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Jurassic Park

Film · 1993

Jurassic Park

695 Fakten

Türkisches Original

Jurassic Park: 695 Fakten hinter den Kulissen

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Beginnen Sie mit diesen ausgewählten Einträgen: dem Küchenset, Malcolm im Roman, dem Team für die visuellen Effekte und einer korrigierten Kostümbehauptung. Der Rest der Seite enthält eine umfangreichere Sammlung von Filmfakten.

Diese Prüfung umfasst 10 ausgewählte Fakten, nicht alle Fakten auf dieser Seite.

Eine flüssige Übersetzung bestätigt nicht unabhängig, ob die zugrunde liegende Behauptung stimmt.

  1. Als Ian Malcolm etwa bei 1 Stunde und 20 Minuten von einem Dinosaurier verfolgt wird, sagt er: „must go faster“ („Wir müssen schneller werden“). Roland Emmerich, Co-Produzent, Co-Drehbuchautor und Regisseur von Independence Day (1996), gefiel die Zeile so gut, dass er Jeff Goldblum sie bei der Flucht mit Will Smith aus dem Mutterschiff noch einmal sagen ließ.

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  2. Die Halle 24 der Universal Studios wurde in das Set einer Großküche verwandelt. Während Stan Winstons Team sämtliche beweglichen Teile der lebensgroßen Raptoren steuerte, kauerten Ariana Richards und Joseph Mazzello in einer Ecke.

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  3. Die Reihenfolge, in der die Hauptfiguren erscheinen, lautet: Muldoon, Grant, Ellie, Hammond, Nedry, Malcolm, Wu, Lex und Tim.

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  4. Berichten zufolge waren Tom Hanks und Pierce Brosnan für die Rolle des Alan Grant im Gespräch.

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  5. Die fiktive Fähigkeit des Dilophosaurus, Gift zu spucken, und seine Halskrause wurden so ikonisch, dass fast jeder weitere Auftritt des Tiers in den populären Medien, darunter viele Dilophosaurus-Spielzeuge, mindestens eines oder beide dieser Merkmale aufweist. Manche lassen sogar die auffälligen Doppelkämme weg, denen der Dinosaurier seinen Namen verdankt ("Echse mit zwei Kämmen"). In Wirklichkeit wurde die Spuckfähigkeit nur von Michael Crichton erfunden, während das Hinzufügen der Krause die Idee des Concept Artists John Gurche war. Im späten 20. Jahrhundert dachten Wissenschaftler fälschlich, Dilophosaurus habe schwache Kiefer gehabt, weil sein fossiler Schädel unvollständig, verzerrt und schlecht rekonstruiert war, weshalb viele Bücher behaupteten, er könne Beute nicht mit seinem Biss töten. Crichton stützte seine Idee vom Giftspeien auf diese veralteten Theorien und schlug vor, Dilophosaurus könnte Gift zum Jagen genutzt haben. Das diente auch dazu, zu zeigen, dass echte Dinosaurier viel anders ausgesehen und sich verhalten haben könnten, als die Menschen durch das Studium ihrer Knochen glaubten; diese Idee erwies sich als wahr, als in den 1990er und 2000er Jahren entdeckt wurde, dass viele Dinosaurier, vor allem Raptoren, Federn hatten. Im Jahr 2020 wurde Dilophosaurus zudem wissenschaftlich überarbeitet. Detailliertere Studien zeigten, dass er deutlich dickere, mit Keratin überzogene Kämme hatte, die mit Luftsäcken gefüllt waren, statt der dünnen plattenartigen Kämme aus dem Film, und robuste Kiefer, die perfekt geeignet gewesen wären, Beute zu töten, sodass er kein Gift gebraucht hätte. Die fiktiven Merkmale des Dilophosaurus sind Folgen davon, dass der Dinosaurier nicht reinblütig ist. Die DNA der Kragenechse ist für die Halskrause verantwortlich, und die DNA der Speischlange ist für das Gift verantwortlich.

  6. Zu Gary Rydstroms Verdienst ähnelt das kehlige Geräusch, das der T. rex direkt vor und nach dem Verschlingen der Ziege von sich gibt, durchaus der kehligen Lautäußerung eines Alligators oder eines Koalas, die beide von Rydstrom als Teil des Mixes genannt werden.

  7. Obwohl die Jeeps die normalen Teile für einen Sicherheitsgurt haben, fällt auf, dass die Sicherheitsgurte selbst aus den Fahrzeugen entfernt wurden. Das ist nur ein weiteres Detail, das zeigt, wie Ingen glaubte, mehr Kontrolle zu haben, als es tatsächlich der Fall war, und deshalb bei bestimmten einfachen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen im Park sparte. Das macht Hammonds wiederholte Behauptung, sie hätten "keine Kosten gescheut", ironisch, denn es wird klar, dass die Aussage nur auf die auffälligeren Details wie prominente Sprecher und Gourmet-Essen zutrifft und nicht auf die kritischen Betriebssysteme, die für den Schutz der Besucher nötig sind.

  8. Als die Überlebenden durch die Lüftungsschächte kriechen, etwa bei 1 Stunde und 55 Minuten, fällt das Licht der Computermonitore auf den Raptor, der sie verfolgt. Die dabei sichtbaren Muster werden oft für Schatten der Lüftungsöffnungen gehalten. Tatsächlich sind es die Buchstaben GATC – die vier Buchstaben, mit denen die Bestandteile der DNA bezeichnet werden.

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  9. Während der Fütterungsszene der Velociraptoren lässt Hammond Grant keinen Moment aus den Augen. Er beobachtet etwas, und sein Gesicht zuckt zu einem kaum merklichen Lächeln. Denn Grant schaut nicht entsetzt zu, wie Hammond wohl befürchtet hatte, sondern fasziniert. Auch wenn Hammond später erklärt, seine erste Attraktion sei ein Flohzirkus gewesen. Mit kleinen Motoren, die alles steuerten, ist er ein Illusionist. Wahrscheinlich hat er seine ganze Karriere danach verlangt, von Fachleuten gelobt zu werden, ohne Tricks zu benutzen. Genau das erklärt er auch Dr. Sattler: Haley wollte etwas schaffen, das keine Illusion war.

  10. Spielberg ist ein begeisterter Waffensammler.

  11. Im Roman erklärt Ian Malcolm, er trage ausschließlich Schwarz, weil sein Leben „zu wertvoll ist, um es mit Gedanken über Kleidung zu verschwenden“. Auch in diesem Film, in Vergessene Welt: Jurassic Park (The Lost World: Jurassic Park) und in Jurassic World: Das gefallene Königreich (Jurassic World: Fallen Kingdom) trägt er überwiegend Schwarz.

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  12. Zwei von Steven Spielbergs beliebtesten Zeichentrickserien endeten und begannen zwischen Produktion und Kinostart dieses Films. Die letzte Folge von Tiny Toon Abenteuer (1990) lief am 2. Dezember 1992, sechs Monate vor dem Kinostart des Films. Die erste Folge von Animaniacs (1993) lief am 13. September 1993, vier Monate nach dem Kinostart des Films.

  13. BD Wong sprach mit Seiten aus dem Roman vor, da das Drehbuch noch nicht fertig war. Daher erwartete er, dass Dr. Wu in diesem Film eine ebenso prominente Rolle spielen würde. Erst als die Produktion begonnen hatte, erfuhr er zu seiner Enttäuschung, dass er nur für einen Tag gebraucht wurde, und glaubte, die Rolle sei wegen "rassistischer Ausgrenzung in Hollywood" gekürzt worden. Obwohl er nicht damit rechnete, die Rolle je wieder zu spielen, bat ihn viele Jahre später Colin Trevorrow für Jurassic World (2015) zurück, mit dem Argument, Dr. Wu sei eine logische Figur für eine Rückkehr, da er schließlich die Dinosaurier erschaffen habe. In Jurassic World und dessen beiden Fortsetzungen hat Wong eine deutlich prominentere Rolle.

  14. Viele Handlungspunkte und Easter Eggs verweisen auf frühere Filme aus Spielbergs Karriere. Wie bei Jaws dreht sich die Handlung um einen Urlaubsort, der von außer Kontrolle geratenen Tieren bedroht wird. Beide Filme beginnen zudem damit, dass eine Figur von dem Tier getötet wird. Wie bei Close Encounters besetzte er einen Filmemacher als Figur, die Menschen mit fantastischen Wesen in Kontakt bringt. Wie bei Raiders gibt es eine Szene bei einer Ausgrabung in der Wüste. Nedry ist wie die Kinder aus The Goonies gekleidet und schaut Jaws auf seinem Computer. Arnolds Satz "Hold on to your butts" stammt von Robert Zemeckis. Grant, der zögert, Vater zu werden, findet sich mit der Vorstellung zunehmend an, weil er sich um zwei Kinder kümmert, deren Eltern sich scheiden lassen. Spielberg selbst erlebte das während der Dreharbeiten zu E.T. Rückblickend deutet die Hommage an The Shining in der Küchenszene auf seine Beteiligung an A.I. hin.

  15. Laura Derns Reaktion beim Anblick des Velociraptors im Wartungsschuppen war echt. Es war das erste Mal, dass sie ihn tatsächlich sah, die Angst in ihrem Gesicht ist also keine Schauspielerei, sondern real.

  16. Auch James Cameron und Joe Dante versuchten, den Regiestuhl zu bekommen. Beide Regisseure begannen ihre Karriere mit Arbeiten unter Roger Corman. Cameron arbeitete mit Stan Winston und Dennis Muren an Terminator 2: Judgment Day, und ihr Oscar wurde ihnen von Laura Dern überreicht. Derns eigene Eltern, Bruce Dern und Diane Ladd, arbeiteten an mehreren Corman-Produktionen und lernten sich tatsächlich bei einem solchen Film kennen. Dante besetzte Bruce zudem häufig in seinen eigenen Filmen.

  17. Das Team des Stan Winston Studio, das für die Erschaffung des Dilophosaurus-Animatronics verantwortlich war, analysierte Bild für Bild eine Dokumentation über einen Strauß, die sie nutzten, um den hüpfenden Gang des Animatronics zu gestalten. Zunächst wurde für eines seiner Beine ein nockengesteuerter Mechanismus gebaut, der dem Gang eines Straußes folgen sollte, bevor man sich für einen anderen Mechanismus entschied. Dieser spätere Mechanismus bestand aus Stangen, die aus seinen Füßen kamen, unter den Boden reichten und von einem Puppenspieler bedient wurden. Inspiriert von der Steadicam entwickelte Rick Galinson das Konzept für seinen Hals. Jede Feder in Hals und Kopf war anders gespannt, wobei jede Feder vom Kopf zum Körper hin schwerer war, was realistische Bewegungen ermöglichte. Dieser Mechanismus war ursprünglich für den Raptor vorgeschlagen worden, doch das Stan Winston Studio war nicht überzeugt, dass er bei einem so großen Tier funktionieren würde, weshalb der Steadicam-Mechanismus auf den Dilophosaurus übertragen wurde. Nachdem der Mechanismus fertig war, war Stan Winston von Galinsons Arbeit beeindruckt und übertrug sie auf das Animatronic von Kopf und Hals des Velociraptors, wobei ein alternatives Design für das Raptor-Animatronic verworfen wurde. Das Animatronic hatte drei austauschbare Köpfe: die Krause in abgesenkter Position, mechanisiert, damit sich die Krause öffnen konnte, und schließlich die Krause geöffnet, die zudem rasseln und spucken konnte. Die Krause selbst war eine Lage Latexgummi, die auf Stützstangen geklebt war, die an einer Rolle befestigt waren. Bei Aktivierung drehte sie sich gleichzeitig nach außen und nach vorn, während sie sich vom Hals des Dilophosaurus-Animatronics löste. Seine Spuckfähigkeit war ein Paintball-Mechanismus, wobei der Speichel selbst eine Mischung aus Methacyl und K-Y Jelly mit etwas Lebensmittelfarbe war. Unter der Zunge des dritten Kopfes befanden sich zwei Löcher für die Schläuche, durch die Druckluft gepumpt wurde, damit das Animatronic "spucken" konnte. Der Rest des Körpers, etwa Kopf, Schwanz und Arme, wurde per Funk gesteuert. Zudem wurden kabelbetriebene Einsatzbeine geschaffen, um das Hüpfen des Dilophosaurus darzustellen, als er sich Nedry erstmals nähert. Das Hüpfen entstand dadurch, dass die Beine an Bungeeseilen von den Bühnengängen herabhingen.

  18. In der Frühphase der Entwicklung des ersten Films setzte sich Phil Tippett dafür ein, den Apatosaurus aus dem Roman im Film durch Brachiosaurus oder Ultrasaurus zu ersetzen, da die genannten Sauropoden größer als der Apatosaurus waren und Tippett fand, dass die Sauropoden, für die er sich einsetzte, physiologisch ein "viel interessanteres Design" hatten. Letztlich fiel die Wahl für den Film auf Brachiosaurus, wenngleich Ultrasaurus später in Jurassic Park: The Ride auftauchen sollte.

  19. Phil Tippett wurde ziemlich deprimiert, als er erfuhr, dass keine der Stop-Motion-Kreaturen, die er entwickelt hatte, im Film verwendet werden würden. Doch kurz nach dieser Entscheidung entdeckten die Animatoren von Industrial Light & Magic, dass sie ihn tatsächlich noch brauchten. Zwar war keines seiner Stop-Motion-Modelle im Film zu sehen, doch seine Techniken erwiesen sich als äußerst nützlich für die Animation der computeranimierten Dinosaurier, zumal er so viel über tierische Bewegung geforscht hatte. Statt die Dinosaurierbewegung per Keyframe-Animation zu erzeugen, entschied man sich, für jeden computeranimierten Dinosaurier ein Stop-Motion-Skelett zu bauen und es so zu bewegen wie bei einem Stop-Motion-Film. Diese Skelette wurden eigens mit Bewegungssensoren ausgestattet und mit den am Computer entstehenden animierten Dinosauriern verbunden. So wurde die Bewegung des Stop-Motion-Skeletts direkt auf die computeranimierte Version übertragen, die im fertigen Film zu sehen ist.

  20. Alle CGI-Aufnahmen des T. rex entstanden bei Industrial Light & Magic mit Drahtgittern.

  21. Obwohl er im Film kränklich wirkt, könnte ein Triceratops in der Realität durchaus einen T. Rex besiegen. Das ist wohl auch der Grund für die Strategie des T. Rex, bei seinem ersten Angriff das Auto auf den Kopf zu drehen: Große, horizontal gebaute Dinosaurier wie der Triceratops oder der Ankylosaurus waren so stark gepanzert, dass die beste Chance des Rex, ihnen Schaden zuzufügen, darin bestand, sie auf den Rücken zu drehen, sodass sie sich abmühten, wieder aufzustehen, und ihr weicherer Bauch oder Hals frei lagen.

  22. Alan Grant sollte ursprünglich von Harrison Ford oder Kurt Russell gespielt werden. Ford lehnte ab, weil die Figur zu sehr an Indiana Jones erinnerte. Russell war interessiert, sagte aber wegen seiner Gehaltsforderungen ab; seine Preisforderung war dem Studio zu hoch. Auch Tim Robbins, William Hurt, Richard Dreyfuss, Eddie Murphy, Bill Murray, Chevy Chase, Liam Neeson, Dennis Quaid, Mickey Rourke, Hugh Grant, Tim Allen, Hugo Weaving, Willem Dafoe, Denzel Washington, Sam Elliott, Tom Cruise, John Travolta, Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Nicolas Cage, Bruce Willis, Christopher Reeve, Clint Eastwood und Jeff Bridges wurden für die Rolle in Betracht gezogen.

  23. Die Beißkraft eines T-Rex wurde auf etwa 8.000 lbs geschätzt. Für Deinonychus ermittelte man eine Beißkraft zwischen 4.100 und 8.200 Newton, stärker als bei lebenden fleischfressenden Säugetieren einschließlich der Hyäne und vergleichbar mit einem gleich großen Alligator. Die Beißkraft eines Velociraptors wurde auf etwa 1.000 lb pro Quadratzoll geschätzt.

  24. Donald Gennaro hat einen kleinen Auftritt in 'Weird Al' Yankovics Knetanimations-Musikvideo zu Jurassic Park (1993). Er liest auf der Toilette eine Zeitung, als der Tyrannosaurus Rex auftaucht und ihn frisst (anschließend trinkt er eine Tasse Tee und benutzt Zahnseide). Zum Dinosaurier, der den Anwalt frisst, enthält das Lied die Zeile "Well, I suppose that proves they're really not all bad."

  25. Joseph Mazzello gefiel an seiner Figur am besten, dass er gegenüber seiner Leinwandschwester Lex (Ariana Richards) "ein kleiner Schlaumeier" war. "Ich habe eine ältere Schwester", sagte er. "Und es hat einfach Spaß gemacht, Ariana so zu necken und zu piesacken, wie ich es bei meiner eigenen Schwester gern täte."

  26. Velociraptor bedeutet "schneller Räuber". Ihr Intelligenzniveau entspricht in diesem Film dem eines Schimpansen mit ähnlich greiffähigen Händen, doch in Wirklichkeit waren sie wohl nicht übermäßig schlau und konnten aufgrund der Stellung ihrer Hände keine Gegenstände greifen. Zu Lebzeiten hatten sie Flügelfedern, die ihre Hände noch stärker behindert hätten. Wenn sie also etwas packen wollten, taten sie es wohl wie Vögel – mit dem Maul oder den Füßen.

  27. Während Sir Richard Attenborough die Figur John Hammond spielte, der einen Park mit Dinosauriern leitete, nämlich den titelgebenden Themenpark, hatte Richard Attenborough im echten Leben einen Bruder namens John, und sein anderer Bruder David sollte Erzähler einiger Dokumentationen über Dinosaurier werden.

  28. Während das Kinoposter und alle Heimvideo-Ausgaben alle 11 Darsteller im Abspann aufführen, nannte ein Großteil des übrigen Werbematerials, etwa der Soundtrack und die Begleitausgabe des Romans, nur die Darsteller über dem Titel: Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum und Richard Attenborough. Nach dem Titel folgten nur die Crew-Angaben.

  29. Die offenen Jeeps JP 18 und 29 erscheinen zu Beginn des Films, als John Hammond die Testbesucher zum Jurassic Park Visitor Center fährt.

  30. Im Roman hat ein weiteres Wartungsgebäude, Maintenance Building 04, eine Nummer. Daher hat dieses Gebäude hier höchstwahrscheinlich ebenfalls eine Nummer (möglicherweise 01 wegen der Nähe zum Visitor Center), doch im Roman wird sie nie erwähnt.

  31. Wayne Knight (Dennis Nedry) war der erste Schauspieler, der besetzt wurde.

  32. Chronologische Richtigstellung: Die Behauptung, Ellie Sattlers Kostüm sei von Lara Croft aus Tomb Raider inspiriert, wird durch die Erscheinungsdaten nicht gestützt. Jurassic Park kam 1993 heraus, das erste Tomb-Raider-Spiel erst 1996. Ähnliche Kleidung allein belegt keine direkte Inspiration.

    Quellen und Übersetzungsnachweis

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    KI-gestützte Übersetzung und sprachliche Prüfung: GPT-6.1 Sol · high

    Quellenbasierte Richtigstellung

    Quelle: Amblin — Jurassic Park (1993) · Crystal Dynamics — Tomb Raider I (1996)

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  33. Steven Spielberg entschied sich für Wayne Knight, nachdem er dessen schauspielerische Leistung in Basic Instinct (1992) gesehen hatte, und sagte: "Ich wartete, bis der Abspann lief, und schrieb seinen Namen auf."

  34. Steven Spielberg hätte den Film nicht gemacht, wenn er das Gefühl gehabt hätte, er käme damit nicht durch, oder wenn er keine persönliche Verbindung dazu gehabt hätte. So hält er es mit allen seinen Filmen.

  35. Steven Spielberg änderte den Höhepunkt wenige Wochen vor Drehschluss. Als er frühe Effektaufnahmen der ersten beiden T. Rex-Sequenzen sah, erkannte er, dass mehr möglich war. Ursprünglich wurden die Raptoren im Visitors Center vom T. Rex-Skelett getötet, doch Spielberg fand, das Publikum würde ihn hassen, wenn der T. Rex nicht einen letzten heroischen Auftritt bekäme, da er ihn als Star des Films betrachtete – daher der Kampf zwischen Raptoren und T. Rex. Der neue Höhepunkt war, anders als der erste T. Rex-Angriff, komplett computeranimiert. Zuerst spielten sie ihn durch, dann fügten sie die Effekte hinzu. Es war die letzte gedrehte Szene.

  36. Die elektrischen SUVs in diesem Film sind Ford Explorer, im Roman waren es jedoch Toyota Land Cruiser; Steven Spielberg konnte 7 davon für den Film besorgen. Die Explorer wurden umgebaut, um den Eindruck von Automatisierung zu erzeugen, indem der Fahrer im Laderaum versteckt wurde. Auch die Jeeps wurden für die Dreharbeiten angepasst. Universal Studios Japan besitzt einen Nachbau eines der Ford Explorer aus diesem Film.

  37. Die Dinosaurierexperten Jack Horner und Robert Bakker wurden vor den Dreharbeiten konsultiert, und beide werden auch im Roman namentlich erwähnt.

  38. Brachiosaurus ist der einzige Dinosaurier, dem ein mögliches Höchstalter zugeschrieben wird. Die mit der DVD dieses Films gelieferte Enzyklopädie gibt ihr Alter mit maximal 200 Jahren an.

  39. Der T. Rex funktionierte wegen des Regens gelegentlich nicht richtig. Produzentin Kathleen Kennedy erinnert sich: "Der T. Rex bekam manchmal die Heebie-Jeebies. Das hat uns zu Tode erschreckt. Wir saßen gerade beim Mittagessen, und plötzlich wurde ein T. Rex lebendig. Zuerst wussten wir nicht, was los war, dann merkten wir, dass es der Regen war. Man hörte die Leute anfangen zu schreien."

  40. Ariana Richards bedauerte, dass sie nie mit dem Dilophosaurus arbeiten oder ihn während der Dreharbeiten auch nur sehen durfte, denn im Film war er eine echte Überraschung. Sie war allerdings froh, dass sie nicht angespuckt wurde.

  41. Die Kulissen wurden auf 5 der größten Soundstages von Universal und einer riesigen Stage von Warner Brothers gebaut. Wegen der Kosten sparte man Geld, indem man einige Kulissen bewusst unfertig ließ, etwa die Eingangshalle und das Restaurant des Visitor's Center, sodass es aussieht, als sei das Gebäude noch im Bau. Die Gerüste an diesen Kulissen waren keine Requisiten, sondern tatsächliches Werkzeug der Baucrew des Films.

  42. Als Hurrikan Iniki zuschlug, mussten alle Darsteller und Crewmitglieder in den Ballsaal des Hotels ziehen, in dem sie untergebracht waren. Sir Richard Attenborough jedoch blieb in seinem Hotelzimmer und verschlief das ganze Ereignis. Auf die Frage, wie er das nur habe fertigbringen können, antwortete Attenborough: "Mein lieber Junge, ich habe den Blitz überlebt!"

  43. Im Besitz seines engen Freundes George Lucas.

  44. Die dritte Dinosaurierszene mit der Besetzung spielte am Raptorengehege, wo Steven Spielberg einige der Lautäußerungen beisteuerte, um die Schauspieler zu motivieren.

  45. (bei etwa 22 Min.) Bei etwa 22 Min. war "Welcome to Jurassic Park" der Lieblingssatz von Sir Richard Attenborough.

  46. Bob Peck erklärte in einem Interview, seine Kinder seien so aufgeregt gewesen, ihren Vater in diesem Film zu sehen, dass sie in der Nacht nach dem ersten Anschauen überhaupt nicht geschlafen hätten, und sie hätten gefragt, ob sie den Film am nächsten Tag noch einmal sehen dürften.

  47. Eine neue Analyse von Raptorenzähnen, veröffentlicht im Fachjournal Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology, zeigt, dass räuberische Dinosaurier wahrscheinlich nicht in großen, koordinierten Rudeln wie Hunde jagten. Kürzlich haben Wissenschaftler der University of Wisconsin Oshkosh in den USA ein anderes Modell für das Verhalten von Raptoren vorgeschlagen, das eher dem von Komodowaranen ähneln soll, bei dem Individuen zwar dasselbe Tier angreifen können, die Kooperation aber begrenzt ist. "Räuberische Dinosaurier werden oft als in Rudeln ähnlich wie Wölfe jagend dargestellt. Die Belege für dieses Verhalten sind jedoch nicht ganz überzeugend. Da wir diese Dinosaurier nicht persönlich bei der Jagd beobachten können, müssen wir indirekte Methoden nutzen, um ihr Verhalten zu Lebzeiten zu bestimmen", sagte der Studienforscher Joseph Frederickson. "Obwohl weithin akzeptiert, sind die Belege für den rudeljagenden Dinosaurier, den der verstorbene berühmte Paläontologe John Ostrom von der Yale University vorgeschlagen hat, relativ schwach", fügte Frederickson hinzu. "Das Problem mit dieser Idee ist, dass lebende Dinosaurier (Vögel) und ihre Verwandten (Krokodile) normalerweise nicht in Gruppen jagen und nur selten Beute jagen, die größer ist als sie selbst", erklärte er. Kürzlich haben die Forscher ein anderes Modell für das Verhalten von Raptoren vorgeschlagen, das eher Komodowaranen oder Krokodilen ähneln soll, bei dem Individuen zwar dasselbe Tier angreifen können, die Kooperation aber begrenzt ist. "Wir haben in dieser Studie vorgeschlagen, dass es einen Zusammenhang zwischen Rudeljagd und der Ernährung von Tieren während ihres Wachstums gibt", sagte Frederickson. Bei Komodowaranen besteht für die Jungen die Gefahr, von Erwachsenen gefressen zu werden, weshalb sie sich in Bäume flüchten, wo sie reichlich Nahrung finden, die ihren größeren, am Boden lebenden Eltern nicht zur Verfügung steht. Tiere, die in Rudeln jagen, zeigen diese Ernährungsvielfalt in der Regel nicht. "Wenn wir die Ernährung junger Raptoren mit der alter Raptoren vergleichen können, können wir eine Hypothese aufstellen, ob sie in Gruppen jagten", sagte Frederickson. Dazu untersuchte das Forschungsteam die Chemie der Zähne des Raptors Deinonychus, der in Nordamerika während der Kreidezeit vor etwa 115 bis 108 Millionen Jahren lebte. "Stabile Kohlenstoff- und Sauerstoffisotope wurden genutzt, um eine Vorstellung von der Ernährung und den Wasserquellen dieser Tiere zu bekommen. Wir haben uns auch ein Krokodil und einen pflanzenfressenden Dinosaurier aus derselben geologischen Formation angesehen", sagte er. Sie fanden heraus, dass die Krokodile der Kreidezeit, wie moderne Arten, einen Unterschied in der Ernährung zwischen den kleinsten und größten Zähnen zeigen, was auf einen deutlichen Übergang in der Ernährung während ihres Wachstums hindeutet. "Das ist es, was wir für ein Tier erwarten würden, bei dem die Eltern ihre Jungen nicht mit Nahrung versorgen", sagte Frederickson. "Wir sehen dasselbe Muster auch bei den Raptoren, wo die kleinsten Zähne und die großen Zähne nicht die gleichen durchschnittlichen Kohlenstoffisotopenwerte haben, was darauf hindeutet, dass sie unterschiedliche Nahrung fraßen", fügte er hinzu. "Das bedeutet, dass die Jungen nicht von den Erwachsenen gefüttert wurden, weshalb wir glauben, dass Jurassic Park beim Verhalten der Raptoren falsch lag", merkte der Forscher an.

  48. (bei etwa 1 Std. 3 Min.) Etwa bei 1 Stunde und 3 Minuten, als Gennaro zur Toilette rennt, um sich vor dem T-Rex zu verstecken, kommt er an einem Schild vorbei, auf dem steht "No Feeding, Flash Photography or Yelling"; die Gruppe macht in den Momenten vor dem Angriff eine Form von allen drei Dingen.

  49. (bei etwa 40 Min.) Als Hammond ein Update zu einem Sturm bekommt, sagt er "Why didn't I build in Orlando?" Der Verleih, Universal Studios, hat dort zwei Themenparks. Einer davon, Islands of Adventure, hat einen Jurassic Park-Themenbereich und Fahrgeschäfte. Diese Zeile könnte auch eine subtile Anspielung auf Disney World sein, da Crichton Hammond als dunklere Vision von Walt Disney konzipierte.

  50. Eine weitere Änderung an Lex' Charakter war, dass sie im Roman sportlicher war.

  51. Der Film erwirtschaftete innerhalb von vier Jahren nach dem Kinostart 3 Milliarden Dollar an Einnahmen - 916 Millionen Dollar an weltweiten Kinokasseneinnahmen, 1 Milliarde Dollar an Einzelhandelsumsätzen mit Merchandise, 500 Millionen Dollar an Heimvideo-Verkäufen und 150 Millionen Dollar an Fernsehverkäufen.

  52. Richard Attenboroughs Rolle war ursprünglich Sean Connery angeboten worden.

  53. Aufteilung auf die Explorer-Tourfahrzeuge: Elli, Malcolm und Grant (05); Tim, Lex und Genaro im ersten Explorer (04).

  54. Dieser Film revolutionierte die filmische Darstellung von Dinosaurierverhalten; während sie in früheren Filmen langsam wirkten, waren sie nun schnell und athletisch. Das stammte vom Paläontologen Robert Bakker. Ein weiterer Aspekt war, dass Dinosaurier nicht kaltblütig sind, sondern auf die Sonne angewiesen sind, um aktiv zu sein. Steven Spielberg wollte seine Dinosaurier als schnell bewegliche, warmblütige Raubtiere, denn wenn ein T. Rex im Regen kaltblütig wäre, könnte er nichts tun, daher die Szene im Film.

