dort aufgetreten war.
Meg Tilly sollte in Amadeus die Constanze spielen, riss sich jedoch am Tag vor den Dreharbeiten bei einem Fußballspiel ein Band im Bein.
In einer Szene bezeichnet Mozart Christoph Willibald Gluck als „langweilig“ und sagt, er möge George Frideric Handel nicht. Dabei waren Gluck und Handel zwei von Wolfgang Amadeus Mozarts Lieblingskomponisten.
Für den Film wurden mehr als 1.500 Perücken angefertigt, die 500.000 Dollar kosteten.
Baron van Swieten war der Sohn von Gerhard van Swieten, den Kaiserin Maria Theresia einsetzte, um die Vampirhysterie zu bekämpfen, die die österreichische Gesellschaft, besonders das Militär, erfasste. Als kaiserlicher „Vampirjäger“ diente der ältere van Swieten Bram Stoker als Inspiration für die Figur des Abraham Van Helsing in „Dracula“.
In der Pariser Bühnenproduktion des Originalstücks spielte Roman Polanski den Mozart und führte zugleich Regie.
Der Soundtrack erreichte Platz 56 der Billboard-Albumcharts und zählt damit zu den erfolgreichsten Klassik-Alben aller Zeiten.
Das gesamte Deutsche (auch in den Opern) ist ins Englische übersetzt, während nichts vom Italienischen übersetzt ist.
Ein Teil der „Don Giovanni“-Szene wurde am 4. Juli gedreht. Bei einem Take, als Miloš Forman „Action“ rief, entrollte sich eine große amerikanische Flagge von der Decke, und fünfhundert Komparsen standen auf und begannen, „The Star Spangled Banner“ zu singen. Die dreißig Komparsen, die sitzen blieben und sehr verwirrt aussahen, hielt man für Mitglieder der tschechoslowakischen Geheimpolizei.
F. Murray Abraham lernte für seine Rolle, Musik zu lesen und zu dirigieren.
Während der Dreharbeiten 1983 war die Tschechoslowakei kommunistisch regiert. Das Produktionsteam wurde oft von der Geheimpolizei beschattet, und Miloš Forman und die Besetzung sprachen über ihre Angst, dass ein Streich zum 4. Juli – das Entrollen der amerikanischen Flagge im Konzertsaal und das Singen von „The Star-Spangled Banner“ durch die große Besetzung und Crew – zu ihrer Verhaftung wegen Aufwiegelung führen würde. Viele vermuteten, dass ihre Hotelzimmer in den sechs Monaten der Dreharbeiten verwanzt waren. Forman, der als Verräter galt, weil er die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen und nicht in das sowjetisch kontrollierte Gebiet zurückgekehrt war, hatte zuvor schon einmal ein Drehverbot für einen seiner Filme erhalten. Laut Twyla Tharp musste Forman gewisse Zugeständnisse machen, um im roten Territorium drehen zu können. „Milos musste eine Vereinbarung unterschreiben, dass er in dem Jahr, in dem er dort war, jeden Abend in sein Hotel gehen würde und dass sein Fahrer sein bester Freund aus alten Tagen sein würde“, sagte Tharp dem Hollywood Reporter. „Und jeder wusste, was mit seinem besten Freund passieren würde, wenn politisch etwas Unvorhergesehenes rund um Milos geschähe, denn Milos war eine Art lokaler Held und er war gefährlich für die Behörden.“
Das Porträt von Mozarts Vater, das nach dessen Tod zu sehen ist, basiert auf einem echten Gemälde von Leopold Mozart, das so verändert wurde, dass es dem Schauspieler Roy Dotrice ähnelt.
Um die Zeit authentisch wirken zu lassen, wurde jede Konzertsaal-Szene ausschließlich mit Kerzen beleuchtet. Um genug Licht für die Dreharbeiten zu bekommen, wurde eine nahe gelegene Fabrik beauftragt, eigens angefertigte Kerzen mit jeweils drei Dochten zu produzieren. Die Kerzen brannten so schnell herunter, dass nach jedem Take jeder Szene Tausende ersetzt werden mussten. Dafür war die volle Kapazität der Kerzenfabrik mehrere Monate lang nötig.
F. Murray Abraham saß an jedem Tag, an dem er den alten Salieri spielte, durchschnittlich 4,5 Stunden in der Maske.
Tom Hulce sagte, er habe Mozarts unverwechselbares, unangenehmes Lachen einem sehr berühmten Regisseur nachempfunden, mit dem er gearbeitet habe und der auf identische Weise gelacht habe.
