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Der König der Löwen

Film · 1994

Der König der Löwen

The Lion King

258 Fakten

Der König der Löwen: 258 Fakten hinter den Kulissen

  1. Das Erdmännchen Timon teilt seinen Namen mit dem historischen Timon von Athen, über den William Shakespeare ein Stück schrieb. Laut Plutarch und Aristophanes war Timon ein reicher Athener, der sein Geld an Freunde verschenkte, die ihm schmeichelten. Als sein Vermögen versiegte, wandten sich diese falschen Freunde gegen ihn. Bestürzt und wütend verließ Timon Athen und lebte allein in der Wildnis, kehrte seinen Mitmenschen den Rücken und wandte sich der Misanthropie zu. Man könnte eine Parallele zu Timon in diesem Film erkennen, der Simba drängt, einer Welt den Rücken zu kehren, die ihm den Rücken gekehrt hat.

  2. Pumbaa wird sowohl von Timon als auch von Simba als "Schwein" bezeichnet, reagiert aber beide Male nicht negativ, höchstwahrscheinlich weil sie seine Freunde sind und es nicht als Beleidigung meinten. In Der König der Löwen reagierte er nur negativ, als Banzai Pumbaa ein Schwein nannte (obwohl es nicht als Beleidigung gemeint war). Dies spiegelte sich in einigen Episoden des Disney-Afternoon-Ablegers Abenteuer mit Timon und Pumbaa (1995) wider.

  3. Sowohl Liam Neeson als auch Timothy Dalton wurden für die Rolle des Mufasa in Betracht gezogen, lehnten sie jedoch später ab – wobei Neeson später in The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe (2005) und dessen Fortsetzungen einem Löwen seine Stimme lieh und Dalton später in Toy Story 3 (2010) und A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando (2019) eine Rolle in einem Disney-Film übernahm.

  4. Christopher Lloyd wurde die Stimme von Scar angeboten, lehnte sie aber wegen anderer Drehverpflichtungen ab.

  5. Als Scar gemeinsam mit Zazu „Lovely Bunch of Coconuts“ singt, hält er einen Pavianschädel in die Höhe und bewegt dessen Kiefer passend zum Text. Der Zusammenhang weicht zwar stark vom Originalstück ab, doch drängt sich unwillkürlich die Erinnerung an die Shakespeare-Inspiration des Films auf.

  6. Rafikis Art, der Mandrill, gehört zu den wenigen Arten, die nicht in Subsahara-Afrika beheimatet sind. Zwar stammen andere Paviane von dort, doch der Mandrill ist überwiegend in den zentralafrikanischen Regenwäldern heimisch. Rafiki wird mit einem ausgeprägten Schwanz gezeichnet, im Gegensatz zu den eher verkümmerten Schwänzen echter Mandrills.

  7. Im Musical tanzt Timon den Charleston statt des Hula. Der Grund: Ein Glockenhut ließ sich bei der Timon-Puppe schneller anlegen als ein Blumenkranz und ein Grasrock.

  8. Macaulay Culkin, Elijah Wood und Mason Gamble wurden für die Stimme des jungen Simba in Betracht gezogen.

  9. George Scribner war der ursprüngliche Regisseur des Films.

  10. In frühen Entwürfen war Scar ein Einzelgänger-Löwe ohne Verbindung zu Mufasa. Schließlich fanden die Autoren der Geschichte jedoch, dass eine Verwandtschaft mit Mufasa interessanter wäre – eine Bedrohung von innen. Deshalb unterscheiden sich Scar und Mufasa so stark; ursprünglich waren sie nicht als verwandt angelegt.

  11. Lori Loughlin, Brooke Shields, Lea Thompson, Julia Roberts, Winona Ryder und Demi Moore wurden für die Stimme der erwachsenen Nala in Betracht gezogen.

  12. Das ursprüngliche Drehbuch enthielt mehrere Figuren, die gestrichen wurden. Es gab ein weiteres Löwenjunges namens Mee-Too, einen Löffelhund und ein Nashorn mit einem Madenhacker auf dem Rücken. Tatsächlich blieb der Madenhacker erhalten und entwickelte sich zu Zazu. Zahlreiche Figuren landeten am Ende auf der Streichliste der finalen Fassung des ersten Films – etwa ein kleiner Bruder für Nala, ein zweites Erdmännchen, Nalas Vater (der Anführer eines anderen Rudels gewesen wäre), Joka, ein Felsenpython, der als vierter Handlanger für Scar gedient hätte, und ein Löffelhund namens Bhati. Besonders Nalas Bruder Mheetu sollte eine wichtige Rolle spielen und als Figur dienen, die Nala vor den Hyänen und Scar beschützt. Mheetu wäre zudem in die Schlucht gelockt worden, woraufhin Simba versucht hätte, ihn zu retten. Doch er scheitert, woraufhin Mufasa die beiden rettet und dabei ums Leben kommt.

  13. Scar scheint das Lied "It's a Small World" zu verabscheuen, sagt er doch zu Zazu "No, no. Anything but that", als Zazu es zu singen versucht. In einigen Inszenierungen der Bühnenshow sang Zazu ursprünglich "Supercalifragilisticexpialidocious", bevor Mary Poppins in Bristol, England, Weltpremiere feierte und kurz darauf, im Jahr 2004, an den Londoner West End wechselte; doch bald nach dem Kinostart von Frozen sang Zazu stattdessen "Let It Go". Scars Reaktion blieb dieselbe.

  14. Männliche Hyänen werden bei Erreichen der Geschlechtsreife aus ihrem Geburtsclan vertrieben und schließen sich einem anderen Clan an. Weibchen, besonders ranghohe, bleiben und erben den Rang ihrer Mütter, der steigen oder sinken kann. Das macht es höchst unwahrscheinlich, dass Shenzi die Schwester von Banzai oder Ed ist.

  15. Linda Woolverton war die ursprüngliche Drehbuchautorin von Der König der Löwen (1994). Sie war von der Produktion regelrecht erschöpft, da sie gleichzeitig Drehbücher für Der König der Löwen und Die Schöne und das Biest (1991) schrieb und an Story-Meetings für beide teilnahm. Zudem steckte sie mehr Herzblut in ihre Arbeit an Die Schöne und das Biest als an Der König der Löwen. Früh in der Produktion von Der König der Löwen empfand Produzent Don Hahn das Drehbuch als unkonzentriert und ohne klares Thema und bat, nachdem das Hauptthema als "das Erwachsenwerden und sich den Realitäten der Welt stellen" festgelegt war, um eine letzte Überarbeitung. Roger Allers, Rob Minkoff, Brenda Chapman und Hahn schrieben die Geschichte daraufhin in zwei Wochen voller Meetings mit den Regisseuren Kirk Wise und Gary Trousdale um, die gerade Die Schöne und das Biest (1991) fertiggestellt hatten. Auch der Titel des Drehbuchs wurde von "King of the Jungle" in "The Lion King" geändert, da der Schauplatz nicht der Dschungel, sondern die Savanne war. Im Sommer 1992 stieß Drehbuchautorin Irene Mecchi zum Team, einige Monate später ein zweiter Drehbuchautor, Jonathan Roberts. Mecchi und Roberts übernahmen den Überarbeitungsprozess, behoben ungelöste emotionale Fragen im Drehbuch und fügten komische Momente für Pumbaa, Timon und die Hyänen hinzu. Liedtexter Sir Tim Rice arbeitete eng mit dem Autorenteam zusammen und flog mindestens einmal im Monat nach Kalifornien, da seine Lieder in die erzählerische Kontinuität passen mussten. Rices Texte – die bis zum Ende der Produktion überarbeitet wurden – wurden während der Entwicklung sogar an den Storyboards befestigt. Umschreibungen waren häufig, und Animator Andreas Deja sagte, fertige Szenen seien abgeliefert worden, nur um dann zu hören, dass Teile wegen geänderter Dialoge neu animiert werden müssten. Monate vor dem Kinostart sprach die Writers Guild of America die offiziellen Drehbuchcredits Irene Mecchi, Jonathan Roberts und Linda Woolverton zu. Die Writers Guild entschied, dass das endgültige Drehbuch des Films alle großen Beiträge der drei Autoren nutzt und vereint.

  16. Simba und Scar wurden an verschiedenen Küsten der USA animiert. Andreas Deja, Scars leitender Animator, arbeitete von Florida aus. Mark Henn, der leitende Animator von Simba, arbeitete derweil von Kalifornien aus. Das Team musste hin- und herpendeln, um einige der beliebtesten Szenen zu schaffen.

  17. Entgegen der verbreiteten Annahme sprang Jim Cummings nicht für Jeremy Irons in "Be Prepared" ein, weil Irons seine Stimme verloren hatte. Cummings sprang zwar für ihn beim Lied ein. Doch laut Cummings in seinem Podcast Toon'd In bat Disney Cummings darum, den Gesangsteil des Liedes zu beenden, weil Irons' Gesang nicht ausreichte. Cummings sagte, die Geschichte vom Stimmverlust von Irons sei die Version, die Disney verbreitet habe.

  18. Die Idee zu Der König der Löwen entstand Ende 1988 während eines Gesprächs zwischen Jeffrey Katzenberg, Roy Edward Disney und Peter Schneider in einem Flugzeug nach Europa, um Oliver & Company (1988) zu bewerben. Im Gespräch kam das Thema einer in Afrika spielenden Geschichte auf, und Katzenberg griff die Idee sofort auf. Entwickelt wurde die Idee dann von Charles Fink, dem Vizepräsidenten für kreative Angelegenheiten bei Walt Disney Feature Animation. Katzenberg beschloss, Elemente rund um das Erwachsenwerden und den Tod sowie Ideen aus eigenen Lebenserfahrungen hinzuzufügen, etwa aus einigen seiner Prüfungen auf seinem holprigen Weg durch die Politik, und sagte über den Film: "It is a little bit about myself." Im November jenes Jahres schrieb Thomas M. Disch (Autor von The Brave Little Toaster) ein Treatment mit dem Titel "King of the Kalahari", und anschließend verbrachte Linda Woolverton ein Jahr damit, Drehbuchfassungen zu schreiben, die zunächst "King of the Beasts" und dann "King of the Jungle" hießen. Die ursprüngliche Version des Films unterschied sich stark von der finalen Fassung. Die Handlung drehte sich um einen Kampf zwischen Löwen und Pavianen, wobei Scar der Anführer der Paviane war, Rafiki ein Gepard und Timon und Pumbaa Kindheitsfreunde von Simba. Simba hätte zudem das Königreich nicht verlassen, sondern wäre durch Manipulationen von Scar zu einem "lazy, slovenly, horrible character" geworden, sodass Simba nach dem Erwachsenwerden hätte gestürzt werden können. Bis 1990 beschloss Produzent Thomas Schumacher, der gerade The Rescuers Down Under (1990) abgeschlossen hatte, sich dem Projekt anzuschließen, "because lions are cool". Schumacher verglich das Drehbuch zu King of the Jungle mit "an animated National Geographic special".

  19. Es ist der dritte Film der Walt Disney Animation Studios ohne jegliche menschliche Figuren, nach Bambi (1942) und Robin Hood (1973).