  55. Der wissenschaftliche Berater Jack Horner setzte sich stark dafür ein, Dinosaurier vogelähnlich darzustellen, im Einklang mit dem wissenschaftlichen Denken der damaligen Zeit. Er schlug vor, dass sie hell gefärbte Federn haben sollten. Der Spezialeffekt-Supervisor Stan Winston war ebenfalls daran interessiert, den im Film verwendeten Dinosauriermodellen und -puppen Federn hinzuzufügen. Spielberg wollte jedoch Dinosaurier im "Retro"-Stil und argumentierte: "Technicolor feathered dinosaurs are not going to scare anyone." Horner gab nach, zum Teil, weil er ein "konservativer" Paläontologe war, der von der Federtheorie nicht völlig überzeugt war, und auch, weil es in den frühen 90ern keine greifbaren Belege dafür gab, dass Raptoren Federn hatten. Beginnend mit der Entdeckung von Sinosauropteryx im Jahr 1996 sollten viele Fossilien beweisen, dass mehrere Dinosaurierlinien Federn hatten, die wahrscheinlich farbenfroh waren. Raptoren in der Realität hätten viel wie Vögel ausgesehen, mit einem vollständigen gefiederten Körperkleid und Schmuckfedern an Flügeln und Schwänzen, die einige kleinere Arten zum Gleiten oder Fliegen nutzten. Diese Federn machten die Tiere zudem widerstandsfähiger und agiler. Obwohl sie im Film federlos sind, spiegelt das Design der Raptoren doch das Gefühl wider, dass sie sich von den meisten anderen Dinosauriern unterschieden. Ein verbreiteter Irrtum besagt, dass die Raptoren in Jurassic Park schuppig sind, während sie tatsächlich nur an bestimmten Körperstellen Schuppen haben. Der Großteil ihrer Haut ist lederartig und faltig, ähnlich wie bei modernen Vögeln mit nackten Hautpartien. Im Gegensatz dazu sind die anderen Dinosaurier des Films vollständig beschuppt. Ironischerweise hatten die Raptoren in Michael Crichtons Jurassic Park-Roman zwar keine Federn, wurden aber dennoch als farbenfroh beschrieben, was später in den Fortsetzungen des Films übernommen wurde.

  56. Sir Sean Connery wurde die Rolle des John Hammond angeboten, basierend auf seiner Darstellung als Professor Henry Jones, Sr. in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989). Er lehnte ab.

  57. NBC kaufte die Senderechte an Jurassic Park und Schindlers Liste (1993) für zusammen 50 Millionen Dollar.

  58. Während der Szenen mit dem T. Rex brüllte Steven Spielberg durch das Megafon wie einer. Die Besetzung brach jedes Mal in Gelächter aus, wenn er das tat. Sam Neill erklärte: "That was kind of more funny than anything, and the acting part was not laughing. It's not easy."

  59. Kurz während der Reboot-Sequenz war ein Schema des Besucherzentrumsgebäudes zu sehen. Dies war jedoch nicht ganz korrekt. Es scheint, dass die in den Computer eingegebenen Baupläne nicht die aktuellsten waren und mehrere wichtige Einrichtungen fehlten.

  60. Harrison Ford war Steven Spielbergs erste Wahl für Dr. Alan Grant. Dies wäre ihre fünfte Zusammenarbeit gewesen, nach den ersten drei Indiana Jones-Filmen und E.T. - Der Außerirdische (1982), obwohl Fords Szene aus jenem Film herausgeschnitten wurde.

  61. Steven Spielbergs letzter Film, in dem Janusz Kaminski nicht als Kameramann fungierte. Er begann, ihn bei Schindlers Liste (1993) einzusetzen, und Kaminski hat seitdem alle Filme Spielbergs fotografiert.

  62. Steven Spielbergs kommerziell erfolgreichster Film.

  63. Das T. Rex-Modell wurde mit einem Waldo gesteuert, einem sehr kleinen Nachbau, mit dem man es manipulierte, damit es exakt reagierte. Es sollte nicht nass werden, weil es auf sein Gewicht fein abgestimmt war, doch sobald sie die Regenszene drehten, reagierte es nicht mehr. Zwischen den Takes mussten sie es nachts mit Handtüchern trockenlegen. Als es Lex und Tim angriff, verlor es einige Zähne auf dem Dach des Autos. Sie versuchten, sie wieder festzukleben, aber einer ließ sich nach zwanzig Minuten nicht mehr befestigen. Es gibt eine Einstellung, in der man, wenn man an der richtigen Stelle pausiert, sehen kann, dass ein Zahn fehlt.

  64. Michael Crichton erhielt 500.000 Dollar für das Schreiben des Drehbuchs.

  65. In den frühen Szenen vor der Tour essen Hammonds Gäste Chilenischen Seebarsch, einen Fisch, der in der gehobenen Gastronomie der frühen 90er als neu und angesagt galt. Später im Jahrzehnt führte die wachsende Beliebtheit des Chilenischen Seebarschs zu Überfischung und der Notwendigkeit von Regulierungen, um den Fisch vor dem Aussterben zu bewahren. Eine weitere kleine unbeabsichtigte Pointe in einem Film über das Aussterben.

  66. Die Lautäußerungen der Raptoren stammten von einem winzigen, heftig knurrenden Chihuahua.

  67. Obwohl der Film "Jurassic Park" heißt und den Ruf genießt, der Dinosaurierfilm schlechthin zu sein (und die Tiere enorm wieder populär gemacht hat), haben die Kreaturen nur etwa 15 Minuten Leinwandzeit: 9 Minuten entfallen auf Stan Winstons Animatronics und 6 Minuten auf CGI von Industrial Light & Magic. Das bedeutet, dass nur rund 11 % des Films Dinosaurierszenen gewidmet sind. Viele haben deshalb Parallelen zu Steven Spielbergs Der weiße Hai (1975) gezogen, der seine Kreatur-Spezialeffekte ebenfalls sparsam einsetzte und stark auf Spannung setzte, indem er den großen Hai so lange wie möglich außerhalb des Bildes ließ und das Publikum so glauben machte, es hätte die Kreatur viel länger gesehen als tatsächlich.

  68. Obwohl sie nicht im Abspann genannt wird, flossen viele Elemente aus Malia Scotch Marmos Drehbuchfassung auch in David Koepps endgültige Fassung ein. Es war ihre Fassung, die eine Herde Apatosaurier, Stegosaurier und Hadrosaurier durch einen Brachiosaurier, einen Triceratops bzw. Gallimimusse ersetzte, wobei der Brachiosaurier auf Phil Tippetts Idee zurückging. Auch die Zeile, dass Grant und Sattlers Jobs nun "ausgestorben" seien, tauchte in einer ihrer Fassungen auf, stammte aber ebenfalls aus einer Diskussion mit Tippett. Für den Angriff auf der Hauptstraße fügte sie die Elemente Taschenlampe, Leuchtfackel und Grants Abstieg über die Gehegewände mit dem abgetrennten Kabel hinzu. Außerdem empfahl sie Laura Dern für die Rolle der Ellie Sattler.

  69. (bei etwa 26 Min.) Bei etwa 26 Minuten zeigt die Szene, in der Mr. DNA die Erschaffung der Dinosaurier erklärt, eine Liste genetischen Codes, die über den Bildschirm fliegt. Dies ist keine Dinosaurier-DNA, aber auch nicht zufällig. Der Code gehört zu einem Restriktionsenzym, einem DNA-Ring, den E. coli zur Verteidigung gegen Viren nutzt. Es war der erste vollständig sequenzierte DNA-Abschnitt.

  70. Costa Rica wurde als Drehort verworfen, weil Steven Spielberg Bedenken wegen der Infrastruktur und Erreichbarkeit hatte. Er wählte Kauai als Drehort, weil er dort bereits gearbeitet hatte.

  71. Im Roman gibt es eine ganze Nebenhandlung um Dennis Nedry und seinen Grund, den Park zu verraten. Im Buch ist Nedry kein Angestellter Hammonds, sondern wird von ihm als Subunternehmer engagiert, um das Sicherheitssystem des Parks zu erstellen. Als Hammond bei Nedrys Bezahlung betrügt, versucht Nedry zu klagen, doch Hammond startet stattdessen eine Verleumdungskampagne, durch die Nedry Kunden verliert. Am Ende ist er gezwungen, für Hammond zu einem Bruchteil seines Lohns zu arbeiten. Die Firma, an die Nedry die Embryonen verkaufte, versuchte ebenfalls, Dinosaurier zu klonen, war aber weit hinter InGen zurück, sodass Nedrys Schritt eine Art Rache war. Letztlich entschieden sich die Filmemacher, diese Handlung nicht aufzunehmen, da sie Sympathie für Nedry und seinen recht grausamen Tod erzeugen würde. Es gibt jedoch Elemente im Drehbuch, die darauf hindeuten, darunter Nedrys Bemerkung gegenüber Dodgson über Hammonds Fehler, sparsam zu sein, und sein Streit mit Hammond über Geld. Das macht Hammonds wiederholte Aussage, er habe "keine Kosten gescheut", ironisch, oder es könnte darauf hindeuten, dass er Geld für auffälligere Dinge ausgab, die Parkbesucher bemerken würden, aber bei alltäglicherer, aber notwendiger Ausrüstung für den tatsächlichen Betrieb des Parks sparte.

  72. (bei etwa 1 Std. 29 Min.) Als Grant den Brachiosaurier füttert, war der Kopf 12 Fuß hoch auf einem Dolly montiert, sodass er auf Rädern bewegt werden konnte und die Schauspieler etwas hatten, worauf sie reagieren konnten. Der Brachiosaurier-Rotz war Methacryl; Steven Spielberg bestand darauf, dass er grün sei, falls das Tier erkältet sei. Ariana Richards wird in jedem Jurassic Park-Interview auf diese Szene angesprochen; sie weigert sich, darüber zu sprechen. Für den Nieslaut kombinierte Sounddesigner Gary Rydstrom das Blasloch eines Wals mit einem Feuerwehrschlauch, der von der Feuerwehr der Skywalker Ranch aufgedreht wurde. Für den Gesang verlangsamte er ein Eselsjodeln und dehnte es zu einem Lied.

  73. Embeth Davidtz sprach für die Rolle der Dr. Ellie Sattler vor. Steven Spielberg besetzte sie schließlich in Schindlers Liste (1993), dessen Dreharbeiten direkt nach dem Abschluss von Jurassic Park begannen.

  74. In der letzten Drehnacht erhoben Cast und Crew ihre Gläser zu einem Champagner-Toast, und der müde, aber enthusiastische Steven Spielberg verkündete, dass dieser Film nach zwei Jahren Planung und vier Monaten vor der Kamera im Budget und 12 Tage vor dem Zeitplan fertiggestellt wurde.

  75. Whit Hertford, der den Jungen spielte, der Grant früh im Film nervt, war zuvor in zwei Filmen mit einer gewissen Verbindung zu Steven Spielberg aufgetreten. Er erschien in A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child. Der dritte Film hatte Priscilla Pointer (Mutter von Spielbergs erster Frau Amy Irving) und Laurence Fishburne (der in The Color Purple auftrat) gezeigt. Außerdem war er in Poltergeist II zu sehen.

  76. Während der Jell-O-Essensszene, in der Lex und Tim Süßigkeiten, Früchte und Desserts essen, hielt ein Crewmitglied Ariana Richards' Ellbogen fest und schüttelte ihren Arm, um den Schrecken ihrer Figur zu verstärken. Sie (Richards) fragte, ob sie das selbst machen dürfe, aber man traute ihr nicht zu, es überzeugend hinzubekommen.

  77. Der Roman macht sehr deutlich, dass der Jurassic Park ein Projekt ist, das von John Hammonds Firma International Genetics Technologies, kurz "InGen", finanziert wird. Um die Geschichte zu straffen, bezieht sich jedoch der Großteil des Brandings in diesem Film einfach auf Jurassic Park als Unternehmen; der Name InGen wird nie ausgesprochen und ist nur selten auf der Leinwand zu sehen: im Hubschrauber, auf Mitarbeiterausweisen und auf einigen Computerdisplays. Die Fortsetzungsfilme stellen InGen deutlicher als das "gierige Unternehmensinteresse" hinter den Parks dar.

  78. Gerade als die Tour beginnt, beobachtet Hammond einen Monitor mit den Bordkamerabildern der Explorer. Kurz bevor er auf das Auto umschaltet, in dem Lex und Tim sitzen, zeigt der Monitor, wie Ian mit seinem Arm auf der Rückenlehne des Sitzes neben Alan liegt und Alan sich ihm mit einem Blick nach dem Motto "Was zur Hölle?" zuwendet.

  79. Nach den Dreharbeiten zu diesem Film entwickelte Ariana Richards großes Interesse an Dinosauriern und half Jack Horner, Paläontologe, Berater dieses Films und Inspiration für die Figur des Dr. Grant, im folgenden Sommer bei einer echten Dinosauriergrabung in Montana.

  80. Steven Spielbergs erstes Spielzeug war ein Triceratops, was zu einer Faszination für Dinosaurier führte; da es sie nicht mehr gibt, gipfelte dieses Interesse in der Jurassic Park-Filmreihe.

  81. Nachdem die Dinosaurierformen fertig waren, wurden sie über robotische Skelettstrukturen gelegt. Der nächste Schritt war die Bewegung. Phil Tippett wollte Steven Spielbergs Storyboards dreidimensional mit Ton umsetzen, um die Szenen auszuarbeiten und ihnen Dimension zu verleihen, sogenannte Animatics, die als Vorlage dienen sollten.

  82. Während der Küchenszene (bei etwa 1 Std. 50 Min.) mag es für Tim praktisch erscheinen, dass die Gefrierschranktür bereits offen steht und Eis auf dem Boden liegt, das den Raptor ausrutschen lässt. Tatsächlich ergibt das aber vollkommen Sinn und zeugt von großer Liebe zum Detail. Da der Strom in der Nacht zuvor ausgefallen war, würde der Gefrierschrank langsam abtauen. John Hammond wusste das, und deshalb sieht man ihn während seiner Unterhaltung mit Ellie Sattler Eis essen, da er wusste, dass es sonst verderben würde. Wahrscheinlich ließ er die Gefrierschranktür weit offen, da ohnehin kein Strom da war, wodurch das Eis im Gefrierschrank schneller schmolz und sich Eisstücke auf dem Boden bildeten. Als Sattler später den Strom wieder einschaltet, würden diese Stücke wieder gefrieren und die Oberfläche sehr rutschig machen.

  83. Bei der 66. Oscarverleihung (1994) waren Steven Spielbergs Schindlers Liste (1993) und dieser Film in der Kategorie Bester Ton nominiert. Den Preis gewann schließlich dieser Film.

    Quellen und Übersetzungsnachweis

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    Quelle: Academy — 66th Academy Awards (1994)

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  84. Eine Klapperschlange erzeugte das Geräusch des Nackenrasselns des Dilophosaurus, weil es furchteinflößend klang. Der niedliche Dilophosaurus-Laut entstand aus den hüpfenden Tönen eines Schwans.

  85. (bei etwa 1 Std. 40 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 40 Minuten, nachdem Malcolm das Funkgerät von Hammond schnappt und Ellie Anweisungen gibt, wie sie zum Stromkasten gelangt, hat Jeff Goldblum ab diesem Punkt keinen Dialog mehr.

  86. Die ersten Parkfahrzeuge sind die beiden Jeeps 18 und 29.

  87. Ausgehend von Mark 'Crash' McCreerys ursprünglichen Dinosaurier-Renderings fertigten die besten Bildhauer des Studios maßstabsgetreue Maquettes jeder Art an. Diese Skulpturen dienten sowohl als Vorlage für die lebensgroßen Realfiguren als auch für die Computermodelle von ILM. Der Detailreichtum dieser Maquettes war für einige der neu eingestellten Künstler im Studio ein Augenöffner. "Bevor ich diese Maquettes sah, hatte ich keine Ahnung, dass man eine Skulptur auf dieses Niveau bringen kann", sagte Rob Ramsdell, heute ein erfahrener Studio-Künstler, der ursprünglich für Jurassic Park engagiert wurde. "Ich hatte einen Hintergrund in bildender Kunst, und in der Welt der bildenden Kunst werden Skulpturen nie so weit fertiggestellt. Man betrachtet einen Rodin als fertiges Werk, aber es hat noch Werkzeugspuren und solche Dinge. Eine Skulptur der bildenden Kunst ist im Vergleich zu einer Skulptur für eine Spezialeffekt-Figur nur ein grobes Blocken einer Figur. Diese Maquettes mussten hochdetailliert sein, weil aus ihnen etwas werden sollte, das wie eine echte Kreatur aussah. Letztlich war es die Realitätsnähe dieser Figuren, die Jurassic Park so bahnbrechend machte." Die Kunst hatte bei der Erschaffung dieser Dinosaurier wie immer Vorrang vor der Technologie. "Diese Philosophie 'Die Kunst kommt zuerst' ist es, was die Arbeit aus dem Stan Winston Studio so besonders macht", erläuterte Alan Scott. "Wir entwerfen zuerst die bestmögliche Figur und entscheiden dann, wie wir sie in Bewegung bringen. Sobald Stan ein Design abgesegnet hat, müssen wir einen Weg finden, dieses Design umzusetzen."

  88. (bei etwa 35 Min.) Bei etwa 35 Minuten ist Malcolms Rede an Hammond über die Gefahren von Jurassic Park eine Verdichtung aus dem Roman: "Wissenschaftliche Macht ist wie geerbtes Vermögen: ohne Disziplin erlangt. Man liest, was andere getan haben, und macht den nächsten Schritt. Man kann es sehr jung tun. Man kann sehr schnell Fortschritte machen. Es gibt keine Disziplin, die Jahrzehnte überdauert. Es gibt keine Meisterschaft: alte Wissenschaftler werden ignoriert. Es gibt keine Demut vor der Natur. Es gibt nur eine Philosophie des schnellen Reichwerdens und des schnellen Sich-einen-Namen-Machens. Betrügen, lügen, fälschen, das spielt keine Rolle. Nicht für dich und nicht für deine Kollegen. Niemand wird dich kritisieren. Niemand hat irgendwelche Maßstäbe." Möglicherweise wurde dies im Film gekürzt, damit Malcolm weniger arrogant wirkt.

  89. Michael J. Fox und Johnny Depp absolvierten Screentests für Dr. Ian Malcolm.

  90. Die Besetzung hatte zunächst mit Stan Winstons Triceratops zu tun, und Steven Spielberg war es wichtig, dass der Film vom ersten Drehtag an überzeugte – nach dieser Szene wusste er, dass es gelungen war. Winston hielt das für eine gute Szene, um die Crew behutsam einzuführen, bevor es an schwierigere Dinge ging.

  91. Die besten Dinosaurierfilme der Vergangenheit entstanden mit Stop-Motion-Fotografie, doch Steven Spielberg wollte die Grenzen der Effekte verschieben. Nachdem er jede Effektfirma der Stadt interviewt hatte, wurde eine Schar von Effektleuten zusammengestellt. Stan Winston schuf die Realfiguren der Dinosaurier, die schnelle, bewegliche Tiere in Originalgröße sein sollten. Winston teilte Jurassic Park in 3 Phasen: Recherche, Design und Bau. Winstons Team verbrachte ein Jahr mit Recherchen und konsultierte Paläontologen, Museen und Hunderte von Texten. Seine Künstler fertigten detaillierte Skizzen und Renderings an, aus denen später Skulpturen im Maßstab 1:5 und der 20 Fuß große T. Rex entstanden.

  92. Wenn man überlegt, wie man dem Dinosaurier in Jurassic Park eine Stimme verleihen könnte, kommen einem vielleicht nicht als Erstes Paarungsgeräusche von Schildkröten in den Sinn, doch für den Sounddesigner Gary Rydstrom waren sie die ideale Wahl. Im Gespräch mit Vulture erklärte Rydstrom, ein Vorteil sei gewesen, dass "die Paarung von Schildkröten lange dauern kann. Man braucht reichlich Zeit, um dazusitzen, sie zu beobachten und aufzunehmen." Mit anderen Worten: Die tantrischen Schildkröten lieferten Rydstrom mehr als genug Material. Zudem klangen ihre Paarungsrufe völlig fremdartig, was sie perfekt für eine Kreatur machte, die noch nie jemand gehört hatte, und sicherstellte, dass das Publikum den Laut nicht ohne Weiteres zuordnen konnte. Doch so ideal der Klang selbst für die Velociraptoren war, brachte die Aufnahme Rydstrom in eine alles andere als ideale Lage. Rydstrom baute im Marine World seine Aufnahmetechnik auf und saß stundenlang herum, während die dort lebenden Schildkröten sich paarten. "Es ist irgendwie peinlich", sagte Rydstrom (via Vulture). "Die Leute dort sagten: 'Möchten Sie diese beiden Schildkröten aufnehmen, die sich paaren?' Es klang wie ein Witz." Am Ende erwies sich das Ergebnis jedoch als das Warten wert.

  93. Raptoren sind eng verbunden, intelligent, schnell und in ihrer Choreografie wendiger als jeder andere Dinosaurier. Sie konnten mit ihren Fingern Dinge manipulieren, wie im Film zu sehen ist, als sie lernen, eine Tür zu öffnen.

  94. Michael Crichton kam die Idee zu seinem Buch, das den Film Jurassic Park inspirierte, durch die Arbeit von George Poinar Jr., einem Entomologen und Paläobiologen mit Fachkenntnis für Insekten in Bernstein. Poinar gibt an, dass es sich bei dem Insekt in Hammonds Stock um eine "Elefantenmücke" handelt. Sie ist die größte bekannte Mückenart. Die Larven der "Elefantenmücken" sind Räuber der Larven anderer Mücken. Das Blut anderer Tiere wird im Lebenszyklus der "Elefantenmücken" nicht genutzt.

  95. (bei etwa 1 Std. 21 Min.) Muldoon beobachtet im Innenspiegel, wie der T-Rex das Auto einholt.

  96. Für die Dreharbeiten zu Nedrys Ableben wurde am Set ein Graben für den Weg angelegt, den der Dilophosaurus nehmen sollte, und auch, damit Shane Mahan die Beine des Dilo stützen und als Puppenspieler führen konnte, während ein Kran darüber den Körper hielt und der Rest des für seine Erschaffung verantwortlichen Teams die übrigen Körperteile der Animatronic oben per Funk steuerte. Wegen der großen Wassermenge, die während der Dreharbeiten am Set sein sollte, hatte die für die Szene genutzte Tonhalle einen Wassertank unter dem Set, der in den Los Angeles River abfließen sollte, doch das Entwässerungssystem funktionierte nicht gut. Dadurch schwappte Wasser in den Puppenspielbereich, weshalb Mahan ein Podest bekam, auf dem er stehen konnte, um wenigstens etwas Wasser von sich fernzuhalten, doch der Wasserstand stieg nur weiter. Das Rauschen des Wassers machte es schwer, über seinen Kopfhörer zu hören, sodass er die Filmcrew nicht verstand und auf einen Videomonitor angewiesen war, der auf einigen Snapple-Kisten gestapelt war. Doch das Wasser stieg so hoch, dass dieser Monitor von Mahan wegschwamm und ihm bis zur Brust reichte. Das geschah jedoch gegen Ende der Dreharbeiten, und die Szene wurde gedreht, ohne dass Mahan ertrank. Regisseur Steven Spielberg hielt den Dilophosaurus für den am einfachsten zu filmenden praktischen Dinosaurier in Jurassic Park, war aber enttäuscht von den Problemen, die beim Drehen der Szene auftraten. Der Dilophosaurus und der Triceratops sind die einzigen Dinosaurier, die in Jurassic Park zu sehen sind und nicht mit CGI, sondern nur mit Animatronics umgesetzt wurden.

  97. Die Filmcrew kontaktierte den Paläontologen John Ostrom und erbat alle Kopien seiner Fachaufsätze über Deinonychus, und dieser Dinosaurier diente als wichtigste Grundlage für den auf der Leinwand zu sehenden Velociraptor. An einem Punkt der Filmentwicklung im Jahr 1991 sollte der Velociraptor des Films sogar Deinonychus heißen.

  98. Die Ziege, die schließlich vom Tyrannosaurus gefressen wird, ist mal stehend und mal liegend zu sehen. Später fällt ein blutiges Ziegenbein auf die Windschutzscheibe eines Autos und erschreckt die Insassen. Die Ziege wurde stehend gefilmt und reagierte auf verbale Kommandos, sich hinzulegen. Das auf die Windschutzscheibe fallende Bein war ein falscher Requisit, der mit Filmblut versehen war.

  99. Michael Crichton wurde ermutigt, den Roman zu schreiben, nachdem er die Idee des Dinosaurierklonens einigen Wissenschaftlern vorgetragen hatte, die sie für plausibel hielten. Crichton erzählte Steven Spielberg die Idee, und der war begeistert, also entlockte Spielberg ihm den Rest der Geschichte. Anschließend fertigte Spielberg Storyboards zum Buch an (etwas, das er zuvor nie getan hatte), mit Szenen, die er in den Film übernehmen wollte.

  100. (bei etwa 31 Min.) "Life, uh, finds a way" ist Jeff Goldblums Lieblingszeile.

  101. Die Requisitenabteilung fertigte für Samuel L. Jacksons Figur einen ganzen Satz abgetrennter Gliedmaßen an. Bei Laura Derns erstem Take der Szene, in der sie vor dem Raptor davonläuft, fielen ihr Funkgerät und Kopfhörer zu Boden und verhedderten sich in allen 4 Prothesengliedmaßen, die sie beim Laufen hinter sich herzog.

  102. Steven Spielberg wollte, dass der Film die Dinosaurier auf eine Weise würdigt, wie man sie noch nie gesehen hatte. Er wollte, dass das Publikum glaubt, was es sieht.

  103. Als die Tour beginnt und der Jeep durch die Tore von Jurassic Park rollt, witzelt Malcolm: "What do they got in there? King Kong?" Das ist eine Anspielung auf das Design der Tore, das dem von Die Fabel von King Kong - Ein amerikanischer Trick- und Sensationsfilm (1933) entnommen ist. 2016 eröffnete Universal Studios auf den Islands of Adventure Skull Island: Reign of Kong, direkt neben der Insel, die der Jurassic Park River Adventure gewidmet ist.

  104. Auch das T-Rex-Team musste kreativ werden, um all die Teile der Schaumlatex-Haut zusammenzubringen, wenn sie nicht immer perfekt passten. MacGowan erinnerte sich an die Schrumpfungsprobleme: „Man sieht es dort am Schwanz, und am Halsbereich ist es auch passiert, Schaum schrumpft tatsächlich ziemlich stark." „[Die T-Rex-Haut] schrumpfte beträchtlich, und wir mussten dann so zwei bis drei Fuß lange Hautstücke wieder einsetzen – im Grunde Bereiche mit diesen Flicken neu modellieren", sagte MacGowan und zollte damit dem Expertenteam für die Fertigung Anerkennung, das an dem Projekt bei Stan Winston Studio arbeitete. Alan Scott betonte, welch hohes Risiko das SWS-Team bei der Belebung des T-Rex einging: „Alles war so groß. Man konnte es nicht riskieren, [die Latexhaut] drei- und viermal zu verwenden. Es waren Gallonen und Gallonen und Gallonen von Schaum, also hatte man nur ein oder zwei Versuche. Aber es zeugt auch von der Kunstfertigkeit", staunte Scott, „diese erstaunliche Skulptur zu nehmen und dann 3 ein Fuß große Abschnitte aus der Mitte herauszuschneiden und sie dann aus Schaumlatex neu herstellen und wieder einsetzen zu müssen, damit die Linien stimmen und die Falten stimmen, damit alles wieder fließt, obwohl man ein großes Stück herausgeschnitten hat." Zusätzlich zu den Problemen durch die schrumpfende Schaumlatex-Haut gab es laut Scott noch ein weiteres Problem zu lösen: „Die Mundwinkel waren knifflig, denn [wenn der T-Rex] das Maul schloss, wollte man nicht, dass [die Membran] sich nach außen wölbt, also waren sie sehr einfallsreich mit dem Gummi im Inneren, damit sie sich zusammenziehen und dann nach innen in den Mund bewegen sollte statt nach außen." „Die Häute waren ungeheuer schwer, an vielen Stellen zwei Zoll dick, weil wir sicherstellen wollten, dass sie die Mechanismen im Inneren nicht verraten", verriet Scott, „und das ist irgendwie das Wunderbare an der Fertigung und der Aussparung, denn innen hat man harte mechanische Bewegungen. Außen musste es glatte, organische und realistische Bewegungen haben, und eine dickere Haut hilft dabei immer, aber wie wir später lernten, nimmt eine dickere Haut mehr Wasser auf. Also war es bei etwas in dieser Größenordnung knifflig, die perfekte Menge an Spannung und Belastung auf der Haut zu finden, die sie nicht auseinanderreißen würde, aber trotzdem organisch aussehen würde."

  105. Die ursprüngliche Idee für Jurassic Park entstand aus Michael Crichtons Versuch im Jahr 1983, ein Drehbuch über einen Pterodactylus zu schreiben, der aus einem Ei geklont wird. Das Drehbuch und der Film kamen nie zustande. Ursprünglich wurde Crichtons Roman von seinen „Leuten" abgelehnt, einer Gruppe von etwa fünf oder sechs persönlichen Bekannten, die immer seine Entwürfe lasen, bevor er sie verschickte. Nach mehreren Ablehnungen fand Crichton schließlich heraus, was falsch war: Er hatte ursprünglich beabsichtigt, die Geschichte aus den Augen eines Kindes zu erzählen, das im Park war, als die Dinosaurier ausbrachen, was seine Bekannten für zu absurd hielten und womit sie sich nicht identifizieren konnten. Crichton schrieb die Geschichte so um, wie sie heute ist, und sie wurde ein riesiger Erfolg. (Die Geschichte enthält auch das Element des „außer Kontrolle geratenen Vergnügungsparks" aus Crichtons früherem Drehbuch Westworld (1973).)

  106. Jeff Goldblum und Samuel L. Jackson traten in Fathers & Sons (1992) auf.

  107. Laura Dern wurde besetzt, nachdem Steven Spielberg ihre Leistung in Die Lust der schönen Rose (1991) gesehen hatte.

  108. Jeff Goldblum erzählte, er könne sich nicht erinnern, warum und wie Ian Malcolm zu diesem beliebten und heißen Bild kam. Mit seinen Worten: „[Laura] sagte: ‚Oh, nein nein. Ich glaube, ob man es sieht oder nicht', und ich glaube, vielleicht sieht man es nicht wirklich, aber ich glaube, ich war auch [an meinem Bauch] verletzt. Und da waren Verbände und da war Blut, und ich glaube, wir kümmerten uns darum, usw. Ich hatte es völlig vergessen, es war nur Laura, die mich gestern daran erinnerte, dass das vielleicht passiert ist."

