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American Psycho

Film · 2000

American Psycho

84 Fakten

Türkisches Original

American Psycho: 84 Fakten hinter den Kulissen

  1. Die „Whoosh“-Geräusche in der berühmten Visitenkarten-Szene entstanden, indem man das Geräusch einer aus der Scheide gezogenen Klinge verlangsamte.

  2. Der frühere britische Tennisspieler Greg Rusedski ist versehentlich in einer Szene vor der Reinigung zu sehen, als Patrick seine Bettlaken reinigen lässt. Rusedski, der zwei Staatsangehörigkeiten besitzt, hielt sich in Toronto auf, wo gedreht wurde, und lief versehentlich durch den Hintergrund der Szene, die es in den fertigen Film schaffte.

  3. Christian Bale glaubte so sehr an den Film, dass er neun Monate lang andere Filmangebote und Vorsprechen ablehnte, in der Hoffnung, die Rolle des Patrick Bateman doch noch zu bekommen. Sein Warten zahlte sich am Ende aus.

  4. Die beiden großen Lithografien (Poster) in Batemans Wohnung stammen aus der Serie „Men in the Cities“ von Robert Longo.

  5. Ein Aspekt des Buchs, der im Film weggelassen wurde, ist „The Patty Winters Show“, eine fiktive Talkshow am Nachmittag, die Patrick sieht und die möglicherweise Teil seiner Psychose ist. Die Themen der Sendung dienen dazu, Patricks Geisteszustand zu zeigen.

  6. Christian Bale hat erzählt, dass ihn nach dem Kinostart oft Leute aus der Wall-Street-Szene ansprechen und ihm sagen, wie sehr sie Patrick Bateman lieben. Fragt er dann nach, ob das ironisch gemeint ist, bekommt er meist keine Antwort.

  7. In der Visitenkarten-Szene, in der Paul Allen Bateman für Marcus Halberstram hält, tragen alle drei dieselbe Brille von Oliver Peoples.

  8. Manche Medien beschrieben den Film scherzhaft als „die Verfilmung eines Romans von einem Frauenfeind (Bret Easton Ellis), inszeniert von einer Feministin (Mary Harron)“.

  9. Die gerahmten schwarzen Gemälde in Batemans Wohnung stammen aus der Serie „Surrogate Paintings“ von Allan McCollum.

  10. Im Film glaubt Bateman, die Limousine von Donald Trump zu erkennen, und hält eine Frau für Ivana Trump. Im Roman ist Bateman von den Trumps besessen: Er geht in Restaurants, weil Donald dort gesehen wurde, oder versucht, zu einer von Donalds Partys zu kommen. Als Detective Kimball in sein Büro kommt, hat er stolz ein Exemplar von The Art of the Deal in seinem Büro ausgestellt.

  11. Im Roman ist Patrick Bateman ein weitaus frauenfeindlicherer, rassistischerer, sexistischerer, homophoberer und fremdenfeindlicherer Charakter. Diese Eigenschaften wurden im Film insgesamt stark abgeschwächt, um seine Figur erträglicher und zugänglicher zu machen, auch wenn einige davon noch subtil vorhanden waren.

  12. Im DVD-Kommentar erzählt Co-Autorin und Regisseurin Mary Harron, dass sich bei der ersten Duschszene mit Patrick Bateman alle Frauen am Set versammelten, um Christian Bale beim Waschen zuzusehen.

  13. Um die Sexszene mit zwei Prostituierten zu planen, sahen sich Co-Autorin und Regisseurin Mary Harron und Christian Bale Pornofilme an. In ihrem Kommentar sagt Harron, Bale habe Strichmännchen-Zeichnungen der Stellungen angefertigt, die seiner Meinung nach am besten funktionieren würden.

  14. Als Patrick Bateman (Christian Bale) sich in der Reinigung streitet, erklärt er, er „bekomme diese Laken nur in Santa Fe“. Christian Bale sang die Hauptrolle im Song „Santa Fe“ in Newsies (1992).

  15. Während der Dreharbeiten hielt Christian Bale sich an die Morgenroutine, die seine Figur Patrick Bateman zu Beginn des Films beschreibt.

  16. Im Film sieht man Patrick Bateman nur ein einziges Mal eine Zigarre rauchen. Im Roman wird er oft beim Zigarrenrauchen beschrieben.