Vincent Schiavelli bekam nach einem Take, in dem er ging, von Regisseur Miloš Forman zu hören: „Das Fernsehen ruiniert dich.“
In der Eröffnungsszene, in der Salieri durch die verschneiten Straßen getragen wird, trägt man ihn an einem großen, prunkvollen, herrschaftsähnlichen Gebäude vorbei, in dem gerade eine Feier stattfindet. Laut Miloš Forman ist dieses Gebäude in Wirklichkeit die französische Botschaft in Prag.
Miloš Forman bestand darauf, dass seine Hauptdarsteller ihren amerikanischen Akzent behielten, damit sie sich stattdessen auf ihre Figuren und ihre Darstellung konzentrieren konnten.
Zur Vorbereitung auf einige Aspekte der Titelrolle studierte Tom Hulce Filmmaterial von John McEnroes Wutausbrüchen auf dem Tennisplatz.
Der Film steht auf Roger Eberts Liste der „Great Movies“.
Mehrere echte (oder zumindest überlieferte) Ereignisse aus dem Leben von Wolfgang Amadeus Mozart flossen in das Drehbuch ein, darunter die Begegnung zwischen dem kleinen Mozart und Marie Antoinette und der Kommentar des Kaisers, „Die Entführung aus dem Serail“ habe „zu viele Noten“.
Im Film wird Salieri als zölibatär lebend dargestellt, der die Ehelosigkeit gewählt hat, um Gott für seine Gaben zu danken. Im wirklichen Leben war Salieri verheiratet, als er Mozart zum ersten Mal begegnete, auch wenn er später sowohl seine Frau als auch seinen einzigen Sohn verlor.
Nur vier Kulissen mussten gebaut werden: Salieris Krankenzimmer, Mozarts Wohnung, ein Treppenhaus und das Vaudeville-Theater. Alle anderen Schauplätze wurden vor Ort gefunden.
Während der Dreharbeiten zur „Don Giovanni“-Sequenz fing Karel Fialas Hut Feuer, weil er einer Kerze zu nahe kam und die Szene geprobt worden war, ohne dass die Kerzen brannten. Es dauerte eine Weile, bis jemand reagierte und das Feuer löschte, weil Fiala es selbst offenbar nicht bemerkte.
Der Film wurde hauptsächlich in der Tschechoslowakei gedreht, und es war das erste Mal seit 1967, dass Miloš Forman wieder in seinem Heimatland war. Er erklärte, dass ihm in der Phase der Motivsuche tatsächlich die Einreise verweigert wurde, da die örtlichen Behörden ihn als „Verräter“ betrachteten, weil er sein Land in Richtung Westen verlassen hatte.
F. Murray Abraham bewarb sich ursprünglich um die kleine Rolle des Rosenberg. Bei einer Vorsprech-Sitzung bat Miloš Forman ihn, für die Rolle des alten Salieri zu lesen. Sein Vortrag war so gut, dass Forman ihn bereits für die Hauptrolle im Sinn hatte, aber bewusst vermied, „du hast die Rolle“ zu sagen, weil Forman wusste, dass eine Besetzung ihn mit seiner Arbeit an Scarface - Toni, das Narbengesicht (1983) in Konflikt bringen würde, und er wartete daher gezielt, bis Abraham fast alle seine Szenen abgedreht hatte. Einige Tage später bat Forman Abraham, denselben Vortrag für weitere Vorsprech-Sitzungen zu wiederholen, doch dessen Weigerung überzeugte Forman schließlich, ihn zu besetzen, weil er fand, Abraham „könnte ein großartiger Schauspieler sein, wenn es keine Unterbrechungen dazwischen gibt.“
Das Opernhaus im Film, in dem Mozart „Die Hochzeit des Figaro“ und „Don Giovanni“ dirigiert, ist der Ort, an dem „Don Giovanni“ tatsächlich seine Uraufführung erlebte.
Der letzte Film von Jonathan Moore.
Der letzte Film von Patrick Hines.
Wenig überraschend hatte kein großes Studio Interesse daran, ein dreistündiges Biopic über einen Komponisten klassischer Musik zu finanzieren. Der Film wurde von seinem Produzenten Saul Zaentz finanziert.