  109. Während der Mittagsszene, als Malcolm beginnt, seine Zweifel zu äußern, tut er dies mit dem Licht des Projektors über seiner Schulter, einem Licht, das repräsentiert, was Hammond später in der Szene das Licht der Entdeckung nennt. Während Malcolm seine Argumente vorträgt und sich immer heftiger gegen Hammond wehrt, sitzt er weiter hinten in seinem Stuhl und verdeckt das Licht langsam. Mit seiner schonungslosen Kritik an der „Entdeckung" hat er das Licht vollständig verdeckt. Hier wechselt die Kamera zu einem leicht nach unten gerichteten Winkel, wodurch das Licht einen Heiligenschein um sein Gesicht bildet. Diese beiden Dinge verleihen ihm ein göttliches Aussehen, als wäre er die Verkörperung eines göttlichen Gewissens, das die Anmaßung des Menschen tadelt.

  110. Zum Team für die visuellen Effekte von Jurassic Park gehörten Dennis Muren, Stan Winston, Phil Tippett und Michael Lantieri. Für ihre Arbeit an dem Film gewannen die vier 1994 den Oscar für die besten visuellen Effekte.

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    Quelle: Academy — Visual Effects, 1994

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  111. Bei genauerem Hinsehen ist deutlich zu erkennen, dass das Gras während des Gallimimus-Ansturms nur sehr wenig von den Tritten der Gallimimi gestört wird. Steven Spielberg hatte ursprünglich erwartet, seine Kamera für die Szene fixieren zu müssen. Die Animatoren von ILM sagten ihm jedoch, dass eine bewegte Aufnahme tatsächlich besser wäre, da sie helfen würde, die Schwierigkeit zu verbergen, die Füße der Tiere mit dem Boden interagieren zu lassen.

  112. Die Küchenszene war Ariana Richards' Lieblingsszene. Sie wurde in zwei Wochen gedreht, wobei die meiste Zeit Raptoren anwesend waren und zeitweise ein Mann in einem Kostüm. Wer in einem Raptorenkostüm steckte, konnte das nur bis zu fünfzehn Minuten lang durchhalten, weil man dabei in einer Abfahrtski-Position gebückt war, was sehr körperlich anstrengend ist. Das Klicken der Zehennägel des Raptors wurde mit einem Puppenspieler erzeugt, der auf Raptorenbeinen lief.

  113. (bei etwa 13 Min.) Die Szene zwischen Nedry und Dodgson hat eine Kultgemeinde hervorgebracht; es gibt Fan-Nachstellungen auf YouTube und Electro Tunes, die den Satz „We've got Dodgson here!" samplen. Es gibt sogar T-Shirts mit Dodgsons Gesicht darauf. Cameron Thor sprach für die Rolle des Ian Malcolm vor, bekam aber die viel kleinere Rolle des Lewis Dodgson. Thor war es, der die Rasierschaumdose für den Einsatz im Film ausfindig machte. Er musste endlos viel Zeit in einer Drogerie verbringen, um die fotogenste Dose zu finden. Er benutzte sie sogar nach dem Vorsprechen weiter, weil er so pleite war.

  114. Der Dilophosaurus wurde von Adam Jones von Tool modelliert.

  115. Laut Fandango würde es rund 23.432.400.000 US-Dollar kosten, einen Jurassic Park in der Realität zu errichten (in US-Dollar von 2015): 1,5 Milliarden US-Dollar - die Kosten für den Park selbst. 10 Milliarden US-Dollar - für den Kauf einer Insel vor der Küste Costa Ricas mit 66 Quadratmeilen Land (22 Quadratmeilen für Isla Nublar und 44 Quadratmeilen für Isla Sorna). 8 Millionen US-Dollar - Forschungs- und Rechtsteam. 9 Millionen US-Dollar - Gewinnung von Dinosaurier-DNA. 8,5 Millionen US-Dollar - Gemeinkosten für das Klonen von Dinosauriern aus der DNA. 11 Milliarden US-Dollar pro Jahr (32 Millionen US-Dollar pro Tag) - Personal- und Betriebsbudget. 200 Millionen US-Dollar pro Jahr - Futterbudget für die Dinosaurier. Insgesamt summieren sich die geschätzten jährlichen Betriebskosten für Jurassic Park auf rund 11,9 Milliarden US-Dollar.

    Ein T-Rex-Modell aus dem Film Jurassic Park (1993) wird in einer museumähnlichen Umgebung mit Glasplatten und gerahmten Bildern ausgestellt.
    Jurassic Park (1993): Ausgestelltes T-Rex-Modell im MuseumBild: Wikimedia Commons · Nick Nguyen from San Jose, CA, USA, CC BY-SA 2.0
  116. Jeff Goldblum bedauerte, dass er bis Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) nie Szenen mit den ausgewachsenen Raptoren drehen konnte, obwohl er den Baby-T-Rex eher unheimlich als niedlich fand.

  117. Der Sounddesigner des Films, Gary Rydstrom, erklärte, dass einige Schreie der Velociraptoren aus Tonaufnahmen von Schildkröten bei der Paarung entstanden.

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  118. Der erste vollständig enthüllte Dinosaurier, der nordamerikanische Brachiosaurus, wurde nach seinem besser verstandenen afrikanischen Verwandten Giraffatitan modelliert. Über 80 Jahre lang wurden beide Arten Brachiosaurus genannt, und nahezu alle Darstellungen des Tieres in Filmen, Büchern, Museen und Produkten basierten auf der afrikanischen Art, da ihre Fossilien vollständiger sind. Gregory Paul, der Wissenschaftler, dessen Schriften den Roman Jurassic Park inspirierten und der bekanntlich dafür argumentierte, Deinonychus in Velociraptor umzubenennen (weshalb im Film der falsche Raptorenname verwendet wurde), schlug 1988 vor, die afrikanische Brachiosaurus-Art wegen ihrer Unterschiede zu den amerikanischen Fossilien umzubenennen. Dieser Vorschlag wurde lange Zeit verworfen, fand aber 2009 breite Akzeptanz. Obwohl der Dinosaurier im Film also Brachiosaurus heißt, basierte er tatsächlich auf Giraffatitan, einem Tier, das heute als eigenständig gilt.

  119. Als Hammond die Probleme seines Parks mit denen von Disneyland bei dessen Eröffnung vergleicht, entgegnet Malcolm: „Ja, aber John, wenn die Pirates of the Caribbean ausfallen, fressen die Piraten nicht die Touristen." Obwohl die Piraten damit nichts zu tun hatten, tötete 2016 ein großes Reptil (ein Alligator) ein Kind, das Disney World besuchte, ähnlich wie in Jurassic Park. Als Reaktion darauf entfernte Disney Krokodile und Alligatoren sowie alle Hinweise darauf aus seinen Parks.

  120. Der schwierigste Effekt war das vibrierende Wasser in den Gläsern. Steven Spielberg wollte, dass der T. Rex seine Anwesenheit irgendwie ankündigt, bevor das Publikum ihn sieht, und kam auf die Idee, als er beobachtete, wie der Rückspiegel in seinem Auto durch die Bass-Effekte vibrierte, während er Earth, Wind and Fire hörte. Als Michael Lantieri das mit Wasser nachbauen wollte, war das schwieriger als jeder Dinosaurier-Effekt. Niemand wusste, wie es gehen sollte, doch sie versicherten Spielberg, dass sie es hinbekommen würden. In der Nacht vor den Dreharbeiten stellte Lantieri ein Glas Wasser auf eine Gitarre, und als er die Saiten zupfte, funktionierte es. Für die Szene verlegten sie also Gitarrensaiten unter das Armaturenbrett, um den Effekt zu erzielen. Ein Mann auf dem Boden zupfte die Saiten, um den Effekt zu erzeugen.

  121. Steven Spielberg verschob den Drehbeginn um mehrere Wochen, um die Besetzung zu bekommen, die er wollte. Zuerst ließ er Sir Richard Attenborough die Postproduktion von Chaplin - Das Leben der unsterblichen Filmlegende (1992) abschließen, bevor dieser sich zu diesem Film verpflichtete. Außerdem wartete er, bis Sir Sam Neill die Dreharbeiten zu Family Pictures (1993) beenden konnte. Neill hatte am Ende nur ein Wochenende frei zwischen dem Abschluss jenes Films und dem Start dieses Projekts.

  122. Die Hauptdreharbeiten begannen im August 1992 auf der Insel Kauai, zwei Jahre und einen Monat nach der Vorproduktion. Die üppige Ferienanlage erwies sich als ideale Kulisse, doch nach drei Wochen Drehzeit kam Hurrikan Iniki nach Kauai, und das Hotel bat die Crew, ihre Koffer zu packen, die Badewannen für den Fall eines Strom- oder Wassermangels zu füllen sowie einen Tagesrucksack zu packen und sich im Ballsaal des Hotels im Untergeschoss zu versammeln. Um 9:00 Uhr morgens traf der Sturm ein. Kathleen Kennedy sorgte dafür, dass die Filmcrew Generatoren für die Beleuchtung sowie reichlich Essen und Wasser hatte. Sie mussten sich selbst versorgen können, weil sie ständig am Drehort unterwegs waren. Sie mussten in Reihen von Liegestühlen auf dem Ballsaalboden campieren, während Cast und Crew hörten, wie der Wind um 4:00 Uhr nachmittags aufkam und mit fast 120 Meilen pro Stunde am Hotel vorbeidonnerte. Kennedy verglich es mit einem Güterzug, der vorbeifährt. Iniki traf alle Sets und hinterließ auf Kauai weder funktionierende Telefone noch Strom, sodass Kennedy im Morgengrauen zum Flughafen lief, um ihre Möglichkeiten auszuloten, wo in den Terminals alle Fenster herausgeblasen waren und alles voller Palmen, Sand und Wasser lag. Kennedy trampte mit einem Flugzeug der Heilsarmee nach Honolulu und begann von einem Münztelefon aus zu organisieren. Innerhalb von 24 Stunden koordinierte sie die sichere Rückkehr der Truppe und arrangierte den Transport von mehr als 20.000 Pfund Hilfsgütern von Honolulu und Los Angeles nach Kauai. Nach der Rückkehr nach Los Angeles wurde die Produktion des Films in den Universal Studios fortgesetzt.

  123. B.D. Wong gab sein Broadway-Debüt in M. Butterfly, an der Seite von John Lithgow. Lithgow und Jeff Goldblum traten gemeinsam in The Adventures of Buckaroo Banzai Across the Eighth Dimension auf. Die Filmversion wurde von David Cronenberg inszeniert, der mit Goldblum auch The Fly drehte.

  124. (bei etwa 10 Min.) Etwa bei Minute 10 hängen an den Wänden in Grants und Sattlers Wohnwagen einige wissenschaftliche Skelettrekonstruktionen von Raptoren, so wie man sie sich Anfang der 1990er-Jahre tatsächlich vorgestellt hatte. Interessanterweise sind dies die genauesten Dinosaurier-Rekonstruktionen im Film, angefertigt vom Paläontologen und Paläokünstler Gregory Paul, dessen Buch (Predatory Dinosaurs of the World) Michael Crichton beim Schreiben des ursprünglichen Jurassic Park-Romans studierte. Eines der Papiere an der Wand ist tatsächlich eine Seite aus Pauls Buch.

  125. Die im Film verwendeten Animatronic-Raptoren wurden von der Crew Kim und Randy getauft.

  126. Der Roman beginnt damit, dass ein tödlich verletzter Arbeiter in eine Klinik in Costa Rica gebracht wird und eine junge Praktikantin ihn behandelt, während ein InGen-Mitarbeiter, Ed Regis, sie über die Herkunft seiner Verletzungen belügt. Eine von David Koepps frühen Fassungen enthielt diese Szene, bis Steven Spielberg sagte, sie ähnele zu sehr einer Szene in Der weiße Hai (1975), in der ein Regierungsbeamter zunächst sagt und dann zurücknimmt, ein Opfer sei durch einen Haiangriff gestorben, worauf Matt Hooper (Richard Dreyfuss) später entgegnet: „Das war kein Bootsunfall." Koepp ersetzte sie durch eine Szene, in der ein Arbeiter von einem Raptor verletzt wird, was ebenfalls der Eröffnungsszene von Der weiße Hai nicht unähnlich ist.

  127. Laut Drehbuchautor David Koepp kam Regisseur Steven Spielberg nach einem Meeting ganz spontan auf die Idee für die Jeep-Verfolgungsjagd und sagte: „Lass den T. rex sie eine Weile verfolgen." Koepp ergänzte: „Ich glaube, ich war gerade dabei, ein Meeting zu verlassen, und es war der Teil des Films nach dem T. rex-Angriff, als Malcolm hinten im Jeep sitzt, sie ihn holen kommen und dieses Donnern von Schritten zu hören ist, und er sagt: ‚Oh, ich bin wirklich besorgt. Wir sollten gehen. Wir müssen hier raus', und dann fahren sie davon. Und als ich das Meeting verließ, rief Steven den Flur hinunter: ‚Lass den T. rex ihn eine Weile verfolgen.' Das war der ganze Ursprung. Und ich drehte mich um und sagte: ‚Oh, wie lange denn?' Und er sagte: ‚Keine Ahnung, einfach eine Weile.'"

  128. Steven Spielberg und Michael Crichton arbeiteten ursprünglich gemeinsam an ER, bevor Crichton erwähnte, einen Roman über Dinosaurier geschrieben zu haben. ER wurde später eine erfolgreiche Fernsehserie. Einige Mitglieder der Besetzung haben Verbindungen zur Jurassic Park-Reihe: William H. Macy trat in Jurassic Park III auf, James Cromwell in Jurassic World: Fallen Kingdom, und Diane Ladd, die einen Gastauftritt in ER hatte, ist die Mutter von Laura Dern.

  129. Generell gilt: Jede Aufnahme eines vollständigen Dinosauriers war computeranimiert, doch Aufnahmen von Teilen der Dinosaurier stammten von Animatronics.

  130. Der lebensgroße Animatronic des Tyrannosaurus Rex wog etwa 13.000 bis 15.000 Pfund. Während der Dreharbeiten zur ersten T. Rex-Angriffsszene, die bei strömendem Regen in einem Studio gedreht wurde, saugte das Latex, das die T. Rex-Puppe überzog, große Mengen Wasser auf, wodurch sie deutlich schwerer und schwieriger zu steuern war. Techniker arbeiteten die ganze Nacht mit Föhnen daran, das Latex zu trocknen. Schließlich spannten sie eine Plattform über den T. Rex, außerhalb des Kamerabereichs, um das Wasser während der Dreharbeiten von ihm fernzuhalten.

  131. Der Jeep mit Verbrennungsmotor, den der T-Rex verfolgte, hat auf beiden Seiten einen roten Streifen über der Tür. Im Roman versuchte der Triceratops, Jeeps auf freiem Feld zu rammen; nach Experimenten entdeckten sie, dass ein roter Streifen den Triceratops davon abhielt, die Jeeps in Ruhe zu lassen.

  132. Michael Crichton erhält eine Drehbuch-Nennung, und viele Kritiken und Werbematerialien schreiben ihm zu, „seinen eigenen Roman adaptiert" zu haben. Das ist nur teilweise richtig. Crichton schrieb die erste Fassung des Drehbuchs und nahm eine Überarbeitung vor, bevor er das Projekt verließ. Er ging nicht, weil ihm die Richtung missfiel, die das Projekt nahm (wie es bei Rising Sun (1993) der Fall gewesen war), sondern weil er das Drehbuch von Anfang an gar nicht hatte schreiben wollen, so schwierig war das Schreiben des Romans gewesen. Allerdings war er überzeugt, zu wissen, was man streichen konnte, um auf ein vernünftiges Budget zu kommen, und welche Änderungen zu vermeiden waren, damit die Geschichte weiterhin funktionierte. Er sagte Spielberg im Voraus, dass er jemand anderen wolle, der die Figuren ausfeilt und weitere Feinheiten vornimmt. Die endgültige Fassung ist, obwohl sie viele Elemente direkt aus dem Roman enthält, eher David Koepps Werk als das von Crichton. Nach den WGA-Regeln erhält der Autor der ersten Fassung immer eine Nennung, es sei denn, die endgültige Fassung weicht drastisch ab oder der Autor verzichtet auf die Nennung.

  133. (bei etwa 1 Std. 35 Min.) Für die Stelle, an der der T-Rex einen Gallimimus fängt und ihn im Maul schüttelt, stammte der Ton von Gary Rydstroms Jack-Russell-Terrier, der ein Spielzeug im Maul schüttelte.

  134. Nach den beiden Erfolgen Jurassic Park und Schindlers Liste (1993) nahm sich Steven Spielberg eine seltene Auszeit. Es vergingen vier Jahre, bis er mit Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) auf den Regiestuhl zurückkehrte.

  135. Wayne Knight wurde als Dennis Nedry besetzt, ohne Spielberg je getroffen oder mit ihm gesprochen zu haben. Knights erste Begegnung mit Spielberg war seine erste Szene, in der Nedry zum Jurassic Park-Tor fährt und das Schloss manuell überbrückt. Knight wurde nach Kauai und zum Set des Jurassic Park-Tors geflogen, wo Spielberg ihn am Fuß des Tors empfing. Knights erster Kommentar zu Spielberg war: „Ich hoffe, ich bin der, den Sie wollten".

  136. Sitzordnung in den Jeeps auf dem Weg zum Besucherzentrum: Elli, Malcolm, Grant und ein Fahrer (18); John Hammond, Genaro und ein Fahrer (29).

  137. Das Brüllen des Tyrannosaurus Rex wird seit dem Kinostart dieses Films für die meisten Monster verwendet, da es die großen Lungen eines großen Tieres vermittelt.

  138. (bei etwa 20 Min.) Bei etwa 20 Minuten fand Laura Dern die erste Szene mit dem Brachiosaurier sehr zärtlich. Sie erinnerte sich an die Dreharbeiten, bei denen die Schauspieler auf ein X auf einem Blatt Papier starrten. Grant verliert die Kraft in seinen Beinen, weil Sir Sam Neill dachte, dass einen etwas so Verblüffendes ohnmächtig werden lassen würde. Als Steven Spielberg die Szene zum ersten Mal schnitt, war die vorläufige Musik die St.-Crispin-Tags-Rede aus Sir Kenneth Branaghs Heinrich V. (1989). Phil Tippett fand sie perfekt und sagte: „Du hast es geschafft, du verrückter Bastard“, ohne zu wissen, dass dies eine Zeile aus dem Film war.

  139. Ursprünglich sollte die Brutstation den jungen Velociraptor zeigen, der nach der Romanvorlage Tim Murphys Arm hinaufklettert, sowie ein Triceratops-Junges, das von einer einfachen Fingerpuppe dargestellt werden sollte, die ihren Kopf aus dem Ei streckt. Doch der junge Raptor wurde gestrichen, und aus dem Triceratops-Jungen wurde stattdessen ein Raptor-Junges. Außerdem wurde die Fingerpuppen-Lösung verworfen, als Regisseur Steven Spielberg wollte, dass das Junge aus seiner Schale kriecht. Daraufhin entschied sich Stan Winston Studio zunächst, das Junge mit Kabeln darzustellen, die in der Postproduktion digital entfernt werden sollten, bis Richard J. Landon sich freiwillig meldete, die Animatronic zu entwerfen. Landon mechanisierte die Animatronic im Inneren, was für ihn eine schwierige Aufgabe war.

  140. Ellie Sattler sieht nach dem Vorfall im Park die meisten Leichen bzw. Überreste von Opfern. Sie allein findet den Arm von Mr. Arnold, und sie war bei Robert Muldoon, als sie den verletzten Ian Malcolm und die Überreste von Gennaro fanden. Robert Muldoon sah vermutlich die Leiche des Torwächters, doch das war vor dem Vorfall. Niemand findet die Überreste von Dennis Nedry.

  141. Im Roman Jurassic Park sterben John Hammond, Dr. Henry Wu und Dr. Ian Malcolm alle (Malcolms Tod wurde später in den Fortsetzungen nachträglich geändert), während Robert Muldoon und Donald Gennaro beide überleben.

  142. Das Verhalten der Raptoren basierte auf der inzwischen widerlegten Vorstellung, dass kleine Raubdinosaurier in koordinierten Rudeln jagten. Diese Hypothese stammt aus den späten 1960er-Jahren, als mehrere fleischfressende Deinonychus rund um das Skelett eines großen pflanzenfressenden Dinosauriers namens Tenontosaurus entdeckt wurden. Die Entdeckung führte zur wissenschaftlichen Revolution, die als „Dinosaurier-Renaissance“ bekannt wurde, und über viele Jahrzehnte wurden Dromaeosaurier (auch Raptoren genannt) in Büchern, Filmen, Spielen und Spielzeug als rudeljagende Raubtiere dargestellt, die sich als Gruppe an ihre Beute hefteten und sie mit ihren vergrößerten Fußkrallen niedermetzelten. Nach und nach verlor diese Hypothese ihre wissenschaftliche Grundlage. Anders als der Film uns erzählt, waren die Krallen der Raptoren nicht zum Schneiden geeignet, da sie keine scharfe Kante hatten. Chemische Analysen ihrer fossilen Knochen zeigten, dass ausgewachsene Raptoren andere Nahrung fraßen als Jungtiere, während Tiere, die in Rudeln leben, üblicherweise dieselbe Mahlzeit teilen. Die neben dem Tenontosaurus gefundenen Raptorfossilien waren wahrscheinlich Aasfresser, da sich Fleischfresser gern um große Kadaver sammeln. Heute geht man davon aus, dass Raptoren allein oder in kleinen, aber meist unkoordinierten Gruppen jagten und kleinere Tiere mit der „Raptor Prey Restraint“-Technik töteten, indem sie ihre Opfer krallten und aushöhlten, während sie sie zu Boden drückten. Im Originalroman Jurassic Park wird Dr. Wu auf diese Weise getötet.

  143. Obwohl die Theorie, dass Dinosaurierblut in Mücken in fossilem Baumharz gefunden wird, offensichtlich reine Fiktion ist, war nach dem Kinostart des Films ein deutlicher Anstieg des Bernsteinabbaus zu verzeichnen.

  144. Obwohl die Musik von John Williams stammt, wird seine Partitur für diesen Film nicht oft zu den bekannteren Filmmusiken von Williams gezählt. Im Jahr 2013 veröffentlichte Williams zum 20. Jubiläum des Films ein Album, das 14 Minuten aus dem Originalfilm geschnittene Musik wiederherstellte.

  145. Als Jeff Goldblum erfuhr, dass er als Malcolm besetzt worden war, ging er los und kaufte die Kleidung, die seine Figur tragen würde – er hatte den Roman zur Vorbereitung gelesen. Im Buch wird er als ganz in Schwarz gekleidet beschrieben, aus Dallas stammend (daher die Cowboystiefel) und, wie ein typischer Chaostheoretiker, sich wie ein Rockstar benehmend, daher die Lederjacke, die Sonnenbrille und der Schmuck.

  146. Der Ausdruck „spared no expense“ („keine Kosten gescheut“) fällt 5 Mal.

  147. Steven Spielberg erwog, Bob Gurr für die lebensgroßen Dinosaurier zu engagieren, weil er von dessen Affen in der Attraktion „Kongfrontation“ in den Universal Studios beeindruckt war.

  148. James Cameron hat erklärt, dass er diesen Film machen wollte, die Rechte aber „ein paar Stunden“ vor seiner Bewerbung gekauft wurden. Als Cameron den Film sah, erkannte er, dass Steven Spielberg die bessere Wahl für die Regie war, da seine Version deutlich gewalttätiger gewesen wäre („Aliens: Die Rückkehr (1986) mit Dinosauriern“), was Kindern gegenüber, die sich mit Dinosauriern identifizieren, „nicht fair“ gewesen wäre. Dennoch war Cameron aus 2 Gründen maßgeblich daran beteiligt, dass Jurassic Park entstand: Erstens überzeugte Spielberg die Alien-Königin in Camerons Aliens: Die Rückkehr davon, Stan Winston mit der Erschaffung des riesigen animatronischen T-Rex zu beauftragen; und zweitens beeinflussten die computergenerierten visuellen Effekte in Camerons Terminator 2: Tag der Abrechnung (1991) direkt die Entwicklung der digitalen Dinosaurier-Effekte in Spielbergs Film.

  149. Clint Eastwood und Marlon Brando wurden für die Rolle des Hammond in Betracht gezogen.

  150. Als kurz vor dem Kinostart des Films der Utahraptor entdeckt wurde, der eine ähnliche Größe wie die im Film gezeigten Raptoren hatte, scherzte Stan Winston: „Wir haben ihn gemacht, dann haben sie ihn entdeckt, das verblüfft mich immer noch.“

  151. Als der junge Elijah Wood den Oscar für die besten visuellen Effekte überreichte, kam ein T-Rex mit dem Umschlag hinter ihm hervor.

  152. Steven Spielberg studierte die Effektsequenzen in Terminator 2: Tag der Abrechnung (1991), Abyss - Abgrund des Todes (1989) und Young Sherlock Holmes (1985), um sich auf die Arbeit an diesem Film vorzubereiten.

  153. So sehr sich am Set auch vieles änderte, ermöglichte dies doch die akribische Planung von Steven Spielberg, der sogar maßstabsgetreue Modelle von Szenen anfertigte und eine Lippenstiftkamera verwendete, um alle gewünschten Kamerawinkel zu finden.

  154. Wurde 2018 von der Library of Congress wegen seiner kulturellen, historischen oder ästhetischen Bedeutung für die Aufnahme in das National Film Registry ausgewählt.

  155. Dr. Wu löscht im Labor sichtbar ein Datenblatt. Das Löschen von Labordaten ist in wissenschaftlichen Kreisen höchst unangemessen und unethisch, was auf die korrupte Natur von Dr. Wu in späteren Filmen hindeutet.

  156. Go-Motion wurde verwendet, um zu sehen, wie sich die Dinosaurier bewegten, doch Steven Spielberg legte großen Wert darauf, dass die Effekte keine Go-Motion-Ruckeligkeit aufwiesen; seine Kinder akzeptierten die frühen Animationen, er nicht.

  157. Sir Sam Neill und Jeff Goldblum traten in Thor: Ragnarok (2017) auf.

  158. Die Vorproduktion dauerte 25 Monate.

  159. Aufgrund der schieren Größe der Figur musste das SWS-Team einen innovativen Ansatz für die Erschaffung des mechanischen Kerns wählen. Alan Scott erinnerte sich daran, wie er die Kernstruktur für die Hälse und Schwänze des T-Rex und der Velociraptoren entwickelte: „Als wir die Kerntechnologie dafür entwickelten, hatte traditionell jeder Ringe verwendet, um Kerne zu schaffen, die sich nacheinander bewegten, und uns wurde klar, dass es schwierig sein würde, all diese zu organisieren und alle zum Laufen zu bringen. Während ich an den Raptoren arbeitete, kam mir die Idee, [die Kerne] einfach in einer durchgehenden Spirale zu schneiden, sodass sie sich ausdehnen und zusammenziehen konnten, ohne ihre Form zu verlieren.“ „Sie würden nicht einfach mit 40 verschiedenen Ringen daran auseinanderfallen. Sie würden alle integriert bleiben“, betonte Scott. „Also wurden der Schwanz und der Hals sowohl für die Raptoren als auch für den T-Rex als Spirale gefertigt und dann verstärkt, damit sie nicht zu schwach wurden, aber so konnten wir die Form und das Aussehen von allem sehr kontinuierlich erhalten.“

  160. Laut dem Making-of-Buch The Making of Jurassic Park: An Adventure 65 Million Years in the Making war das berüchtigte Brüllen des Tyrannosaurus eine Mischung aus einem Hund, einem Pinguin, dem Knurren eines Tigers, dem Gurgeln eines Alligators und dem Quieken eines Elefantenbabys. Die sehr tiefen Alligator-Laute dienten als niederfrequentes Element des endgültigen Brüllens. Wie Gary Rydstrom jedoch betont, liegt der entscheidende Teil des Sounds im hochfrequenten Element: dem Elefantenbaby. Rydstrom schildert, wie das Elefantenbaby während der Aufnahmesession den ikonischen "süßen, hohen Schrei", der die Grundlage jedes T.-rex-Brüllens im Film bildet, nur ein einziges Mal von sich gab. "Wir versuchten immer wieder, es dazu zu bringen, das noch einmal zu machen, und die Tierpfleger sagten: 'Das haben wir noch nie gehört; das ist ein seltsamer Laut.'" Wie Rydstrom betont, ist die Einführung des T. rex eine Szene, die ausdrücklich um das Sounddesign herum geplant wurde. "Ich glaube, andere Regisseure hätten vielleicht einen Schockmoment gehabt, in dem der T. rex plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Spielberg war in der T.-rex-Szene großartig darin, mehrere Minuten Spannung aufzubauen, weil man wusste, was kommen würde. Und man wusste es, weil man es hörte, bevor man es sah. Es ist schön, wenn Filme so über Sound nachdenken."

  161. Laut einer Besetzungsliste für den Film wurden Cameron Thor, Tim Curry, Albert Brooks, Fisher Stevens, Barry Miller, Judd Nelson, Kevin Pollak, Timothy Hutton, Charles Grodin, Bub Cort, David Glennon, Chris Guest, Joel Grey, John Lithgow, Donald Sutherland, David Ogden Stiers und Martin Ferraro alle für Ian Malcolm in Betracht gezogen. Thor und Ferraro spielten am Ende Lewis Dodgson und Donald Gennaro im Film.

  162. (bei etwa 1 Std. 21 Min.) Ein Schild mit Wegbeschreibungen oder Anweisungen wird als Witz eingesetzt. In diesem Fall füllt das Maul des T. Rex den Seitenspiegel des Jeeps, und auf dem Spiegel steht: "Objects in mirror are closer than they appear." Dieser Gag wurde seither in vielen anderen Filmen parodiert, etwa in Toy Story 2 (1999).