  17. Obwohl Patrick Bateman einen hochbezahlten Job bei einer Wall-Street-Firma hat, sieht man ihn nie arbeiten. In seinem Büro hört er nur Musik oder zeichnet.

  18. Die Inspiration dafür, dass Patricks Freundin Evelyn auf einer Weihnachtsfeier ein vietnamesisches Hängebauchschwein mit sich herumträgt, war ein Interview, das Mary Harron und Guinevere Turner im Spätprogramm mit Belinda Carlisle sahen, in dem sie von den Freuden eines solchen Haustiers schwärmte.

  19. Die Visitenkarten von Patrick Bateman, David Van Patten, Timothy Bryce, Paul Allen und Luis Carruthers enthalten alle denselben Tippfehler. Oben rechts, unter dem Firmennamen „Pierce & Pierce“, steht die Abteilung als „Mergers and Aquisitions“ statt „Mergers and Acquisitions“.

  20. Szenenbildner Gideon Ponte war früher Kunsthändler in New York City und hatte daher eine sehr genaue Vorstellung davon, welche Art von Kunstwerken Patrick Batemans Wohnung schmücken sollten.

  21. Cast und Crew sahen sich vor den Dreharbeiten Mario Bavas Hatchet for the Honeymoon (1970) als Inspiration an. Einer der Produzenten des Films, Christian Halsey Solomon, ist der Sohn von Brett Halsey, der die Hauptrolle in Bavas Filmen Roy Colt & Winchester Jack (1970) und Four Times That Night (1971) spielte.

  22. In der berühmten Visitenkarten-Szene ist auf jeder Karte als Titel „Vice President“ angegeben. Da keiner dieser Vizepräsidenten je bei der Arbeit zu sehen ist, könnte das eine Anspielung auf die berühmte „Greed is Good“-Rede in Wall Street sein, in der Gordon Gekko darauf hinweist, dass die Firma, die er übernimmt, 33 Vizepräsidenten hat und er nicht herausfinden kann, was irgendeiner von ihnen tut.

  23. Viele warnten Christian Bale, es wäre Karriereselbstmord, die Hauptrolle in einem solchen Film zu übernehmen. Das machte ihn nur noch begieriger auf die Rolle, inspiriert von Nicolas Cage in Vampire’s Kiss (1988). Zu seinem Glück kam es genau umgekehrt: Bales Rolle in dem Film galt als Durchbruch und ermöglichte ihm den Wechsel von Nebenrollen zu Hauptrollen in den folgenden Jahrzehnten. Das gipfelte schließlich in Rollen in den Batman- und Terminator-Franchises, breiter kritischer Anerkennung sowie mehreren Filmpublikums-Preisnominierungen – darunter ein Oscar-Gewinn.

  24. Der Film, der auf Batemans Fernseher läuft, während er zu Hause trainiert, ist The Texas Chain Saw Massacre (1974), allerdings weicht die verwendete Tonspur von der des Films ab.

  25. Als Teil der Marketingkampagne wurden E-Mails verschickt, die angeblich von Patrick Bateman stammten. Christian Bale war von diesem Ansatz nicht begeistert.

  26. Die Dreharbeiten dauerten sieben Wochen, von Ende Februar bis April 1999.

  27. Nachdem die Rechte an dem Roman 1991 erstmals erworben worden waren, sollte Autor Bret Easton Ellis selbst das Drehbuch für Regisseur Stuart Gordon schreiben, mit Johnny Depp als Patrick Bateman. Gordon wollte den Film in Schwarz-Weiß drehen und sich so eng wie möglich an das Buch halten, was eine X-Freigabe garantiert hätte. Nachdem das Projekt gescheitert war, ersetzte David Cronenberg Gordon, und Brad Pitt sollte die Hauptrolle übernehmen. Auch dieses Projekt kam nie über die Startphase hinaus.

  28. Im Roman gibt Elizabeth, die im Film von Guinevere Turner gespielt wird, Patrick Bateman, im Film dargestellt von Christian Bale, den Spitznamen „Batman“ – das Ergebnis davon, dass man den Buchstaben „E“ aus seinem Nachnamen entfernt. Bale spielte später Bruce Wayne/Batman in Batman Begins (2005), The Dark Knight (2008) und The Dark Knight Rises (2012).