Donald Sutherland sprach für die Rolle des Salieri vor.
Mel Gibson, Sir Mick Jagger und Tim Curry sprachen alle für die Rolle des Mozart vor.
Tom Hulce und F. Murray Abraham hielten während der Dreharbeiten bewusst eine distanzierte Arbeitsbeziehung, ganz ähnlich wie ihre Figuren. Abraham entschied sich sogar bewusst, Abstand zum restlichen Ensemble zu halten, da seine Figur nicht viel mit den anderen zu tun hat, und übernachtete sogar in einem anderen Hotel. Das führte laut eigener Aussage dazu, dass er zu vielen der Partys, die die Besetzung gemeinsam feierte, nicht eingeladen wurde.
Maria Anna Mozart, Wolfgangs ältere Schwester, war wie ihr Bruder ebenfalls ein musikalisches Wunderkind am Tasteninstrument, sowohl im Komponieren als auch im Spielen. Als Kind verehrte Wolfgang sie und sie gingen gemeinsam auf Tournee, wobei sie vierhändige Klavierstücke auf demselben Klavier spielten. Sie arbeiteten auch gemeinsam an Kompositionen, die allein Wolfgang zugeschrieben wurden. Trotz dieser Verbindung ist Maria Anna keine Figur in diesem Film.
Salieri isst im Film oft Gebäck und andere Süßspeisen oder bewundert sie. Laut dem DVD-Kommentar von Miloš Forman und Sir Peter Shaffer ist das historisch korrekt, da der echte Salieri von seinen Zeitgenossen als Naschkatze beschrieben wurde.
Die Filmemacher verwendeten oft Musik mit einem Text, der sich als Anspielung auf das Pathos der Geschichte interpretieren ließ, mehrfach auch auf Latein.
Ironischerweise trug der Film dazu bei, eine Wiederbelebung der Musik von Antonio Salieri auszulösen, die zuvor in Vergessenheit geraten war.
Das Drehbuch nahm sich offensichtlich einige künstlerische Freiheiten, darunter die Handlung um den maskierten Mann, der zu Mozart kommt und sich als sein toter Vater ausgibt. Das war, anders als der Film es darstellt, nicht Salieri. Doch 1791 wandte sich der österreichische Graf Franz von Walsegg – der eine Vorliebe dafür hatte, Musik in Auftrag zu geben, um sie bei seinen zweimal wöchentlich stattfindenden Konzerten als seine eigene auszugeben – an Mozart und bat um ein Requiem für seine geliebte Frau, die am Valentinstag gestorben war.
Laut John Harkness' Buch „The 1999 Academy Awards Handbook“ drückte Maurice Jarre in seiner Dankesrede für den Oscar für die beste Filmmusik 1984 für Reise nach Indien (1984) seine Erleichterung darüber aus, dass Amadeus (1984) nicht für den Oscar für die beste Filmmusik nominiert worden war. Ein offensichtlicher Scherz, da keine der Musik von Amadeus original war.
Miloš Forman und Sir Peter Shaffer verbrachten vier Monate damit, das sehr stilisierte Theaterstück in ein brauchbares Drehbuch umzuwandeln. Sie fügten Figuren wie den Priester, das Dienstmädchen, den Erzbischof und die Schwiegermutter hinzu; die Figur des Wolfgang Amadeus Mozart wurde über Antonio Salieris Wahrnehmung hinaus erweitert; und Salieris Monologe wurden visuell überarbeitet.
Kaiser Joseph erzählt eine amüsante Anekdote über den kleinen Mozart, der von einem Hocker rutschte und, als die künftige Marie Antoinette ihm aufhalf, „sich in ihre Arme warf und sagte: ‚Willst du mich heiraten, ja oder nein?‘“ Dies ist eine überarbeitete Version eines Vorfalls, der in mehreren Mozart-Biografien auftaucht. Als die Mozarts im Sommer 1762 zu Gast im Schloss Schönbrunn waren, spielte der 6-jährige Mozart mit den königlichen Kindern, als er ausrutschte und hart auf einen polierten Holzboden fiel. Antonia, die künftige Marie Antoinette, die ebenfalls 6 war, drehte sich um und half dem Jungen auf. Unter Tränen soll Mozart gesagt haben: „Du bist freundlich. Ich werde dich heiraten.“ Als die amüsierte Kaiserin Maria Theresia fragte, warum, sagte er: „Weil sie stehen blieb, um zu helfen, und die andere lief weiter.“ Historiker streiten darüber, ob der Vorfall historisch ist.