  163. Michael Crichton freute sich darauf, das Drehbuch zu schreiben, wie es seine Gewohnheit war, doch es gehörte zu Steven Spielbergs Gewohnheiten, weitere Autoren hinzuzuziehen, was er auch tat, als er David Koepp für die finale Fassung engagierte.

  164. Dass die Brachiosaurier Nahrung kauen (was sie in Wirklichkeit nie taten), wurde hinzugefügt, um sie sanftmütiger wirken zu lassen, wie eine Kuh, die wiederkäut. Außerdem hatten sie nur begrenzte stimmliche Fähigkeiten, bekamen aber Walgesänge, Eselsrufe und Pinguingeräusche, damit sie melodisch klangen.

  165. Arnold Schwarzenegger wurde für die Rolle des Grant in Betracht gezogen.

  166. Jim Carrey wurde für die Rolle des Ian Malcolm in Betracht gezogen.

  167. Trotz seiner prominenten Nennung im Vorspann hat BD Wong weniger als 2 Minuten Leinzeit. Er ist jedoch das einzige Besetzungsmitglied dieses Films, das seine Rolle in Jurassic World (2015) erneut aufnahm. Wong und Jeff Goldblum kehrten in Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018) in ihre Rollen zurück. 2022 stießen Sam Neill, Laura Dern, Goldblum und Wong zu Chris Pratt und Bryce Dallas Howard für Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022). Alle hatten wichtige Rollen in der Handlung. Auch Dodgson, der Mann, der Nedry dafür bezahlt, die Embryonen zu stehlen, kehrt zurück, wird aber von einem anderen Schauspieler gespielt.

  168. Für das Jungtier wollte Gary Rydstrom ein Tierbaby finden, das raue Laute von sich gab, da die ausgewachsenen Tiere ähnliche Geräusche machen würden. Rydstrom und sein Team nahmen verschiedene Tierbabys auf, darunter Eulen und Füchse, für den frisch geschlüpften Raptor. Die Laute der jungen Eule wurden für die Stimme des Babys verwendet, als Dr. Grant dessen Identität entdeckt.

  169. Universal Pictures zahlte Michael Crichton 2 Millionen Dollar für die Rechte an seinem Roman, noch bevor dieser überhaupt veröffentlicht wurde.

  170. Juliette Binoche wurde die Rolle der Dr. Ellie Sattler angeboten, doch sie lehnte ab, um mit Krzysztof Kieślowski Drei Farben - Blau (1993) zu drehen.

  171. Wayne Knight und Cameron Thor traten in Basic Instinct bzw. Hook auf. Barry Levinson inszenierte zwei Verfilmungen von Michael Crichton, Disclosure und Sphere, die beide ebenfalls die Besetzungen dieser beiden Filme zusammenführten. Michael Douglas und Dustin Hoffman spielten in diesen Filmen die jeweiligen Hauptrollen, an der Seite von Caroline Goodall und Sharon Stone.

  172. (bei etwa 1 Std. 4 Min.) Die zweite Wahl für die Rolle des Ian Malcolm war Jim Carrey. Er und Jeff Goldblum traten in Mein Liebhaber vom andern Stern (1988) auf. Carrey war außerdem in Ace Ventura: Pet Detective (1994) zu sehen, in dem er bemerkt: "Man, I'm tired of being right!" In diesem Film sagt Malcolm: "Boy, do I hate being right all the time!"

  173. Zum ersten Mal in ihren langen Jahren der Zusammenarbeit verpasste Steven Spielberg John Williams' erste Aufnahmesession für diesen Film, weil er mit den Dreharbeiten zu Schindler's List (1993) beschäftigt war.

  174. 1937 schuf Pablo Picasso "Guernica", ein Ölgemälde, das bis heute als eines der bewegendsten und kraftvollsten Antikriegsgemälde der Geschichte gilt. Es zeigt den entsetzlichen Luftangriff auf die gleichnamige spanische Stadt, und seine Fähigkeit, Entsetzen und Angst hervorzurufen, ist in der Kunstwelt unbestritten. Um ein Stück dieses Entsetzens und dieser Angst nachzubilden, gab Spielberg eine spezielle, dinosaurierbezogene Neubearbeitung des Gemäldes in Auftrag, die im Besucherzentrum ausgestellt werden sollte. Sie ist später im Film kurz hinter John Hammond zu sehen.

  175. Dennis Muren suchte auf einer Ranch nach Kulissen für die vollbewegten Dinosaurier. Das Wasser jedoch wurde am Lake Ewok auf der Skywalker Ranch gedreht.

  176. (bei etwa 24 Min.) Bei etwa 24 Minuten ist die Szene, in der Hammond mit der Mr.-DNA-Animation interagiert, eine Hommage an Winsor McCays Gertie the Dinosaur (1914), den ersten animierten Kurzfilm mit einem Dinosaurier. Es war ein Vaudeville-Auftritt, bei dem der Künstler mit der animierten Figur interagierte, ganz ähnlich wie Hammond es auf der Tour tut.

  177. Die von Gary Rydstrom erzeugten T-rex-Laute sind auch ein häufig verwendeter Soundeffekt. Der Sounddesigner von Jurassic World (2015), Al Nelson, sagte darüber, wie berühmt die Brülllaute in den Filmen sind: "Der T. rex ist einer der ikonischsten Sounds der gesamten Filmgeschichte. Jeder Sounddesigner kennt ihn. Fast jedes Kind kennt ihn. Wenn man ihn hört, denkt man: 'Das ist der T. rex!'"

  178. David Koepp kürzte viel von den übermäßigen Details der Figuren, weil er das Gefühl hatte, dass es ihn nicht im Geringsten interessierte, sobald sie anfingen, über ihr Privatleben zu sprechen – und das Publikum ebenso wenig. Stattdessen ersetzte er sie durch einzelne Momente wie Malcolms Flirten mit Ellie, das Grant eifersüchtig macht, oder Lex' jugendliche Schwärmerei für Grant, die dieser nicht bemerkt.

  179. Die Szene in der Küche, in der sich die beiden Kinder (Tim und Lex) vor den Velociraptoren in Metallschränken verstecken, gleicht fast exakt der Szene in Kubricks "The Shining", in der sich der Junge (Danny) vor seinem Vater (Jack) in einer ebenso großen Küche in einem Metallschrank versteckt.

  180. Grant und Sattler treten erstmals in Montana auf. Der Roman wurde 1990 erstmals veröffentlicht, als sowohl Sir Sam Neill als auch Laura Dern Filme drehten, die mit Montana zu tun hatten. Neill war in The Hunt for Red October (1990) zu sehen, in dem seine Figur nach Montana auswandern möchte. Dern spielte in Wild at Heart (1990) für den in Montana geborenen Regisseur David Lynch. In diesem Film war auch ihre Mutter Diane Ladd zu sehen, deren eigener Dinosaurierfilm Carnosaur (1993) den Deinonychus zeigte, dessen Überreste in Montana ausgegraben wurden.

  181. Danny Glover wurde für die Rolle des Ray in Betracht gezogen.

  182. (bei etwa 3 Min.) Bei etwa 3 Minuten, als Juanito am Anfang Gennaro trifft, während Gennaro auf dem Floß ist, sagt Juanito auf Spanisch "Apuesto mil pesos que se cae", was auf Englisch "I bet a thousand pesos he falls off" bedeutet. Obwohl Gennaro nicht vom Floß fällt, rutscht er auf dem Weg zur Höhle einmal auf den Felsen aus.

  183. Cutter Michael Kahn hatte nur wenige Tage nach Drehschluss einen Rohschnitt des Films vorbereitet.

  184. (bei etwa 1 Std. 30 Min.) Die Szene, in der der verletzte Malcolm mit weit geöffnetem Hemd ausgestreckt auf einem Tisch liegt (nachdem Grant gesagt hat, Malcolm habe recht gehabt, dass das Leben einen Weg gefunden habe, damit sich die Dinosaurier fortpflanzen), wurde zum Synonym für den Film und für die Popkultur und hat sogar einen eigenen brandneuen Funko Pop.

  185. Obwohl sie Hammond wegen seines impliziten Sexismus in einer Überlebenssituation rügt, nehmen nur Robert Muldoon und Alan Grant eine Schusswaffe aus dem Waffendepot, obwohl offensichtlich andere Gewehre verfügbar waren, mit denen Ellie sich hätte bewaffnen können.

  186. Kurt Russell lehnte die Rolle des Dr. Alan Grant wegen seiner Gehaltsforderungen ab.

  187. Im Jahr 2005 entdeckte die Paläontologin Dr. Mary Schweitzer rote Blutkörperchen und Weichteile in den fossilisierten Knochen eines T. Rex, was bedeutet, dass das Klonen von Dinosauriern eines Tages Realität werden könnte.

  188. (bei etwa 1 Std. 28 Min.) Hammond betont immer wieder voller Stolz: „Wir haben keine Kosten gescheut.“ Nachdem der Park völlig den Bach runtergegangen ist und seine geliebten Enkel sowie Dr. Grant verschwunden sind, spricht er mit Dr. Sattler. Er versucht, ihr den Park zu erklären, doch sie hält ihm vor, dass der Park von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Hammond ist sichtlich völlig gebrochen, und sie versucht, ihn mit einem Lob auf das Eis aufzumuntern – da sagt er erneut, ohne jeden früheren Stolz: „Wir haben keine Kosten gescheut …“ Bei genauerem Hinsehen ist diese Zeile ironisch, denn es gibt Hinweise darauf, dass sich die „Kosten“ in Wahrheit nur auf Luxus und Marketingmittel wie prominente Redner und Gourmet-Essen bezogen, während bei Personal, Ausrüstung und Sicherheitsmaßnahmen gespart wurde: Arnold erwähnt, dass die Computerprogramme unzählige Fehler haben, und Nedry merkt sogar an, dass wegen fehlenden Computerspeichers nicht alle Programme des Parks gleichzeitig laufen können. Das verstärkt die Themen Illusion und die Arroganz von Menschen, die glauben, mehr unter Kontrolle zu haben, als es der Fall ist. Es passt zudem zu Hammonds Charakter als Showman und als jemand, der große Ideen hat, aber die Realitäten dahinter nicht sieht.

  189. Um das den Kinosaal erschütternde Brüllen des T. rex zu erzeugen, suchte Gary Rydstrom nach etwas, das außerweltlich und gewaltig klang, aber dennoch glaubwürdig und organisch blieb. Und vor allem: Er wollte einen uralten, elementaren Feind etablieren.

  190. Gallimimus bedeutet „Hühnchen-Nachahmer“. Obwohl Grant Lex' Frage nie beantwortet: Gallimimuses waren Fleischfresser, machten aber nur Jagd auf die Eier anderer Dinosaurier.

  191. Das endgültige Design des Raptors wurde von Christopher Swift modelliert. Das Farbschema der Raptoren änderte sich im Laufe der Entwicklung. Mark Hallett fertigte Farbstudien der Raptoren an, die sie in leuchtenden Farben zeigten. Diese Farbgebungen waren jeweils: leuchtendes Rot mit schwarzen Streifen, Gelb und Braun mit orangefarbenen Akzenten sowie Olivgrün und Blau. All diese wurden jedoch verworfen. Eine frühe vorgeschlagene Farbgebung war Orange mit schwarzen Streifen, wie bei einem Tiger. Diese Farbgebung ist in Craig Mullins' Konzeptkunst zur Schlussszene zu sehen. Die von Stan Winston Studio gefertigten praktischen Raptoren wurden in ihrem Farbschema mit Gelb und Orange bemalt, doch wegen der kühlen Beleuchtung bei den Dreharbeiten mit den praktischen Effekten des Velociraptor wirkte das leuchtende Gelb ihres Farbschemas am Ende gedämpft.

  192. (bei etwa 1 Std. 5 Min.) Als sich der T. Rex beim Geräusch der zuschlagenden Tür umdreht, wollte Steven Spielberg eine schnelle Drehung, denn „langsam ist nicht gruselig“.

  193. Steven Spielberg erhielt 250 Millionen Dollar aus den Einspielergebnissen und Gewinnbeteiligungen dieses Films.

  194. Die Triceratops-Szene war ein großer Aufwand. Die meisten Dinosaurierszenen wurden in Studios gedreht, doch Steven Spielberg wollte diese Szene vor Ort in Hawaii aufnehmen. Die Puppenspieler waren von dieser Entscheidung begeistert, weil Staub und Schmutz sie in die Umgebung einbanden. Es war außerdem der erste Dinosaurier, den die Schauspieler zu sehen bekamen. Sie waren von seinem Realismus überwältigt. Stan Winstons Team grub ein Loch unter die Puppe, und 8 Puppenspieler darunter bedienten Kabel und Schubstangen. Die Rückseite des Triceratops hatte eine Tür, in der 3 oder 4 Männer saßen. Der einzige der Schauspieler, der nicht beeindruckt war, war Joseph Mazzello, weil der erste Dinosaurier, den er aus der Nähe zu sehen bekam, nichts tat. Damit der Triceratops atmete, blies Gary Rydstrom in ein Spielzeug namens „zube tube“, um die Obertöne hinzuzufügen.

  195. Da die Gallimimuses Vorläufer der Vögel waren, hatten sie ausgeklügelte Schwarmmechanismen; die Eltern halten die kleineren in der Mitte der Gruppe, um sie zu schützen. Solche Details bereicherten die Szene unterschwellig.

  196. (bei etwa 25 Min.) Bei etwa 25 Minuten: Der Mr. DNA-Film wurde von Bob Kurtz erstellt. Steven Spielberg wollte eine dieser knarzenden Lehranimationen aus der Schule, um dem Publikum die Entstehung der Dinosaurier zu erklären. Kurtz befürchtete, Mr. DNA sei zu kitschig und das Publikum würde die Dinosaurier nicht abnehmen, doch Spielberg fand, es sollte ein wenig kitschig sein. Der Brontosaurus am Ende ist eine Hommage an Winsor McCays Gertie the Dinosaur (1914), doch das meiste davon landete im Schneideraum. Kurtz schuf ähnliche Sequenzen in City Slickers - Die Großstadt-Helden (1991) und Honeymoon in Vegas (1992) sowie eine singende Cornflakes-Packung für Minority Report (2002) und einen Trailer für Casper (1995).

  197. Dies ist der 2. Film, der zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung den Rekord für den erfolgreichsten Film der Geschichte hielt, ohne für den Oscar als bester Film nominiert zu sein – nach Die Geburt einer Nation (1915), der mehr als ein Jahrzehnt vor den Academy Awards entstand.

  198. Dr. Alan Grant wurde dem Paläontologen Jack Horner nachempfunden, der wie Grant in Montana gräbt und lehrt und außerdem als technischer Berater für diesen Film tätig war.

  199. Laura Derns Mutter Diane Ladd spielte ebenfalls in einem 1993 erschienenen Dinosaurierfilm mit. Sie verkörperte Dr. Jane Tiptree in Carnosaur (1993).

  200. Steven Spielberg wurde vom Sturm Hurrikan Iniki völlig überrascht. Am Morgen des 11. September schaltete er die Nachrichten ein. „Wie in einem schlechten Film“ war das erste Bild der Nachrichten eine Karte von Hawaii mit dem Hurrikan. In einem Interview von 2013 mit Matt Lauer sagte Sir Sam Neill, er habe an jenem Tag mit Laura Dern am Strand gestanden. Laura fragte: „Glaubst du, wir kommen da heil raus, Sam?“ Sam antwortete: „Ich glaube, wir könnten sterben, Laura.“ Sie lachte.

  201. Ariana Richards ärgerte sich darüber, dass keine Actionfigur ihrer Figur auf den Markt kam. Kenner brachte nur Puppen von Grant, Sattler, Muldoon, Nedry, Tim und schließlich Malcolm heraus.

  202. (bei etwa 32 Min.) Bei etwa 32 Minuten: In der Szene, in der den Raptoren ein ganzes Rind verfüttert wird, wurde ein Rind in eine spezielle Viehschlinge gespannt, mit einem Kran hochgezogen und dann ins Blattwerk hinabgelassen. Das Rind wird nicht beim Verschlingen gezeigt, doch der Effekt entsteht durch Soundeffekte. Das für diese Szene gefilmte Rind war tatsächlich sehr gelassen, da es über einen längeren Zeitraum vor den Dreharbeiten darauf vorbereitet und geprobt worden war. Die Schlinge war die übliche Art, Rinder zu bewegen, und war sicher und stabil.

  203. Malia Scotch Marmo nahm einige Überarbeitungen am endgültigen Drehbuch vor, bleibt aber ungenannt.

  204. Steven Spielberg und Kathleen Kennedy begannen im Sommer 1990 mit der Rekrutierung des Designteams. Sie wollten die Freiheit, eine Realität zu schaffen, in der ihrer Fantasie in Hawaii, in Studios oder durch CGI keine Grenzen gesetzt waren.

  205. (bei etwa 28 Min.) Laut Foley-Künstler Dennie Thorpe entstanden die Geräusche der schlüpfenden Baby-Dinosaurier aus einer Kombination von zerdrückten Eiswaffeln (das Brechen der Eierschale), zerquetschten Honigmelonen-Hälften (das Herauskommen des Embryos) und mit Schleim verschmierter Ananasschale (das Säubern des Baby-Dinosaurier-Fleisches).

  206. Sir Richard Attenboroughs vorheriger Film Chaplin (1992) zeigte David Duchovny in einer kleinen Rolle. Duchovnys Ex-Frau Téa Leoni trat in Jurassic Park III (2001) und A League of Their Own (1992) auf, wobei letzterer auch Jeff Goldblums Ex-Frau Geena Davis zeigte. Duchovny war in Twin Peaks (2017) an der Seite von Laura Dern zu sehen. Außerdem moderierte er eine Folge von Saturday Night Live (1975), in der er Goldblum spielte.

  207. Bevor das Buch veröffentlicht wurde, verlangte Michael Crichton eine nicht verhandelbare Gage von 1,5 Millionen Dollar sowie einen beträchtlichen Prozentsatz der Einnahmen.

  208. Dies ist Universals 3. Film, der den Rekord für den erfolgreichsten Film der Geschichte hielt – nach Jaws (1975) und E.T. the Extra-Terrestrial (1982), beide ebenfalls von Steven Spielberg inszeniert. Universal ist das erste Studio, das 3 Filme mit diesem Rekord vorweisen kann.

  209. Die Verfolgung des Jeeps durch den T. Rex wurde von Steven Spielberg aus einer Szene abgewandelt, in der sie beim Geräusch der Schritte des T. Rex einfach davonfahren.

  210. (bei etwa 1 Std. 20 Min.) Die Verfolgung des Jeeps durch den T. Rex erforderte einiges an Technik. Paläontologen behaupteten, ein T. Rex könne bis zu 50 Meilen pro Stunde laufen, doch das Modell war zu groß, um so schnell zu laufen, und seine Knochen hätten sein Gewicht nicht tragen können. Also reduzierte man es auf akzeptablere 25 Meilen pro Stunde. Hammond sagt, er schaffe 32 Meilen pro Stunde.

  211. Wie Gary Rydstrom 2013 gegenüber NPR erinnerte: „Wir begannen, alle möglichen seltsamen Tiergeräusche aufzunehmen. Ich versuchte, jede interessante Tieraufnahme zu bekommen, die wir finden konnten, ohne mir zunächst Gedanken darüber zu machen, wofür sie sein würden. Dann versucht man im Studio, [die Aufnahmen] zu durchforsten und zu sehen, was interessant ist.“ Und in einem Interview von 2015 mit Vulture erklärte er: „Eines der schönen Dinge beim Sounddesign ist, einen Klang zu nehmen und ihn zu verlangsamen. Er wird viel größer.“

  212. (bei etwa 32 Min.) Hammond beschreibt Muldoon als „Alarmisten“. Michael Crichton war oft alarmistisch, was wissenschaftliche Entdeckungen anging – was sich in den Figuren Muldoon und Malcolm widerspiegelt.

  213. Bollywoods Top-Schauspielerin Sridevi wurde eine Rolle in diesem Film angeboten, doch sie lehnte ab.

  214. Ian Malcolm (Jeff Goldblum) trägt in diesem Film und in Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) durchgehend Schwarz. Im Buch erzählt er Ellie Sattler, dass er sich nur in Schwarz und Grau kleidet, damit er nie Zeit damit verschwenden muss, über sein Outfit nachzudenken. Seth Brundle (Jeff Goldblum) nennt in Die Fliege (1986) denselben Grund für seinen monotonen Kleidungsstil – eine Idee, die Brundle von Albert Einstein übernommen hat.

  215. Der erste Film, der DTS (heute Datasat) digitalen Surround-Sound verwendete.

  216. Für die Rolle des Alan Grant wurden Dennis Quaid, Kevin Costner, Mel Gibson und Robin Williams in Betracht gezogen.

  217. Nur 3 Jahre nach Drehschluss stellte sich heraus, dass viele fleischfressende Dinosaurier überwiegend oder vollständig gefiedert waren und manche sogar echte Flügel statt Arme hatten – was bedeutet, dass Dr. Grant recht hatte: Sie teilten einen gemeinsamen Vorfahren mit den Vögeln. Ein kleinerer Verwandter des Velociraptor namens Microraptor, der im Jahr 2000 entdeckt wurde, besaß 4 Flügel und nutzte seine Vorderbeine, um zwischen Bäumen zu gleiten, während die Flügel an seinen Beinen gewissermaßen als Ruder dienten. Belege für Flügelfedern im Stil moderner Vögel beim Velociraptor wurden 2007 beschrieben. Wissenschaftler hatten jedoch schon lange vor dem Film vermutet, dass "Raptoren" Federn hatten. Der Paläontologe und Künstler Gregory Paul, dessen wissenschaftliche Ideen den Roman Jurassic Park inspirierten, zeichnete Raptoren Mitte der 1980er-Jahre mit Federn. Im Buch hatten auch die Maiasaura-Jungtiere (die nicht in den Film aufgenommen wurden) flauschige Federn. Tyrannosaurus hingegen sorgte für viel Diskussion, da seine Vorfahren und entfernten Verwandten definitiv mit primitiven, flaumartigen Federn bedeckt waren, es aber keine physischen Belege dafür gibt, dass T. rex selbst Flaum hatte. Wissenschaftler vermuten, dass er entweder die Notwendigkeit von Federn verlor oder als Jungtier gefiedert war und sie beim Heranwachsen nach und nach abwarf.

    Ein Velociraptor-Modell aus dem Film Jurassic Park (1993) mit offenem Maul und sichtbaren scharfen Zähnen in Jägerhaltung vor einfarbigem Hintergrund.
    Jurassic Park (1993): Velociraptor-Modell mit offenem Maul und sichtbaren ZähnenBild: Wikimedia Commons · Dick Thomas Johnson from Tokyo, Japan, CC BY 2.0
  218. Phil Tippett fertigte Dinosaurier-Miniaturen an, während Stan Winston lebensgroße Roboter lieferte. Michael Lantieri beaufsichtigte die Interaktionen zwischen Schauspielern, Schauspielerinnen und den Kulissen. Dennis Muren leitete Industrial Light & Magic dabei, diese Elemente in der Postproduktion auf Film zusammenzuführen.

  219. Im Dinosaur Museum in Dorset wurde eine Jurassic Park-Touristenattraktion enthüllt. Außerdem gibt es in den Universal Studios in Los Angeles eine Jurassic Park-Logflume-Bahn. Alle Universal Parks and Resorts enthalten eine Themenfahrt zu diesem Film. Die erste war Jurassic Park: The Ride am 15. Juni 1996, erbaut nach 6 Jahren Entwicklung für 110 Millionen Dollar. Sie wurde 2001 für die Universal Studios Japan nachgebaut. Die Islands of Adventure in Orlando, Florida (ein Ort, an dem Hammond den echten Park gern gebaut hätte), haben einen ganzen Abschnitt, der dem Film gewidmet ist, darunter die Hauptattraktion mit dem Namen "Jurassic Park River Adventure" und viele kleinere Fahrten und Attraktionen rund um die Filmreihe. In den Universal Studios Singapore, die 2010 eröffnet wurden, besteht die Themenzone The Lost World überwiegend aus Jurassic Park-Fahrten wie der Achterbahn Canopy Flyer und dem Wildwasserbahn-Fahrgeschäft Jurassic Park Rapids Adventure.

  220. Im Jahr 2024 wurde Dennis Nedrys Rasierschaumdose bei einer Heritage Auction für 250.000 Dollar versteigert.

  221. Robin Wright wurde die Rolle der Dr. Ellie Sattler angeboten.

  222. Jack Horners Forschung ist umstritten, und genau deshalb fand er Jurassic Park und die Idee, Dinosaurier wiederzubeleben, besonders einen T. Rex, faszinierend. Der Vorstellung, dass Wissenschaftler sie tatsächlich zurückbringen, steht er jedoch ablehnend gegenüber.

  223. Der Film spielt in den ersten 13 Minuten an 4 Orten. Danach bleibt er auf Isla Nublar.

  224. Am 5. April 2013 kam der Film zum 20. Jubiläum in 3-D heraus. In anderen Ländern lief die Wiederveröffentlichung in den folgenden 6 Monaten. Zu dieser Veröffentlichung gab es auch eine Werbeaktion mit Burger King. Viele fanden, dass die 3-D-Konvertierung die Effekte in keiner Weise aufwertete, vor allem weil die meisten Dinosaurierszenen nachts spielen und Schatten nicht so gut aus der Leinwand hervortreten wie in den Tagszenen. Durch diese Wiederveröffentlichung stieg das Gesamteinspielergebnis des Films auf 1 Milliarde Dollar – als 17. Film überhaupt. Inzwischen rangiert er weltweit auf Platz 14 der einspielstärksten Filme, in Nordamerika (nicht inflationsbereinigt) auf Platz 16 und ist der erfolgreichste Film von Universal Pictures sowie der erfolgreichste von Steven Spielberg inszenierte Film. Spielberg erklärte, er habe den Film mit einem "unterbewussten 3-D" gedreht, da Tiere auf die Kameras zulaufen und es einige Überlagerungseffekte von Vorder- und Hintergrund gibt. 2011 sagte er, dies sei der einzige seiner Filme gewesen, den er für eine Konvertierung in Betracht gezogen habe, und als er die 3-D-Version von Titanic (1997) sah, habe ihm die neue Optik des Films sehr gefallen, woraufhin er dieselbe Firma für die Nachrüstung engagierte. Spielberg und Janusz Kaminski beaufsichtigten den 9 Monate dauernden Prozess während der Produktion von Lincoln (2012). Industrial Light & Magic steuerte einige Elemente bei und aktualisierte Effekteinstellungen für eine bessere visuelle Aufwertung.

  225. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten waren erst 7 T. rex-Skelette entdeckt worden.

  226. (bei etwa 1 Std. 50 Min.) Einer von Joseph Mazzellos intensivsten Momenten beim Dreh war die berühmte Küchenszene, in der Tim in einen Gefrierschrank gejagt wird. "Es war ein Raptor auf Rädern, der mir folgen sollte, und ich sollte nach links, er sollte nach rechts", erinnerte er sich. "Wir drehten eine Menge Takes. Und einmal ging ich nach links und drehte mich irgendwie um, um nach oben zu schauen, und sah, dass der Raptor dieselbe Richtung einschlug wie ich. Und seine Klaue, die aus Metall war, traf mich am Kopf, weil ich genau diese Größe hatte. Und ich fiel hin. Ich war ein bisschen benommen. Es war außerdem mein Geburtstag. Ich wurde 9 Jahre alt. Und Steven (Steven Spielberg) sagte, nachdem er sich vergewissert hatte, dass es mir gut ging: 'Ich glaube, das ist der perfekte Moment dafür', und ließ die gesamte Crew mir Happy Birthday vorsingen."

  227. Auch Dylan McDermott und Tom Sizemore absolvierten Screen-Tests für die Rolle des Dr. Alan Grant.

  228. Die Szene, in der Grant, Tim und Lex auf die Herde Gallimimusse treffen, sollte als letzte Szene auf Kauai gedreht werden. Als Hurrikan Iniki zuschlug, mussten die Dreharbeiten für diese Szene verschoben werden. Die Produktion kehrte nach Kalifornien zurück, und einige Wochen später mussten Sir Sam Neill, Joseph Mazzello und Ariana Richards erneut nach Hawaii reisen – diesmal jedoch auf die Insel Oahu, um die Szene zu drehen.

  229. Regisseur Steven Spielberg überwachte die Postproduktion dieses Films per Videoübertragung, während er in Polen Schindlers Liste (1993) drehte. Später nannte er diese Zeit eine der schwierigsten seines Lebens als Filmemacher, und sie nahm ihn emotional so mit, dass seine Begeisterung für diesen Film fast erlosch. Er sagte, er habe täglich 1 Stunde gebraucht, um die Energie aufzubringen, digitale Dinosaurier zu kommentieren und belanglose Fragen des Effektteams zu beantworten.

  230. Sam Neill erinnerte sich, dass er zur Premiere mit seinem Sohn Tim ging, der direkt neben Prinzessin Diana einen Furz ließ.

  231. Der Triceratops-Kot (bei etwa 52 Min.) roch überhaupt nicht. Er bestand aus Lehm, Schlamm und Stroh. Er wurde mit Honig und Papayas beträufelt, damit Fliegen in seiner Nähe schwärmten.

  232. Michael Crichtons Agenten schickten das Buch an 6 Studios und Regisseure. Warner Bros. wollte es für Tim Burton, während Columbia Pictures es für Richard Donner plante. Auch 20th Century Fox war interessiert und gedachte das Projekt Joe Dante zu geben, während Universal Pictures Steven Spielberg als Regisseur wollte. Crichton zögerte, sich auf einen Bieterwettstreit einzulassen. Er wies seine Agenten an, einen festen Preis für die Filmrechte festzulegen, damit er entscheiden konnte, wer den Film wahrscheinlich tatsächlich zustande bringen würde. Nach Gesprächen mit allen infrage kommenden Regisseuren erklärte er sich bereit, die Rechte an Universal und Spielberg zu verkaufen, der ohnehin seine erste Wahl gewesen war.

  233. Im Film zu sehende Dinosaurier: Brachiosaurus, Parasaurolophus, Triceratops, Tyrannosaurus Rex, Dilophosaurus, Gallimimus und Velociraptor.