  29. Während der Dreharbeiten sprach Christian Bale auch außerhalb des Sets durchgehend mit amerikanischem Akzent. Als er auf der Abschlussfeier begann, in seinem britischen Heimatakzent zu sprechen, dachten viele der Crew, er lege diesen Akzent für einen anderen Film zu. Sie hatten ihn während der gesamten Drehzeit für einen Amerikaner gehalten.

  30. Detective Kimball nutzt eine CD-Hülle, um Licht in Patrick Batemans Auge zu spiegeln. Doch Bateman reagiert nicht – ein Zeichen dafür, dass er innerlich tot ist.

  31. Ausschnitte aus dem Film waren stark vertreten in der Dokumentation This Film Is Not Yet Rated (2006). Der Grund: Die Doku zeigt, dass der Film zu denen gehörte, die die Motion Picture Association of America in irgendeiner Form zensiert hatte.

  32. Während der Roman „American Psycho“ im Jahr 1989 spielt, ist die Verfilmung im Jahr 1987 angesiedelt. Belegt wird das durch die Szene, in der Patrick kurz in Zagat's Survey: 1987 blättert. Auch die im Fernsehen übertragene Rede von Präsident Ronald Reagan, die in der Schlussszene des Films zu sehen ist, fand 1987 statt (während Reagan das Weiße Haus bereits verlassen hatte, als die Ereignisse des Romans spielen).

  33. Einer der Gründe, warum Chloë Sevigny das Projekt reizte, war, dass sie einen Bruder hat, der ebenfalls an der Wall Street arbeitet.

  34. Bateman entschuldigt sich aus einem Gespräch mit der Behauptung, er habe einen Termin mit „Cliff Huxtable“. So hieß die Figur von Bill Cosby in The Cosby Show (1984).

  35. In der Szene mit der Prostituierten Christie (Cara Seymour) erwähnt Batemans Freund ihre gemeinsame Bekannte „Alison Poole“. Alison Poole ist die Erzählerin und Hauptfigur des Romans „Story of My Life“ von Jay McInerney, einem Zeitgenossen und Kollegen von Bret Easton Ellis.

  36. Als Paul Allen Patrick Bateman auf der Weihnachtsfeier versehentlich Marcus Halberstram nennt, sieht man im Hintergrund den echten Marcus, der sich umschaut, weil sein Name gefallen ist.

  37. Auf manchen Versionen des Filmplakats spiegelt sich im Hackmesser in Patrick Batemans Hand eine Frau. Es handelt sich um die Schauspielerin Krista Sutton, die das Callgirl Sabrina spielt.

  38. Christian Bale bestand darauf, sich vor den Dreharbeiten Bret Easton Ellis' Segen für seine Darstellung zu holen, und vereinbarte ein Treffen. Bale erschien in Batemans Kleidung und mit dessen Frisur und stellte sich sogar als „Patrick Bateman“ vor. Nach 10 Minuten flehte Easton Ellis Bale an aufzuhören, weil seine Hände zitterten und er es nicht mehr aushielt. Easton Ellis hat gesagt, das sei der unheimlichste Moment seines Lebens gewesen.

  39. Während seiner großen Kettensägen-Szene hing Christian Bale zwischen den Takes vergnügt (im wörtlichen Sinne) herum – nur mit einer Socke über seinem besten Stück und Turnschuhen bekleidet.

  40. Patrick Bateman sagt den Satz „I have to return some videotapes“ zweimal im Film. Er sagt ihn immer dann, wenn er in einer unangenehmen Situation steckt und gehen will.

  41. Anfang der 1990er-Jahre schrieb Bret Easton Ellis ein Drehbuch für David Cronenberg, mit Brad Pitt für die Hauptrolle. Laut Ellis mochte Cronenberg die Restaurant- und Nachtclubszenen nicht und wollte die Gewalt nicht drehen. Als Ellis diese Wünsche im Grunde ignorierte, holte der enttäuschte Cronenberg einen eigenen Autor und verließ das Projekt, als auch das nicht klappte. Ellis schrieb 1995 noch eine weitere Fassung des Drehbuchs für Produzent Rob Weiss, bevor Co-Autorin und Regisseurin Mary Harron (und zeitweise auch Oliver Stone) an Bord kam.