  20. Anders als bei den anderen Löwen sind Scars Krallen im gesamten Film stets ausgefahren.

  21. In einem aktuellen Interview mit HelloGiggles behauptete Der König der Löwen-Produzent Don Hahn, dass Mufasa und Scar nicht wirklich blutsverwandt seien. Er stellte klar, dass Scar und Mufasa, wie bei echten Löwen, eine Koalition zweier nicht verwandter Männchen bildeten, wobei eines über das andere dominierte. Die Dynamik zwischen Scar und Mufasa auf der Leinwand wurde stark von diesem realen Verhalten inspiriert, und Scars bekannte Aussage „Was den Verstand angeht, habe ich den Löwenanteil abbekommen. Doch was rohe Kraft betrifft, fürchte ich, bin ich am flachen Ende des Genpools“ verweist auf diese fehlende familiäre Bindung zwischen den beiden Figuren. Doch nur etwas mehr als eine Woche später klärte Der König der Löwen-Regisseur Rob Minkoff in einem Interview mit Screen Junkies auf, dass Mufasa und Scar zusammen aufwuchsen und tatsächlich blutsverwandt waren. Er behauptete außerdem, Scars Name sei ein „wirklich gemeiner Spitzname“ und er glaube, Mufasa habe Scar seine Narbe zugefügt, als sie noch Junge waren.

  22. Beim Zeichnen von Simba wollten die Animatoren seinem Aussehen und seiner Persönlichkeit einen kleinen Dreh geben, damit er seinem Sprecher Matthew Broderick ähnelte.

  23. Es gibt eine starke Theorie, dass Nala in Wahrheit Simbas Halbschwester ist. Da Mufasa das Oberhaupt des Rudels ist, ergibt das Sinn, denn in der Realität kann sich nur das männliche Oberhaupt des Rudels mit den Weibchen paaren. Wenn das stimmt, dann wird stark angedeutet, dass Mufasa seine Gefährtin Sarabi mit Sarafina, Nalas Mutter, „betrogen“ hat. Streng genommen betreiben Simba und Nala also Inzucht, wie sich zeigt, als am Ende ihr Junges zu sehen ist.

  24. (bei etwa 25 Min.) Etwa bei Minute 25, am Ende der Szene, in der Mufasa Simba erklärt, dass die Sterne alte Könige sind, ist am Himmel das Sternbild Leo (der Löwe) zu erkennen.

  25. Die Produktion wurde vom Northridge-Erdbeben 1994 beeinträchtigt, das das Studio lahmlegte und die Animatoren zwang, ihre Arbeit von zu Hause aus zu beenden.

  26. Hans Zimmers erste Filmmusik für einen Animationsfilm.

  27. James Caan wurde für die Stimme von Scar in Betracht gezogen.

  28. Matthew Brodericks erster im Kino veröffentlichter Animationsfilm. Später sprach er Adam Flayman, die Honigbiene in Bee Movie - Das Honigkomplott (2007), die Titelfigur von Despereaux - Der kleine Mäuseheld (2008) und Ulysses Bailey in Wonder Park (2019).

  29. Das Lied „Can You Feel the Love Tonight“ wurde in die Liste des American Film Institute von 2004 aufgenommen, die 400 Filme umfasste, die für die 100 besten Filmmusiken Amerikas nominiert waren.

  30. Von "Hakuna Matata" gibt es eine verlorene Strophe, die als Storyboard ausgearbeitet wurde und Timons Situation erklärte; später fand sie in Der König der Löwen 1½ (2004) Verwendung.

  31. Eine Figur wurde aus dem Film gestrichen: ein Gorilla, der für Simba eine gewisse Bedrohung darstellte, als dieser noch ein Junges war. Die Figur taucht als Bosskampf im Videospiel zu Der König der Löwen auf, das einige Monate nach dem Kinostart des Films erschien.

  32. Pumbaa, das Warzenschwein, war die erste Figur in Disney-Filmen, die Blähungen zeigte.

  33. Im gesamten Film wird Simbas Gesangsstimme vom Rockvokalisten Joseph Williams statt von Matthew Broderick geliefert. Broderick sang später in der Musikkomödie The Producers (2005) selbst, sowohl in der Film- als auch in der Broadway-Version.

  34. (bei etwa 6 Min.) Nahe dem Anfang des Films fragt Mufasa Scar, ob er ihn herausfordern will. In der Realität kämpfen Löwen tatsächlich gegeneinander um das Recht, das Rudel anzuführen, wobei der Verlierer nachgibt.

  35. Die Handlung von Der König der Löwen ist stark von William Shakespeares Stück Hamlet inspiriert. Zehn Jahre später erschien eine Direct-to-Video-Fortsetzung zu Der König der Löwen (mit dem Titel Der König der Löwen 1 1/2), die zur selben Zeit wie der erste Film spielt, sich aber auf Timon und Pumbaa konzentriert und aus deren Sicht erzählt wird. In diesem Sinne ist sie von Tom Stoppards existentialistischem Stück Rosencrantz and Guildenstern Are Dead von 1966 inspiriert, das dem Geschehen zweier eher unbedeutender Figuren aus William Shakespeares Hamlet folgt und dabei die eigentliche Haupthandlung und die Hauptfiguren aus Hamlet gelegentlich als Hintergrund und Ablenkung nutzt.

  36. Dies ist der einzige Film im Kanon der Walt Disney Animation Studios, der in den 1990er-Jahren erschien und in dem Frank Welker einfach als „Additional Voices“ genannt wird (er lieferte die Löwenbrüllen), statt für die Stimmeneffekte einer bestimmten Tierfigur genannt zu werden.

  37. Wäre dieser Animationsfilm heute erschienen, hätte er die Altersfreigabe PG erhalten, da die Motion Picture Association (MPA) inzwischen strenger mit den Themen umgeht, die dieser Film bietet.

  38. Niemand in den Filmen nennt Rafiki außer ihm selbst bei seinem Namen. Sie nennen ihn entweder „den Affen“ oder „den Pavian“. Sein Name wird nur in Abenteuer mit Timon und Pumbaa (1995), House of Mouse (2001) und The Lion Guard (2015) verwendet. Allerdings nennt Mufasa in einem frühen Entwurf des ersten Films, in der späteren „Circle of Life“-Sequenz, Rafiki bei seinem Namen.

  39. Disneys 34. Animationsfilm.

  40. Joe Pesci wurde die Stimme von Banzai oder Timon angeboten, doch er lehnte beide Rollen wegen Terminüberschneidungen ab.

  41. Scar hat viele Ähnlichkeiten mit Prinz John aus dem Animationsfilm Robin Hood von 1973. Beide Bösewichte sind Löwen, beneiden ihren Bruder, den König, und beseitigen ihn, um sein Königreich zu übernehmen. Es gibt jedoch einen Unterschied: Prinz John beseitigt König Richard, indem er ihn auf einen sogenannten Kreuzzug schickt, während Scar Mufasa ermordet.

  42. Nathan Lane und Ernie Sabella wurden ursprünglich als die Hyänen Banzai und Shenzi besetzt (im fertigen Film von Whoopi Goldberg und Cheech Marin gespielt). Das Team liebte ihre Darbietung und fand, das Duo wäre als Timon und Pumbaa noch besser.

  43. (bei etwa 12 Min.) Etwa bei Minute 12 sagt Simba in der ersten Unterhaltung zwischen Scar und Simba zu Scar: „Du bist so seltsam ...“, worauf Scar kryptisch erwidert: „Du hast ja keine Ahnung ...“. Es ist dieselbe Antwort, die Jeremy Irons in Reversal of Fortune (1990) in ähnlicher Weise gibt, nachdem sein Anwalt ihm sagt: „Sie sind ein sehr seltsamer Mensch.“

  44. Die wichtigsten Schauplätze des Films, darunter Pride Rock und die Schlucht, sind dem Hell's Gate National Park in Kenia nachempfunden.

  45. Die ursprüngliche Absicht für 2 der Hyänen war, Cheech & Chong wieder zu vereinen, doch während Cheech Marin zusagte, Banzai zu spielen, war Tommy Chong nicht verfügbar. Daher wurde seine Rolle in eine weibliche Hyäne namens Shenzi umgewandelt, gesprochen von Whoopi Goldberg. Chong allein sollte später, 22 Jahre danach, eine Rolle in einem Animationsfilm von Disney übernehmen, nämlich in Zootopia (2016).

  46. Aufgenommen in die von Steven Schneider herausgegebenen „1001 Movies You Must See Before You Die“.

  47. Matthew Broderick (Simba) und Nathan Lane (Timon) sahen sich während der Produktion nur einmal, und zwar in einem Flur. Ihre Sprachaufnahmen machten sie getrennt.

  48. Bei den Aufnahmen von Simbas Geständnis an Rafiki sowie an seinen Vater hatte Matthew Broderick tatsächlich Tränen in den Augen.

  49. Dieser Film hat eine Verbindung zu Richie Rich von 1994: Simba ist Richie Rich, Richard Rich ist Mufasa, Regina Rich ist Sarabi, Professor Keenbean ist Rafiki, Cadbury ist Zazu, Gloria ist Nala, Omar ist Pumbaa, Tony ist Timon und Lawrence Van Dough ist Scar.

  50. Neben Inspirationen aus William Shakespeares Hamlet (1990) enthält die Geschichte auch Elemente der Osiris-Familienmythen der altägyptischen Mythologie. In den Osiris-Mythen wird der König (Mufasa/Osiris) von seinem eifersüchtigen Bruder (Scar/Seth) getötet, und der rechtmäßige Erbe (Simba/Horus) wird als Junge ins Exil geschickt. Der ermordete König besucht und unterweist seinen Sohn in geisterhaften Erscheinungen, und als der Erbe volljährig wird, kehrt er zurück, um Rache am Mörder seines Vaters zu nehmen.

  51. In der niederländisch synchronisierten Fassung des Films werden Timon und Pumbaa flämisch gesprochen, eine Variante des Niederländischen, die in Belgien gesprochen wird (Niederländisch und Flämisch unterscheiden sich in der Aussprache ähnlich wie britisches und amerikanisches Englisch). Der Akzent von Rafiki und Simbas Mutter stammt aus Suriname, einer ehemaligen niederländischen Kolonie in Südamerika. Zazu spricht ein sehr elitär klingendes Niederländisch, während die Hyänen Großstadtakzente haben. Die übrigen Figuren sprechen überwiegend Standardniederländisch.

  52. Ursprünglich sollte der Hula-Tanz mit Timon eine Disco-Tanzeinlage wie in Saturday Night Fever (1977) werden.

  53. Mehrere Disney-Animatoren reisten nach Afrika, um das Verhalten und die Interaktion von Tieren in freier Wildbahn zu studieren. Außerdem wurden ein ausgewachsener Löwe und ein Junges als Modelle für Anatomie und Muskulatur ins Animationsstudio gebracht.

  54. Sylvester Stallone wurde für die Stimme von Mufasa in Betracht gezogen, bevor James Earl Jones die Rolle bekam. Stallone sprach später einen anderen Löwen namens Joe in Zookeeper (2011), der 17 Jahre später erschien.

  55. Rowan Atkinson interviewte in den 80ern während einer seiner Stand-up-Comedy-Shows einmal Sir Elton John.

  56. Michael J. Fox wurde für die Stimme des erwachsenen Simba in Betracht gezogen.

  57. Jeremy Irons nahm bis zu zehn und fünfzehn Versuche für eine Zeile auf, die dann von den Regisseuren und dem Cutter gesichtet und daraus ausgewählt wurden. Laut Irons in einem BAFTA-Interview 2016 in New York traf sich das gesamte Kreativteam im Laufe eines Jahres etwa sechs Sitzungen lang mit ihm, in verschiedenen Studios, entweder in London oder anderswo, je nachdem, wo er sich gerade befand, wenn sie ihn für eine weitere Sitzung brauchten.

  58. Der letzte Film der Walt Disney Animation Studios, der von Jeffrey Katzenberg betreut wurde, bevor er ging, um DreamWorks Animation zu gründen.

  59. Zwei Hauptdarsteller der Disney-ABC-Domestic-Television-Serie Hör' mal, wer da hämmert (1991) wirkten in zwei verschiedenen Filmen für Walt Disney Pictures mit, die beide 1994 in die Kinos kamen: Jonathan Taylor Thomas in Der König der Löwen (1994) und Tim Allen in Santa Clause - Eine schöne Bescherung (1994).