  234. Echte Velociraptoren waren tatsächlich nur knapp 1,6 Fuß groß, viel kleiner als die im Film dargestellten. Kurz nach dem Kinostart wurde in Utah ein Dinosaurier entdeckt, der dem Velociraptor aus dem Film nahezu identisch war. Obwohl die Idee schließlich verworfen wurde, lautete einer der vorgeschlagenen Namen für die neue Art "Utahraptor spielbergi".

  235. Eine Studie der Murdoch University in Western Australia kam zu dem Schluss, dass DNA nicht länger als 6,8 Millionen Jahre überleben kann – ein Ergebnis, das die Methode des Films zur Vervielfältigung von Dinosauriern praktisch ausschließt. Die neue Studie, die 2012 in den Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht wurde, basierte auf der Kohlenstoffdatierung von Knochen des Moa, eines ausgestorbenen neuseeländischen Vogels. Die Forscher fanden heraus, dass sich die DNA aus den Knochen bei einer Lagerung bei 13,1 Grad nach etwa 521 Jahren halbierte. Bei minus 5 Grad würden die letzten DNA-Fragmente in einem Knochen nach 6,8 Millionen Jahren verschwinden. Stand 2022 wird dieses Thema erneut aufgegriffen, nachdem etwas entdeckt wurde, das DNA aus einer 75 Millionen Jahre alten Probe zu sein scheint. Viele bleiben skeptisch und bestehen darauf, dass es sich um eine Verunreinigung handeln muss, was sich bei früheren Proben letztlich auch herausstellte. Doch es bleibt ungeklärt, und weitere Studien sind nötig. Die älteste bestätigte DNA stammt von einem 1,2 Millionen Jahre alten Mammut, das im Permafrost eingefroren war. Allerdings sind diese uralten DNA-Proben extrem klein, und zu viel der Sequenz würde fehlen, um daraus zu klonen.

  236. Geoffrey Rush wurde für die Rolle des Muldoon in Betracht gezogen.

  237. Sir Sam Neill hatte Mühe, für seine Rolle einen amerikanischen Akzent hinzubekommen. Am ersten Drehtag sagte Spielberg ihm auf halber Strecke, er solle es vergessen und einfach mit seiner normalen Stimme sprechen. Zwei Tage später bat er ihn, „auf halbem Weg“ zwischen den beiden Stimmen zu bleiben.

  238. Als Muldoon getötet wird, war die Schlange, die am Auge des Velociraptors vorbeigleitet, eine mittelamerikanische Boa constrictor.

  239. Das T.-Rex-Modell war die größte Skulptur, die das Stan-Winston-Studio je angefertigt hat.

  240. Dr. Wu scheint sich im Film wie im Roman der Tragweite dessen, was er erschaffen hat, nicht bewusst zu sein. Wissenschaftler in Michael Crichtons Romanen sind oft unwissend über die Konsequenzen ihrer Schöpfungen.

  241. (bei etwa 36 Min.) Bei etwa 36 Minuten zitierte Jeff Goldblum den denkwürdigen Satz seiner Figur, als er auf einen kürzlich erneut geteilten Artikel aus dem Jahr 2015 reagierte, wonach Wissenschaftler in Harvard und Yale versuchten, Dinosaurier nachzuzüchten. „Ihre Wissenschaftler waren so sehr damit beschäftigt, ob sie es konnten, dass sie nicht innehielten, um zu überlegen, ob sie es sollten“, tweetete Goldblum.

  242. (bei etwa 1 Std. 40 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 40 Minuten weinte Laura Dern echt und war in der Szene, in der Ellie (Dern) im Wartungsschuppen auf den Raptor trifft, tatsächlich verängstigt, weil die Art, wie die Einstellung aufgebaut war, ihr wirklich Angst einjagte.

  243. Die Dreharbeiten an Originalschauplätzen begannen im August 1992 auf Kauai und dauerten 3 Wochen. Kauai wurde gewählt, weil es die perfekte Umgebung war, wenn man einen Dinosaurier sehen wollte, und es visuell stark wirkte. Steven Spielberg wollte, dass der Park so echt wie möglich aussieht.

  244. (bei etwa 1 Std. 7 Min.) Bei etwa 1 Stunde 7 Minuten ist zwar unklar, ob er sich in die Hose machte, als der T-Rex die Toilette um ihn herum umstieß, doch es ist klar, dass Gennaro nur zur Toilette rannte, um sich vor dem Dinosaurier zu verstecken. In mehreren Einstellungen sieht man, dass er noch seine Khakishorts trägt, als der T-Rex ihn findet und frisst. Eine ähnliche Szene gab es im Buch, doch das unglückliche Opfer war Ed Regis, der im Film nicht vorkommt. Ed Regis ist im Buch beim Angriff auf der Hauptstraße dabei und lässt die Kinder, wie Gennaro, beim Anblick des T-Rex im Stich. Das Buch macht deutlich, dass Regis sich einnässt. Der Film zeigt stattdessen eine Toilette in der Nähe der Straße, zu der Gennaro rennt.

  245. In der Szene, in der Nedry Dodgson an den Tisch ruft, hört man den Liedtext „amas la plata, ems amiga del interés“, was übersetzt „du liebst Geld, du bist ein Freund des Interesses“ bedeutet. Das beschreibt Nedry als gierigen Menschen perfekt.

  246. Der Film erwähnt das Verschwinden der Dinosaurier einige Male, indem er wiederholt feststellt, dass Vögel ihre (und besonders die der Velociraptoren) nächsten lebenden Verwandten sind, was nahelegt, dass sich Dinosaurier zu anderen Arten entwickelten. Das Wissen, dass Dinosaurier mit Vögeln verwandt sind, reicht bis 1868 zurück, als Ähnlichkeiten an Knöcheln und Schwänzen, Handgelenken und Klauen festgestellt wurden. Vögel sind der eigentliche Weg, einen Dinosaurier wieder zum Leben zu erwecken, wobei heutige Emus in ihrer Gangart das Nächste sind, was es zu einem Dinosaurier gibt. Nur einmal verweist der Film (durch Tim) auf einen Meteoriteneinschlag, der so viel Hitze und Staub verursachte, dass er das Klima veränderte, und der eine mögliche Ursache für das Aussterben der Dinosaurier sein könnte. Diese Theorie gab es seit den 1970er Jahren, und 1990, etwa zur Zeit der Veröffentlichung des Originalromans, wurde ein riesiger Krater im Golf von Mexiko als möglicher Beleg vorgeschlagen (der dann in die Filmadaption aufgenommen wurde). Seither sind sich die meisten Wissenschaftler einig, dass ein Meteoriteneinschlag alle außer den avianen Dinosauriern auslöschte, die dann zu den Vorfahren der heutigen Vögel wurden.

  247. Dennis Nedry trägt fast genau dieselben Outfits (Blumenhemd mit Knopfleiste, gelber Regenmantel, graue Members-Only-Jacke) wie in Die Goonies (1985).

  248. Regisseur Steven Spielberg befürchtete, Computergrafik bedeute Cartoon-Qualität wie bei Nintendo. Ursprünglich wollte er nur die Herde der Gallimimus-Dinosaurier computeranimiert haben, doch als er die Demo-Animation von Industrial Light & Magic sah, in der ein T. Rex eine Herde Gallimimus über seine Ranch jagt, entschied er, fast alle Dinosaurierszenen mit dieser Methode zu drehen. Die Animation wurde zuerst auf einem Amiga Toaster erstellt und für den Film auf Silicon Graphics' Indigo-Workstations gerendert.

  249. Sir Sam Neill, dessen richtiger Name Nigel ist, spielt Alan Grant. Steven Spielbergs zweiter Vorname ist Allan, während der zweite Vorname seines Sohnes Max Spielberg Samuel ist. Sir Richard Attenboroughs Vorname war ebenfalls Samuel, und er und Spielberg haben beide Sir Nigel Hawthorne in einem Film inszeniert: Attenborough in Gandhi (1982) und Spielberg in Amistad - Das Sklavenschiff (1997).

  250. Dinosaurier-Supervisor Phil Tippett drehte zuerst die Brachiosaurus-Szenen. Sie waren wegen der neuen Technologie schwierig. Er wollte sich bewegendes Fleisch, sodass man beim Absetzen der Füße Erschütterungen durch die Muskeln sah. Dean Cundey ließ es so aussehen, als knabbere er, indem er ein Kabel an der Baumkrone befestigte und daran zog, damit der Zweig reagierte und abbrach. Die Animatoren stimmten die Animation sorgfältig darauf ab.

  251. Laura Linney und Kristin Davis sprachen für die Rolle der Ellie Sattler vor.

  252. In der ersten Hälfte des Films befinden sich die Dinosaurier mit Ausnahme des Brachiosaurus alle unterhalb der Augenhöhe der Figuren, was ihre illusorische Kontrolle über die Tiere symbolisiert. In der zweiten Hälfte sind die Dinosaurier mit Ausnahme des Dilophosaurus immer über ihnen oder in der oberen Bildhälfte. Eine Bewegung von der oberen in die untere Bildhälfte deutet auf einen Abstieg in die Gefahr hin, während eine Aufwärtsbewegung die Flucht darstellt.

  253. Für die Lautäußerungen des Jungtiers suchte Gary Rydstrom ein Jungtier, das raue Laute von sich gab, da die Erwachsenen ähnliche Geräusche machen würden. Rydstrom und sein Team nahmen verschiedene Jungtiere auf, darunter Eulen und Füchse, für den neugeborenen Raptor. Die Lautäußerungen der jungen Eule wurden für die Stimme des Babys verwendet, als Dr. Grant dessen Identität entdeckt.

  254. Im Film kommen Fackeln vor.

  255. (bei etwa 1 Std. 35 Min.) John Hammond behauptet fälschlich, die Eröffnung von Disneyland sei 1956 gewesen. Disneyland öffnete tatsächlich 2 Tage nach dem 30. Hochzeitstag von Walt und Lillian für die Öffentlichkeit, am 17. Juli 1955.

  256. Im Besucherzentrum hängt ein Banner mit den Worten „When Dinosaurs Ruled The Earth“. 1970 kam ein Film über Höhlenmenschen und Dinosaurier heraus, der genau diese Worte als Titel trug.

  257. Dieser Film wurde am 28. Mai 1993 fertiggestellt und kam am 11. Juni 1993 in die Kinos, feierte aber 2 Tage früher im National Building Museum in Washington, D.C., Premiere, um 2 Kinderhilfsorganisationen zu unterstützen. Der landesweite Start erfolgte in 2404 Kinos auf geschätzten 3400 Leinwänden, mit 3400 internationalen Kopien. Nach dem Start begann eine Wanderausstellung namens „The Dinosaurs of Jurassic Park“, die Dinosaurierskelette und Requisiten aus dem Film zeigte.

  258. Im Mai 1990 erhielt Universal Pictures Fahnenabzüge von Jurassic Park und wollte ihn im Auftrag von Steven Spielberg kaufen. Michael Crichton hatte das Buch in 2 Jahren geschrieben. Von den 4 großen Studios, die darauf boten, war Crichton mit Spielbergs Beteiligung am zufriedensten, und weniger als eine Woche später erhielt Spielberg den Regieauftrag.

  259. Die bahnbrechenden Effekte waren der Höhepunkt des Kritikerlobs. Stanley Kauffmann schrieb, sie ließen Die Fabel von King Kong - Ein amerikanischer Trick- und Sensationsfilm (1933) „wie etwas aus einer Thanksgiving-Parade von Macy's aussehen“. Die menschlichen Figuren bekamen jedoch von den Kritikern ihr Fett weg, selbst von denen, die den Film positiv besprachen. Peter Travers fand die Figuren vergessenswert und beschrieb sie als „trockene Knochen“ und „Nichtse“, und auch Roger Ebert meinte: „Dem Film fehlen andere Qualitäten, die er noch dringender braucht, etwa ein Gefühl von Ehrfurcht und Staunen sowie starke menschliche Erzählwerte.“ Kenneth Turan schrieb, die Effekte ließen „keine Zeit, die Menschen ähnlich glaubwürdig oder mitreißend zu machen“. Variety merkte an, dass der Film trotz der „eindimensionalen“ Figuren und der „klobigen“ Geschichte ablieferte und heute als klassischer Hollywood-Blockbuster gilt.

  260. Der Trailer wurde von Nick Tate gesprochen.

  261. (bei etwa 1 Std. 13 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 13 Minuten: Das Gift des Dilophosaurus sollte ursprünglich blassgrün sein. Doch die Kombination aus Studiolicht und künstlichem Regen machte es auf dem Film fast unsichtbar, weshalb es abgedunkelt werden musste.

  262. Der Paläontologe Robert Bakker war von den Dinosauriern des Films hin und weg. Tim erwähnt Bakker namentlich im Gespräch mit Grant.

  263. (bei etwa 50 Min.) Bei etwa 50 Minuten: Der Produzent spielte Dr. Gerry Harding, die Figur, die mit dem kranken Triceratops draußen im Gelände war.

  264. Da die Geschichte auf einer Insel nahe Costa Rica spielt, erwogen die Filmemacher zunächst, in Costa Rica zu drehen. Diese Idee wurde schnell verworfen, als sie merkten, dass die costa-ricanische Regierung ihnen keine Straßen zu den Drehorten bauen lassen würde.

  265. Casting-Direktorin Janet Hirshenson erinnerte sich an Samuel L. Jacksons Vorsprechen für Ray Arnold: „Ich glaube, ich habe ihn nicht einmal zu mir zum Lesen geholt. Ich habe ihn einfach für Steven hereingeholt. Er kam herein, setzte sich, ratterte die Zeilen herunter, und wir waren beide platt. Er war einfach so verdammt gut. Weil er in dem Spike-Lee-Film [Jungle Fever (1991)] einen Crackabhängigen gespielt hatte, war das eine ganz andere Rolle. Er war wie kein anderer. Ich glaube, Steven und ich saßen da und lächelten uns an.“

  266. (bei etwa 20 Min.) Bei etwa 20 Minuten: Jeff Goldblum behauptete, seine Reaktion beim ersten Anblick eines Brachiosaurus sei in einem Take eingefangen worden („du verrückter Hund, du hast es geschafft“), wobei Steven Spielberg ihm außerhalb des Bildes diktierte, welchen Ausdruck er wollte.

  267. Es ist der erste Film, der auf Hindi synchronisiert wurde.

  268. Als Steven Spielberg gerade erst für Universal Pictures zu arbeiten begann, wurde er gebeten, einem besonderen Gast eine Führung zu geben, der dem Studio gerade die Rechte an einem seiner Bücher verkauft hatte. Der Gast entpuppte sich als Michael Crichton, der später die Filmrechte an einem weiteren Roman an Universal verkaufte – Jurassic Park, den Spielberg schließlich inszenierte. Die beiden wurden später Freunde, weil Crichton laut Spielberg wusste, wie man Wissenschaft mit großen theatralischen Konzepten verbindet.

  269. Obwohl er im Film viel freundlicher und sanfter ist als der böse alte Mann aus dem Roman, halten viele John Hammond für den eigentlichen Bösewicht des Films, weil er den wichtigsten Parkmitarbeiter nicht respektiert – Dennis Nedry, der das Sicherheitssystem entwarf und wartete. Nedry behauptet, Hammond bezahle ihn zu schlecht, weshalb er sich mit dem Verkauf einiger Embryonen etwas dazuvverdient. Da er dafür die Elektrozäune abschalten musste, konnten die Dinosaurier entkommen. Hammonds Geiz war also womöglich der erste Dominostein, der zum ganzen Blutbad führte. Im Buch wird recht deutlich, dass Hammond Nedry schlecht behandelte: Er erhöhte Nedrys Arbeitspensum immer weiter, nachdem man sich auf dessen Honorar geeinigt hatte, und als Nedry mit rechtlichen Schritten drohte, schädigte Hammond seinen Ruf und zwang Nedry, für ein viel geringeres Gehalt bei ihm zu bleiben. Daraufhin verriet Nedry John aus Trotz und um das Geld zu bekommen, das Hammond ihm seiner Meinung nach schuldete. Der Film ist da nicht so eindeutig: Hammond erkennt Nedrys finanzielle Nöte an (und hat sogar Mitgefühl), deutet aber an, dass diese seine eigene Schuld seien (er erwartet, dass Menschen „für ihre Fehler bezahlen“), womöglich wegen eines Lebensstils, der über seine Verhältnisse geht. Vielleicht bereute Nedry das Honorar, auf das er sich geeinigt hatte, und übertrieb im Rückblick seine Bedeutung und seinen Wert – also wurde er einfach gierig, um seine Schulden zu begleichen.

  270. Die Dreharbeiten endeten zwölf Tage vor Plan, doch es gab noch viel zu tun. Steven Spielberg arbeitete dann mit Michael Kahn am Schnitt des Films, bevor überhaupt Dinosaurier hinzugefügt wurden. Wochenlang kürzten sie den Film, denn Jurassic Park (1993) sollte schon ohne die Dinosaurier großartig aussehen, bevor diese hinzukamen und den Film noch großartiger machen würden.

  271. Ein ungenutztes Storyboard für Hammonds letztlich verworfenen Tod zeigte, wie er von den Velociraptoren getötet wird. Im Finale befindet sich John Hammond im Kontrollraum von Jurassic Park, als die Raptoren aus ihrem Gehege ausgebrochen sind und das Besucherzentrum betreten haben. Hammond, der einen Inkubator mit Eiern trägt, den er beim Verlassen des Parks mitnehmen will, um „ihn zu retten“, hört Lex unten schreien. Er öffnet die Tür des Kontrollraums, um zu helfen, doch da steht ein Raptor vor ihm. Hammond fällt rückwärts und kracht auf ein Ausstellungsmodell von Jurassic Park, das im Kontrollraum steht (das dem aus Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018) sehr ähnlich sein sollte), während der Raptor seine Krallen tief in seine Brust gräbt. Der Inkubator zerschellt auf dem Boden, wobei eines der Eier zerbricht, während ein anderes unversehrt bleibt. Später findet Grant Hammond im Kontrollraum, kaum noch am Leben; Hammond sagt Grant, er habe immer gewusst, dass die „erste DNA-Charge zu instabil“ war, und habe sich auf die Zusammenarbeit mit ihm im Park gefreut. Dann stirbt er, während die beiden Männer vom zerstörten Modell von Jurassic Park eingerahmt werden. Daraufhin springt das eine unversehrte Ei auf und ein Triceratops-Junges kommt zum Vorschein. In anderen Versionen seines Todes wird Hammond einfach auf der Insel zurückgelassen, sei es aus eigenem Entschluss oder durch einen Unfall. Einige Zeichnungen und Storyboards zu dieser Idee stammen von Art Director John Bell, und eine Version wurde in Malia Scotch Marmos Drehbuch geschrieben, das sowohl Michael Crichtons Vorlage als auch der Version mit dem Raptorentod auf dem Tischmodell folgte.

  272. (bei etwa 21 Min.) Bei etwa 21 Minuten: Früher im Film erwähnt Hammond, dass „sie den T. rex mit 32 Meilen pro Stunde gemessen haben“, sodass das Auto ihm leicht entkommen könnte. Computersimulationen mit dem Skelettaufbau des T. rex haben ergeben, dass er wahrscheinlich höchstens 11–18 mph schnell lief und seine Beine im Verhältnis zum restlichen Körper nicht groß genug waren, um ihn über 25 mph zu treiben. Es war Ians Zurücklehnen in Panik, das den Wagen zunächst am Beschleunigen hinderte und so zur knappen Flucht führte. Als Ian sich zurücklehnt, löst er den Schalthebel, wodurch der Jeep in den Leerlauf gerät (bei etwa 1 Std. 21 Min.). Man hört Muldoon Ian zurufen: „Weg vom Hebel! Verdammt noch mal, beweg dich!!“

  273. Zu den ungenutzten Slogans, die sich der Plakatkünstler John Alvin und seine Frau Andrea Alvin ausdachten, gehören unter anderem: * So echt, dass es erstaunlich ist. So nah, dass man sie berühren kann. Und nichts, aber auch gar nichts kann schiefgehen ... * In Jurassic Park ist deine Fantasie nicht das Einzige, was frei läuft. * Es begann im Kopf eines Mannes und wurde Wirklichkeit. Es war eine Welt, die seit Millionen von Jahren niemand gesehen hatte. Zurückgebracht, um uns zu unterhalten, uns zu verblüffen und uns mit ihrer Kraft in Staunen zu versetzen. * Wenn ein gewöhnlicher Freizeitpark zusammenbricht, werden die Gäste normalerweise nicht lebendig gefressen. * 213 Millionen Jahre in der Entstehung. * STELL DIR VOR * Wo große Ideen ausgebrütet werden. * Ein Erlebnis von unglaublichen Ausmaßen. * Der größte, technologisch fortschrittlichste Nervenkitzel ist überhaupt keine Attraktion. * Das schrecklichste fleischfressende Monster in der Geschichte des Planeten. LEBENDIG. HIER. JETZT. * LEBENDIG * Menschen. Wissenschaft. Unterhaltung. Technologie. Chaos. * DIE ULTIMATIVE FORM DER WIEDERERSCHAFFUNG. * FRANKENSTEIN 1918. JURASSIC PARK 1993. Schöpfungen von erschreckenden Ausmaßen. * 150 MILLIONEN JAHRE IN DER ENTSTEHUNG ... Nur noch EIN Jahr Warten * STELL DIR EINE ZEIT VOR, IN DER DAS BEHERRSCHENDSTE LEBEWESEN AUF DER ERDE NICHT DER MENSCH IST. DIESE ZEIT IST DER SOMMER 1993.

  274. Zwar konnte dieser Film E.T. - Der Außerirdische (1982) als weltweit erfolgreichster Film der Geschichte übertrumpfen, doch in Nordamerika blieb er unter dessen Einspielergebnis.

  275. James Cameron sagte in einem Interview, er habe den Film mit Arnold Schwarzenegger als Grant, Bill Paxton als Malcolm und Charlton Heston als Hammond drehen wollen.

  276. Erst 15 Minuten nach Filmbeginn bekommt das Publikum einen Dinosaurier vollständig zu Gesicht, als Grant, Ellie, Malcolm, Hammond und Gennaro den Brachiosaurier erblicken.

  277. Als der Raptor den Kontrollraum betritt (nachdem die Helden in die Decke entkommen sind), hebt er den Kopf, und die DNA-Buchstabenkombinationen ACTG und so weiter werden auf sein Gesicht projiziert. Falls dies eine Restprojektion eines Monitor-Computerprogramms sein soll, wäre sie wohl nicht perfekt scharf und müsste spiegelverkehrt zu lesen sein.

  278. (bei etwa 54 Min.) Bei etwa 54 Minuten: Die Aufnahme der Welle, die über die Ufermauer schwappt, war tatsächliches Filmmaterial der Sturmflut von Hurrikan Iniki, als er Kauai traf.

  279. Joseph Mazzello drehte die Gefrierschrank-Szene bei etwa 1 Std. 50 Min. an seinem Geburtstag. Der Raptor stand auf Rädern und musste geschoben werden, wobei die Krallen Mazzello an die Stirn trafen. Er fiel benommen zu Boden, war aber in Ordnung. Steven Spielberg ließ die gesamte Crew "Happy Birthday" singen, weshalb Mazzello das als sein Geburtstagsgeschenk betrachtete.

  280. Steven Spielberg identifizierte sich mit John Hammond und sah starke Parallelen zwischen Hammonds Vision für den Park und seiner eigenen Arbeit als Filmemacher. Zu diesem Zweck wurde Hammond zu einer sympathischeren Figur gemacht. Um die Parallelen zum Filmemachen zu zeigen, besetzte Spielberg die Rolle mit dem Filmemacher Sir Richard Attenborough, was die Vergangenheit würdigt und die Zukunft vorwegnimmt. Spielberg verlor die Auszeichnungen für den besten Film und die beste Regie an ihn, als E.T. - Der Außerirdische (1982) gegen Gandhi (1982) verlor. Spielbergs darauffolgender Film Schindlers Liste (1993) gewann beide Oscars, und in beiden spielte Sir Ben Kingsley die Hauptrolle.

  281. Das Dilophosaurus-Modell wurde bewusst kleiner als das echte Tier gebaut, um es nicht mit den Raptoren zu verwechseln. Stan Winstons Team gab ihm den Spitznamen "Spitter".

  282. Michael Crichtons ursprüngliche Idee für das Drehbuch handelte von einem Doktoranden, der einen Dinosaurier nachzüchtet. Er rang weiter mit seiner Faszination für Dinosaurier und Klonen, bis er daraus einen Roman machte. Steven Spielberg erfuhr im Oktober 1989 erstmals davon.

  283. Zwei Szenen aus dem Buch wurden aus diesem Film gestrichen: eine Eröffnungssequenz, in der Procompsognathus (Compies) Kinder angreifen, weil Steven Spielberg sie als zu grausam empfand, und aus Budgetgründen eine Sequenz, in der der T. Rex Grant und die Kinder flussabwärts jagt, bevor er von Muldoon betäubt wird. Beide Sequenzen wurden für die Fortsetzungen überarbeitet.

  284. Bei einer Vorführung in London sagte Drehbuchautor David Koepp auf der Bühne über die Arbeit an dem von Steven Spielberg inszenierten Film: "Das Problem, auf das ich gestoßen bin und das mir auch heute noch begegnet, wenn ich mit Steven arbeite, ist, dass seine Filme so einflussreich sind, dass man dazu neigt, etwas zu schaffen, von dem man glaubt, dass es ihm gefallen wird. Ich wollte irgendwie einfach für ihn tippen. Das muss man loslassen. Er braucht keine Anhänger, er braucht Mitstreiter. Die Eröffnungsszene in meinem ersten Entwurf spielte in einem Krankenhaus in Costa Rica, wo jemand mit dem Hubschrauber eingeflogen wird und sagt, es sei ein schrecklicher Bauunfall. Ich schrieb eine wirklich gute Szene, in der dieser Notarzt den Mann ansieht, einen Menschen, der in Stücke gerissen wurde, und sagt: 'Das ist kein Bauunfall.' Er sagte: 'Ich liebe deine Eröffnung, aber ich kann sie nicht machen, weil ich das Gefühl habe, ich hätte das schon gemacht.' Ich sagte: 'Was? Wann?' Er sagte: 'Ja, das ist in Der weiße Hai.' Ich sagte: 'Oh ja, stimmt! Das liebe ich!' Das ist eine Gefahr. Man muss Dinge schreiben, die man großartig findet, und dann bringt er seine Sachen ein, statt dass man vorausdenkt und schreibt, was man glaubt, dass er wollen würde."

  285. Szenen, in denen der T. Rex Grant und die Kinder angreift, während sie einen Fluss hinab und durch einen Wasserfall fahren, wurden vor dem Dreh gestrichen. Das Sega-Videospiel Jurassic Park (1993) enthält noch immer ein Level, das von dieser Szene inspiriert wurde. Die Idee wurde schließlich für eine ähnliche Szene in der Fortsetzung Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) wieder aufgegriffen.

  286. Dr. Alan Grant besitzt mindestens zwei Dinosauriermodelle aus der Carnegie Collection von 1988: den ursprünglichen grünen Tyrannosaurus Rex und den adulten Apatosaurus.

  287. Phil Tippett stellte ein Team zusammen, das mehr als 50 Go-Motion-Aufnahmen (eine verfeinerte Form der Stop-Motion) lieferte.

  288. Im Buch ist das kranke Tier ein Stegosaurus, von dem Ian Malcolm behauptet, es sei krank, weil die Luft im Jura mehr Sauerstoff enthielt als im Holozän – Teil der Chaostheorie.

  289. Steven Spielberg zog Richard Dreyfuss, der in seinem Der weiße Hai (1975) und Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) mitspielte, für die Rolle des Dr. Alan Grant in Betracht.

  290. Das Ei des Jungtiers bestand aus Wachs mit einer Lage Frischhaltefolie darüber, und das Jungtier wurde von Greg Figiel modelliert. Die Puppe wurde von über 7 Personen geführt.

  291. Für eine Szene, in der eines der Kinder auf einem Baby-Triceratops reitet, wurde ein solches Tier gebaut. Die Spezialeffekt-Techniker arbeiteten ein Jahr an diesem Effekt, doch die Szene wurde in letzter Minute gestrichen, weil Steven Spielberg befürchtete, sie würde das Tempo des Films ruinieren. Eine ähnliche Szene wurde jedoch in Jurassic World (2015) verwendet.

  292. Das Brüllen des T. Rex stammt von einem männlichen Walross.

  293. Laut David Koepp wurde der berühmte Ausspruch "Hold onto your butts!", den Samuel L. Jackson sagt, tatsächlich von Robert Zemeckis inspiriert, als sie an Death Becomes Her (1992) arbeiteten, und er hatte den guten Instinkt, ihn sofort zu notieren und zu verwenden.

  294. Ray Arnold (Samuel L. Jackson) hat jedes Mal, wenn er im Film zu sehen ist, eine Zigarette zwischen den Lippen oder in den Fingern. In der Szene, in der er und Muldoon Hammond sagen, dass die Tour wegen des Sturms abgebrochen werden sollte, raucht er keine Zigarette, aber eine brennt in der Nähe, daher die kleine Rauchwolke hinter ihm. Dass er Kettenraucher ist, wurde aus dem Roman übernommen.

  295. Phil Tippetts Animatic-Version der Küchenszene war im Wesentlichen dieselbe, außer dass die Raptoren Schlangenzungen hatten, die Gefrierschranktür geschlossen war, Tim an der Tür hinfiel und es zwei Ausgänge gab; Lex und Tim gingen durch den zweiten usw.

  296. Steven Spielberg wollte, dass das Brüllen des T. Rex wie ein "King Kong"-Brüllen klingt, besonders im Finale. King Kong (1933) war einer der größten Einflüsse auf Spielberg bei der Entstehung dieses Films.

  297. Obwohl dies einer der ersten Filme war, die CGI verwendeten, wurde diese Technik – wenn auch in ihren Anfängen – in einem anderen Film von Steven Spielberg, Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977), vorangetrieben und aufwendiger in Das Geheimnis des verborgenen Tempels (1985), der von Spielberg als ausführendem Produzenten betreut wurde.