  42. 2013 stellte Funny or Die die Szene zu „Hip to be Square“ aus American Psycho mit Huey Lewis und Weird Al nach. Huey Lewis selbst übernahm die Rolle des Patrick Bateman, ‚Weird Al‘ Yankovic die des Paul Allen. In der Szene spricht Lewis über den Film, seine umstrittene Rezeption, Christian Bales Schauspiel und dessen Wirkung auf Bales Batman-Darstellung. Statt einen Song zu hören, legt Lewis die DVD von American Psycho (2000) ein, und an einer Stelle zeigt er auf den Fernseher, während er über Bale spricht, während Bale zu sehen ist, wie er auf die Stereoanlage zeigt und über Lewis spricht. Am Ende bringt Lewis Yankovic um mit den Worten: „Versuch jetzt mal, einen meiner Songs zu parodieren, du verdammtes Arschloch!“ Der Clip endet mit dem Song „I Want a New Duck“, einer Parodie auf den Huey Lewis and the News-Song „I Want a New Drug“.

  43. Patrick Bateman arbeitet bei derselben Firma wie Sherman McCoy in The Bonfire of the Vanities (1990): Pierce and Pierce.

  44. Zum Glück ging am Anfang des Films, als Christian Bale seine Gelmaske abzieht, diese beim ersten Take in einem Stück ab. Mary Harron hatte sich zuvor mit dieser Szene gequält und befürchtet, die Maske würde beim Abziehen reißen.

  45. Patrick schlägt Elizabeth vor, mit Christy zu schlafen, was Elizabeth mit einem Schnauben quittiert und fragt, warum er glaube, sie stehe auf Lesbianismus. Patrick entgegnet, sie sei aufs Sarah Lawrence College gegangen. Tatsächlich besuchte Guinevere Turner, die Elizabeth spielt und auch Drehbuchautorin des Films ist, das Sarah Lawrence College und ist lesbisch.

  46. Kurz nach der Hälfte gibt es eine Szene in einem Club. Im Club tanzen zwei Personen, die höchstwahrscheinlich „Club Kids“ sind, eine Gruppe junger, schrill auftretender New Yorker Tanzclub-Persönlichkeiten, die von Michael Alig und James St. James angeführt bekannt wurden. Möglicherweise sollten sie sogar St. James und Alig darstellen.

  47. Christian Bale beeindruckte seine Kollegen mit seiner unglaublichen Körperbeherrschung in der Rolle des Patrick Bateman. Zur Visitenkarten-Szene verriet Regisseurin Mary Harron, dass Josh Lucas und Justin Theroux nach einem der Takes zu ihr kamen und sagten: „Er bricht jedes Mal zur selben Zeit in Schweiß aus.“

  48. Das Budget des Films betrug 7 Millionen Dollar.

  49. Nach Abschluss des Films und der damit verbundenen harten Trainings- und Lebensweise gestand Christian Bale Co-Autorin Guinevere Turner, er habe „verdammt noch mal die Schnauze voll davon, ständig Hähnchenbrust essen zu müssen“.

  50. Der Name Bateman leitet sich von der Hauptfigur der „Psycho“-Filmreihe ab, Norman Bates.

  51. Als Leonardo DiCaprio noch am Projekt beteiligt war, setzte sich die Feministin Gloria Steinem bei ihm dafür ein, den Film nicht zu drehen, da seine Fangemeinde überwiegend aus jungen Teenager-Mädchen bestand und er seine Karriere ruinieren könnte. Steinem hatte sich mehrfach gegen den Roman ausgesprochen und war gegen eine Verfilmung in jeglicher Form. Ihre Beteiligung ist besonders pikant, da sie bald Christian Bales Stiefmutter werden sollte (Steinem und Bales Vater waren zum Zeitpunkt, als Bale die Rolle annahm, ein Paar). Bale wies später Gerüchte, er habe die Rolle gezielt angenommen, um Steinem zu ärgern, als haltlosen Klatsch zurück.

  52. Johnny Depp zeigte Interesse an der Hauptrolle.

  53. Zeitweise wurde der Roman als mögliche Fernsehserie für NBC mit Kevin Dillon in der Hauptrolle erwogen. Aufgrund der Rechteverhältnisse wurde schließlich doch der Film gedreht. Dies wurde später als Insider-Witz in Entourage (2004) mit Kevin Dillon eingebaut.

  54. Für Willem Dafoes Szenen wies Mary Harron ihn an, jede davon in drei verschiedenen Varianten zu spielen – eine, als sei er Patrick Bateman gegenüber misstrauisch, eine, als habe er keine Ahnung von Batemans Schuld, und eine, als sei er unentschieden.