  60. Als Rafiki die Frucht aufknackt, bevor er entdeckt, dass Simba lebt, erinnert das an die Eröffnungsszene, in der er sie aufbricht, um Simba zu salben – und symbolisiert damit die Wiedergeburt Simbas als künftigen neuen König. Darin liegt noch eine weitere Ebene: In der Eröffnungsszene steht das Aufbrechen der Frucht für die Trennung Simbas vom Mutterleib, in dieser Szene für die Trennung von seiner Vergangenheit.

  61. Ursprünglich trug das Projekt den Titel "King of the Jungle" und sollte von afrikanischen Löwen handeln, die im Dschungel leben – bis dem Produktionsteam klar wurde, dass afrikanische Löwen nicht im Dschungel leben. Man wollte sich auf den realen Lebensraum des afrikanischen Löwen konzentrieren, wobei später doch ein Dschungel auftaucht, in dem Simba Timon und Pumbaa begegnet. Interessanterweise wird der Ausdruck "King of the Jungle" noch heute auf bestimmten T-Shirts verwendet, die im Disney Store verkauft werden.

  62. Der König der Löwen ist der letzte Walt-Disney-Animation-Studios-Film (und insgesamt der letzte Disney-Film), dessen kompletter Soundtrack 1994 ursprünglich im Vinylplattenformat erschien. Danach veröffentlichte Disney 1995 den Song "Colors of the Wind" aus dem Soundtrack von Pocahontas (1995) auf Vinyl, womit Pocahontas damals der letzte Disney-Film war, von dem ein Song im Vinylplattenformat herauskam – bis Disney 2014 damit begann, lizenzierte Soundtracks erneut auf Vinyl zu veröffentlichen und wieder aufzulegen.

  63. Es ist der erste Disney-Zeichentrickfilm, der in Portugal statt in Brasilien auf Portugiesisch synchronisiert wurde.

  64. Eine von Sir Elton Johns Forderungen war, dass einer der Songs des Films eine Liebesballade sein müsse, die das Zeug zum Radiohit hatte. Daraus wurde "Can You Feel the Love Tonight".

  65. Wenige Wochen vor dem Kinostart erhielt Sir Elton John eine Sondervorführung. Als ihm auffiel, dass der Liebessong des Films fehlte, setzte er bei Jeffrey Katzenberg erfolgreich durch, dass der Song wieder aufgenommen wurde. Später gewann "Can You Feel the Love Tonight" ihm den Oscar für den besten Originalsong.

  66. (bei etwa 1 Std. 12 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 12 Minuten ist die Musik des kleinen Lieds, das Timon für die Hyänen zum Besten gibt ("LUAU!"), eine rasante Parodie auf den Aloha Chant, der in Walt Disneys Enchanted Tiki Room im Disneyland zu hören ist.

  67. Für die Stimme von Scar war Burt Reynolds im Gespräch.

  68. Das offizielle Poster zur Wiederveröffentlichung von Der König der Löwen im Jahr 2002 zeigt Mufasas Gesicht am Himmel, doch einige Verschwörungstheoretiker zogen Mufasas Nase nach und entdeckten dabei eine ablenkende Form, die unterschwellig wie Elastigirl (Helen Truax-Parr) aus Die Unglaublichen (2004) aussieht – und zwar in der Szene, in der sie mit ihrer Familie in Syndromes Hochspannungsfoltergestell steckt.

  69. Die italienische Popversion des Songs "Circle of Life", auf Italienisch von Ivana Spagna gesungen, war 1994/95 in Italien ein großer Hit – ebenso wie die Originalversion von Sir Elton John.

  70. Timon reitet auf Pumbaa aus einer Wüstenfata Morgana heraus, ganz ähnlich wie Don Quixote.

  71. Ursprünglich sollte der Film von einem Konflikt zwischen Löwen und Pavianen handeln, und Scar sollte der Anführer der Paviane sein. Rafiki, der Mandrill im Film, war stattdessen als Gepard geplant.

  72. Dies ist der zweite Film, in dem James Earl Jones (Mufasa) und Madge Sinclair (Sarabi) gemeinsam als afrikanischer König und afrikanische Königin auftreten. Jones und Sinclair waren auch König und Königin einer fiktiven afrikanischen Nation in Der Prinz aus Zamunda (1988).

  73. Die Handlung basiert lose auf William Shakespeares "Hamlet" sowie auf den biblischen Geschichten von Moses und Josef.

  74. Als Matthew Broderick (erwachsener Simba) für den Film unterschrieb, hielt er ihn für eine amerikanische Version des Anime/Manga Kimba the White Lion (1965), der eine ähnliche Handlung verfolgt.

  75. Es war der vierte Film der Geschichte, der in seinem Startwochenende in den USA mehr als 40 Millionen Dollar einspielte – nach Batman (1989), Batman Returns (1992) und Jurassic Park (1993).

  76. Der König der Löwen (1994) ist das zweite Mal, dass Cheech Marin in einem Disney-Zeichentrickfilm auftrat; das erste Mal war Oliver & Company (1988).

  77. Während des Songs "Be Prepared" schwenken zwei Hyänen Skelette von Kreaturen und erzeugen so Schattenbilder von ihnen, die "tanzen" und dabei die tanzenden Skelette aus "Night on Bald Mountain" nachahmen – bis hin zu den geschwungenen, "nudeligen" Bewegungen.

  78. Der Film ist Frank Wells gewidmet, dem Disney-Präsidenten, der drei Monate vor dem Kinostart bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam.

  79. Das Filmdebüt von Jonathan Taylor Thomas.

  80. Im Juli 2024 kam der Film zu seinem 30. Jubiläum erneut in die Kinos.

  81. Da Robert Guillaume 2017 verstarb, war dies der einzige im Kino veröffentlichte Zeichentrickfilm, an dem er je beteiligt war. Seine übrigen Zeichentrickfilme vor seinem Tod waren Direct-to-Video-/DVD-Produktionen, darunter sowohl die Fortsetzung als auch der Midquel von Der König der Löwen (1994).

  82. Für den ersten Trailer zu Der König der Löwen (1994) entschied sich Disney, eine einzige Szene zu zeigen: die komplette Eröffnungssequenz mit dem Song "Circle of Life". Dick Cook, Präsident von Buena Vista Pictures Distribution, sagte, man habe sich für diesen Ansatz entschieden, weil "wir alle so von der Schönheit und Erhabenheit dieses Stücks eingenommen waren, dass wir das Gefühl hatten, es seien wahrscheinlich eine der besten vier Minuten Film, die wir je gesehen haben"; Don Hahn ergänzte, "Circle of Life" funktioniere als Trailer, weil er "so stark und so gut rüberkam und mit einem solchen Knall endete". Der Trailer lief im November 1993 in den Kinos im Vorprogramm von The Three Musketeers (1993), obwohl erst ein Drittel von "Der König der Löwen" fertiggestellt war. Die Reaktionen des Publikums waren überwältigend begeistert, was bei Hahn zunächst für Bedenken sorgte, da er fürchtete, die durch die Vorschau geweckten Erwartungen nicht erfüllen zu können. Disney verfuhr später bei Pocahontas (1995) nach einem ähnlichen Muster und wählte den gesamten Song "Colors of the Wind" als Höhepunkt des ersten Kinotrailers.

  83. Der Film stand auf der 1998 veröffentlichten Liste des American Film Institute unter den 400 Filmen, die für die Top 100 Greatest American Movies nominiert waren.

  84. Dieser Film weist mehrere Ähnlichkeiten mit The Land Before Time (1988) auf. In The Land Before Time gibt es eine Verfolgungsjagd durch eine Schlucht, die mit dem Tod eines Elternteils endet, das Kind schmiegt sich danach in der Schlucht an den Leichnam seines Elternteils, das Elternteil besucht sein Kind in den Wolken, und die Figur Rooter spricht sogar vom "großen Kreis des Lebens".

  85. Er hat eine mit dem Oscar ausgezeichnete Filmmusik von Hans Zimmer.

  86. Zunächst zögerte Rowan Atkinson, die Rolle des Zazu zu übernehmen, da er körperliche und visuelle Komik bevorzugt. Doch Robin Driscoll, Co-Autor von "Mr. Bean", drängte Atkinson dazu und sagte ihm: "Wer will schon nicht bei Disney mitmachen?" Seine Darstellung des Zazu gilt als die beste und als eine von Atkinsons größten Leistungen.

  87. Der vollständige Name der Hyäne Shenzi lautet Shenzi Marie Predatora Veldeta Jauqelena Hyena – zumindest laut Timon in Der König der Löwen 1½ (2004).

  88. Rafiki ist die einzige Figur ohne amerikanischen oder englischen Akzent; er hat einen Akzent, der aus der afrikanischen Umgebung des Films stammt (obwohl er von einem amerikanischen Schauspieler gesprochen wird, nämlich Robert Guillaume), und spricht manchmal die afrikanische Sprache Swahili.

  89. Sally Dworsky, die Gesangsstimme von Nala, hatte zuvor zum Soundtrack von The Cutting beigetragen, in dem Nalas Sprechstimme Moira Kelly die Hauptrolle spielte.

  90. Die Methode, mit der Scar Mufasa ermordet, ist identisch mit der, mit der Mowgli in The Jungle Book Shere Khan tötet.

  91. Als der in Deutschland geborene Komponist Hans Zimmer gebeten wurde, die Filmmusik zu übernehmen, wusste er, dass er die Dienste seines südafrikanischen Freundes Lebo M. in Anspruch nehmen wollte. Die beiden hatten zuvor bei The Power of One (1992) zusammengearbeitet, weshalb Zimmer überzeugt war, Lebo sei perfekt geeignet, um dem Soundtrack etwas Authentizität zu verleihen. Obwohl Zimmer Produzent Don Hahn und den Regisseuren Rob Minkoff und Roger Allers versprach, Lebo für den Film zu gewinnen, hatte er tatsächlich keine Ahnung, wo sein Kollege war oder wie er ihn erreichen konnte. Doch alles fügte sich, als Lebo eines Morgens völlig unerwartet vor Zimmers Haus auftauchte. Es ist Lebo M.s Ruf, den man die Anfangstakte von "Circle of Life" singen hört, und er schrieb auch den afrikanischen Gesang, der diese ergreifende Version des Songs untermalt.

  92. VERSTECKTER MICKEY: Bei etwa 46 Minuten trägt eines der Insekten, die Timon während Hakuna Matata aus einem Astloch zieht, Mickey-Mouse-Ohren. Als Mufasa Simba von den großen Königen der Vergangenheit erzählt, kann man in der Weitaufnahme in den Sternen Mickey Mouse erkennen.

  93. Zum Zeitpunkt der Produktion setzten bei Disney viele große Hoffnungen auf Pocahontas (1995) und hielten das Konzept von Der König der Löwen (1994) für experimentell. Der damalige Studioleiter Jeffrey Katzenberg betrachtete Pocahontas als prestigeträchtigeres Projekt als Der König der Löwen und glaubte sogar, dass es nach dem Vorbild von Die Schöne und das Biest (1991) eine Chance auf eine Oscar-Nominierung als Bester Film haben könnte. Im Laufe der Produktion der beiden Filme nahm Der König der Löwen schließlich Gestalt an, und auch die Meinungen begannen sich zu ändern. Der König der Löwen erhielt von Filmkritikern und Publikum gleichermaßen überwältigend positive Resonanz. Der Film wurde nicht nur einer der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte, sondern auch eines der meistverkauften Heimvideo-Titel aller Zeiten. Pocahontas (1995) hingegen war kommerziell weniger erfolgreich als erhofft und erhielt von der Kritik gemischte bis negative Reaktionen. Da der Film erwachsenere Themen und Töne anschlug und sowohl ein unzusammenhängendes Drehbuch als auch wenig Rücksicht auf historische Genauigkeit bot, war er kein so gewaltiger Erfolg wie die früheren Disney-Hits.