Tim Curry und Mark Hamill haben beide für die Rolle des Mozart vorgesprochen und Mozart am Broadway gespielt. Hamill erinnerte sich, wie ihm seine Zeit als Luke Skywalker die Besetzung im Film verwehrte: „Miloš Forman bat mich, mit Schauspielerinnen zu lesen, um sie für die Filmversion von Amadeus zu besetzen. Ich sagte: ‚Miloš, ich habe Amadeus am Broadway und auf der nationalen Tour gespielt, und ich habe mich gefragt, ob du mich für die Rolle in Betracht ziehen würdest.‘ Und er lachte und sagte: ‚Nein, nein, nein, denn niemand wird glauben, dass Luke Spacewalker der Mozart ist!‘“ Obwohl er es verstand, gab Hamill zu: „Es war enttäuschend.“ Er schloss: „Aber jeder hat seinen eigenen Weg. Ich hatte meine Herausforderungen, und andere haben andere Herausforderungen. Ich muss kein Leading Man sein. Ich bin einfach gern ein Arbeitstier, und das war ich sehr lange Zeit. Als ich anfing, wollte ich nur meinen Lebensunterhalt mit dem verdienen, was ich liebe. Ich wollte kein Tom Cruise sein. Und an diesen Maßstäben gemessen habe ich weit mehr erreicht, als ich erwartet hatte.“
Prag in den 1980er-Jahren (die Heimatstadt von Miloš Forman) eignete sich ideal als Kulisse für das Wien des 18. Jahrhunderts, da moderne Fernsehantennen, Plastik und Asphalt unter kommunistischer Herrschaft kaum Einzug gehalten hatten. Die meisten Drehorte waren sofort drehbereit, lediglich einige Straßenschilder und moderne Laternen mussten verdeckt werden.
Miloš Forman wollte, dass Amy Irving ihre Broadway-Rolle als Mozarts Frau übernimmt. Zu seiner Enttäuschung lehnte sie ab, da sie sich sechs Monate in Prag nicht zutraute.
Hugh Wilson hatte gehofft, bei diesem Film Regie zu führen, wurde aber abgelehnt.
Laut Miloš Formans Autobiografie bot ein Studio an, den Film zu finanzieren, unter der Bedingung, dass Forman Walter Matthau (angeblich ein Mozart-Enthusiast) für die Rolle des Wolfgang Amadeus Mozart besetzte. Forman lehnte ab, da er Matthau für zu alt hielt: Er war über 60, und Mozart wurde nur 35 Jahre alt.
In der Begräbnisszene ist das Lacrimosa aus Mozarts Requiem zu hören. Mozart erhielt den Auftrag für dieses Werk, wurde jedoch schwer krank und glaubte schließlich, er schreibe es für sein eigenes Begräbnis. Es blieb unvollendet und war sein letztes Werk.
Dies ist eine von nur vier Produktionen, die sowohl einen Tony Award für das beste Theaterstück als auch einen Oscar für den besten Film gewonnen haben. Die anderen drei sind My Fair Lady (1964), Meine Lieder, meine Träume (1965) und A Man for All Seasons (1966).
Roy Dotrice (Leopold Mozart) und Charles Kay (Graf Orsini de Rosenberg) gehörten zu den Gründungsmitgliedern der britischen Royal Shakespeare Company und sind in The Wars of the Roses (1965) zu sehen.
Die mittlere von drei Zusammenarbeiten zwischen Regisseur Miloš Forman und Produzent Saul Zaentz, zwischen Einer flog über das Kuckucksnest (1975) und Goyas Geister (2006).
F. Murray Abraham trat später in Finding Forrester (2000) auf, wo er einen eingebildeten Professor spielt, der von einem Studenten bloßgestellt wird. In diesem Film spielt er einen eingebildeten Komponisten, der von Mozart bloßgestellt wird.