  55. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Figur des Patrick Bateman zu entwickeln, stieß Christian Bale auf einen Tom-Cruise-Auftritt in der Late Show with David Letterman (1993). Laut Co-Autorin und Regisseurin Mary Harron sah Bale bei Cruise „diese sehr intensive Freundlichkeit, hinter der nichts steckt“, und Bale legte daraufhin die Figur des Bateman so an. Interessanterweise kommt Tom Cruise tatsächlich im Roman vor. Er wohnt im selben Apartmentkomplex wie Bateman, der ihn im Aufzug trifft und den Titel von Cocktail (1988) verwechselt und ihn „Bartender“ nennt.

  56. Die Szene, in der Patrick (Christian Bale) und Courtney (Samantha Mathis) im Bett liegen (als sie ihn fragt, ob er sie vor Ostern anruft), stammt aus Bret Easton Ellis‘ erstem Roman „Unter Null“. Das Gespräch zwischen Clay und Blair in diesem Roman ist nahezu identisch mit dem im Film (Ostern ersetzt Weihnachten). Im Buch „American Psycho“ fragt Courtney (im Bett liegend) Patrick allerdings, ob er sie vor Thanksgiving anruft.

  57. Der Film erhielt von der MPAA zunächst ein NC-17-Rating, den cinematischen Todesstoß wegen der Vertriebsschwierigkeiten. Regisseurin und Co-Autorin Mary Harron argumentierte vehement dagegen, musste aber einige kleinere Kürzungen vornehmen, um ein R-Rating zu erhalten.

  58. Reese Witherspoon war im dritten Monat schwanger, als sie diesen Film drehte.

  59. Während der Produktion gab es verschiedene Probleme mit Designermarken. Cerruti erlaubte Christian Bale, ihre Kleidung zu tragen, aber nicht, wenn die Figur jemanden umbrachte. Rolex stimmte zu, dass jeder im Film ihre Uhren tragen durfte, außer Bateman (daher musste die berühmte Zeile aus dem Buch „Fass die Rolex nicht an“ in „Fass die Uhr nicht an“ geändert werden). Perry Ellis lieferte in letzter Minute Unterwäsche, nachdem Calvin Klein aus dem Projekt ausgestiegen war. Comme des Garçons weigerte sich, eine ihrer Reisetaschen für den Transport einer Leiche zur Verfügung zu stellen, also wurde stattdessen Jean Paul Gaultier verwendet.

  60. Der Kopf in Patrick Batemans Kühlschrank entstand, indem die betreffende Schauspielerin ihren Kopf durch die Kühlschrankfächer steckte.

  61. Die Adresse auf Patrick Batemans Rezeptfläschchen war Yogi's Bar, heute ist dort William J. Greenberg, Jr. Desserts.

Fakten mit Spoilern

  1. Spoiler anzeigen

    Die Ereignisse, die Bateman in der Telefonnachricht an seinen Anwalt erwähnt, stammen aus dem Roman von Bret Easton Ellis, kommen im Film aber nicht vor. Vermutlich haben sie trotzdem stattgefunden, nur eben außerhalb des Bildes und zu anderen Zeitpunkten.

  2. Spoiler anzeigen

    Als Bateman am Ende des Films auf die Polizei schießt, explodiert der Streifenwagen, obwohl er nur von Kugeln getroffen wurde. Bateman schaut die Waffe zu Recht an, als hätte sie das nicht tun dürfen. Das ist eine Anspielung auf ein Klischee der Actionfilme der 1980er, in denen Autos scheinbar einfach explodieren – womöglich ein Hinweis darauf, dass diese Szene zum Teil nur in Batemans Kopf stattfindet.

  3. Spoiler anzeigen

    Christian Bales frenetisches Geständnis am Telefon, dass er ein Serienkiller sei, wurde in 14 Takes gedreht. Regisseurin Mary Harron drängte Bale immer wieder auf einen weiteren Take, weil er mit jedem besser wurde. Bale hielt sich dabei regelmäßig mit Cappuccinos bei Kräften.