  94. Als Pumbaa in der Höhle die Hyänen herausfordert, verlangt er mit dem wütenden Ausruf „Sie nennen mich Mister Pig“ Respekt. Das ist eine Anspielung auf Sidney Poitiers Aussage in In der Hitze der Nacht (1967), als er als Detective Virgil Tibbs auf ähnliche Weise Respekt einfordert.

  95. Die Premiere fand im berühmten Radio City Music Hall in New York City statt.

  96. Der Song „Hakuna Matata“ wurde 2004 in die Liste der 100 besten Filmmusiken Amerikas des American Film Institute aufgenommen.

  97. Sir Elton John und Sir Tim Rice waren etwas schockiert, als sie sahen, dass die Produzenten ihre (später oscargekrönte) Liebesballade „Can You Feel the Love Tonight“ ursprünglich als Duett zwischen Timon und Pumbaa vorgesehen hatten.

  98. Für die Platinum-Edition-DVD wurde ein neuer Song aufgenommen und animiert. „The Morning Report“ wurde von Sir Elton John und Sir Tim Rice für das Broadway-Musical geschrieben. Für das Stück verfassten sie zwei weitere Lieder, „Chow Down“ und „The Madness of King Scar“.

  99. Einige der Lautäußerungen von Mufasa wurden von denen des Biests aus Die Schöne und das Biest (1991) übernommen.

  100. Sir Tim Rice' erste Idee für einen Mitarbeiter am Film waren Benny Andersson und Björn Ulvaeus von ABBA, mit denen er am Musical „Chess“ gearbeitet hatte.

  101. Für die Special-Edition-Veröffentlichung musste das Team einen neuen Darsteller engagieren, der den jungen Simba beim Singen von „The Morning Report“ spricht, da die ursprüngliche Gesangsstimme inzwischen erwachsen ist. Man verpflichtete Evan Saucedo, womit er der vierte Darsteller ist, der dem jungen Simba seine Stimme leiht.

  102. Sally Dworsky, die Nalas Gesangsstimme lieferte, hatte zuvor einen Song zu The Cutting Edge beigesteuert, in dem Moira Kelly mitspielte, die Sprechstimme von Nala.

  103. In der deutschen Synchronfassung war Uwe Paulsen ursprünglich als Zazu besetzt. Kurz vor der Premiere wurden Zazus Zeilen von Eberhard Prüter neu eingesprochen.

  104. Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen zeigen, dass jedes Besetzungsmitglied seine Rolle mit einem Neumann U87-Mikrofon aufnahm – mit Ausnahme von James Earl Jones, der für Mufasa ein RCA KU-3A-Mikrofon verwendete. Da das KU-3A ein Großmembran-Mikrofon ist, das speziell für den Einsatz in der Filmbranche entwickelt wurde, ist es möglich, dass sich die Filmemacher speziell für Jones für dieses Modell entschieden, um seine dröhnende Stimme zu betonen.

  105. Bei der Szene, in der Mufasa stirbt, brauchte Jonathan Taylor Thomas mehrere Takes. Nach einem Take sprach ein Regisseur mit ihm und erwähnte etwas über seine Mutter, woraufhin Jonathan Taylor Thomas im nächsten Take „Mama“ statt „Papa“ schrie.

  106. Die Mähne des erwachsenen Simba soll angeblich von Jon Bon Jovis Haaren inspiriert worden sein.

  107. Obwohl im Film offensichtlich alle Tiere vermenschlicht sind, kamen die Hyänen (als die Bösewichte) im Vergleich zur Realität am schlechtesten weg. Tatsächlich gelten Tüpfelhyänen in puncto Intelligenz und Wildheit als den Löwen ebenbürtig. Sie haben eine ebenso komplexe Sozialstruktur und bringen ihre eigenen Artgenossen seltener um als Löwen (die Matriarchinnen eines Hyänenclans lassen nur sehr wenig Aggression innerhalb der Art zu). Und obwohl Hyänen als nahezu reine Aasfresser dargestellt werden, erbeuten Löwen in Wirklichkeit ebenso oft (wenn nicht sogar häufiger) die Beute von Hyänen, wie Hyänen die Beute von Löwen fressen.

  108. In einem Interview mit Mixonline aus dem Jahr 2009 erklärte der Pixar-Toningenieur Vince Caro, einer von vier im Film als Additional Dialogue Engineer genannten Tontechnikern, dass die Dialogaufnahmen für den Film weitgehend zwischen ihm in den RCA Studios in New York, wo er damals arbeitete, und dem leitenden Dialogingenieur des Films, Doc Kane, im Disney Stage B in Los Angeles aufgeteilt waren – mit der Ausnahme, dass er und der Rest des Teams mehrmals nach London reisen mussten, um Jeremy Irons als Scar aufzunehmen. Laut Caro wurden die RCA Studios jedoch während der Produktion des Films geschlossen, sodass die Sprachaufnahmen für den Rest des Films zu Howard Schwartz Recording verlegt werden mussten.

  109. Tim Curry war ursprünglich für die Stimme von Scar vorgesehen, stieg aber aus, um Home Alone 2: Lost in New York (1992) zu drehen.

  110. Das ursprüngliche Konzept für das Produktionsdesign sah vor, die Hintergründe zu stilisieren, um die farbenfrohe und grafische Wirkung afrikanischer Stoffmuster und Stammeskunst heraufzubeschwören. Dadurch wirkte der Film jedoch übermäßig stilisiert, sodass sich das Produktionsteam anschließend für die epische, mystische Atmosphäre entschied, die wir heute im Film sehen.

  111. Er war 1994 weltweit der erfolgreichste Film des Jahres und der zweiterfolgreichste im Inland, hinter Forrest Gump (1994). Damit ist er nach Snow White and the Seven Dwarfs (1937) und Aladdin (1992) der dritte Animationsfilm, der weltweit der erfolgreichste Film des Jahres wurde.

  112. Während die Hyänen im Film als Aasfresser bezeichnet werden, sind echte Tüpfelhyänen tatsächlich recht fähige Jäger, die mehr jagen als aasfressen und deren Beute recht häufig von Löwen gestohlen wird. Zur Entstehungszeit des Films glaubten jedoch viele Menschen (auch Wissenschaftler), Hyänen seien reine Aasfresser, was das Klischee noch weiter förderte.

  113. Mehr als 600 Animatorinnen und Animatoren, Künstlerinnen und Künstler sowie Technikerinnen und Techniker arbeiteten an dem Film.

  114. Virginia McKenna, Helen Mirren und Vanessa Redgrave wurden für die Stimme von Sarabi in Betracht gezogen.

  115. Rik Mayall wurde von Tim Rice, einem der Songschreiber des Films, gebeten, für die Rollen von Banzai, Zazu und Timon vorzusprechen. Leider wurde er für keine der Rollen besetzt.

  116. Mufasa sollte einen Song mit dem Titel „To Be King“ singen, doch er passte nicht zu James Earl Jones' Gesangsstimme.

  117. Dem Filmemacher James Mangold, der für Disney an Oliver & Company (1988) gearbeitet hatte, wurde eine Cameo-Rolle als Warzenschwein in einer Szene mit Pumbaa angeboten. Grund dafür war, dass Mangold eine sehr tiefe Baritonstimme hat und mit dem Regisseur des Films bekannt war.

  118. Eine andere Version von „Hakuna Matata“ wurde von Jimmy Cliff zusammen mit Lebo M. aufgenommen. Es handelte sich um eine Reggae-Pop-Version des Songs, die ursprünglich zusammen mit Sir Elton Johns Versionen von „Can You Feel The Love Tonight“, „Circle of Life“ und „I Just Can't Wait To Be King“ auf dem Original-Soundtrack erscheinen sollte. Letztlich entschied man sich, sie nicht aufzunehmen. Sie wurde jedoch auf dem „Sequel“-Soundtrack „Rhythm of the Pride Lands“ veröffentlicht (erschienen am 28. Februar 1995.

  119. Danny DeVito wurde für die Stimme von Pumbaa in Betracht gezogen.

  120. Fast 20 Minuten des Films wurden bei Walt Disney Feature Animation Florida animiert. Letztlich trugen mehr als 600 Künstlerinnen und Künstler, Animatorinnen und Animatoren sowie Technikerinnen und Techniker über die lange Produktionszeit hinweg zu Der König der Löwen bei. Für den Film entstanden mehr als eine Million Zeichnungen, darunter 1.197 handgemalte Hintergründe und 119.058 einzeln kolorierte Filmbilder.

  121. Pumbaa taucht in The Hunchback of Notre Dame als Wasserspeier auf.

  122. Der Soundtrack der Legacy Collection erschien am 24. Juni 2014 passend zum 20. Jubiläum des Films. Das Album auf zwei Discs enthält rund 30 Minuten zuvor unveröffentlichte Musik sowie Liner Notes des Komponisten Hans Zimmer und des Produzenten Don Hahn.

  123. (bei etwa 1 Std. 12 Min.) Die Zeile „What do you want me to do, dress in drag and do the hula?“ wurde von Nathan Lane improvisiert.

  124. Jeremy Irons hatte die Rolle zunächst abgelehnt, weil er sich nicht wohl dabei fühlte, von der dramatischen Darstellung des Claus von Bülow in Reversal of Fortune (1990) zu einer komödiantischen Rolle zu wechseln. Als er dann jedoch an Bord kam, inspirierte Irons' Leistung die Drehbuchautoren sogar dazu, mehr von seiner Darstellung als von Bülow einfließen zu lassen, und sie fügten sogar eine Zeile dieser Figur hinzu, „You have no idea“, während der Animator Andreas Deja sich sowohl Reversal of Fortune (1990) als auch Damage (1992) ansah, um Irons' Gesichtszüge und Tics aufzugreifen.

  125. Hans Zimmer zögerte zunächst bei der Idee, Musik für einen animierten Familienfilm zu komponieren, stieg aber schließlich in die Produktion ein, nachdem ihm die Geschichte ans Herz gewachsen war, die ihn an seine jeweilige Beziehung zu seinem Vater und seiner Tochter erinnerte. Seine Haltung gegenüber Animationsfilmen änderte sich im Laufe seiner Beteiligung an der Produktion des Films allmählich. Später bezeichnete er seine Erfahrung mit Der König der Löwen (1994) als eine der schönsten seiner beruflichen Laufbahn.

  126. Als Simba ein Junges ist, nennt er Mufasa „Papa“. Als junger Erwachsener hingegen spricht er ihn mit „Vater“ an.

  127. Laut Robert Guillaume entstand Rafikis mit Swahili-Akzent gefärbte Stimme teilweise durch einen misslungenen Versuch, einen jamaikanischen Akzent zu imitieren. Bemerkenswert ist, dass Die Garde der Löwen (2015) das erste Mal ist, dass Guillaume nicht mehr als Rafiki auftritt.

  128. Der Film findet sich in den Official Top 250 Narrative Feature Films auf Letterboxd.

  129. Im Juni 2008 belegte er Platz 4 auf der Liste der 10 besten Filme des Genres „Animation“ des American Film Institute.

  130. Im Jahr 2005 produzierte AMC Theatres einen Kinotrailer zur Handy-Etikette im Stil eines Trailers für einen 2D-Animationsfilm, der Ähnlichkeiten mit Der König der Löwen aufweist – in Animationsstil, Musik und Handlung –, nur dass er in einem amerikanischen Wald statt in Afrika spielt und die Tiere der Umgebung angepasst wurden, meist Adler statt Löwen.