  298. Steven Spielberg wollte ursprünglich "Retro"-Dinosaurierdesigns im Film verwenden, mit einem aufrecht stehenden, den Schwanz nachschleifenden Tyrannosaurus, der eher dem wissenschaftlichen Denken des frühen 20. Jahrhunderts entsprach. Der Spezialeffekt-Techniker Tim Lawrence berichtete, das Effektteam habe die maximale Höhe des T. rex auf 16 Fuß festgelegt, doch Spielberg wollte ihn 24 Fuß hoch haben und ließ einen lebensgroßen Kopf als Requisite an einen Kran hängen, um die Höhe des Tiers zu demonstrieren. Universal Pictures hatte das letzte Wort, stoppte die Produktion und überstimmte Spielberg wegen der Verschwendung von 2 Millionen Dollar für vorläufige Dinosaurierdesigns, bevor er überhaupt ein Drehbuch hatte. Nachdem ein anderes Effektteam unter der Leitung von Stan Winston engagiert worden war, überzeugte dieses den Regisseur, für die Dinosaurier des Films eine modernere, horizontale Haltung zu wählen. Winston hätte die Dinosaurier noch moderner gestaltet, indem er ihnen farbenfrohe Muster gab und den Raptoren Federn verpasste, um sie dem Stand der Wissenschaft der späten 1980er und frühen 90er Jahre entsprechend genau zu halten, doch diese Elemente wurden zugunsten bewusst "Retro"-Designs, gedämpfter Farben und schuppiger Haut verworfen.

  299. Regisseur Steven Spielberg wollte, dass die Velociraptoren etwa 10 Fuß groß sind, was größer war, als man sie damals kannte. Laut einem an der Vorproduktion beteiligten Künstler forderte Spielberg diese Änderung, weil er mit der Größe des damals als größter Dromaeosaurier geltenden Deinonychus unzufrieden war und ihn größer haben wollte. Ein weiterer Grund war, den Raptor bedrohlicher wirken zu lassen. Während der Dreharbeiten entdeckten Paläontologen tatsächlich 10 Fuß große Raptorenexemplare namens Utahraptor. Spielberg wollte außerdem, dass die Dinosaurier vogelähnlich sind, zum Beispiel wie ein Huhn aufmerksam aufschrecken. Er wollte, dass die Raptoren ihre Köpfe drehen, um hinter sich schauen zu können, damit sie furchterregender wirken. Spielberg verglich das Klopfen der Raptorenkralle mit Morsecode, der für jeden lauschenden Raptor bestimmt ist.

  300. Mike Trcic äußerte in einem Interview mit Shannon Shea (die mit Trcic an Jurassic Park arbeitete) Enttäuschung über die Popularität des T-rex-Designs. Darin sagte er zur Beliebtheit des Designs: "Wann immer ich in Google Images nach einem Tyrannosaurus Rex [sic] suche, basiert der Großteil der Kunst, die ich sehe, auf dem ursprünglichen JP-Rex. Es ist schade, dass die Leute einfach akzeptieren, dass er irgendwie so ausgesehen hat wie ein T-Rex [sic]. Das ist einschränkend, denn wie kann jemand völlig sicher sein, es sei denn, er kann 65 Millionen Jahre zurückreisen?"

  301. Stan Winston behauptete, der erste T. Rex-Angriff sei die großartigste Szene gewesen, an der er bis zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere gearbeitet hatte.

  302. Die Haut des Tyrannosaurus saugte während der Dreharbeiten zum Angriff auf der Hauptstraße Wasser auf. Obwohl sie zwischen den Takes getrocknet werden konnte, hielt sie so viel Feuchtigkeit, dass sie sich im Mittelteil dauerhaft ausdehnte. Das Computermodell musste entsprechend "aufgefüttert" werden, um dazu zu passen.

  303. Dass der Triceratops in diesem Film selbst für frühe 90er-Jahre-Maßstäbe seltsam verformt und "altmodisch" wirkt, liegt daran, dass er eng nach den alten Dinosauriergemälden des Künstlers John Sibbick aus dem Buch The Illustrated Encyclopedia of Dinosaurs von David Norman aus dem Jahr 1985 modelliert wurde. Dieses gehörte in den späten 80ern und 90ern zu den berühmtesten und am häufigsten kopierten Dinosaurierbüchern der Welt, obwohl die Illustrationen wissenschaftlich gesehen schon damals etwas veraltet und "retro" waren. Unter anderem wurden Dinosaurierfüße oft verformt und elefantenartig mit einer falschen Anzahl an Krallen gemalt. Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen zeigen, wie die Künstler des Films dieses Buch beim Entwurf des Triceratops als Vorlage nutzten. Sibbicks Kunst ist sogar im Film zu sehen: Als John Hammond und Ellie Sattler sich in der Cafeteria privat unterhalten, ist die Wand hinter Hammond mit Sibbicks Dinosaurierbildern aus Normans anderem Buch von 1985, When Dinosaurs Ruled the Earth, geschmückt, darunter ein noch altmodischer wirkender Triceratops. Dieses ungenaue Design des Tieres sollte sich in weiteren Teilen des Jurassic-Franchise, in Filmen, Videospielen und Spielzeug fortsetzen.

  304. Als der Hubschrauber nach etwa 17 Minuten auf der Insel landet, kamen statt echter Passagiere Dummies zum Einsatz, weil die Landung am Standort der Manawaiopuna Falls zu riskant war.

  305. Michael Crichton arbeitete jahrelang an der Geschichte und versuchte sich dabei selbst davon zu überzeugen, dass die Prämisse nicht allzu unglaubwürdig war. Dafür musste er erst umfangreiche Recherchen betreiben.

  306. Michael Crichton schrieb den Roman, als er und seine Frau ihr erstes Kind erwarteten, und widmete ihn den beiden ("For A-M and T" steht für Anne-Marie Martin und Taylor Crichton). Obwohl er wusste, dass sein Kind ein Mädchen werden würde, und alle Dinosaurier im Roman weiblich sind, bekommen die männlichen Figuren den Großteil der Action. So ist Tim sowohl Dinosaurierfan als auch Computerexperte und nutzt diese Fähigkeiten, um im Besucherzentrum den Strom wieder einzuschalten, während Mr. Arnold, dann Donald Genarro und dann Grant versuchen, die Sicherungen wieder einzuschalten. Im Film übernehmen weibliche Figuren diese Aufgaben. Lex ist die Computerexpertin, die die Sicherheitssysteme neu startet, und Ellie ist es, die die Sicherungen erfolgreich wieder aktiviert. Eine weitere Rollenumkehr, die nicht aus dem Buch stammt, sondern aus Filmen allgemein: Ian Malcolm ist mit offenem Hemd als Blickfang zu sehen, während Ellie eine starke weibliche Figur ist, die attraktiv, aber nicht übermäßig sexualisiert wird.

  307. Der Triceratops – benannt nach seinen 3 Hörnern – ist der dritte Dinosaurier auf der Tour und erfüllt 3 Zwecke: Er lockt die Gäste aus ihren Wagen, damit sie mit einem Dinosaurier interagieren können, er hält sie auf, sodass sie beim Eintreffen des Hurrikans im Park sind, und er trennt Ellie vom Rest der Gruppe.

  308. Viele Fehler wurden digital korrigiert: Einige Stuntleute wurden wie die Schauspieler aussehen gelassen, und in einer Szene wurde ein ganzer Ford Explorer digital erzeugt.

  309. In den frühen Teilen des Films geben verschiedene technische Geräte oder Ausrüstungsgegenstände im Park zischende Geräusche von sich. Diese Laute ähneln den Lautäußerungen des Velociraptors.

  310. Eine Geschichte aus den Dreharbeiten erzählt, wie ein Crewmitglied in den animatronischen T. rex kriechen musste, um dessen Haut festzukleben. Dann fiel der Strom aus, und als er wieder ansprang, hätten die Hydraulik des Animatronics den Arbeiter fast in Stücke geschnitten. 21 Jahre später griff ein Horrorspiel namens Five Nights at Freddy’s (2014) genau diese Prämisse für mehrere Figuren auf, darunter den Hauptantagonisten.

  311. Für die Szene, in der der T. Rex einen Gallimimus frisst, schwenkte ein Mann einen langen Stock, an dessen Ende eine Zeichnung eines T.-Rex-Kopfes befestigt war. Joseph Mazzello fand, das wirke amateurhaft, eher wie eine Kinderzeichnung. Es erinnerte ihn an Dr. Ian Malcolms Satz "Uh, now eventually you do plan to have dinosaurs, on your dinosaur tour, right?"

  312. (bei etwa 2 Std. 5 Min.) Wenn am Ende des Films "A Steven Spielberg film" eingeblendet wird, sollte man genau hinhören. Man vernimmt die leicht abgewandelten 5 Töne aus Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977).

  313. Steven Spielberg steckte ganz am Anfang der Vorproduktion für den Film "ER" (nach einem Roman von Michael Crichton), als er vom Buch "Jurassic Park" erfuhr. Daraufhin ließ er alles liegen und drehte diesen Film. Danach kehrte er zu "ER" zurück und half mit, daraus die erfolgreiche Fernsehserie ER (1994) zu machen.

  314. In den Jurassic Park-Filmen sieht man die Dinosaurier ihre Schwänze ziemlich stark hin und her schwingen. In Wirklichkeit wären diese Schwänze steif und dienten dem Tier zum Gleichgewicht. Würden die Schwänze großer Kreaturen wie des T. Rex also wie im Film überall umherschlagen, liefe der T. Rex viel eher Gefahr, das Gleichgewicht zu verlieren.

  315. Der Slogan "An Adventure 65 Million Years in the Making" entstand aus einem Scherz von Steven Spielberg über die Jahrtausende, die die Mücke im Bernstein eingeschlossen war, bevor man sie entdeckte.

  316. Auch wenn es subtil ist: Nedrys Sturz den Hang hinunter in der Dilophosaurus-Sequenz (bei etwa 1 Stunde 11 Minuten) wird von einem cartoonhaften "Slide-Whistle"-Ton begleitet.

  317. Alle Darsteller erhielten als Geschenk ein Raptor-Modell, das Regisseur Steven Spielberg signiert hatte. Es sah sehr furchteinflößend aus, und Ariana Richards hat es zu Hause stehen, um jeden zu erschrecken, der hereinkommt, wie ein Wächter am Tor. Jeff Goldblums Modell hat einen Ehrenplatz in seinem Haus und ist ein geschätztes Stück. Laura Dern stellte ihr Raptor-Modell im Zimmer ihres Sohnes neben dessen Wiege. Als er älter war und es sah, schrie er wie nie zuvor. Sie musste es ins Lager räumen, hofft aber, dass die beiden eines Tages Freunde werden.

  318. Bei der Motivsuche auf Kauai fand Steven Spielberg, der Dschungel sehe aus wie Brokkoli. Für die erste Szene mit dem Brachiosaurus wollte er eine Trennung zwischen der Lichtung und den Baumkronen. Ursprünglich sollte er hinter einigen Bäumen erscheinen, doch diese verdeckten ihn.

  319. In Laura Derns vorherigem Film Die Lust der schönen Rose (1991) spielte ebenfalls John Heard mit, der die Hörbuchversion von Jurassic Park einsprach.

  320. Das Geräusch der Schritte des T. Rex entstand, indem gefällte Mammutbäume zu Boden stürzten.

  321. Die Szene mit dem Baby-Triceratops wurde womöglich gestrichen, weil sie für die zweite Hälfte des Films zu komisch war.

  322. Jack Horner beschrieb das T.-Rex-Modell als "the closest I've ever been to a live dinosaur".

  323. (bei etwa 13 Min.) Etwa bei 13 Minuten, als der Film in Costa Rica lief, kratzten oder verwischten örtliche Kinobetreiber das Schild "San Jose" in der Szene, in der Nedry in der vermeintlichen Hauptstadt des Landes auf seinen Kontakt wartet, weil das lokale Publikum negativ auf die geografischen Ungenauigkeiten der Szene reagierte.

  324. Für die Rolle des Muldoon waren Bob Hoskins und Jeffrey Jones im Gespräch.

  325. Viel vom Verhalten der Dinosaurier im Film stammte aus Erkenntnissen von Ausgrabungen in Montana, etwa der im Film gezeigten, Amerikas größtem Dinosaurierfriedhof.

  326. Dieser Film hatte bis dahin womöglich die aufwendigste Marketingkampagne, die je für einen Film betrieben wurde, mit Kosten von bis zu 65 Millionen Dollar, einschließlich Lizenzvereinbarungen mit 100 Unternehmen für die Vermarktung von 1.000 Produkten. Merchandise mit dem Namen Jurassic Park umfasste Spielzeugdinosaurier, Kalender, "Making-of"-Bücher, Actionfiguren, Brot, Joghurt, Fast Food, Videospiele, einen Deal mit McDonald's für "Dino-sized meals", eine Jugendromanfassung, Comics, ein Jurassic Park Discovery Centre in den Islands of Adventure, T-Shirts und so weiter. Obwohl dies bei der Premiere zu einer etwas blasierten Reaktion führte, machte das Marketing Jurassic Park zu einem Kassenphänomen und verdrängte E.T. - Der Außerirdische (1982), zuvor Steven Spielbergs kommerziell erfolgreichster Film. Es heißt, das Marketing habe mehr gekostet und mehr eingebracht als der Film selbst und einen neuen Rekord für Tie-ins aufgestellt: über 1.000 einzelne Deals, die mehr als 1 Milliarde Dollar Umsatz generierten.

  327. In der Küchenszene, in der die Velociraptor-Animatronics lauern, gab es so viele Kabel und Aufhängungen, dass die Kinder beim Dreh buchstäblich darüber hinweg- und darum herumsteigen mussten. Das Küstenset wurde gegenüber dem ursprünglichen Entwurf stark erweitert, um die Velociraptoren unterzubringen. Einigen Berichten zufolge waren alle Dinosaurier in der Küchenszene computeranimiert.

  328. Für die Rolle der Ellie waren Jodie Foster, Sigourney Weaver, Michelle Pfeiffer, Ally Sheedy, Geena Davis, Daryl Hannah, Jennifer Grey, Kelly McGillis, Jamie Lee Curtis, Julia Roberts, Linda Hamilton, Sarah Jessica Parker, Bridget Fonda, Joan Cusack und Debra Winger im Gespräch.

  329. Der Bau der animatronischen Dinosaurier dauerte 18 Monate.

  330. Steven Spielberg hielt den Film streng geheim, ähnlich wie zuvor E.T. - Der Außerirdische (1982), als vor der Premiere keine Fotos des Außerirdischen veröffentlicht wurden. Für den Zutritt zum Set waren Sicherheitsausweise nötig, die Darsteller durften in Interviews bestimmte Informationen nicht preisgeben, und Merchandising-Partner mussten Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnen.

  331. In der 5. Ausgabe von 1001 Movies You Must See Before You Die ist dieser Film aufgeführt.

  332. Laura Dern verriet, dass Nicolas Cage sie zu dem Film ermutigt habe, und erklärte: „Ich sprach gerade mit Nicolas Cage, wir hatten kurz zuvor gemeinsam Wild at Heart gedreht, und ich sagte zu ihm: ‚Nic, sie wollen mich mit Steven Spielberg telefonieren lassen, aber sie wollen mit mir über einen Dinosaurierfilm reden.‘“ Sie erzählte weiter: „Und er meinte nur: ‚Du machst einen Dinosaurierfilm! Niemand kann jemals Nein zu einem Dinosaurierfilm sagen!‘ Ich so: ‚Wirklich?‘ Und er: ‚Machst du Witze? Es ist mein Lebenstraum, einen Film mit Dinosauriern zu drehen!‘“ Selbst Spielberg war bewusst, dass Dern der aufstrebende Liebling des Independent-Kinos war, doch er zog eine Ablehnung nicht einmal in Betracht. „Dann sprach ich mit Steven, und er sagte: ‚Ich weiß, dass du deine Independent-Filme machst, aber ich brauche dich, damit du von Dinosauriern gejagt wirst, Ehrfurcht vor Dinosauriern hast und das Abenteuer deines Lebens erlebst. Machst du das mit mir?‘“, erinnerte sich Dern. „Und ich so: ‚Klar.‘“

  333. Ariana Richards' Vorsprechen bestand darin, vor einer Kamera zu stehen und wild zu schreien. Steven Spielberg „wollte sehen, wie sie Angst zeigen konnte“. Richards erinnert sich: „Ich habe später erfahren, dass Steven an diesem Tag einige Mädchen auf Band gesehen hatte, und ich war die Einzige, die am Ende seine schlafende Frau von der Couch weckte, und sie kam durch den Flur gerannt, um zu sehen, ob mit den Kindern alles in Ordnung war.“

  334. Dennis Nedrys Kleidung im gesamten Film ist einigen Outfits aus Die Goonies (1985) äußerst ähnlich, die ebenfalls von Steven Spielberg produziert wurden.

  335. Der Brachiosaurus war der erste CGI-Dinosaurier, der während der Postproduktion von Jurassic Park erschaffen wurde. Während der Erstellung des CGI-Modells kritisierte Regisseur Steven Spielberg es häufig. Spielberg verlangte, den Brachiosaurus in seiner Enthüllungsszene größer zu machen, doch als Industrial Light and Magic ihn doppelt so groß wie beabsichtigt gestaltete, überragte der Dinosaurier die Äste, als er sich auf die Hinterbeine aufrichtete. Um dem entgegenzuwirken, wurden Kopf und Hals des Brachiosaurus-Modells abgesenkt, damit er die Äste unter sich erreichen konnte. TyRuben Ellingson malte die digitalen Karten für die Farbgebung des Brachiosaurus im Film. Die Bewegungen des Brachiosaurus basierten sowohl auf dem Elefanten als auch auf der Giraffe. Die Giraffe diente für die langen Schritte und die Anmut des Sauropoden, während der Elefant ihm beim Bewegen das Gewicht und die Masse verlieh.

  336. In der Popkultur genießt Tyrannosaurus einen ikonischen Status, den nur wenige andere Arten teilen, nicht zuletzt dank der herausragenden Rolle des T. rex in allen 5 Filmen des Jurassic Park-Franchise. Das Design des Tyrannosaurus aus dem Jurassic Park-Franchise ist eine besonders beliebte Art, Tyrannosaurus in den Medien darzustellen.

  337. Der Film kam in China erst 2013 mit der 3D-Wiederveröffentlichung in die Kinos. Er wurde ein Riesenerfolg, spielte 56 Millionen Dollar ein und zählte dort zu den 10 erfolgreichsten amerikanischen Filmen des Jahres.

  338. TIME Magazine und die Scholastic Dinosaur Encyclopedia erwähnen, dass Steven Spielberg in Anerkennung der Inspiration und Anleitung durch eine Reihe von Paläontologie-Experten 25.000 Dollar an die Dinosaur Society für Ausgrabungen in China spendete. Diese Geste gab ihm das Recht, eine kürzlich entdeckte Ankylosaurier-Art „Jurassosaurus nedegoapeferima“ zu nennen, wobei die letztere Bezeichnung ein Akronym der Hauptdarsteller des Films Sir Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum, Sir Richard Attenborough, Bob Peck, Martin Ferrero, Ariana Richards und Joseph Mazzello ist. Der Paläontologe Dong Zhiming änderte den ersten Namen später in Tianchisaurus, was „Eidechse des himmlischen Teichs“ bedeutet, nach dem Fundort Lake Tianchi, wo er das Skelett gefunden hatte.

  339. Steven Spielbergs erfolgreichster Film, der E.T. - Der Außerirdische (1982) übertraf.

  340. Zum 55-jährigen Jubiläum von Film Review im Jahr 2005 erklärte das Magazin diesen Film zu einem der 5 wichtigsten in seiner Geschichte.

  341. Die Szene, die den Tyrannosaurus Rex einführt, vom Schuss auf die meckernde Ziege bis zum letzten Brüllen des T-Rex, kommt völlig ohne Musik aus.

  342. Die Brachiosaurier sind angeblich die größten Dinosaurier in Jurassic Park.

  343. (bei etwa 1 Std. 7 Min.) Sir Sam Neill verletzte sich an der Hand, als er die Leuchtfackel entzündete, mit der er den Tyrannosaurus ablenkt. Laut Neill: „Es tropfte etwas brennender Phosphor auf mich, geriet unter meine Uhr und riss ein Stück aus meinem Arm.“

  344. Einer der Spazierstöcke von Richard Attenborough (mit der in Bernstein eingeschlossenen Mücke) ist im Hollywood Casino in Tunica, Mississippi, ausgestellt.

  345. (bei etwa 23 Min.) Bei etwa 23 Minuten stammt Dr. Malcolms Spruch, die Jobs von Sattler und Grant seien ausgestorben, aus dem, was Puppenspieler Phil Tippett zu Steven Spielberg sagte, als dieser sich entschied, CGI statt Go-Motion zu verwenden. Spielberg ließ ihn als Scherz in diesen Film einbauen.

  346. Steve 'Spaz' Williams und Mark A.Z. Dippé von ILM wurden anfangs nur dafür engagiert, Bewegungsunschärfen für die Stop-Motion-Dinosaurier zu erzeugen. Tatsächlich verbot ihnen ihr Vorgesetzter Dennis Muren ausdrücklich, Zeit mit einem computeranimierten Tyrannosaurus zu verschwenden, da Phil Tippett bereits an Stop-Motion-Dinosauriern arbeitete und der Versuch, dessen Arbeit zu übertreffen, "Selbstmord" wäre. Sie taten es trotzdem und schafften es, Produzentin Kathleen Kennedy zu "überfallen", indem sie dafür sorgten, dass genau in dem Moment, als sie vorbeiging, auf Williams' Monitor ein laufendes, computerisiertes Tyrannosaurus-Skelett zu sehen war. Sie berichtete Spielberg von ihrer Beobachtung, der das Tier mit Haut sehen wollte, das ebenfalls von Williams geschaffen wurde. Als "Strafe" wurde Williams nicht zu der Vorführung eingeladen, bei der seine Ergebnisse Spielberg gezeigt wurden, der begeistert war; Stan Winston ging sofort hinaus und begann zu telefonieren, und George Lucas soll angesichts der Schönheit eines realistisch animierten Dinosauriers geweint haben.

  347. Der T. Rex wurde in den Storyboards von Phil Tippett „Roberta“ genannt, doch viele Fans haben „Rexy“ als ihren Namen akzeptiert. Ab 2004 wurde dieses Tier von seinen Betreuern offiziell „Rexy“ getauft. Der Name leitet sich vom lateinischen rex ab, was „König“ bedeutet und das Artepitheton von Tyrannosaurus rex ist; er wurde als Zeichen der Zuneigung in eine englische Verkleinerungsform abgewandelt. Dies ist eine Anspielung auf ihren inoffiziellen Spitznamen im Roman, „Rexie“. Von InGen-Mitarbeitern wird sie selten mit diesem Namen bezeichnet, die letzte bestätigte Verwendung war 2004. Stattdessen wird sie üblicherweise „der Tyrannosaurus“ oder „der T. rex“ genannt, was allerdings Verwechslungsgefahr mit InGens anderen Tyrannosaurus rex-Exemplaren birgt. Während der Produktion des Films Jurassic Park bezeichnen einige Materialien sie als „Roberta“, doch dieser Name wurde nie direkt im Filmkanon verwendet. Ebenso erhält sie in einer der frühen Spielzeugreihen den Spitznamen „Gulper“, doch dieser Name wurde nie im Filmkanon verwendet. Rexy war ein beliebter Spitzname der Fandom; er wurde im Mobile Game Jurassic World: The Game als offiziell vorgeschlagen und in The Evolution of Claire bestätigt, das am 26. Juni 2018 erschien. Der Produktions-Spitzname „Roberta“ ist unter älteren Mitgliedern der Fandom zunehmend beliebter geworden, als Reaktion darauf, dass das populärere „Rexy“ als offiziell bestätigt wurde. Um diese sensibleren Mitglieder der Fandom nicht zu verärgern, hat sich Jurassic-Pedia dafür entschieden, den offiziellen Kanon-Namen des Tyrannosaurus nicht zu verwenden.

  348. Der Nachname von Dennis Nedry ist ein Anagramm des Wortes ‚nerdy‘, eine subtile Anspielung auf die Programmierfähigkeiten des Computeringenieurs.

  349. Michael Crichton schätzte, dass das Drehbuch etwa 10 bis 20 Prozent des Inhalts des Romans enthält.

  350. Der Dilophosaurus läuft nie, weil es schwierig war, die Gewichtsverlagerung und die Bewegung richtig hinzubekommen. Für die Puppenspieler wurde ein Graben in den Studioboden geschnitten, doch Steven Spielberg entschied sich, ihn einfach erscheinen zu lassen, um die Szene unheilvoller und überraschender zu machen. Außerdem wollte er mehr Wasser für die Szene, das den Hang hinunterfließt, wobei im Studio jeder Hydrant aufgedreht wurde, bis sie leer waren. Michael Lantieri scherzte immer wieder: „Spritz ihn einfach mit irgendwas an, damit er das Gefühl hat, es gäbe mehr Wasser.“ Bis heute findet Spielberg, dass diese Szene mehr Wasser gebraucht hätte. Wayne Knight fand es eine elende Szene zum Drehen: Dinge hinunterrutschen, voller Schlamm, klatschnass, er wog 327 Pfund und konnte kaum laufen, aber er sah sie sich liebend gern an.

  351. Eine Sache, mit der das Produktionsteam nicht zufrieden war, war der Dilophosaurus. Genauer gesagt fanden sie keine überzeugende Möglichkeit, ihn auf der Leinwand in Bewegung zu bringen. Jeder Versuch wirkte entweder zu leicht oder zu schwer für seinen Körper, also gingen sie am Ende einen Kompromiss ein und ließen ihn in jeder Einstellung stillstehen.

  352. Die Dinosaurier wurden als die bis dahin genauesten angepriesen, die je für einen Film erschaffen wurden.

  353. (bei etwa 1 Std. 25 Min.) In den Aufnahmen des Souvenirladens ist deutlich ein Buch mit dem Titel „The Making of Jurassic Park“ von Don Shay und Jody Duncan zu erkennen. Ein tatsächliches Buch mit diesem Titel und diesen Autoren (aber einem anderen Cover) wurde veröffentlicht; es war die offizielle Hinter-den-Kulissen-Geschichte darüber, wie dieser Film entstand. Jody Duncan schrieb auch das Making-of-Buch zu Vergessene Welt: Jurassic Park (1997).

  354. Die Triceratops-Szene geriet für Stan Winston zum logistischen Albtraum, als Steven Spielberg die Dreharbeiten mit den Animatronics vorzog. In Kauai waren 8 Puppenspieler nötig, um sie zu bedienen. Gary Rydstrom kombinierte das Geräusch ihres Atems in einer Pappröhre mit dem der Kühe nahe seinem Arbeitsplatz auf der Skywalker Ranch, um die Lautäußerungen zu erzeugen.

  355. Zu Beginn des Films bindet Tim sich sein Halstuch um den Hals, ganz so wie Dr. Alan Grant, den er bewundert.

  356. Triceratops und Dilophosaurus sind die einzigen Dinosaurier, die nicht per CGI dargestellt wurden.

  357. BioSyn ist im Roman der genetische Rivale von InGen.

  358. Die Laute des Dilophosaurus setzten sich aus den Geräuschen von Brüllaffen, Habichten, Klapperschlangen und Schwänen zusammen. Der Hauptschrei der Velociraptoren war eine Mischung aus den Lauten von Elefantenrobben-Jungen, Delfinen und Walrossen. Die Elefantenrobben-Geräusche wurden im The Marine Mammal Center in Sausalito, Kalifornien, aufgenommen, einem Krankenhaus für Meeressäuger, das kranke und verletzte Robben und Seelöwen pflegt und wieder auswildert.

  359. Stan Winstons Studio baute für eine Szene, in der die zu Besuch weilenden Wissenschaftler ein frisch geschlüpftes Raptorenjunges aus einem Ei schlüpfen sehen, einen neugeborenen Raptor. Zu den Mechanismen, die das Studio entwarf, gehörte einer, der den winzigen Brustkorb ein- und ausfuhr und so das Atmen simulierte, sowie Kabel für Arm- und Beinbewegungen. Eine einzelne Stange, die in den Boden der Puppe eingeführt wurde, ermöglichte den Puppenspielern grobe Körperbewegungen. Bis zu 7 Puppenspieler, die unter dem Labor-Set postiert waren, erweckten das Raptorenjunge zum Leben und schoben es durch ein vorgekerbtes Wachsei nach oben, während die Schauspieler staunend zusahen. "Die Schauspieler hatten das Raptorenjunge vor den Dreharbeiten zu dieser Szene noch nicht in Aktion gesehen", sagte Richard Landon, "ihre Reaktionen darauf waren also alle sehr echt."

  360. Für die Dreharbeiten wurden 2 animatronische Tyrannosaurier gebaut. Einer war die Ganzkörperversion, der andere bestand nur aus einem Kopf und wurde für Nahaufnahmen verwendet.

  361. Das Casting gestaltete sich relativ einfach, mit Ausnahme von Sir Richard Attenborough, der als Letzter besetzt wurde. Steven Spielberg hatte ihn bereits für 2 frühere Projekte gewollt, doch daraus wurde nichts, weil Attenborough zögerte: Er hatte seit 1979 nicht mehr geschauspielert und fühlte sich beim Regieführen wohler. Schließlich überredete Spielberg ihn, die Rolle des Hammond anzunehmen, mit den Worten: "Ich kann mir niemand anderen dafür vorstellen als dich". Attenborough bereute die Entscheidung fast sofort wegen der Menge an Dialog, die er lernen musste; außerdem erfuhr er bei seiner Ankunft am Set, dass die Produktion dem Zeitplan voraus war und er seine Szenen schon mit wenig Vorbereitungszeit drehen sollte. Infolgedessen wünschte er sich, bestimmte Szenen noch einmal drehen zu können, erkannte aber später an, dass Hammond seine bekannteste Rolle geworden war und von mehr Menschen gesehen wurde als sein gesamtes früheres Werk zusammen.

  362. Anders als bei diesem Film wollte Spielberg für den Soundtrack von The Lost World: Jurassic Park Trommeln, um ihm einen stärkeren ethnischen Dschungel-Einschlag zu geben, der die Musik vorantreibt und ihr mehr Textur verleiht.