  4. Spoiler anzeigen

    Die Szene, in der Bateman den Obdachlosen Al umbringt, ist im Roman deutlich blutiger und verstörender. Im Buch sticht er Al ausführlich mehrfach in die Augen, ins Gesicht, in den Bauch, in die Hände und in den Genitalbereich. Dabei demütigt er Al, indem er ihm die Hose herunterzieht und dessen Körper ab der Taille öffentlich entblößt. Dazu beschimpft er ihn mit rassistischen Beleidigungen. Anschließend bricht er Al die Beine seines Hundes und lässt das Tier mit ungewissem Schicksal leiden. Im Film sticht Bateman Al einfach mehrfach in den Bauch und trampelt (teils außerhalb des Bildes) seinen Hund zu Tode.

  5. Spoiler anzeigen

    Mehrere Szenen wurden geschnitten und schafften es nie in die finale Fassung des Films: * Patrick versucht vergeblich, Evelyn zum Sex zu verführen, und es kommt zu einer Diskussion darüber, warum sie nicht voll auf Timothy Bryce eingeht. * Patrick und Courtney haben Sex, werden aber unterbrochen, weil sie sich Sorgen machen, keinen richtigen Safer Sex zu praktizieren. * Kimball trifft Patrick in einem Club und wechselt ein paar Worte mit ihm. * Patrick und seine Freunde unterhalten sich in einer Limousine. * In einem Club fühlt sich Timothy Bryce aus unklaren Gründen extrem unwohl, sagt Patrick, dass er geht, springt über ein Geländer und rennt aus dem vollen Club, während Patrick ihm nachschaut.

  6. Spoiler anzeigen

    Wie im Film wird auch im Roman stark angedeutet, dass Patrick Bateman an schweren psychischen Störungen leidet. Im Buch ist das allerdings viel präsenter als im Film, weil die Ereignisse bis zum Erbrechen detailliert beschrieben werden. Im Roman hat Bateman häufig emotionale psychotische Zusammenbrüche, Ausbrüche explosiver Wut und bildet sich Dinge ein, die nicht da sind (New York verwandelt sich in einen Dschungel, ein riesiges Cheerio ist Gast einer Talkshow, und eine anthropomorphe Bank im Central Park verfolgt ihn).

  7. Spoiler anzeigen

    Die einzige Szene, in der Patrick Bateman nicht vorkommt, ist die, in der Jean am Ende des Films in seinem Terminplaner blättert.

  8. Spoiler anzeigen

    Obwohl Jared Leto in der Hauptbesetzung genannt wird und der Tod seiner Figur ein zentraler Punkt der Handlung ist, tritt er nur in 3 Szenen auf.

  9. Spoiler anzeigen

    In der Szene, in der Bateman die Morde am Telefon gegenüber seinem Anwalt gesteht, ist kurz Christian Bales walisischer Akzent zu hören.

  10. Spoiler anzeigen

    Es wird stark angedeutet, dass Patrick Bateman an einer Reihe psychischer Störungen leidet. In der Sequenz, in der er Paul Allen umbringt, nimmt er in seinem Badezimmer eine Pille aus einem Rezeptfläschchen und schluckt sie, bevor er zur Tat schreitet. Später im Film, als er am Telefon mit Jean einen öffentlichen Nervenzusammenbruch hat, nimmt er mehrere Pillen aus einem Rezeptfläschchen. Batemans verschriebene Medikamente sind wohl für die Behandlung psychischer Probleme gedacht. Dass er sie nimmt, deutet darauf hin, dass er sein Verhalten einigermaßen unter Kontrolle bringen will. Auffällig zeigt er Merkmale einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, einer Zwangsstörung, einer antisozialen Persönlichkeitsstörung und einer Schizophrenie.

  11. Spoiler anzeigen

    Als Patrick die Morde am Telefon gesteht, nennt er unter anderem seine Ex-Freundin Bethany. Er sagt, er habe sie mit einem Nagelgerät getötet. Im Buch wird Bethany unter anderem mit einem Nagelgerät drastisch misshandelt und verstümmelt, bevor sie schließlich an ihren Verletzungen stirbt – konkret, als Patrick ihr mit einer Säge einen Arm abschneidet.

  12. Spoiler anzeigen

    Zu den Morden, die Patrick am Telefon gegenüber seinem Anwalt gesteht, gehört der an einem homosexuellen Mann und dessen Hund. Im Buch trifft er den Mann und seinen Hund eines Nachts beim Spazierengehen. Er schlitzt den Hund auf und weidet ihn aus. Dann sticht er dem verängstigten Besitzer mehrfach ins Gesicht und in den Kopf. Anschließend erschießt er den Mann mit einem Schalldämpfer, um sicherzugehen, dass er tot ist.