  131. Arnold Schwarzenegger wurde die Stimme von Mufasa angeboten, doch er war mit anderen Dreharbeiten beschäftigt.

  132. Das Team, das an dem Film arbeitete, war angeblich Disneys „Team B“, das „beschäftigt gehalten“ wurde, während „Team A“ an Pocahontas (1995) arbeitete, worauf die Produktion viel größere Hoffnungen setzte. Wie sich herausstellte, wurde „Der König der Löwen“ ein riesiger Kritiker- und Publikumserfolg, während „Pocahontas“ gemischte Kritiken und deutlich weniger Einspielergebnis erntete.

  133. Die Entwicklung des Projekts begann erstmals 1988.

  134. Er ist der erfolgreichste Disney-Film aller Zeiten.

  135. (bei etwa 29 Min.) Bei etwa 29 Minuten, während „Seid bereit“, wurde der Marsch der Hyänen an Scar vorbei auf dem erhöhten Felsen durch Filmmaterial von Nazis inspiriert, die an Adolf Hitler auf einem Podest vorbeimarschieren.

  136. Die Produktion fand in den Walt Disney Animation Studios in Glendale, Kalifornien, und in den Disney-MGM Studios in Orlando, Florida, statt. Dreizehn leitende Animationskünstler, sowohl in Kalifornien als auch in Florida, waren dafür verantwortlich, die Persönlichkeiten der Hauptfiguren des Films zu entwickeln und den Ton anzugeben.

  137. Es war der siebte Film der Walt Disney Animation Studios, der von einem nicht wiederkehrenden Komponisten vertont wurde, in diesem Fall von Hans Zimmer. Der erste war Bernard und Bianca - Die Mäusepolizei (1977), komponiert von Artie Butler; der zweite war Taran und der Zauberkessel (1985), komponiert von Elmer Bernstein; der dritte war Basil, der große Mäusedetektiv (1986), komponiert von Henry Mancini; der vierte war Der tapfere kleine Toaster (1987), komponiert von David Newman; der fünfte war Oliver & Company (1988), komponiert von J.A.C. Redford; und der sechste war Bernard und Bianca im Känguruland (1990), komponiert von Bruce Broughton.

  138. Pumbaa ist größer als Timon, doch im echten Leben ist Nathan Lane (Timon) mit 5'6½ einen halben Zoll größer als Ernie Sabella (Pumbaa), der 5'5" misst.

  139. Die Ironie, dass die Hyänen im Stechschritt marschieren, während Scar das Kommando führt, ist angesichts der deutschen Synchronfassung besonders bitter: Thomas Fritsch, die Stimme von Scar, ist der Sohn von Willy Fritsch, einem Darsteller, Sänger und widerwilligen Nazi. Willy war unter Druck in die NSDAP eingetreten und hatte es vermieden, sich an Propaganda zu beteiligen. Obwohl er überlebte, wurde er teilweise von der Gestapo überwacht.

  140. Danny Glover wurde für die Stimme von Rafiki in Betracht gezogen, war aber mit Angels in the Outfield (1994) beschäftigt, der etwa zur selben Zeit herauskam.

  141. Es ist der zweite animierte Kinofilm der Walt Disney Animation Studios seit Bambi (1942), in dem der Hauptprotagonist auf der Leinwand einen Elternteil verliert, nach Cap und Capper (1981).

  142. (bei etwa 39 Min.) Bei etwa 39 Minuten liefen die Szenen, in denen die Hyänen Simba aus dem Geweihten Land in die Wüste jagen, ursprünglich von rechts nach links. Die Filmemacher drehten alle Einstellungen, sodass die Verfolgung nun von links nach rechts verläuft, um mit der Einstellung übereinzustimmen, in der Simba nach Hause rennt, um sich Scar zu stellen (er läuft von rechts nach links).

  143. Dies ist der erste und einzige Disney-Zeichentrickfilm, in dem der Vater der Hauptfigur stirbt. Das sollte sich erst wieder mit Arlo & Spot (2015) ereignen, der 21 Jahre später herauskam.

  144. Hans Zimmer bekam den Job als Hauptkomponist wegen zwei anderer Filme mit afrikanischem Thema, die er vertont hatte – The Power of One (1992) und A World Apart (1988).

  145. Mehrere Figurennamen basieren auf Swahili-Wörtern: Simba – Löwe, Nala – Geschenk, Sarabi – Fata Morgana, Rafiki – Freund, Pumbaa – Einfaltspinsel/schwachsinnig, Shenzi – barbarisch/ungehobelt/unzivilisiert/wild. Obwohl Zawadi das Swahili-Wort für Geschenk ist, bedeutet auch Nalas Name Geschenk.

  146. Timon und Pumbaa sollten ursprünglich von Anfang an Freunde von Simba sein.

  147. Disney-Animatoren reisten in den Hell's Gate National Park in Kenia, um die Tierwelt und Flora zu studieren.

  148. In der Sendung „Greatest Family Films“ von Channel 4 (UK) wurde er auf Platz 6 gewählt.

  149. Jeremy Irons zögerte, seine Stimme für Scar herzugeben, bis er die Animation sah und sich in die Figur verliebte.

  150. Er war der erste abendfüllende Disney-Zeichentrickfilm, der die aufgezeichnete Version des Walt Disney Pictures-Logos von 1990 verwendete, das mit Disneys hauseigener digitaler Mal- und Zeichensoftware CAPS erstellt wurde; bei den Wiederveröffentlichungen von 2002 und 2011 fehlte dieses Logo jedoch.

  151. (bei etwa 1 Std. 3 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 3 Minuten wird das Lied, das Rafiki singt – „Asante sana, squash banana, wewe nugu mimi hapana“ –, oft als Swahili für „Vielen Dank, Squash-Banane, du bist ein Pavian und ich nicht“ gedeutet. Das Swahili-Wort für Pavian, nyani, kommt in dem Lied jedoch nicht vor. Manche haben vorgeschlagen, es bedeute tatsächlich „Du bist ein Hund, und ich nicht“, aber auch das Wort für Hund, mbwa, fehlt.

  152. Pumbaas Blähungen sind tatsächlich Ernie Sabella, der auf seine Hand zerbert (den Mund auf die Hand drückt und den Ton erzeugt). Sabella erklärte einmal scherzhaft, er sei stolz darauf, die erste Disney-Figur zu sein, die Blähungen von sich gibt.

  153. Die Figurenanimatoren studierten echte Tiere als Referenz, wie es auch für den Disney-Film Bambi (1942) getan wurde. Jim Fowler, ein renommierter Wildtierexperte, besuchte die Studios mehrmals mit einer Auswahl an Löwen und anderen Bewohnern der Savanne, um Verhaltensweisen zu besprechen und den Animatoren zu helfen, ihren Zeichnungen ein authentisches Gefühl zu verleihen. Die Animatoren studierten zudem verschiedene Tierbewegungen in natürlicher Umgebung im Miami MetroZoo unter Anleitung des Wildtierexperten Ron Magill. Das Geweihte Land ist dem kenianischen Nationalpark nachempfunden, den die Crew besucht hatte. Verschiedene Brennweiten und Objektive kamen zum Einsatz, um sich von der üblichen Afrikadarstellung in Dokumentationen abzuheben, die Teleobjektive verwenden, um die Tiere aus der Ferne zu filmen. Das epische Gefühl schöpfte Inspiration aus Konzeptstudien des Künstlers Hans Bacher, die – auf George Scribners Wunsch nach Realismus – Effekte wie Lens Flare darzustellen versuchten, sowie aus Werken der Maler Charles Marion Russell, Frederic Remington und Mayfield Parrish. Da die Figuren nicht vermenschlicht wurden, mussten alle Animatoren lernen, vierbeinige Tiere zu zeichnen, und die Geschichte sowie die Charakterentwicklung wurden durch längere Einstellungen erreicht, die den Figuren folgten.

  154. Matthew Broderick und Nathan Lane traten später gemeinsam in The Producers (2005) auf. Zufälligerweise existieren beide Filme inzwischen als Broadway-Musicals. Das Wiedersehen von Der König der Löwen wird in einer gelöschten Szene von The Producers komplettiert, in der Ernie Sabella als Betrunkener in der leeren Bar erscheint, in der Bialystock und Bloom gemeinsam still feiern.

  155. Dies ist der erste Film der Walt Disney Animation Studios, in dem ein erfahrener Synchronsprecher zur Hauptbesetzung gehört – etwas, das auch auf viele Filme der Disneytoon Studios sowie auf Filme basierend auf Zeichentrickserien zutrifft. In diesem Fall gilt das für Jim Cummings als Ed die Hyäne, dessen einzige Dialoge im gesamten Film und in all seinen anderen Auftritten (abgesehen von einigen Zeilen in der Nummer „Seid bereit“) aus Lachen bestehen.

  156. Bevor Rowan Atkinson als Zazu besetzt wurde, wurden viele andere britische Komödiendarsteller für die Rolle in Betracht gezogen, darunter John Cleese, Tim Brooke-Taylor, Graeme Garden, Bill Oddie, David Jason, Peter Cook, Dudley Moore, Spike Milligan, Ronnie Barker, Ronnie Corbett und Vic Reeves. John Cleese entschied sich, in The Swan Princess (1994) als Jean-Bob mitzuwirken, statt in Der König der Löwen (1994) als Zazu.

  157. (bei etwa 1 Std. 22 Min.) Bei etwa 1 Std. 22 Min. kann man am Ende des Films, als Simba zu den Sternen aufschaut und „Remember“ hört, in den Sternen einen stehenden Löwen erkennen, der Mufasas Sternzeichen darstellt.

  158. Während Jonathan Taylor Thomas die Hilferufe des jungen Simba aufnahm und versuchte, Mufasa aufzuwecken, und Scar sagte, es sei ein Unfall gewesen, und sich entschuldigte, weinte er tatsächlich.

  159. Es heißt, für die Rolle des erwachsenen Simba seien unter anderem Brad Pitt, Tom Cruise, John Travolta, Richard Gere, Jeff Goldblum, Nicolas Cage, Mel Gibson, Charlie Sheen, Alec Baldwin, Jon Bon Jovi, Jean-Claude Van Damme, Thomas Gibson, Antonio Banderas, Casper Van Dien, Val Kilmer, Brendan Fraser, Dean Cain, David Duchovny, Austin St. John, Robert Downey Jr., Billy Zane, Christopher Reeve, Michael Biehn, Christian Slater und Johnny Depp in Betracht gezogen oder angeboten worden, hätten aber abgelehnt, bevor Matthew Broderick die Rolle übernahm.

  160. Nathan Lane, der dem Erdmännchen Timon seine Stimme leiht, sprach später auch Snowbell, den weißen Perser, in der Stuart Little-Filmreihe, Preed, den akrennischen Außerirdischen, in Titan A.E. (2000), Spot Helperman, den Hund, in Teacher's Pet (2004) (als Ersatz für Kevin Schon), Hamegg in Astro Boy (2009) und Luno das Mondorakel in Spellbound (2024).

  161. Die enge Beziehung zwischen Timon und Pumbaa beruht auf Tatsachen. In freier Wildbahn halten sich Erdmännchen oft in der Nähe von Warzenschweinen auf, um ihnen Flöhe und Zecken vom Rücken zu picken und die Tiere so von lästigen Parasiten zu befreien.

  162. Als die Autorin Irene Mecchi an Bord kam, wurde ihr gesagt, die Geschichte sei als "Bambi (1942) in Afrika trifft Hamlet (1990)" angelegt – oder, wie sie es nannte, als "Bamlet".