Mozart wurde auf den Namen Joannes Chrystostomus Wolfgangus Theophilus Mozart getauft. Die ersten beiden Namen waren nach dem Brauch der Zeit seine Heiligennamen (er wurde am Fest des heiligen Johannes Chrysostomus getauft). Wolfgangus war eine latinisierte Form von Wolfgang, dem Namen, unter dem ihn seine Familie kannte. Theophilus war der zweite Vorname seines Paten Joannes Pergmayr. Theophilus stammt aus dem Griechischen und kann entweder Gottliebender oder von Gott Geliebter bedeuten. Die deutsche Übersetzung dafür ist Gottlieb, und es ist ein Brief von Mozarts Vater erhalten, in dem er seinen neugeborenen Sohn Wolfgang Gottlieb nennt. Die lateinische Form von Theophilus ist Amadeus. Mozart selbst bevorzugte die französische Form Amade. Manchmal unterschrieb er scherzhaft mit Wolfgangus Amadeus Mozartus, aber nie mit Wolfgang Amadeus Mozart.
Die Kulissen und Kostüme des Films wurden auch in Vergeßt Mozart (1985) verwendet.
Tom Hulce konnte vor den Dreharbeiten nur Gitarre spielen. Miloš Forman sagte, man könne es tricksen, aber es wäre gut, wenn er Klavierspielen lernte. Hulce übte sechs Monate lang täglich sechs Stunden Klavier und jede Mozart-Sinfonie, die im Film vorkommt.
Obwohl Miloš Forman und Sir Peter Shaffer Berichten zufolge gemeinsam am Drehbuch arbeiteten, wurde allein Shaffer als Autor genannt.
Die Akzentregel in diesem Film lautet: Amerikanische Akzente stehen für deutsche Muttersprachler. Nicht-amerikanische Akzente stehen für Ausländer, auch wenn der Akzent nicht zur eigentlichen Sprache passt. Deshalb spielt der Brite Simon Callow den Schikaneder mit amerikanischem Akzent, während Charles Kay für Graf Orsini-Rosenberg seinen normalen englischen Akzent spricht, der hier als Italiener gilt (historisch war er Österreicher). Der amerikanische Schauspieler F. Murray Abraham legt für Salieri einen leichten italienischen Akzent auf.
Simon Callows erster fertiggestellter Kinofilm. Sein Debüt hatte er Ende 1982 in Gossip (1982) mit Leif Garrett in der Hauptrolle gegeben, doch der Film blieb unvollendet, weil weitere Finanzmittel ausblieben.
2019 wurde der Film von der Library of Congress wegen seiner „kulturellen, historischen oder ästhetischen Bedeutung“ in das National Film Registry der Vereinigten Staaten aufgenommen.
Einen Monat nach dem Kinostart stand das Soundtrack-Album auf Platz 1 der Pop-Album-Charts von Billboard – laut Los Angeles Times das erste Mal, dass eine Klassik-Aufnahme unter zeitgenössischen Popkünstlern gelistet wurde. Der Soundtrack erreichte zudem Platz 3 der Billboard-Klassik-Charts, und Tower Records erklärte, das Album sei damals der zweitbestverkaufte Titel aller Genres gewesen.
In einer Szene spielt Tom Hulce tatsächlich selbst auf dem Rücken liegend Klavier.
Neville Marriner hatte weniger als eine Stunde für das Projekt Zeit, da er auf dem Weg zwischen zwei Anschlussflügen in New York mit Miloš Forman und Saul Zaentz zusammentraf. Marriner sagte unter der Bedingung zu, dass keine einzige Note von Wolfgang Amadeus Mozarts Musik verändert werde.
Als Mozart Salieri aussticht, indem er den Marsch abwandelt, den Salieri für den Kaiser geschrieben hat, ist das abgewandelte Stück in Wahrheit Wolfgang Amadeus Mozarts eigene „Non più andrai, farfallone amoroso“ aus „Die Hochzeit des Figaro“.
Vincent Schiavelli wirkte in fast jedem Forman-Film mit. Hier ist er Salieris Kammerdiener.
Dies ist der zwölfte Film, der mehrere Oscar-Nominierungen für den besten Hauptdarsteller erhielt: Nominiert waren F. Murray Abraham und Tom Hulce (Abraham gewann).
Die Aufführung des „Don Giovanni“ im Film wurde auf derselben Bühne gedreht, auf der die Oper uraufgeführt wurde.
Sam Waterston sprach für die Rolle des Salieri vor.