  13. Spoiler anzeigen

    In der Schlussszene ist ein Schild mit der Aufschrift „This is not an exit“ zu sehen. Das sind die letzten Worte des Romans.

  14. Spoiler anzeigen

    Auch wenn es im Film weder gezeigt noch erwähnt wird: Im Roman sah Bateman häufig die fiktive Talkshow „The Patty Winters Show“. An einer Stelle, um zu zeigen, wie er den Verstand verliert, sieht er ein riesiges Cheerio als Gast der Show.

  15. Spoiler anzeigen

    Irgendwann trainiert Bateman, während er den Film Blutgericht in Texas (1974) sieht. Das nimmt einen seiner Morde mit einer Kettensäge vorweg.

  16. Spoiler anzeigen

    Als Bateman Paul Allen umbringt, liegen zwei GQ-Magazine auf dem Tisch: August 1987 mit „The Lusts and Luck of Corbin Bernsen“ und Juni 1987 mit „Timothy Dalton is the New James Bond“.

  17. Spoiler anzeigen

    In der Schlussszene benutzt Patrick Bateman den Satz „Rockin' and Rollin' and whatnot...“. Diese Wendung verwendet häufig Sean Bateman, Patricks jüngerer Bruder, in dem Buch „The Rules of Attraction“, das ebenfalls von Bret Easton Ellis stammt. Sean hat auch einen kurzen Auftritt in dem Roman „American Psycho“, wo er den Satz ebenfalls benutzt. Ursprünglich stammt die Zeile von John Travoltas Figur Danny in Grease (1978).

  18. Spoiler anzeigen

    Christian Bales Moonwalk mit einer Axt, als er einen seiner Arbeitskollegen ermorden will, war improvisiert.

  19. Spoiler anzeigen

    Das Einzige, was Autor Bret Easton Ellis an dem Film nicht gefiel, waren Batemans „Moonwalk“ in der Mordszene an Paul Allen und der Voice-over, der ihm „zu explizit“ war.

  20. Spoiler anzeigen

    Im Film ist Batemans Wohnung sauber und gepflegt. Im Roman wird seine Wohnung nach und nach dreckig und unordentlich, wegen der verschiedenen Körperteile und Organe einiger seiner Opfer sowie viel vergossenen Blutes. Das ist einer der Hauptgründe, warum er häufig die Wohnung von Paul Owen, im Film Paul Allen genannt, benutzte, um weiterhin mehr Opfer nach Hause zu bringen.

  21. Spoiler anzeigen

    Obwohl die Szene im Originalroman nie vorkam, ist Jean die einzige Figur, die nach seinem wirren Telefonanruf und der Entdeckung seiner äußerst verstörenden und grausigen Kritzeleien in seinem Terminplaner erkennt, dass Patrick Bateman geistig gestört ist. Das zeigt auch, dass Jean die einzige Figur im ganzen Film ist, die der Konsum- und Materialismus-Kultur, der Bateman und seine Umgebung verfallen sind, nicht erlegen ist und dass sie die inneren Qualitäten eines Menschen mehr erkennt als die äußeren.

  22. Spoiler anzeigen

    Zwei Szenen enthielten unerwartete Improvisation von Christian Bale. Als Bateman Seil springt, beginnt er, wie ein Schulmädchen zu hüpfen und das Seil zu kreuzen. Bale überraschte Co-Autorin und Regisseurin Mary Harron noch mehr, als er zu tanzen begann, während Bateman sich darauf vorbereitete, Paul Allen (Jared Leto) zu töten. Damals, sagt sie in Interviews und im Kommentar, brach sie vor Lachen zusammen.

  23. Spoiler anzeigen

    Die Szene früh im Film, in der Evelyn (Reese Witherspoon) Patrick (Christian Bale) fragt, warum er seinen Job nicht kündigt, wo er ihn doch hasst, und Patrick antwortet: „Because I want to fit in.“ Diese Zeile steht im Roman, aber dort zwischen ihm und seiner Ex-Freundin Bethany, die er, wie er im Telefonat mit seinem Anwalt zugibt, mit einer Nagelpistole getötet hat.

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