  363. Das Farbschema des Tourfahrzeugs (Ford Explorer) in Jurassic Park entspricht dem leuchtenden Halskragenmuster des Dilophosaurus.

  364. Die Szene, in der der verletzte Malcolm mit weit geöffnetem Hemd auf einem Tisch liegt (nachdem Grant gesagt hat, Malcolm habe recht gehabt, dass das Leben einen Weg gefunden hat), erinnert an Adam in Michelangelos Die Erschaffung des Menschen an der Decke der Sixtinischen Kapelle, allerdings spiegelverkehrt.

  365. Dass Grant (bei etwa 17 Min.) aus nur 2 Schlössern und ohne Schlossplatte einen funktionierenden Sicherheitsgurt bastelt (also mit 2 "weiblichen" Enden eines Verschlusses), nimmt die spätere Enthüllung vorweg, dass die Dinosaurier sich fortpflanzen können, obwohl sie ursprünglich alle weiblich waren.

  366. Michael Crichton hatte John Hammond als "einen düsteren Walt Disney" angelegt. Möglicherweise unbeabsichtigt ähnelt die Figur aber auch PT Barnum.

  367. Um das Sounddesign des Films zur Geltung zu bringen, investierte Steven Spielberg in die Gründung von DTS, einem Unternehmen, das sich auf digitale Surround-Sound-Formate spezialisiert hat, damit das Publikum "den Film wirklich so hören konnte, wie er gehört werden sollte". George Lucas beaufsichtigte das Soundteam, während Spielberg in Polen an Schindlers Liste (1993) arbeitete. Die Arbeit war Ende April abgeschlossen. Sounddesigner Gary Rydstrom empfand es als vergnüglichen Prozess, da der Film alle möglichen Geräusche bot: Tierlaute, Regen, Schüsse, Fahrzeugcrashs, Szenen ohne Musik und so weiter. An den Wochenenden flog Spielberg von Polen nach Paris, wo er sich mit Rydstrom traf, um den Fortschritt der Tonarbeit zu begutachten.

  368. Vor und nach dem Film gab es Versuche, konservierte Dinosaurier-DNA zu finden. In 10 Prozent der Fälle waren sie erfolgreich, doch nie mit einer völlig unverunreinigten Probe.

  369. Der weltweite Erfolg des Films weckte ein weltweites Interesse an Dinosauriern und ein plötzliches Interesse an Museen.

  370. Weil Stan Winston den Brachiosaurus in Jurassic Park friedfertig wirken lassen wollte, bekam das Animatronic des Dinosauriers einen 4-achsigen Kiefer, der sich von einer Seite zur anderen bewegen ließ, ähnlich einer wiederkäuenden Kuh. Es war die größte Puppe, die Stan Winston Studios für den Film baute, die ohne Hydraulik auskam. Der animatronische Kopf samt Hals war 8 Fuß hoch. Sein Niesen entstand aus K-Y-Gel, grüner und gelber Lebensmittelfarbe und einem Verdickungsmittel.

  371. (bei etwa 22 Min.) Bei etwa 22 Minuten sind neben den Brachiosauriern, die Grant und Ellie bei ihrer Ankunft in Jurassic Park sehen, die anderen Dinosaurier in der Ferne Parasaurolophus.

  372. Der erste Film, der an den internationalen Kinokassen die Marken von 400 und 500 Millionen Dollar überschritt.

  373. Die Szene mit dem schlüpfenden Raptor war zunächst so gedacht, dass jemand das Ei hält.

  374. (bei etwa 1 Std. 23 Min.) Steven Spielberg wollte die Dinosaurier als Tiere und nicht als Monster dargestellt sehen, daher Grants Satz an Lex. Dafür wurden Paläontologen hinzugezogen, etwa Jack Horner und Robert Bakker, 2 der weltweit führenden Dinosaurier-Experten. Horner legte sein Veto gegen die Idee ein, die Raptoren hätten Schlangenzungen, weil das seine Theorie untergraben würde, dass sie mit Vögeln verwandt sind.

  375. Michael Crichton wurde für 500.000 Dollar engagiert, um seinen Roman für die Leinwand zu adaptieren, doch David Koepp schrieb die Endfassung, ließ einen Großteil der Exposition und Gewalt des Romans weg und nahm auch einige Änderungen an den Figuren vor.

  376. 2011 übernahm Martin Ferrero in einer CollegeHumor-Parodie dieses Films erneut seine Rolle als Donald Gennaro.

  377. (bei etwa 8 Min.) Bei etwa 8 Minuten, als Dr. Grant zu Beginn des Films mit dem Jungen spricht, ist im Hintergrund ein Dinosaurierkopf auf dem Berg abgebildet.

  378. Bei der Erstellung des Concept Arts für den Parasaurolophus im ersten Film nutzte Mark 'Crash' McCreery den Schnabel einer Ente als Vorlage für das Maul des Hadrosauriers und die Augen eines Hirsches, um den Dinosaurier ruhig und friedfertig wirken zu lassen. 'Crash' McCreery fertigte 2 Farbvarianten an. Eine war beige mit dunkelgrauem Kamm und Rücken sowie dunkelbraunen Streifen am Oberschenkel; bei der anderen waren Kopf und Hals ganz rot, der Rumpf ein dunkleres Hellbraun, von dem etwas auf dem Rücken statt Schwarz wie bei der ersten Variante lag, und die Streifen am Oberschenkel schwarz statt dunkelbraun. Der Parasaurolophus im fertigen Film hat grünliche Haut mit schwarzem Rücken und scheinbar keine Streifen, während andere Details nicht erkennbar sind, weil die Entenschnabel-Dinosaurier schwer klar zu sehen sind. TyRuben Ellingson malte die digitalen Karten für die Farbgebung des Parasaurolophus sowie des Brachiosaurus in Jurassic Park. Zeitweise wurde ein Sexualdimorphismus erwogen, wobei die Art P. walkeri die Männchen und die Weibchen die Art P. cyrtocristatus sein sollten. Das von Doug Henderson gemalte Wandbild im Speisesaal mit Parasaurolophus greift diese verworfene Idee noch auf.

  379. Die 3D-Wiederaufführung von Jurassic Park startete auf Platz 4 der US-Kinokassen.

  380. Die in Bernstein (Kopal) eingeschlossene Mücke ist eine Elefantenmücke (Toxorhynchites), die einzige Mücke, die kein Blut trinkt; sie lebt von zuckerhaltigen Stoffen wie Blütennektar und Pflanzensaft. Sie könnte daher keine Dinosaurier-DNA enthalten.

  381. Forscher der Faculty of Life Sciences an der The University of Manchester versuchten vergeblich, DNA aus jungen, subfossil erhaltenen Insekten in Kopal (der Vorstufe von Bernstein) zu gewinnen, was nahelegt, dass die Wahrscheinlichkeit, in einer viel älteren Probe uralte DNA zu finden, deutlich geringer ist.

  382. Beim Entwurf des Brachiosaurus für den ersten Film besuchte Mark 'Crash' McCreery einen Zoo, in dem afrikanische Elefanten gehalten wurden. Er studierte die Elefanten, um dem Brachiosaurus des Films seine beeindruckende Masse und Schwere zu verleihen. Die Beobachtung dieser Tiere verhalf auch zu einer zähen, ledrigen Haut des Brachiosaurus.

  383. Es ist der einzige Jurassic Park-Film, der einen Academy Award gewann.

  384. Noriaki Yuasa, Regisseur der frühen Gamera-Filme, hielt diesen für den besten Monsterfilm überhaupt, weil er reine Unterhaltung sei.

  385. Stan Winston, Dennis Muren, Gary Summers und Gary Rydstrom hatten zuvor alle gemeinsam an Terminator 2: Judgment Day gearbeitet, für den sie alle Oscars gewannen. Winston und Muren erhielten ihre von Laura Dern, nur 5 Monate bevor die Produktion dieses Films begann. Der nächste Film, der diesen Oscar gewann, hatte ebenfalls Verbindungen zu diesem: Rick Carter und Dean Cundey arbeiteten beide an Death Becomes Her, das zudem von David Koepp mitgeschrieben wurde. Die Darsteller Meryl Streep und Isabella Rossellini haben ebenfalls beide mit Sam Neill und Laura Dern zusammengearbeitet, in Big Little Lies, Little Women, Blue Velvet, Wild at Heart, Plenty, A Cry in the Dark und Merlin.

  386. (bei etwa 5 Min.) Etwa bei Minute 5 findet die Dinosauriergrabung in Montana statt.

  387. Innerhalb von 10 Jahren nach dem Kinostart folgten 2 Fortsetzungen. Es gab Pläne für einen 4. Film, die jedoch Ende 2008 nach dem Tod von Michael Crichton sofort verworfen wurden. 2012 entschied man sich dann aber doch, die Dinge ins Rollen zu bringen, und Jurassic World (2015) kam schließlich 2015 in die Kinos.

  388. Die Umwandlung des Films in 3D für die Wiederveröffentlichung 2013 kostete 10 Millionen Dollar.

  389. (bei etwa 1 Std. 20 Min.) Etwa bei 1 Stunde und 20 Minuten soll der Jeep, der vom T. Rex gejagt wird, 40 Meilen pro Stunde gefahren sein, und der Film hat die Laufgeschwindigkeit des T. Rex zweifellos übertrieben. Ein echter hätte bis zu 25 Meilen pro Stunde erreicht. Ein weiterer Punkt, der dadurch hinfällig wird, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt.

  390. Das auf Bewegung basierende Sehvermögen des T. Rex (was auf die meisten Tiere zutrifft) war im Film nicht ganz richtig. Er hatte noch immer einen unglaublichen Geruchssinn und hätte seine Beute gewittert, wäre da nicht laut Film eine Nasennebenhöhlenentzündung gewesen. Ein Aspekt, der in Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) aufgegriffen wurde.

  391. Der Paläontologe Rubén A. Rodríguez de la Rosa stellte die These auf, dass manche Dinosaurier Gift auf ähnliche Weise übertrugen wie Giftschlangen. Scott Sampson vom Utah Museum of Natural History vermutete, dass Dinosaurierbisse aufgrund großer Mengen an Bakterien in ihrem Maul tödlich sein konnten, ähnlich wie bei Komodowaranen. In beiden Theorien wären sie jedoch nicht in der Lage, das Gift auf ihre Beute zu spritzen.

  392. Steven Spielberg blieb während der Dreharbeiten zu Schindlers Liste (1993) in Polen viermal pro Woche per Telefonkonferenz mit Industrial Light & Magic in Kontakt. Die zusätzliche Arbeitslast beschrieb er als "eine bipolare Erfahrung, mit jedem Quäntchen Intuition bei Schindlers Liste und jedem Quäntchen Handwerk bei Jurassic Park". Er mietete über einen polnischen Fernsehsender 2 Satellitenkanäle (für 1,5 Millionen Dollar pro Woche) und hielt sie ständig offen; auf dem einen lud er täglich aus Hollywood die Bilder herunter, auf dem anderen den Ton. Abends und an den Wochenenden arbeitete er dann mit Videogeräten daran.

  393. Michael Crichton sagte, seine Ansichten über Wissenschaft und Gentechnik kämen weitgehend durch Ian Malcolm zum Ausdruck. Steven Spielberg sah in der Figur des John Hammond viele Parallelen zu sich selbst. Passenderweise besetzte er die Rolle mit einem Filmemacherkollegen, der seine Tour durch den Park damit beginnt, einen Film zu zeigen, in dem er selbst mitspielt. Während Malcolm ganz in Schwarz gekleidet ist, trägt Hammond ganz Weiß.

  394. In der Gallimimus-Szene wurden Sir Sam Neill, Ariana Richards und Joseph Mazzello zunächst Bilder von sich gezeigt, dann gingen sie in die Hügel von Oahu, Hawaii, und sollten rennen und rennen und rennen. Neill konnte sich die fertige Szene nicht vorstellen, doch Steven Spielberg hatte ein Megafon am Kopf befestigt und machte seine Gefühle deutlich. Er arbeitete mit allen dreien und versuchte, mehr aus der Szene herauszuholen, als auf dem Papier stand. Als die Herde nach rechts abbog, meinte Phil Tippett, Mazzello sollte sagen: "I think we're going to get flocked!" Spielberg sagte nein und änderte es in "They're uh...they're flocking this way." Der Baumstamm, den die Gallimimus berührten, wurde aufwendig mit Drähten und Miniatursprengsätzen präpariert, sodass Crewmitglieder ihn schüttelten, damit er vibrierte, als sich Alan, Lex und Tim dahinter versteckten.

  395. Bei den Dreharbeiten zur Küchenszene, die voller reflektierender Flächen war, musste Dean Cundey die Beleuchtung planen und dabei schwarze Tücher verwenden, um Lichtreflexionen zu verbergen.

  396. Eine Einstellung zeigte die Tourfahrzeuge, die über eine Landbrücke fuhren. Die Wagen wurden tatsächlich von Stuntfahrern gesteuert, deren einzige Sicht auf die Straße ein kleiner Fernsehmonitor war. Joseph Mazzellos Vater hielt das für zu gefährlich und verbot ihm, in dieser Einstellung aufzutreten. Sie wurde mit seinem Stuntdouble fertiggestellt und schaffte es am Ende nicht in die finale Fassung des Films.

  397. Das Crewmitglied Michael Backes wurde sowohl von Industrial Light and Magic als auch von Autor Michael Crichton empfohlen, der ihn tatsächlich zur Prüfung der technischen Details des Romans hinzugezogen hatte. ILM hatte ihn dabei unterstützt, ihre Computeranimation mit passender Auflösung auf Film zu bringen. Auch zum Cast hatte er eine eigene Verbindung: Seine (inzwischen Ex-)Frau, die Regisseurin Martha Coolidge, hatte Laura Dern in Die Lust der schönen Rose (1991) inszeniert.

  398. (bei etwa 49 Min.) Tim erwähnt Robert Bakker und dessen Dinosaurierbuch. Bakker war technischer Berater bei diesem Film und diente als Inspiration für die Figur des Dr. Alan Grant im Originalroman.

  399. Sämtliche Merchandise-Artikel (T-Shirts, Stoffdinosaurier, Brotdosen, Trinkflaschen und so weiter), die im Film zu sehen sind, wurden zum Teil eigens dafür geschaffen, zusammen mit dem Film verkauft zu werden.

  400. Das AFI kürte diesen Film am 13. Juni 2001 zum 35. spannendsten Film aller Zeiten.

  401. Sir Sam Neill wurde letztlich 3 oder 4 Wochen vor Drehbeginn als Grant besetzt. Neill sagte: "Alles ging ganz schnell. Ich hatte das Buch nicht gelesen, wusste nichts darüber, hatte nichts davon gehört, und innerhalb weniger Wochen arbeite ich mit Spielberg."

  402. Ellies Beobachtung zu den Pflanzen ist zwar im Film enthalten, aber so stark gekürzt, dass ihr Ernst verloren geht. Ironischerweise spiegelt das ihre Gedanken im Roman wider, dass Menschen Pflanzen nicht wirklich verstehen und daher nicht erkennen, dass sie eine ebenso aktive Rolle in der Umwelt spielen wie Tiere. Sie sind mehr als Kulisse oder Dekoration. Die konkrete Pflanze ist eine Farnart, deren Sporen eine Substanz tragen, die 50-mal giftiger ist als Oleander, und schon die Berührung der Pflanze konnte einen Menschen krank machen. Sie merkt zudem an, dass ein Kind, das sie verschluckte, mit Sicherheit sterben würde.

  403. (bei etwa 15 Min.) Etwa bei Minute 15 sagt Malcolm im Hubschrauber zu Grant und Sattler: "so you two dig up dinosaur bones", worauf Grant antwortet: "try to", und Malcolm lacht – Jeff Goldblums Lieblingsszene der Dreharbeiten.

  404. Im Vorfeld der Blu-ray-Veröffentlichung kam Jurassic Park am 23. September 2011 als digitale Kopie in die britischen Kinos. Am Ende spielte er aus 276 Kinos 245.422 Pfund ein und landete am Wochenende auf Platz 11 der Kinocharts.

  405. Als Jurassic Park 1996 beim australischen Seven Network Premiere feierte, war er die meistgesehene Filmausstrahlung jenes Jahres (2.362.000 Zuschauer).

  406. Charlton Heston wurde für die Rolle des Hammond in Betracht gezogen.

  407. Die Bernsteingrube, in der Gennaro Juanito trifft, heißt "Mano de Dios", was auf Englisch "Hand of God" bedeutet.

  408. Der Jeep JP 12, ausgestattet mit vollständig geschlossenem Verdeck, Automatikgetriebe und vorderer Seilwinde, wird von Dennis Nedry gefahren, als er Dinosaurierembryos aus Jurassic Park stiehlt.

  409. Der Ronto für die 1997er Special Edition von Krieg der sterne (1977) entstand aus einem modifizierten Modell des Brachiosaurus aus diesem Film. Industrial Light and Magic nannte den Ronto sogar "Bronto", bevor er "Ronto" getauft wurde – der Name, den George Lucas dieser außerirdischen Kreatur gab und der einfach ihr Produktionsspitzname ohne das "b" ist. Das Brachiosaurus-Modell aus dem ersten Film wurde zudem umgebaut, um als Mamenchisaurus für die Fortsetzung dieses Films, Vergessene Welt: Jurassic Park (1997), zu dienen.

  410. Der erste Film der Geschichte, der weltweit mehr als 700 Millionen, 800 Millionen und 900 Millionen Dollar einspielte.

  411. Sam Neill gab zu, den Originalfilm nicht allzu oft gesehen zu haben. "Nun, ich habe den Film wahrscheinlich nur 2 oder 3, vielleicht 4 Mal gesehen, und das dürfte 1993 gewesen sein. Es ist also nicht gerade ... [lacht]. Tatsächlich lief ich neulich durch ein Einkaufszentrum, ein großes Einkaufszentrum, und da spielte diese Musik. Und ich dachte: 'Das kommt mir irgendwie bekannt vor.' Und die Person, mit der ich zusammen war, sagte: 'Erkennst du diese Musik?' Ich sagte: 'Sie kommt mir bekannt vor.' Und sie sagte: 'Du bist so albern, das ist das Thema von Jurassic Park, um Himmels willen.' Ach ja, du hast recht. Du hast recht." So erzählte es Neill.

  412. Die Laute der Brachiosaurier waren eine Mischung aus Wal- und Eselsgeräuschen.

  413. (bei etwa 1 Std. 25 Min.) Etwa bei 1 Std. 25 Min. enthält das Triceratops-Wandbild hinter Hammond, während er im Besucherzentrum Eis isst, vielleicht um das allgemeine Gefühl der Beklemmung zu verstärken (wenn auch nur unterbewusst), außerdem Elemente aus "Guernica", Pablo Picassos berühmtem Gemälde über die Schrecken des Krieges.

  414. Der Film erwirtschaftete innerhalb von 4 Monaten nach dem Kinostart 1 Milliarde Dollar aus Ticketverkäufen und Werbekooperationen.

  415. Steven Spielberg identifizierte sich mit Hammonds Besessenheit von der Schaustellerei.

  416. Michael Crichton schrieb den Roman 1990, doch die Idee dazu kam ihm bereits 1981. Crichton war sich zunächst nicht sicher, wie er Dinosaurier plausibel wieder zum Leben erwecken könnte, bis er von Insekten im Bernstein erfuhr, die ihre DNA konservieren – das war der Durchbruch, nach dem er gesucht hatte. Später erfuhr er, dass diese Idee hypothetisch möglich ist. In Bernstein wurde ein Rüsselkäfer entdeckt, der Dinosaurierblut aus mehr als 65 Millionen Jahren enthielt. Doch die DNA zerfällt in einem Insekt schnell, weshalb die Dinosaurier in Jurassic Park eher fiktiv sind.

  417. Einige aus der Crew befürchteten, die Computer würden sie ersetzen, doch stattdessen entstand dadurch mehr Arbeit für sie.

  418. Ian Bannen und Jon Pertwee kamen für Hammond in Frage.

  419. Das "Spucken" des Dilophosaurus war ursprünglich blassgrün, nicht unähnlich von Schleim. Das musste geändert werden, weil es sich im Regen nicht gut abhob. Die schwarze Substanz, die schließlich verwendet wurde, verfärbte Wayne Knights Gesicht, sodass bei seinem nächsten Auftritt in Seinfeld (1989) viel Make-up nötig war, um das zu überdecken.

  420. (bei etwa 4 Min.) Dies rührt von Spielbergs eigener Jugend und der Trennung seiner Eltern her. Hammonds Tochter lässt sich scheiden.

  421. (bei etwa 28 Minuten) Ein Mitsubishi Movemaster RV-M2 ist zu sehen, wie er sich dreht, bewegt und die Eier an Ort und Stelle hält, als sie schlüpfen (Baby-Velociraptor).

  422. (bei etwa 1 Std. 55 Min.) Etwa 1 Stunde und 55 Minuten nach Filmbeginn erscheint ein Velociraptor in einer Nahaufnahme, beleuchtet von einem Computerschirm voller vier Buchstaben, die sich endlos wiederholen: "ACGT". Diese Buchstaben stehen für Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin, die Basenpaare der DNA.

  423. Ein Jahrzehnt bevor sie bei diesem Film zusammenarbeiteten, traten Sir Richard Attenborough und Steven Spielberg bei den Academy Awards mit Filmen gegeneinander an, die beide für Best Picture und Best Director nominiert waren. Attenboroughs Gandhi (1982) gewann beide Auszeichnungen (und mehrere weitere) gegen Spielbergs E.T. - Der Außerirdische (1982), doch Attenborough fand später, E.T. hätte es mehr verdient, und nannte ihn "ein ganz außergewöhnliches Stück Kino".

  424. Der zweiterfolgreichste Film des 20. Jahrhunderts (nicht inflationsbereinigt), hinter Titanic (1997).

  425. 1993 mussten über 50 CGI-Dinosaurier-Effekte hinzugefügt werden, eine damals beispiellose Zahl, wofür die leistungsstärksten Computer bei Industrial Light & Magic herangezogen wurden (sie füllten drei Räume). Sie durchliefen Millionen von Zyklen, und die Animatoren mussten Dinosaurier-Darbietungen liefern. Phil Tippett ließ die Animatoren Dinosaurier nachahmen, um sie auf dem Bildschirm besser zu vermitteln. Tippett ließ die Animatoren außerdem ein Dinosaurier-Eingabegerät entwerfen, um Bewegungen auf die Dinosaurier auf dem Bildschirm zu übertragen. Auch echte Tierbewegungen wurden studiert, etwa von Leguanen, Giraffen, Nashörnern, Krokodilen, Elefanten und Straußen.

  426. In Wirklichkeit war der Dilophosaurus etwa 7 Meter (23 Fuß) lang und wog fast 500 Kilogramm (1.100 Pfund). Neben der Giftigkeit und dem Nackenschild verkleinerte Steven Spielberg den Dilophosaurus außerdem auf 0,91 Meter (3 Fuß) Höhe und 1,5 Meter (5 Fuß) Länge, damit die Zuschauer ihn nicht mit den Velociraptoren verwechselten.

  427. Michael Crichton schrieb den Roman aus Sorge über den Aufstieg des Szientismus und die Erforschung der Bio-Genetik um des Profits willen.

  428. (bei etwa 1 Std. 55 Min.) Etwa 1 Stunde und 55 Minuten nach Filmbeginn gefiel Steven Spielberg das Ende, weil die Dinosaurierknochen-Ausstellung vom echten Gegenstück zertrümmert wird, und er trieb die Ironie weiter, indem er den T. rex hinter einem Banner platzierte, auf dem "When the Dinosaurs Ruled The Earth" stand.

  429. John Williams komponierte die Musik Ende Februar 1993 und nahm sie einen Monat später auf. Er fand, er müsse "Stücke schreiben, die ein Gefühl von Ehrfurcht und Faszination vermitteln, da es um die überwältigende Freude und Aufregung ging, die das Sehen lebender Dinosaurier auslösen würde".

  430. Steven Spielberg wollte, dass die Dinosaurier sichtbar pulsierend ein- und ausatmen und dass sich ihre Augen wie bei E.T. - Der Außerirdische (1982) weiten, weil das sie echter wirken ließ und auch beängstigend anzusehen war.

  431. Brian Cox wurde für die Rolle des Muldoon interviewt.

  432. Für die Aufnahmen der unteren Hälfte der Raptoren wurden Beinverlängerungen aus Unterkörper, Beinen und Vorderbeinen angefertigt. Die Vorderbeine und Zehen wurden per Kabel gesteuert, wobei John Rosengrant in die Verlängerungen geschnallt wurde, um den sich bewegenden Dinosaurier darzustellen. Auch andere Effekte kamen zum Einsatz, etwa ein schlaffer Gummiraptor an Kabeln mit einem stangenbedienten Kopf, der in der Todesszene von Bob Pecks Figur an diesem befestigt war, eine lebensgroße Puppe mit Armatur als Platzhalter für den CGI-Raptor und eine Ganzkörperpuppe mit arretierbaren Gelenken und bewegtem Kopf, die zum Einsatz kam, als ein Velociraptor auf das Tor des Wartungsschuppens springt. In der Szene im Schuppen wurden zudem Einsteckarme und ein Einsteckbein verwendet, die Rosengrant als Puppenspieler bediente.

  433. Die Park-Software ist in Pascal geschrieben. In einer der Monitor-Nahaufnahmen auf dem UNIX-System ist ein Programm deutlich zu erkennen. Die grafische Oberfläche, die als UNIX-System erkannt wird, war der experimentelle Silicon Graphics 3-D File System Navigator. Die Versionsnummer des Silicon Graphics UNIX Operating System ist 4.0.5 und ist in einer der Nahaufnahmen im Shell-Fenster des Betriebssystems (Befehlsprogramm) zu sehen.

  434. Sandra Bullock, Gwyneth Paltrow, Julianne Moore, Helen Hunt, Teri Hatcher, Elizabeth Hurley und Sherilyn Fenn wurden für die Rolle der Ellie Sattler getestet. Moore spielte Dr. Sarah Harding in Vergessene Welt: Jurassic Park (1997).

  435. Die Gallimimus-Laute wurden mit Pferden erzeugt, männlichen und weiblichen, weil die Stuten interessante Geräusche machen, wenn ein Hengst auftaucht, etwa hohes Wiehern. Der Stampeden-Sound war das Geräusch laufender Pferde oder zusammengetriebener Rinder.

  436. Steven Spielberg wollte Judith Barsi für die Rolle der Lex. Er hatte zuvor mit ihr bei The Land Before Time (1988) gearbeitet. Er war schockiert, als er erfuhr, dass sie 1988 leider von ihrem eigenen Vater ermordet worden war.

  437. Laut John Hornick, Creative Director für Merchandising bei MCA/Universal, war dies der erste Film, der seine eigene Merchandise-Ware als Handlungselement integrierte.

  438. Die Aufgabe, die Dinosaurier zu animieren, wurde zunächst Phil Tippett übertragen, der mehrere Previsualisierungen mit Stop-Motion-Animation anfertigte (bei der Modelle zwischen den einzelnen Aufnahmen leicht bewegt werden). Digitale Bewegungsunschärfe sollte hinzugefügt werden, damit die Bewegungen weniger ruckelig und überzeugender wirken – ein Verfahren namens "Go-Motion", das Tippett zuvor für die AT-ATs in Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück (1980) und den Cyborg in RoboCop 2 (1990) eingesetzt hatte. Die ILM-Visual-Effects-Künstler Steve 'Spaz' Williams und Mark A.Z. Dippé schlugen jedoch vor, die meisten Dinosaurier vollständig am Computer zu animieren, obwohl ihr Chef Dennis Muren ihnen sagte, sie könnten niemals bessere Arbeit leisten als Tippett. Sie erstellten trotzdem eine Testanimation eines T-Rex-Skeletts, die Kathleen Kennedy bei ihrem Besuch bei ILM gezeigt wurde. Kennedy informierte Steven Spielberg, der neugierig wurde und eine weitere Testrolle in Auftrag gab. Das Endergebnis, in dem ein vollständig mit Haut versehener T. Rex durch eine Wüste läuft, begeisterte ihn. Er und Tippett sahen sich an, und Tippett sagte: "Ich glaube, wir sind ausgestorben". Spielberg gefiel der Satz, und er ließ Jeff Goldblum ihn im Besucherzentrum zu Sir Sam Neill sagen. Tippett erklärte später, ihm sei ob des Gefühls, überflüssig zu sein, tatsächlich körperlich übel geworden, und er verließ das Set für 10 Tage, wurde aber später engagiert, um bei der Gestaltung der Bewegungen der computeranimierten Dinosaurier zu helfen.

  439. Seit April 2015 existiert der Brontosaurus offiziell. Forscher aus dem Vereinigten Königreich und Portugal werteten eine Fülle von Belegen aus und kamen zu dem Schluss, dass die Unterschiede zwischen den Fossilien groß genug sind, um eine eigene Klassifizierung zu rechtfertigen.

  440. Eine lebensgroße T. Rex-Zeichnung an der Wand von Stan Winstons Studio half dabei, das echte Modell zu erschaffen. Der T. Rex war so riesig, dass sie das Dach anheben mussten, um die Skulptur unterzubringen.

  441. Steven Spielberg verlor den Oscar für die beste Regie an Sir Richard Attenborough, als Spielbergs E.T. - Der Außerirdische (1982) gegen Attenboroughs Gandhi (1982) verlor. In diesem Film durfte Spielberg Attenborough führen, doch er ist nicht der einzige mit Gandhi (1982) Verbundene, den Spielberg in seiner Karriere inszeniert hat: Amrish Puri und Roshan Seth in Indiana Jones and the Temple of Doom (1984); Sir Ben Kingsley in Schindler's List (1993); Sir Nigel Hawthorne in Amistad (1997); Martin Sheen in Catch Me If You Can (2002); Daniel Day-Lewis in Lincoln (2012).