Als der Film bei der 57. Oscarverleihung (1985) den Preis für den besten Film gewann, überreichte Sir Laurence Olivier die Auszeichnung. Er trat ans Pult, öffnete den Umschlag und sagte „Amadeus“. Das Problem: Er hatte vergessen, zuvor die Nominierten zu verlesen. Ein AMPAS-Vertreter eilte schnell auf die Bühne, um den Gewinner zu bestätigen, und signalisierte, dass alles in Ordnung sei, woraufhin Olivier den Preis an Produzent Saul Zaentz übergab. Olivier war viele Jahre krank gewesen, und wegen einer leichten Demenz hatte er vergessen, die Nominierten zu verlesen. Zaentz dankte Olivier und sagte, es sei eine Ehre, den Preis von ihm zu erhalten, bevor er in seiner Dankesrede die anderen Nominierten nannte: The Killing Fields (1984), A Passage to India (1984), Places in the Heart (1984) und A Soldier's Story (1984).
Patti LuPone war für die Rolle der Constanze Mozart im Gespräch.
Der Darsteller Simon Callow verkörperte ursprünglich Wolfgang Amadeus Mozart in der Bühnenproduktion von 1979. Callow erzählte, als er Miloš Forman zum ersten Mal traf, habe dieser seine Bühnenleistung überschwänglich gelobt und gesagt, er wolle ihn unbedingt auch im Film haben – dann aber hinzugefügt, er sei sich nicht sicher, welche Rolle Callow spielen könne.
Miloš Forman sprach Sir Peter Shaffer erstmals auf eine Verfilmung von Amadeus an, nachdem er 1979 die erste Vorpremiere des Stücks am Londoner National Theatre gesehen hatte.
F. Murray Abraham war Mitte vierzig, als er Salieri spielte, und war 14 Jahre älter als Tom Hulce, der Mozart spielte. In Wirklichkeit war Salieri nur sechs Jahre älter als Mozart und bei ihrer ersten Begegnung kaum über dreißig.
Dieser Film steht in den offiziellen Top 250 Narrative Feature Films auf Letterboxd.
Da der Film nicht von einem großen Studio finanziert wurde, bewarb Orion Pictures ihn mit einem Musikvideo, in dem David Lee Roth sowie Ausschnitte von Bruce Springsteen, Van Halen, KISS, Michael Jackson, David Bowie und Madonna zu Mozarts „Symphony No. 25 in G minor“ tanzen.
Der Film ist in den von Steven Schneider herausgegebenen „1001 Movies You Must See Before You Die“ enthalten.
Jeffrey Jones ersetzte Ian Richardson in der Rolle Kaiser Josefs II.
Es wird behauptet, das Konzept für das bizarre Lachen von Wolfgang Amadeus Mozart stamme aus „Hinweisen in Briefen, die zwei Frauen über ihn schrieben, die ihn getroffen hatten“, in denen er mit einem „ansteckenden, albernen“ Lachen beschrieben wird, das „wie Metall auf Glas“ klinge. Für diese Briefe wurden jedoch nie Belege angeführt. Es gibt keinen Hinweis darauf, wer sie schrieb, an wen oder wann. Und mangels weiterer Belege sollten diese Behauptungen eines historischen Beweises für Mozarts Lachen bestenfalls als zweifelhaft gelten. Robert L. Marshall schreibt in „Film as Musicology: Amadeus“ (The Musical Quarterly, Jg. 18/2, 1997, S. 177), es gebe „absolut keine historischen Belege für diese Eigenart. Wir haben schlicht keinerlei zeitgenössisches Zeugnis darüber, wie Mozart klang, wenn er lachte.“ Marshall erklärt weiter, das Lachen sei ein dramaturgischer Kniff und stehe für das spöttische Lachen der Götter, wie Salieri im Drehbuch sagt.
Mehrere Gemälde im Film basieren auf echten Porträts von Wolfgang Amadeus Mozart und seinem Vater Leopold Mozart: Als Leopold den Brief über Wolfgangs und Constanzes Hochzeit liest, hängt hinter ihm ein Porträt des jungen Wolfgang, das um 1768 von Thaddeus Helbling geschaffen wurde. Das Originalgemälde wird von der Stiftung Mozarteum in Salzburg verwahrt. Das im Film zu sehende Porträt Leopolds, das wie Roy Dotrice aussehen soll, basiert auf einem echten Leopold-Porträt und ähnelt ihm sehr stark. Auch dieses Original wird vom Mozarteum verwahrt.
Der gesamte Film wurde mit natürlichem Licht gedreht. Um für einige Szenen die richtige Lichtstreuung zu erzielen, klebten die Kameraleute die Fenster von außen mit Transparentpapier ab.