  163. (bei etwa 29 Minuten) Jim Cummings (die Stimme von Ed der Hyäne in diesem Film) musste für das Finale von "Sei bereit" für Jeremy Irons einspringen. Irons hatte sich bei der Zeile "Ohne mich bekommst du nicht mal 'nen Schnupper" die Stimme ruiniert. Der Rest seiner Aufnahme klang nicht mehr kraftvoll genug.

  164. Die Regisseure Roger Allers und Rob Minkoff sahen sich Filme von Leni Riefenstahl und David Lean an, um sich für die atemberaubend majestätischen Bilder des Films inspirieren zu lassen – und um damit die Geschichte zu stützen, statt von ihnen überwältigt zu werden.

  165. "Der König der Löwen" weist große Ähnlichkeit mit einer im Westen kaum bekannten Geschichte auf, die jedoch zu den beliebtesten historischen Erzählungen der Niger-Kongo-Sprachfamilie (Westafrika) gehört. Erzählt wird von einem ihrer größten Könige – "Sundiata: An Epic of Old Mali". Die Hauptfigur Sundiata (wörtlich übersetzt "der Löwenkönig") ist ein junger Prinz, der nach dem Tod seines Vaters von seiner Familie aus der Heimat verbannt wird. Die Geschichte verfolgt, wie er seelische und körperliche Leiden überwindet, später in sein Königreich zurückkehrt und gegen den bösen Zaubererkönig kämpft, der es in seiner Abwesenheit an sich gerissen hat. Es handelt sich um eine wahre Geschichte mit einigen hinzugefügten magischen Elementen, die noch heute von Griots erzählt wird (den Bewahrern der Geschichte für Familien der Oberschicht, also Rafiki im Film).

  166. Jeremy Irons kam mit Zigaretten zu seinen Sprachaufnahmen. Er rauchte, auch während Be Prepared. Rob Minkoff erklärte, dass alle am Film Beteiligten das Rauchen später herausschneiden mussten.

  167. Letzter Film für Madge Sinclair vor ihrem Tod ein Jahr später.

  168. Shenzis Stellung als Anführerin der Hyänen entspricht stark der Realität – echte Tüpfelhyänen leben matriarchalisch, und die Weibchen dominieren die Männchen. Damit männliche Hyänen innerhalb eines Clans echte Macht haben, haben sie für gewöhnlich ranghohen Weibchen über lange Zeit Dienste geleistet.

  169. In einer Folge von Hör' mal, wer da hämmert (1991) sagt Randy (Jonathan Taylor Thomas), er habe immer erwartet, dass sein Vater von allen König genannt werde – während er mit einer Löwenbaby-Puppe spielt, die Simba ähnelt. Thomas war die Stimme des jungen Simba in Der König der Löwen (1994). In einer Halloween-Folge derselben Serie werden die Taylors von 2 Süßigkeiten-Sammlern begrüßt, die als Buzz Lightyear bzw. Simba verkleidet sind. Randy gibt dem Ersteren 1 Stück Süßigkeit und dem als Letzterem verkleideten Sammler 7 Stück.

  170. Die Drehbuchautoren stellten sich Sean Connery als Stimme von Mufasa vor.

  171. Nalas Mutter heißt Sarafina. Der Name wird im Film nie verwendet; er erscheint jedoch im Abspann und auf Merchandise-Artikeln zum Film, darunter die bei Burger King zur Lion-King-Promotion ausgegebenen Sammelkarten.

  172. Die Idee eines englischen Majordomus, die zuvor bereits zweimal für Sebastian in Arielle, die Meerjungfrau (1989) und für Iago in Aladdin (1992) versucht worden war, wurde schließlich mit der Erschaffung von Zazu in Der König der Löwen (1994) verwirklicht.

  173. George Scribner, Regisseur von Oliver & Co. (1988), war der erste Regisseur des Films; im Oktober 1991 stießen Produzent Don Hahn und Roger Allers, der leitende Story-Autor von Beauty and the Beast (1991), zu ihm. Allers brachte Brenda Chapman mit, die später die Leitung der Story übernehmen sollte. Anschließend unternahmen mehrere führende Crewmitglieder – darunter Allers, Scribner, Hahn, Chapman und Produktionsdesigner Chris Sanders – eine Reise in den Hell's Gate National Park in Kenia, um die Umgebung für den Film zu studieren und ein Gefühl für sie zu entwickeln. Nach sechs Monaten Story-Entwicklung beschloss Scribner, das Projekt zu verlassen, da er mit Allers und den Produzenten über deren Entscheidung aneinandergeriet, den Film zu einem Musical zu machen – Scribners Absicht war ein dokumentarisch anmutender Film mit stärkerem Fokus auf die natürlichen Aspekte. Rob Minkoff ersetzte Scribner, und Don Hahn kam als Produzent zur Produktion, während Schumacher nur noch als Executive Producer fungierte, weil Disney ihn zum Vice President of Development für Walt Disney Feature Animation befördert hatte.

  174. Dustin Hoffman lehnte die Stimme von Scar ab.

  175. Dieser Film war Gregory Pecks Lieblingszeichentrickfilm; außerdem zählte er ihn zu seinen 5 Allzeit-Lieblingsfilmen.

  176. Jim Carrey wurde für die Stimme von Timon in Betracht gezogen, lehnte das Angebot jedoch ab; später spielte er allerdings an der Seite von Matthew Broderick in The Cable Guy (1996).

  177. Whoopi Goldberg und Rowan Atkinson arbeiteten später erneut in Rat Race (2001) zusammen.

  178. Zur Premiere der IMAX-Version des Films in New York stand auf den Einladungen eine seltsame Bitte: "Keine Nannys." (Mit anderen Worten: "Sie dürfen Ihre Kinder gerne mit zu diesem Film bringen, aber wir haben die Einladung aus gutem Grund an Sie und nicht an sie geschickt.")

  179. Joseph Williams, der den erwachsenen Simba sang, hatte zuvor das Titellied zu Disneys erster Zeichentrickserie gesungen, Adventures of the Gummi Bears (1985).

  180. Zu den Sprachen in diesem Film gehören Zulu und Kiswahili (allgemein als Swahili bekannt, das eigentlich nach dem Volk der Swahili benannt ist). Beide haben ihre Wurzeln im Bantu, und ihr Verhältnis zueinander ähnelt dem von Latein zu Englisch und den romanischen Sprachen. Eine Besonderheit des Kiswahili ist der arabische Einfluss, der auf arabische Händler und Entdecker an der ostmittelafrikanischen Küste zurückgeht.

  181. 2016 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen, da er als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam" eingestuft wurde.

  182. Zum Zeitpunkt seines Erscheinens war er der 3. erfolgreichste Film weltweit, nach Jurassic Park (1993) und E.T. the Extra-Terrestrial (1982).

  183. Patrick Bergin, Alan Rickman und Dieter Laser wurden ebenfalls für die Rolle des Scar in Betracht gezogen.

  184. Eine alternative Version von "Can You Feel the Love Tonight" – eine komische Fassung, die Timon und Pumbaa singen sollten – wurde storyboarded und sogar aufgenommen, aber nie verwendet. Sir Elton John und Sir Tim Rice waren etwas schockiert, als sie sahen, dass die Produzenten ihre (spätere) Oscar-prämierte Liebesballade "Can You Feel the Love Tonight" ursprünglich als Duett zwischen Timon und Pumbaa vorgesehen hatten. Das wurde geändert, doch Timon und Pumbaa durften immerhin noch die letzte Strophe des Liedes singen.

  185. Die Animatoren waren von Jeremy Irons' Leistung so beeindruckt, dass sie Irons' Gesichtszüge in Scars Gesicht einarbeiteten.

  186. "Der König der Löwen" kam 1997 am Broadway heraus. Das Musical gewann 6 Tony Awards, darunter den für das beste Musical, und wird von Disney Theatrical produziert.

  187. Die Gnus-Stampede brauchte für Disneys CG-Abteilung etwa 3 Jahre Animationsarbeit. Für die CG-Gnu-Stampede musste ein neues Computerprogramm geschrieben werden, das Hunderte computergenerierte Tiere rennen ließ, ohne dass sie ineinanderkrachten.

  188. Als die Hyänen Zazu in den kleinen Geysir stecken und ihn in die Umlaufbahn katapultieren, sagt Simba zu ihnen: "Warum sucht ihr euch nicht jemanden in eurer Größe?", worauf die Hyänen ihm entgegnen: "So wie dich?". Dieselbe Zeile wurde im Film Oliver & Company (1988) verwendet, in dem ebenfalls Cheech Marin mitwirkt.

  189. Jason Weaver, der den jungen Simba sang, sollte fast auch dessen Sprechstimme übernehmen. Doch als die Regisseure Roger Alles und Rob Minkoff die Rechtsabteilung des Studios anriefen, um den Deal zu regeln, erfuhren sie, dass Jonathan Taylor Thomas buchstäblich gerade erst seinen Vertrag für den Film unterschrieben hatte.

  190. Der Film übertraf Disneys eigenen Aladdin (1992) als erfolgreichsten Zeichentrickfilm und hielt diesen Rekord selbst fast ein Jahrzehnt, bis er schließlich von Finding Nemo (2003) überboten wurde.

  191. Jeremy Irons und Whoopi Goldberg gewannen im selben Jahr Schauspiel-Oscars, für ihre Rollen in Reversal of Fortune (1990) bzw. Ghost (1990). Damit sind sie die 5. und 6. Oscar-Preisträger, die einer Figur in einem Disney-Film ihre Stimme liehen – nach Jack Albertson (The Fox and the Hound (1981)), Peter Ustinov (Robin Hood (1973)), George Sanders (The Jungle Book (1967)) und George C. Scott (The Rescuers Down Under (1990)).

  192. Stand Dezember 2019 ist es der einzige Disney-Film, der ins Zulu synchronisiert wurde – die einzige afrikanische Sprache neben Arabisch, die für eine abendfüllende Disney-Synchronisation verwendet wurde.

  193. Während der Stampede-Szene hinterlassen Scars Krallen Schnittwunden an Mufasas Pfoten, als er sie packt (die kurz darauf verschwinden). Später, in Scars finalem Kampf gegen Simba, vergießt Scar tatsächlich Simbas Blut; wer in der Szene genau hinsieht, in der Scars Pfote Simbas Gesicht in Zeitlupe trifft, bevor er ihn zu Boden schlägt, erkennt Blutspritzer aus Simbas Maul. Damit ist Scar einer der wenigen Disney-Schurken, die in einem Zeichentrickfilm jemandem körperlich Blut abverlangen – neben Gaston aus "Beauty and the Beast", Dr. Facilier aus "The Princess and the Frog" (er brauchte ein paar Tropfen von Naveens Blut, um seinen Voodoo-Zauber aufrechtzuerhalten), Sabor aus "Tarzan", Shan Yu aus "Mulan" und den Gwythaints aus "The Black Cauldron".

  194. Die Regisseure Rob Minkoff und Roger Allers nannten die Dokumentation Eternal Enemies: Lions and Hyenas (1992) als große Inspiration für die Grundstimmung des Films und erklärten, sie hätten versucht, auch nur "ein Zehntel der Kraft der Dokumentation" zu erreichen.

  195. In der deutschen Fassung ist Zazus Schrei nicht synchronisiert, als er vom "Vogelkocher" in die Luft geschleudert wird.

  196. Im Liederheft zum Soundtrack wurde bei "Be Prepared" die Zeile "You won't get a sniff without me!" versehentlich als "You won't get a sniff out of me!" abgedruckt.

  197. Das Soundtrack-Album war das viert erfolgreichste Album des Jahres 1994.

  198. Simba ist die erste animierte Disney-Figur, die einen Bösewicht als leiblichen Verwandten hat, gefolgt von Hercules.

  199. Die deutschen Synchronsprecherinnen und -sprecher des kleinen Simba (Gesangsstimme) und von Nala liehen später Bilbo Beutlin und Eowyn in The Hobbit bzw. The Lord of the Rings ihre Stimmen. Sie heißen Manuel Straube und Alexandra Wilcke.

  200. Es war bis Mulan (1998) der letzte Animationsfilm der Walt Disney Animation Studios, dessen lateinamerikanische spanische Synchronfassung in Mexiko-Stadt entstand.

  201. Trotz wiederholter Vorwürfe, man habe bei der Anime-Serie Kimba the White Lion (1965) von Tezuka Productions abgeschrieben, die erst in den 1960er-Jahren gezeigt wurde, betont Disney, alle Ähnlichkeiten seien zufällig.

  202. Frank Welker lieferte sämtliche Löwenbrüllen. Keine einzige Aufnahme eines echten brüllenden Löwen wurde verwendet, weil die Produzenten für jeden Löwen ein ganz bestimmtes Brüllen wollten.

  203. In Der König der Löwen ist Timon die einzige Figur, die auf den Hinterbeinen steht und geht, während Erdmännchen normalerweise auf allen vier laufen. Interessanterweise sieht man ihn sowohl im ersten Film (beim Verlassen des Höhleneingangs auf dem Pride Rock mit Pumbaa und Zazu, nach dem Kampf gegen die Hyänen außerhalb des Bildes) als auch in der Fortsetzung (bei einem vergeblichen Versuch, mit Pumbaa einen Außenseiter anzugreifen) mindestens einmal auf allen vieren rennen. Zudem geschah dies in beiden Filmen in der entscheidenden Kampfsequenz.

  204. Der Film stand auf der Auswahlliste für den Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte, wurde aber nicht nominiert. Er wäre nach Nightmare Before Christmas (1993) der zweite Animationsfilm gewesen, der für diese Auszeichnung nominiert wurde.

  205. Er ist der einzige Film der Disney-Renaissance, in dem keine Menschen vorkommen.

  206. Laut einem Artikel über die für den Tonschnitt des Films verwendete Technik in der Dezemberausgabe 1994 des Studio Sound Magazine nahmen Jeremy Irons und Rowan Atkinson mindestens eine Session gemeinsam im Londoner Postproduktionsstudio Saunders and Gordon auf, das dafür sein kurz zuvor installiertes digitales SSL-Scenaria-System nutzte. Für diese Session war das Studio über ISDN-Leitungen mit den Regisseuren und Produzenten in Kalifornien verbunden, sodass diese die Aufnahme aus der Ferne leiten konnten. Wie das auf der LaserDisc von 1995 enthaltene Making-of zeigt, diente das Studio auch Irons und Atkinson für getrennte Sessions, bevor es vom analogen Studio auf Scenaria umgerüstet wurde.

  207. (bei etwa 18 Min.) Bei etwa 18 Minuten wurde Jonathan Taylor Thomas bei der Aufnahme der Szene, in der Nala Simba zu Boden drückt, auf den Rücken geschlagen, damit es klingt, als wäre ihm gerade die Luft weggeblieben.

  208. In der Szene, in der Simba und Nala im Elefantenfriedhof einen Brustkorb hinunterrutschen, wurde auf Jonathan Taylor Thomas' Rücken getrommelt.

  209. Mit Jeremy Irons und Whoopi Goldberg spielen 2 Oscar-Preisträger mit, dazu 1 Oscar-Nominierter, James Earl Jones, der 2011 selbst einen Ehrenoscar erhalten sollte.

  210. Ursprünglich war Scar ohne Blutsverwandtschaft zu Mufasa angelegt, doch dann entschieden sich die Autoren, die beiden zu Brüdern zu machen, weil sie die Handlung dadurch für interessanter hielten. Diese Idee wurde später in Mufasa: Der König der Löwen (2024) (einem Spin-off von Der König der Löwen (2019)) wieder aufgegriffen, wo die Figuren nicht blutsverwandt sind.

  211. (bei etwa 52 Min.) Bei etwa 52 Minuten bildet der Staub, der nach dem Gespräch mit Timon und Pumbaa über die Sterne von der Klippe weht, die Buchstaben SFX – die Abkürzung des Spezialeffekt-Teams, das an diesem Teil des Films arbeitete.

  212. Für die Rolle des Scar waren James Caan, Robert Duvall und Ray Liotta im Gespräch, ebenso Tim Curry und Malcolm McDowell. Während der Produktion von A Clockwork Orange (1971) lehnten Curry und Jeremy Irons die Rolle des Alexander DeLarge ab, McDowell übernahm sie.

  213. In der italienischen Synchronfassung wurden die Stimmen von Timon und Pumbaa (Tonino Accolla und Ermavilo, letzterer als Augusto Giardino im Abspann) anders als im Abspann des Films selbst angegeben durch die von Luigi Ferraro und Renato Montanari ersetzt, wobei eine erste italienische Fassung von 1994 verwendet wurde, die Disney nicht genehmigt hatte und die daher mit Accolla und Giardino neu aufgenommen wurde.

  214. Er ist der erfolgreichste traditionell animierte Film aller Zeiten.

  215. "Simba" bedeutet auf Swahili Löwe.

  216. Scar war die allererste Figur, die sowohl im Film als auch im Der König der Löwen-Franchise spricht – gleich nach Simbas Präsentation.

  217. Eds Verhalten könnte auf eine Hirnschädigung oder eine geistige Behinderung hindeuten. In The Lion Guard (2015) streckt allerdings eine ähnliche Figur namens Cheezi (wie Ed) in manchen Teilen einer Episode die Zunge aus dem Mund, doch anders als Ed ist er intelligenter und spricht klar. Supervising Animator David Burgess scherzt, Ed sei eigentlich die klügste der Hyänen, aber "stellt sich dumm".

  218. Einer der erwogenen Titel war "King of the Beasts".

  219. Er war der erste Disney-Zeichentrickfilm, der für die Veröffentlichung in Afrika ins Zulu synchronisiert wurde.

  220. Die namenlosen Hyänen im Film hatten in manchen Szenen keine Pupillen, wodurch sie deutlich irrer und verkommener wirkten.

  221. Der Blick auf den Kilimandscharo zu Beginn des Films entspricht der Ansicht von Norden, aus dem Gebiet zwischen den Nationalparks Amboseli und Chyulu in Kenia. Wer den Film Out of Africa (1985) kennt, kann die Handlung damit etwa 100 Meilen südsüdöstlich von Karen Blixens Farm verorten. Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Royal Geographical Society erstmals Berichte über einen schneebedeckten Kilimandscharo erhielt, wurden diese zurückgewiesen, weil die Gesellschaft solche Berge im äquatorialen Afrika für unmöglich hielt. Der Berg hat eine bemerkenswerte, kaum bekannte Eigenheit: Zu bestimmten Zeiten des Jahres, an der Schwelle zur Regenzeit, können sich in großer Höhe mächtige aufquellende Wolken bilden, während darunter der Himmel klar ist und sich das Ganze über weite Strecken erstrecken kann. Dann kann die untergehende Sonne den schneebedeckten Gipfel des Kilimandscharo treffen, der das Licht so reflektiert, dass es auf die hohen Wolken in der Atmosphäre fällt – mit dem Effekt eines Filmprojektors. In solchen Fällen ist die Spiegelung des Kilimandscharo noch aus bis zu 80 Meilen Entfernung zu sehen, obwohl er unterhalb des Horizonts liegt.

  222. Der ursprüngliche Anfang des Films sollte eine recht dialoglastige Sequenz sein. Als Komponist Hans Zimmer seine Interpretation von Circle of Life vorbereitete, erstellte er eine erweiterte Version, um Spielraum zu haben, was für den Film gekürzt werden könnte. Die Animatoren waren von der Arbeit so beeindruckt, dass sie den Anfang in die heute zu sehende Sequenz änderten, um Zimmers gesamtes Werk verwenden zu können.

  223. Rowan Atkinson (Zazu) kannte den Text von "It's a Small World" nicht. Für die Szene, in der Zazu für Scar singt, musste er den Text lernen und üben. Zum Glück hatte er ihn schnell drauf.

  224. Der Text des einleitenden Gesangs von "The Circle of Life" lautet: "Nants ingonyama bagithi Baba / Sithi uhm ingonyama / Nants ingonyama bagithi baba / Sithi uhhmm ingonyama / Ingonyama Siyo Nqoba / Ingonyama Ingonyama nengw enamabala". Übersetzt bedeutet das: "Here comes a lion, Father / Oh, yes, it's a lion / Here comes a lion, Father / Oh yes, it's a lion / A lion We're going to conquer / A lion A lion and a leopard come to this open place." Am 26. Februar 2026 übersetzte der simbabwische Stand-up-Comedian Learnmore Jonasi die Liedzeilen im One54 Africa Podcast als: "Look, there's a lion, oh my God!"

  225. Er ist einer von 3 Disney-Filmen, die einen Golden Globe Award als bester Film gewannen. Die anderen beiden sind Beauty and the Beast (1991) und Toy Story 2 (1999) (alle 3 siegten in der Kategorie "Musical oder Komödie"). Heute ist das wegen Regeländerungen bei den Golden Globes und der Schaffung der Kategorie Bester Animationsfilm nicht mehr möglich.

  226. Das 1994 erschienene Buch A Tale of Two Brothers (das das Leben eines viel jüngeren Mufasa und Scar beleuchtet) verrät, dass Scars eigentlicher Name Taka ist. Erst nach einem Zwischenfall mit einem Büffel erlitt er die Wunde, die zu seiner Narbe führte. Danach bestand er darauf, fortan Scar genannt zu werden.

  227. Ende 2021 wäre der Film in Ungarn wegen der strengen Mediengesetze des Landes gegen LGBTQ+ fast verboten worden, weil man annahm, Timon und Pumbaa würden mit der Aufzucht des jungen Simba nicht-traditionelle Geschlechterrollen fördern. Die Regierung stellte ein Komitee zusammen, das den Film 14 Tage lang mit Steuergeldern untersuchte. Am Ende kam das Komitee zu dem Schluss, dass Timon und Pumbaa wohl nicht schwul sind, und beschloss, den Film nicht zu verbieten.

  228. Die Broadway-Produktion von Der König der Löwen feierte am 15. Oktober 1997 im New Amsterdam Theater Premiere, lief 6681 Vorstellungen und ist (Stand 30. November 2013) die viertlängstlaufende Show am Broadway. Der König der Löwen gewann 1998 den Tony Award (New York City) als Bestes Musical und erhielt Nominierungen für die Beste Musik und das Beste Buch.

  229. Von den Hauptfiguren des Films ist Zazu die einzige, die kein Säugetier ist, während Pumbaa und Rafiki die einzigen sind, die keine Raubtiere sind.

  230. Es war der erste Animationsfilm, der bei seiner DVD-Veröffentlichung einen Audiokommentar enthielt.

  231. Dies ist der erste Disney-Zeichentrickfilm, der nicht auf einem bereits existierenden Werk basiert.

  232. 2016 wurde der Film von der Library of Congress wegen seiner "kulturellen, historischen oder ästhetischen Bedeutung" zur Aufnahme in das National Film Registry ausgewählt.

  233. Ursprünglich sollten die Geier, die Simba umkreisten und von Timon und Pumbaa verjagt wurden, Figuren mit Dialogen sein. Sie waren als jiddisch anmutende Nachrichtensprecher und Radiomoderatoren konzipiert. Doch leider nahmen diese Geier Timon und Pumbaa die Einführung weg, sodass sie am Ende echte, stumme Geier wurden.