Zwar gibt es zweifelhafte historische Berichte, dass der echte Mozart ein unangenehmes Lachen hatte, doch Tom Hulce entwickelte das Kichern, nachdem Miloš Forman ihn aufgefordert hatte, sich „etwas Extremes“ einfallen zu lassen. „Ich habe diesen Ton nie hinbekommen, außer vor einer Kamera“, sagte Hulce später. „Als wir neun Monate später die Nachsynchronisation machten, fand ich das Lachen nicht mehr. Ich musste die private Bar des Produzenten plündern und einen Whiskey trinken, um mich hineinzuzwingen.“
Der Director's Cut ist 20 Minuten länger als die ursprüngliche Kinofassung.
Peter MacNicol bewarb sich um die Rolle des Mozart.
Fakten mit Spoilern
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Im Film sabotiert Salieri Mozart gezielt aus Neid auf das überlegene Talent eines Mannes, den er für moralisch mittelmäßig hält. Es gibt keine historischen Belege für etwas Feindseligeres als eine freundschaftliche Rivalität zwischen den beiden Komponisten; tatsächlich unterrichtete Salieri sogar Mozarts jüngeren Sohn. Die Überlieferung, Salieri habe Mozart gehasst und sei sogar für dessen Tod verantwortlich gewesen, stammt aus einem Werk des russischen Schriftstellers Puschkin, das Peter Shaffers Drama inspirierte, auf dem dieser Film basiert. Daher rührt der Spruch „Salieri hat Mozart nicht umgebracht, aber Puschkin hat Salieri sicher umgebracht“.
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Die genaue Todesursache Mozarts ist bis heute ungewiss. Seine letzten 15 Tage waren von einer schweren Krankheit mit Schwellungen, Schmerzen und Erbrechen geprägt. Sein offizieller Eintrag nennt Fieber und Hautausschlag, und zeitgenössische Berichte über eine höhere Sterblichkeit unter Bürgern mit denselben Symptomen in jenem Jahr legen nahe, dass er sich während einer in Wien grassierenden Epidemie mit einer ansteckenden Krankheit angesteckt hatte. Seine im Film gezeigte Beerdigung ohne Trauergäste entspräche den damaligen Wiener Begräbnisbräuchen, bei denen Gedenkgottesdienste bevorzugt wurden, obwohl eine Quelle später schrieb, fünf Komponistenkollegen (darunter Salieri) seien anwesend gewesen. Allerdings wurde Mozart nicht in einem Gemeinschafts- oder Armenbegräbnis beigesetzt, wie im Film zu sehen; ihm wurde ein unmarkiertes „allgemeines Grab“ für einzelne Angehörige des einfachen Volkes (nicht des Adels) zuteil. Obwohl es nicht seinem Ansehen beim Publikum als berühmter Komponist entsprach, waren wohl seine finanziellen Schwierigkeiten der Grund für das bescheidene Begräbnis. Da allgemeine Gräber nach zehn Jahren ausgehoben wurden, sind seine sterblichen Überreste verloren; heute markiert ein Gedenkstein die vermutete Stelle seiner Beisetzung auf dem St. Marxer Friedhof.
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Als Mozart mitten in „Die Zauberflöte“ hinausgetragen wird, folgen ihm drei kleine Jungen mit Flügeln. Das ist eine Anspielung auf die Drei Knaben, die in der Oper eine wichtige Rolle spielen.
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Das Originaldrehbuch zu Amadeus wies mehrere Abweichungen bei den Handlungen und Rollen der Figuren auf: Salieris erster Selbstmordversuch sah vor, dass er aus seinem Schlafzimmerfenster springen wollte, während seine Diener versuchten, ihn vom Fenster weg und zurück in sein Zimmer zu locken (woraufhin sie die Tür aufbrechen und Salieri verletzt vorfinden); Salieris Dienstmädchen Lorl spielte eine etwas größere Rolle; Leopold Mozart bezog heftiger Stellung dagegen, die Hochzeit seines Sohnes Wolfgang mit Constanze zu verhindern; und Baron Van Swieten hieß „Von Swieten“.
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Salieris keusche, unausgesprochene Liebe zu Katarina Cavalieri wird durch die Erkenntnis zerstört, dass Mozart mit ihr geschlafen hat. In Wirklichkeit schlief Katarina Cavalieri mit Antonio Salieri, nicht mit Wolfgang Amadeus Mozart.