  234. Die Figur Scar ist auf einer von 10 US-amerikanischen Sonderbriefmarken ohne Nennwert abgebildet, die "Disney Villains" feiern und am 15. Juli 2017 als Bogen mit 20 Marken herausgegeben wurden. Der Satz erschien auf einem einzigen Blatt mit 20 Marken. Der Preis jeder Marke betrug am Ausgabetag 49¢. Die weiteren in dieser Ausgabe dargestellten Bösewichte sind: The Evil Queen - Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937); Honest John - Pinocchio (1940); Lady Tremaine - Cinderella (1950); The Queen of Hearts - Alice im Wunderland (1951); Captain Hook - Peter Pan (1953); Maleficent - Dornröschen (1959); Cruella De Ville - One Hundred and One Dalmatians (1961); Ursula - The Little Mermaid (1989); Gaston - Beauty and the Beast (1991).

  235. (bei etwa 11 Min.) Etwa bei Minute 11: Das Murmeltier, das nach Simbas Sprungunterricht auftaucht (im Lied "Morning Report" in der Special Edition), sollte ursprünglich ein Nacktmull sein, doch die Animatoren bekamen ihn einfach nicht richtig hin. Einer der Regisseure sagte im DVD-Kommentar: "We would've lost our G rating!"

  236. Ursprünglich sollten Scars Schergen Afrikanische Wildhunde sein, doch man änderte sie zu Tüpfelhyänen, weil Afrikanische Wildhunde eine bedrohte Art sind und weil afrikanische Löwen und Tüpfelhyänen stärker als jedes andere in Afrika heimische Tier natürliche Feinde sind.

  237. Es ist das meistverkaufte Heimvideo aller Zeiten, mit bis heute mehr als 55 Millionen verkauften Exemplaren.

  238. (bei etwa 8 Min.) Etwa bei Minute 8, als man Simba als kleines Junges zum ersten Mal sieht, wie er Mufasa wecken will, sagt Mufasa zu Sarabi: "Before sunrise he's your son." Das liegt daran, dass Mufasa der Herrscher über alles ist, was das Licht berührt.

  239. Ursprünglich wollte Scar Nala als ausgewachsene Löwin vom Pride Rock verjagen, weil sie seine romantischen Annäherungsversuche ignorierte, woraufhin sie Simba lebendig und wohlauf bei Timon und Pumbaa findet. Diese Idee wurde letztlich verworfen, da sexuelle Belästigung in einem Familienfilm als unpassend galt und dem Film womöglich eine PG-13-Freigabe eingebracht hätte und die Umsetzung zu lange dauerte. Die Bühnenmusical-Adaption greift diese Handlungsentwicklung jedoch auf, als Teil von Regisseurin Julie Taymors Bemühungen, die Präsenz der weiblichen Figuren in der Geschichte zu erweitern.

Fakten mit Spoilern

  1. Spoiler anzeigen

    Einige der Figuren kamen bei den Kritikern gemischt an.

  2. Spoiler anzeigen

    Viele Fans bezeichnen Mufasas Tod als einen der traurigsten und traumatisierendsten Momente aller Filme des Disney-Kanons. Tatsächlich gilt nur der Tod von Bambis Mutter in Bambi (1942) als vergleichbar. Laut den Machern war die Szene ursprünglich noch herzzerreißender und intensiver, doch als ein Testpublikum aus Kindern eine Vorschau sah, begannen diese hemmungslos zu schluchzen und zu weinen, sodass man beschloss, die Szene etwas abzumildern.

  3. Spoiler anzeigen

    Scar verkörpert die sieben Todsünden. Er glaubt, Macht zu verdienen, und weigert sich, das Geweihte Land aufzugeben, selbst wenn seine Untertanen dafür sterben (Hochmut). Er ist träge, während das Geweihte Land verfällt (Trägheit). Er genießt Essen, während der Rest seines Reiches, einschließlich seiner treuen Anhänger, hungert (Völlerei). Er beneidet seinen Bruder und seinen Neffen um den Thron und plant dafür deren Tod (Neid). In einer gestrichenen Szene versucht er, Nala zu umwerben, begierig darauf, Nachkommen zu zeugen (Wollust). Er will Macht und würde jeden vernichten, um sie zu erlangen (Habgier). Er gerät in Wut, wenn Mufasa ihm gegenüber erwähnt wird, und greift Sarabi an, weil sie ihn ungünstig mit Mufasa vergleicht (Zorn).

  4. Spoiler anzeigen

    Scars Tod ist vielleicht einer der brutalsten Disney-Tode überhaupt, selbst wenn die Flammen den Bildschirm verdecken, da die Hyänen ihn zerfleischen und dabei selbst lebendig verbrennen. Obwohl es nicht gezeigt wird, überlebten einige der Hyänen und flohen vom Pride Rock, um nie zurückzukehren. In der Fortsetzung wird darauf Bezug genommen, dass der Elefantenfriedhof "seit die Hyänen weg sind, unheimlicher geworden" sei.

  5. Spoiler anzeigen

    Als Simba und Nala von den Hyänen angegriffen werden und einen Berg aus Knochen hinaufklettern, beginnt Nala abzurutschen, bis Simba sie rettet – eine Vorausdeutung auf Mufasas Tod, als dieser an der Wand hängt und abzurutschen beginnt, bis Scar ihn tötet.

  6. Spoiler anzeigen

    Ursprünglich sollte Mufasa nach seinem Tod nie wieder auftauchen, doch die Produzenten fanden, Simba brauche einen Grund, zum Pride Rock zurückzukehren, also wurde die Geisterszene als "Sein oder Nichtsein"-Moment geschaffen.

  7. Spoiler anzeigen

    Neben Hamlet ähnelt Der König der Löwen nicht wenig Bambi (1942). Beide beginnen und enden mit der Geburt eines "Prinzen", beide verlieren einen Elternteil in sehr jungen Jahren, beide Filme haben ausschließlich tierische Figuren (in Bambi gibt es Menschen, doch sie werden nie gezeigt), in beiden kommt es zum Kampf zwischen dem Prinzen und einem Rivalen, und während der Schlacht bricht ein Feuer aus, bei Bambi sogar danach. Schließlich finden beide Prinzen am Ende zu Gefährten, die sie schon als Kinder kannten.

  8. Spoiler anzeigen

    Das Lied "I Just Can't Wait to Be King" hat eine traurige Ironie. Simba singt es am Tag, bevor Mufasa stirbt – wodurch Simba zum offiziellen König des Geweihten Landes wird.

  9. Spoiler anzeigen

    Der gesamte Sprechercast erklärte, die Arbeit an diesem Film genossen zu haben, sogar Jeremy Irons.

  10. Spoiler anzeigen

    Trotz populärer Fan-Theorien, die Könige der Vergangenheit hätten das Geweihte Land austrocknen lassen und Nala auf Simbas Weg geführt, ist das nicht der Fall. Als Scar die Hyänen das Geweihte Land übernehmen ließ, hatte deren Überjagung die Natur schnell aus dem Gleichgewicht gebracht. Durch die Ausscheidungen der Beute, von der sich die Raubtiere normalerweise ernähren, gab es keine Feuchtigkeit in der Luft, sodass das Gras keinen Dünger hatte, um zu wachsen und die Luft während der Trockenzeit feucht zu halten. Nala wusste, dass es neben der Savanne, in der das Geweihte Land liegt, einen üppigen Dschungel gab. Sie lief Simba unabsichtlich über den Weg (unabsichtlich im Sinne einer echten Jagd). Die Könige der Vergangenheit hatten damit nichts zu tun.

  11. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 45 Min.) Etwa bei Minute 45 singt Timon im Lied "Hakuna Matata", als Pumbaa seine Geschichte erzählt und davon, wie er darüber nachdachte, seinen Namen zu ändern, eine Zeile aus Julias Balkonmonolog aus William Shakespeares Romeo und Julia. Das genaue Zitat lautet: "Was ist ein Name? Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften". Interessanterweise basiert die erste Fortsetzung, Der König der Löwen 2 – Simbas Königreich (1998), auf Romeo und Julia.

  12. Spoiler anzeigen

    Die Einstellung, in der Simbas Pfoten am Ende des Films den Pride Rock hinaufsteigen, wurde von Produzent Don Hahn animiert.

  13. Spoiler anzeigen

    In der frühen Produktionsphase hatte der Höhepunkt des Films ein anderes Ende. Nach ihrem Kampf auf dem Gipfel des Pride Rock hängt Scar am Rand eines Felsens und bittet Simba um Gnade, indem er sagt, Simba sei nicht wie er, kein Mörder, und bittet um Vergebung. Simba zieht ihn hoch, doch Scar wird von ihm in das lodernde Feuer darunter geschleudert und landet sicher in einem Baum. Scar, der Simba für tot hält, beginnt über seinen Sieg zu lachen, bevor er selbst lebendig vom Feuer verbrannt wird. Die Sequenz wurde storyboardet, aber nicht verwendet, da sie für einen Disney-Film als zu düster galt.

  14. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 21 Min.) Etwa bei 1 Stunde und 21 Minuten: Wenn man Zazu genau ansieht, als Simba nach der Niederlage Scars herunterkommt, um seine Untertanen zu begrüßen, erkennt man, dass sich sein Schnabel bewegt, aber kein Ton zu hören ist. Ursprünglich sagt er "Your Majesty".

  15. Spoiler anzeigen

    Obwohl der Film auf Hamlet basiert, entlehnt er auch Elemente aus der Bibel. Dass Scar Mufasa tötet, stammt direkt von Kain und Abel, denn wie Scar tötete Kain seinen Bruder Abel. Eine der 10 Plagen aus der Bibel, in diesem Fall Feuer und Gewitter, ereignet sich während und nach dem Höhepunkt. So wie Gott Adam und Eva aus Eden verbannte, verbannt Scar Simba, weil er "schuld" an Mufasas Tod sei, und dass Simba den Geist seines Vaters sieht, ähnelt Jakobs Leiter, wo Jakob träumte, er besuche Gott im Himmel, und sowohl Mufasa als auch Gott weise Worte sprechen.

  16. Spoiler anzeigen

    Ein zusätzliches Lied für Timon und Pumbaa, Warthog Rhapsody, wurde von Sir Elton John und Sir Tim Rice für den Film geschrieben und von Nathan Lane, Ernie Sabella und Jason Weaver aufgenommen. Die dafür geplante Sequenz wurde im Storyboard ausgearbeitet, aber nie animiert, weshalb der Song ungenutzt blieb; er erschien auf "Rhythm of the Pride Lands", einer Begleit-CD zum Soundtrack des Films. Der Song weist zudem einige Ähnlichkeiten mit "That's All I Need" aus dem Direct-to-Video-Film Der König der Löwen 1½ (2004) auf.

  17. Spoiler anzeigen

    Nachdem Pumbaa als allererste animierte Disney-Figur für ihre Blähungen bekannt wurde, war die nächste animierte Figur, die ihm darin folgte, Flower im Zwischenquel Bambi II (2005). Die erste Realfilm-Figur von Disney, die das tut, ist Budderball in den Air Buddies-Filmen.

  18. Spoiler anzeigen

    Sowohl Mufasa als auch Scar stürzen aus großer Höhe (Mufasa in die Schlucht, Scar von der Spitze des Pride Rock), doch Scar überlebt seinen Sturz und wird von den Hyänen getötet.

  19. Spoiler anzeigen

    Neben dem Remake ist dies der einzige Disney-Film, in dem zwei Brüder sterben, nämlich Mufasa und Scar. Bezeichnenderweise kommt Mufasa in den Himmel, während Scar in der Hölle landet. Die Hyänen haben sogar Gesichter, die an Satan erinnern, bevor sie Scar töten – was dies zusätzlich untermauert.

Besetzung und Team