  442. Steven Spielberg bestand darauf, dass Schindler's List (1993) 1993 herauskäme, um mit dem 50. Jahrestag der Zerstörung des Warschauer Ghettos 1943 zusammenzufallen. Universal wollte jedoch, dass Spielberg zuerst Jurassic Park fertigstellte, also ging Spielberg den Kompromiss ein, George Lucas die Postproduktion und die visuellen Effekte von Jurassic Park überwachen zu lassen, während er Schindler's List in Polen drehte.

  443. Im Sommer 2020, als die meisten Kinos wegen der COVID-19-Pandemie geschlossen waren und die Studios neue Filme zurückhielten, schaffte es Jurassic Park (1993) erneut an die Spitze der Kinocharts – in kleinen Drive-in-Spielstätten, die aus der Not heraus entstanden waren. Am Wochenende des 19. Juni setzte er sich knapp gegen einen anderen Steven-Spielberg-Film durch, Der weiße Hai (1975), allerdings mit weniger als 1 Million Dollar an Einnahmen.

  444. Die Beliebtheit des Films beeinflusste höchstwahrscheinlich die landesweite Abstimmung, bei der sich 1994 die Mehrheit für den Namen "Raptors" für Torontos neues NBA-Team aussprach. Eine öffentliche Fläche, auf der Fans die Spiele der Raptors verfolgen können und die direkt vor der Arena des Heimteams liegt, wird von den Einheimischen weithin "Jurassic Park" genannt.

  445. Der Blip-Ton auf den Silicon-Graphics-Computern und der Blip auf dem Apple Macintosh Quadra 700 stammen von einem Motorola-Handy.

  446. Damit die Ford Explorer XLT von 1993 aussahen, als wären sie fahrerlos und würden auf einer elektrischen Schiene laufen, wurden die SUVs vom hinteren Laderaum aus ferngesteuert. Der Fahrer versteckte sich unter der Laderaumplane des Ford Explorer, die während der Dreharbeiten immer geschlossen blieb. Um zu sehen, wohin er lenken musste, beobachtete der Fahrer einen kleinen Fernseher, der über 2 Kameras mit Bildern von außen versorgt wurde. Eine Kamera war am Armaturenbrett vor dem Lenkrad montiert, die andere am unteren Mittelteil der vorderen Stoßstange über einer schwarzen Box. Beide Kameras sind im Film mehrfach deutlich zu sehen.

  447. Das Logo und das Werbebild des Films standen bereits fest, bevor die Dreharbeiten begannen.

  448. Jeff Goldblum wurde erstmals für die Rolle des Dr. Ian Malcolm interviewt, nachdem Regisseur Steven Spielberg den Entwurf von Malia Scotch Marmo verworfen hatte, in dem Malcolm nicht vorkam. Obwohl sie ihren Entwurf nicht verwendeten, dachten sie weiterhin darüber nach, die Figur wegzulassen, was Spielberg Goldblum auch sagte. Goldblum hatte das Buch gelesen und setzte sich nachdrücklich für die Aufnahme der Figur ein.

  449. Die Crew musste Sicherheitsbesprechungen zum T. Rex abhalten. Er wog 12.000 Pfund und war extrem kraftvoll. Mit Blinklichtern wurde angekündigt, wann er gleich zum Einsatz kam, um die Crew zu warnen, denn wenn man neben ihm stand und der Kopf mit voller Geschwindigkeit vorbeifuhr, fühlte es sich an wie ein vorbeifahrender Bus.

  450. Frühe Zeichnungen ausgewählter Szenen des Romans ließen Dr. Grant wie Harrison Ford aussehen. Sir Sam Neill war einst für Fords Rolle des Indiana Jones im Gespräch gewesen, und Ford wurde für eine der Hauptrollen in Jagd auf Roter Oktober (1990) erwogen, in dem auch Neill zu sehen ist.

  451. John Hammond (Sir Richard Attenborough) erschuf die Dinosaurier aus DNA, die in Bernstein eingeschlossen war. Er trug außerdem einen Stock mit einem Mücken-Einschluss in Bernstein bei sich. Attenboroughs Bruder ist der Naturforscher David Attenborough, der seine eigene Sammlung von in Bernstein eingeschlossenen Tieren besitzt. Darum ging es in Natural World (1983), Staffel 22, Folge 12, The Amber Time Machine (2004).

  452. Sir Sam Neills Mentor James Mason trat in Der unsichtbare Dritte (1959) auf, und sein Auftritt in diesem Film wurde von Spielberg in Indiana Jones and the Last Crusade (1989) nachgestellt. Mason arbeitete anschließend mit Regisseur Stanley Kubrick an Lolita (1962). Später durfte er das Set von Kubricks Film The Shining (1980) besuchen, das auch Steven Spielberg besuchte, was zu dessen Freundschaft mit Kubrick und schließlich dazu führte, dass Spielberg bei A.I. Artificial Intelligence (2001) Regie führte. Neill verwies im Laufe dieses Jahres 2-mal auf Kubricks Filme. Die Szene, in der Tim und Lex in der Küche von Velociraptoren gejagt werden, enthält eine Hommage an The Shining, und in Neills Gastauftritt in Homer the Vigilante (1994) reitet Homer auf einer Bombe in den Untergang, ganz wie Slim Pickens in Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb (1964).

  453. Während Dennis zum Zeitpunkt des Vorfalls auf Isla Nublar bis zu 15 Dinosaurier-Embryos gestohlen hatte, lebten derzeit nur 7 Dinosaurier auf der Insel. Dabei handelte es sich um Brachiosaurus, Parasaurolophus, Triceratops, Tyrannosaurus Rex, Dilophosaurus, Gallimimus und Velociraptor. Embryos eines Proceratosaurus, Stegasaurus und Metriacanthosaurus sind ebenfalls zu sehen, wurden aber nicht auf Isla Nublar gezüchtet. Weitere Dinosaurierarten waren geplant, kamen aber nie zustande, weil der Park aufgegeben wurde.

  454. Der kranke Triceratops wurde mit einem sehr farbenfrohen Muster auf der Haut entworfen. Als die Kreatur jedoch am Drehort ankam, entschied Stan Winston, dass das Tier realistischerweise mit Erde aus seiner Umgebung bedeckt sein sollte.

  455. In einem Happy Sad Confused-Podcast wurde Samuel L. Jackson nach der Möglichkeit gefragt, dass Mace Windu, eine weitere Figur, die in einem früheren Film scheinbar getötet wurde, ins Star-Wars-Universum zurückkehrt. Jackson sagte, er glaube nicht nur, dass Mace zurückkehren könnte, sondern auch, dass seine Figur Ray diesen Raptorenangriff ebenfalls überlebt und sich erfolgreich an ein neues Leben als Herr der Dinosaurier angepasst hat und irgendwo auf dieser Insel immer noch ist. Er erklärte: "So denke ich auch über den Typen aus Jurassic Park. Er reitet irgendwo mit einem Arm auf Velociraptoren herum. Er ist einfach auf dieser Insel und reitet Raptoren."

  456. Der Sturm, der den Park überwältigt, wurde als das Thema des Films gedeutet: der Versuch, die Natur zu kontrollieren, und das Scheitern daran.

  457. Jake Gyllenhaal war unter denen, die für die Rolle des Tim in Betracht gezogen wurden.

  458. In der Frühphase wurde Go-Motion erwogen, um alle Dinosaurier zu animieren – mit Ausnahme der Gallimimus-Herde, für die Dennis Muren darauf bestand, sie mit dem damals aufkommenden CGI umzusetzen.

  459. (bei etwa 1 Std. 35 Min.) Etwa bei 1 Stunde und 35 Minuten erwähnt Ian Malcolm in einer Szene die Pirates of the Caribbean-Attraktion in Disneyland. Dieser Film kam ein Jahrzehnt vor Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003) heraus, der auf der Disneyland-Attraktion basiert.

  460. Sir Richard Attenborough spielt den Großvater von Joseph Mazzello. Anschließend besetzte er Mazzello in Shadowlands (1993).

  461. Dieser Film verhalf Michael Crichtons ins Stocken geratener Karriere zu einem dringend benötigten Aufschwung. Nach dem weltweiten Erfolg dieses Films war Crichton in Hollywood gefragt, und viele seiner Romane wurden verfilmt.

  462. Der Lack der Ford Explorer war so gestaltet, dass er wie ein Dinosaurier-Hautmuster aussah, was dazu beitrug, dass Rexy sie angriff. Ihr Sehvermögen ist schlecht, daher glaubte sie, andere Dinosaurier würden in ihr Revier eindringen.

  463. Der Ausgräber sagt mit Blick auf Sam Neills Figur: "Sie werden Grant nie aus Montana wegbekommen." In Jagd auf Roter Oktober sagt Sam Neill: "Ich möchte gern in Montana leben."

  464. Sam Neill improvisierte völlig, wie er vom Zaun einen Stromschlag vortäuschte und sich dann zu den Kindern umdrehte und lächelte. Nicht einmal Spielberg wusste, dass er das tun würde. Die Reaktionen der Kinder waren echte Angst.

  465. Der Film markierte den Höhepunkt der "Dinosaurier-Renaissance", einer bahnbrechenden wissenschaftlichen Revolution, die von den 1960er-Jahren bis in die frühen 1990er-Jahre andauerte und in der Dinosaurier von trägen, dummen und kaltblütigen Reptilien zu den flinken, intelligenten und warmblütigen Tieren wurden, die in diesem Film gezeigt werden. Er präsentierte der Öffentlichkeit zudem eine neue Art visuellen "Designs" der Dinosaurier. Vieles davon lässt sich auf die Arbeiten der Paläontologen John Ostrom (der als Erster die Einzigartigkeit der "Raptoren"-Dinosaurier erkannte), Robert Bakker, Jack Horner (auf dem die Figur des Dr. Alan Grant basiert) und Gregory Paul zurückführen. Tatsächlich nennen heutige Paläontologen die 1990er- und frühen 2000er-Jahre oft scherzhaft die "Paulianische Ära", weil das Aussehen der Dinosaurier im Film und in praktisch jedem anderen damals entstandenen Werk auf Rekonstruktionen von Greg Paul beruhte. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse haben jedoch vieles davon als falsch erwiesen, was zur Prägung des Begriffs "schrumpfgewickelte Dinosaurier" geführt hat, da viele von Pauls Rekonstruktionen (und damit auch die Dinosaurier von Jurassic Park) wie mit Muskeln und Haut überzogene Dinosaurierskelette aussehen, aber praktisch kein anderes Weichteilgewebe aufweisen.

  466. Dr. Grants Entdeckung, dass Dinosaurier in Herden leben, stammt aus Jack Horners Forschung. Horner besitzt eine Deinonychus-Klaue, ähnlich der Raptorenklaue, die Grant besitzt.

  467. Der 20 Fuß große Tyrannosaurus bestand aus einem Fiberglasgerüst und 3.000 Pfund Ton, überzogen mit einer empfindlichen Latexhaut, die von einem Team von Künstlern bemalt wurde, und montiert auf einem "Dino-Simulator", mit dem 12 verschiedene Bediener die Bewegungen des Dinosauriers über ein Computer-Steuerpult auslösen konnten. Zudem wurde eine Version des 20 Fuß großen Tyrannosaurus im Maßstab 1:5 gebaut, mit der Bewegungen und Aktionen geprobt wurden, die später vom größeren Gegenstück ausgeführt wurden.

  468. Whit Hertford, der den Freiwilligen-Jungen spielt, der Alan nervt, indem er das Velociraptor-Fossil einen "Truthahn mit 6 Fuß" nennt, lieh später selbst einem animierten Dinosaurier in The Land Before Time III: The Time of the Great Giving (1995) seine Stimme. In diesem Film hat er eine Musiknummer namens "When You're Big".

  469. Cameron Thor hat erklärt, er würde seine Rolle des Lewis Dodgson jederzeit gerne wieder aufnehmen, da er vor allem durch diese Figur bekannt ist. Die Figur kam im Fortsetzungsroman "The Lost World" vor, nicht aber in der Verfilmung. In Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022) kehrt Dodgson zurück, allerdings ohne Thor, der nach seiner Verurteilung 2016 wegen sexuellen Fehlverhaltens gegenüber einem 13-jährigen Mädchen eine 6-jährige Haftstrafe verbüßt. Die Rolle des Dodgson wurde mit Campbell Scott neu besetzt.

  470. Der Schutzschalter im Wartungsschuppen war ein Modell Westinghouse SPB-100.

  471. Die Drehorte für das Besucherzentrum setzten sich zusammen aus: Außenaufnahmen: Valley House Plantation Estate, Kealia, Kauai, Hawaii. Innenaufnahmen: Universal Studios Hollywood, Kalifornien. Lobby und Rotunde des Besucherzentrums: Bühne 12. Küche des Besucherzentrums: Bühne 24. Kontrollraum, Theater und Dinosaurier-Brutstation des Besucherzentrums: Bühne 28. V.I.P.-Speisesaal und Besucherspeisesaal: unbekannte Bühne bei den Universal Studios, Hollywood, Kalifornien.

  472. Der einzige Film der Reihe mit einem Dilophosaurus. Bis Jurassic World (2015), allerdings nur als Hologramm.

  473. Die erste Fernsehausstrahlung von Jurassic Park lief am 7. Mai 1995, nach der Sendung von The Making of 'Jurassic Park' (1995) am 26. April. 68,12 Millionen Zuschauer sahen zu, was NBC an diesem Abend einen Anteil von 36 Prozent aller verfügbaren Zuschauer einbrachte. Der Film war die bestbewertete Kinofilmausstrahlung eines Senders seit der Ausstrahlung von Die Glücksritter (1983) im April 1987.

  474. Auf dem Regal im Wohnwagen steht ein Spielzeug-Brachiosaurus, als Alan und Ellie mit Hammond sprechen. Vielleicht ein Vorgriff auf den ersten Dinosaurier, den sie bei ihrer Ankunft auf der Insel zu Gesicht bekommen.

  475. (bei etwa 1 Std. 35 Min.) Etwa 1 Stunde und 35 Minuten nach Filmbeginn wurde die Szene, in der der T. Rex aus dem Gebüsch kommt und den Gallimimus frisst, auf der Insel Oahu in der Kualoa Ranch gedreht. Wegen des Hurrikans Iniki war dies die einzige Außenaufnahme, die nicht auf Kauai entstand.

  476. Obwohl seine Figur dagegen ist, hält Jeff Goldblum einen Dinosaurier-Safaripark für eine coole Idee.

  477. (bei etwa 1 Std. 55 Min.) Etwa 1 Stunde und 55 Minuten nach Filmbeginn, als später im Film einer der Jeeps vorfährt, zoomt die Kamera kurz bevor alle aussteigen auf die Jeep-Tür. Auf der Tür prangt das Jurassic Park-Logo, doch es ist so mit Schlamm bedeckt, dass nur die Worte "urass Park" zu lesen sind – vielleicht ein feiner Scherz darauf, dass viele Figuren im Film verletzt werden oder sterben.

  478. Zum ersten Mal wurden Dinosaurier in einem Film mit CGI-Effekten dargestellt. Auch wenn die CGI-Technik seither weitergeschritten ist, gilt der Film in diesem Bereich noch immer als einer der spannendsten.

  479. Die neue Taschenbuchausgabe des Romans, die zur Kinoveröffentlichung erschien, verkaufte sich fünf Millionen Mal und war damit bis dahin das meistverkaufte Buch in der Geschichte von Ballantine Books.

  480. Für die Nachtsichtbrillen wurden die verschiedenen im Film verwendeten Sehhilfen aus denselben Grundelementen gebaut. Die Linsen stammten von Konica-Aiborg-Kameras. Das Besondere daran: Sie hatten einen eingebauten Objektivdeckel, der sich beim Ausfahren ins Objektiv zurückzog, was dem Requisit für den Film eine zusätzliche Bewegungsebene verlieh. Als Kopfbügel diente der Huntsman K117, der sonst bei deren Schweißerhelmen zum Einsatz kam. Schauspieler Joseph Mazzello konnte während der Dreharbeiten durch die Brillen tatsächlich nichts erkennen. Die grüne Nachtsicht-Perspektive auf der Leinwand wurde erst später beim Schnitt bzw. in der Postproduktion hinzugefügt.

  481. Fred Sorenson war der Pilot, der die Crew von Kauai ausflog, als während der Dreharbeiten der Hurrikan zuschlug. Er spielte Jock, den Piloten, der Indiana Jones in der Eröffnungsszene von Jäger des verlorenen Schatzes (1981) davonfliegt – ebenfalls unter der Regie von Steven Spielberg.

  482. Die Dreharbeiten auf Kauai waren Mitte September 1992 abgeschlossen, danach drehte die Crew die erste Szene mit Grant und Ellie in der Mojave-Wüste an 2 Tagen. Der Rest des Films entstand in Studios, etwa das Genetik-Labor, das Besucherzentrum und das T.-Rex-Gehege. Der erste T.-Rex-Angriff ließ sich im Studio besser kontrollieren, da CGI und Animatronik mit Darstellern und Kulisse interagierten und dabei von außerhalb des Bildes gesteuert wurden.

  483. Durch das Seitenverhältnis von 1,85:1 beim Dreh erhielt das Publikum in jedem Bild 24 % mehr vertikale Landschaft. So konnte er große Dinosaurier filmen und sie auch so wirken lassen. Steven Spielberg nutzte das in den Weitwinkelaufnahmen, um die Menschen bewusst klein und die Welt riesig erscheinen zu lassen. Tatsächlich setzt Spielberg das Seitenverhältnis schon seit seinen Anfängen heimlich zur Erzählung ein. Doch nicht nur für die Dinos: Spielberg wusste, dass es in diesem Drehbuch wirklich um Menschen geht, die Gott spielen. Sobald wir in die Geschichte eintauchen, musste er den Blickwinkel so wählen, dass wir auf die Dinosaurier herabschauen. Der gesamte erste Akt von Jurassic Park führt die Hybris der Menschheit vor. Wir glauben, wir sollten von oben auf unsere Schöpfungen blicken, doch was gleich geschieht: Die Ehrfurcht und das Staunen, mit denen wir im ersten Akt ein Gefühl der Kontrolle hatten, schlagen in Angst und Beklemmung um, während unsere Schöpfung uns körperlich überragt und unseren Raum einnimmt. In der zweiten Hälfte des Films sind die Dinosaurier an der Reihe, über den Menschen zu thronen. Es beginnt im Kleinen, wenn ein T-Rex sein Futter auf einen Truck wirft und uns daran erinnert, wer hier das Raubtier an der Spitze ist. Doch dann geht es darum, dass wir versuchen, uns die Erde mit diesen Kreaturen zu teilen. Und Spielberg hat hier einige Tricks in Sachen Größenverhältnisse. Der erste: die Dinosaurier im Verhältnis zu Dingen zu zeigen, die wir kennen, etwa ein Autofenster. Außerdem bringt er die Dinosaurier gezielt in unsere Welt, lässt sie in Räumen herumtappen, die für uns gebaut wurden und für sie eigentlich viel zu groß sind. Eine der Methoden, mit denen Spielberg solche Gefühle erzeugt, ist der Rahmen im Rahmen. Das heißt, eine menschliche Perspektive durch etwas aus unserem Alltag zu zeigen, während ein Dinosaurier damit in Beziehung tritt, wie dieser Raptor im Fenster. Spielberg und Dean Cundey hatten Spaß daran, solche Einstellungen über die ganze Leinwand zu verteilen und uns ständig an die Machtverschiebungen und die Größe dieser Kreaturen zu erinnern. Ich weiß, das klingt alles nach Dingen, die Leute mit großem Budget nach Belieben tun können. Aber denk daran, wie kleine Anpassungen an deiner Arbeit die Geschichte voranbringen können.

  484. Der Film rückt ein Stück weit von Michael Crichtons Haltung ab, Dinosaurier seien durchweg gefährlich, nimmt sich aber auch die Zeit, das Wunderbare an ihnen zu sehen.

  485. (bei etwa 1 Std. 3 Min.) Als Gennaro in die Toilette rennt, zurückweicht und auf der Toilette landet, landete Martin Ferrero tatsächlich auf der Toilette, was Steven Spielberg wegen seiner Authentizität im Film beließ.

  486. Steven Spielberg wollte, dass die Velociraptoren gespaltene Zungen haben. Laut Jack Horner musste er Spielberg davon überzeugen, den Velociraptoren keine schlangenartige Optik zu geben. "Ursprünglich wollte Steven, dass sie mit zuckenden gespaltenen Zungen umherlaufen", sagte Horner. "Ich sagte: 'Nein, nein, das kannst du nicht machen.'" Den Raptoren eine gespaltene Zunge zu geben, wäre wissenschaftlich falsch gewesen, da diese Dinosaurier näher mit Vögeln als mit Schlangen verwandt waren. Spielberg trifft für den Wunsch nach einer unwissenschaftlichen Zunge nicht die ganze Schuld: In dem Buch "Jurassic Park", auf dem der Film basiert, beschreibt Autor Michael Crichton einen Tyrannosaurus rex mit gespaltener Zunge. Crichton schreibt über den T. rex: "Mit einem leisen Knurren öffneten sich die Kiefer langsam, und die Zunge schnellte hervor. Sie war dick und blauschwarz, mit einer kleinen gespaltenen Einkerbung an der Spitze. Sie war 4 Fuß lang und reichte mühelos bis zur gegenüberliegenden Wand der Nische." Realistisch betrachtet ist es jedoch unwahrscheinlich, dass der T. rex oder der Velociraptor – oder überhaupt ein Dinosaurier – eine gespaltene Zunge wie heutige Schlangen hatte.

  487. Niemand wusste, wie die Raptoren klingen, also nahm man für einen interessanten Klang einen jungen Delfin in Paarungsstimmung unter Wasser auf; das versetzte ihn in eine bestimmte Stimmung und entlockte ihm einen wunderbaren Schrei, der überhaupt nicht nach einem Delfin klang. Als Muldoon angefaucht wird, war das eine aufgebrachte Gans.

  488. Sam Neill ist wie Alan Grant ebenfalls "nicht maschinenkompatibel". Offenbar gelang es ihm nicht, Jurassic World: Dominion in den sozialen Medien zu bewerben, und er musste Laura Dern per SMS um Hilfe bitten.

  489. Es gibt einen großartigen visuellen Gag, als der T. Rex auf den Jeep zurast. Das Biest erscheint im Rückspiegel über dem Schriftzug auf dem Glas: "Objects in mirror may be closer than they appear."

  490. Joseph Mazzello erzählte in einem Interview mit TODAY, er sei "zu Tode erschrocken" gewesen, als er das Drehbuch zum ersten Mal las. "Es wirkte einfach unglaublich intensiv und richtig spaßig. Und meine Fantasie ging völlig mit mir durch. Ich freute mich riesig darauf, diese Dinosaurier zu sehen. Ich erinnere mich, dass wir in den ersten paar Wochen oder etwa einem Monat keine Szenen mit den Dinosauriern drehten. Und ich konnte es kaum erwarten, sie zu sehen. Und der erste, den ich sah, war der Triceratops, der dort lag, als er krank war, und ich traute meinen Augen kaum, wie unglaublich lebensecht er war."

  491. Sam Neill wurde gefragt, wie sehr Spielberg vorgab, wie der Paläontologe reagieren sollte, als er seine alten, verstaubten Fossilien buchstäblich zum ersten Mal direkt vor sich zum Leben erwachsen sah. Laut dem Schauspieler war er, abgesehen von dem berühmten Moment, in dem er Laura Derns Kopf gewaltsam herumdreht, weitgehend auf sich allein gestellt: "Ich schlug etwas vor, was zeigt, dass ich nie ein Actionheld war. Ich sagte zu Steven: 'Schau, nach einem Leben voller Dinosaurier-Fantasien könnte Alan Grant beim tatsächlichen Anblick eines Dinosauriers einfach glatt umkippen.' Und Steven sagte: 'Ja, okay.' Deshalb sieht man mich herumtorkeln, und ich muss mich hinsetzen und den Kopf zwischen die Beine stecken."

  492. Zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere war dies Steven Spielbergs teuerster Film.

  493. Laura Dern, die in diesem Film mit dem Schauspieler, Regisseur und wieder Schauspieler Richard Attenborough zusammenarbeitet, hat auch intensiv mit Regisseur David Lynch gearbeitet, der an ihrer Seite zudem in Twin Peaks auftrat. Dern war maßgeblich daran beteiligt, Lynch dazu zu bewegen, in Spielbergs späterem Film The Fabelmans mitzuspielen.

  494. Für die Rolle des Nedry war Charlie Sheen im Gespräch.

  495. Die Dreharbeiten endeten 12 Tage vor dem Zeitplan und im Budget.

  496. Als Nedry die Dinosaurier-Embryonen stiehlt, ist eines davon mit Brontosaurus beschriftet. Der Brontosaurus war zur Entstehungszeit des Films kein echter Dinosaurier, sondern einer, den ein Paläontologe benannt hatte, dessen Exemplar den falschen Schädel trug. Den richtigen Schädel für das Tier fand ein anderer Wissenschaftler, und es wurde fortan Apatosaurus genannt. Seit 2015 gilt der Brontosaurus wieder als echter Dinosaurier.

  497. Bob Peck durfte die Requisite Franchi SPAS-12 nach Drehschluss behalten.

  498. Beide Enden des Sicherheitsgurts im Hubschrauber sind weiblich. Das ist eine Anspielung darauf, dass alle Dinosaurier auf der Insel weiblich sind.

  499. Die Szene, in der der Jeep vom T. Rex verfolgt wird (bei etwa 1 Stunde 20 Minuten), wurde von Hatari! (1962) inspiriert.

  500. Der Gallimimus-Ansturm wurde auf einer Weide gedreht. Die Crew stieß auf eine Rinderherde und bot ihnen scherzhaft Jobs an, indem sie anbot, sie in Latex als Dinosaurier zu verkleiden. Leider liefen sie alle davon.

  501. Dieser Film blieb 15 Jahre lang unter den 10 weltweit erfolgreichsten Filmen, bis The Dark Knight (2008) ihn schließlich von der Liste verdrängte.

  502. Steven Spielberg wurde von Internet-Trollen beschuldigt, Dinosaurier zu jagen und zu töten.

  503. Die Raptoren in der Küchenszene wurden an Joseph Mazzellos 9. Geburtstag gedreht. Aufgrund eines Missverständnisses rannte Joseph bei einem der Takes in einen der Raptoren und wurde verletzt.

  504. (bei etwa 1 Std. 30 Min.) Lysin ist eine Aminosäure, einer der 'Bausteine' des Proteins. Genauer gesagt ist es eine von 9 'essentiellen' Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und über die Nahrung aufnehmen muss. Lysinquellen sind unter anderem Eier, Fleisch, Soja, Milch, Parmesan, Fisch sowie die meisten Getreide- und Hülsenfrüchte. Der Lysin-Notfallplan sah vor, den Dinosauriern das Lysin in der Nahrung vorzuenthalten, um sie bei Bedarf zu töten. Er wurde in die Konstruktion der DNA der Tiere eingebaut, damit sie nur mit der im Park bereitgestellten Nahrung überleben konnten, d. h. außerhalb der Insel nicht überlebensfähig waren. Allerdings würde der Tod durch Lysinmangel lange dauern, mehrere Wochen und bei den Fleischfressern noch länger, da die Verdauung von Fleisch Lysin freisetzt. Hammond war aus offensichtlichem Grund gegen die Anwendung des Plans ... er wollte nicht alle Dinosaurier töten, seine Investition verlieren und gezwungen sein, von vorn zu beginnen. Man könnte auch sagen, dass er ein wenig Mitgefühl für seine Geschöpfe empfand (weshalb er Grant am Telefon anschrie, als er hörte, wie dieser auf die Raptoren schoss). Sicherlich fühlte er eine Bindung zu den Tieren, doch eine plausiblere Erklärung für seine Entscheidung lässt sich aus seinem Ausruf gegenüber John Arnold ableiten: 'Menschen sterben!' Arnold bestand darauf, nicht für einen Neustart der Parksysteme verantwortlich sein zu wollen, da diese womöglich gar nicht wieder hochfahren würden, und schien eher Muldoons Vorschlag zu befürworten, den Lysin-Notfallplan zu nutzen. Dieser hätte jedoch zu lange gebraucht, um zu wirken, während ein 'theoretischer' Neustart des Systems ihnen fast sofort die Kontrolle zurückgegeben hätte.

  505. Steven Spielberg ließ für die Rolle der Lex Mädchen vorsprechen, indem er sie so laut wie möglich schreien ließ. Er suchte jemanden, der den berühmten Schrei von Fay Wray aus Die Fabel von King Kong - Ein amerikanischer Trick- und Sensationsfilm (1933) am besten nachahmen konnte.

  506. Wissenschaftler halten die Haltung der Arme der Velociraptoren möglicherweise für falsch. Stattdessen wären die Handgelenke der Velociraptoren nach innen gedreht gewesen, als würden sie ständig einen Basketball halten. Das hätte es den Raptoren deutlich erschwert, die Tür zur Küche zu öffnen.

  507. Die Augen der Velociraptoren orientierten sich an einer Schlange und durchliefen etwa 15 verschiedene Entwürfe. Das Endergebnis umfasste einen modellierten Kern und Zellarbeit.

  508. Im Kontrollraum waren alle Computer echte Computersysteme aus der Zeit des Kinostarts, keine Requisiten. Die großen schwarzen Schränke mit den roten Lichtern sind Thinking Machine CM-5, sogenannte "massiv parallele Supercomputer". 4 CM-5 beherrschten die Mitte des Raums unter dem Hauptbildschirm, und ein weiterer einzelner CM-5-Schrank stand hinter Newmans Station. Der Computer, den Arnold in den meisten seiner Szenen bediente, war ein Macintosh Quadra 700 (der weiße PC links von seinem Monitor); der schwarze, würfelförmige PC rechts war eine 3D-Grafik-Rendermaschine namens SGI R4000 Indigo Elan. Newmans Station am Boden ganz rechts war ebenfalls ein SGI Crimson Grafik-Rendersystem.

  509. (bei etwa 1 Std. 20 Min.) Der T. Rex, der den Jeep verfolgt, war die schwierigste Szene zu animieren. Steve 'Spaz' Williams musste recherchieren, denn es gab keinen Bezugspunkt für ein laufendes Tier dieser Größe. Allein herauszufinden, wie man es zum Laufen bringt, dauerte 2 Monate. Er ließ die Sequenz rückwärts laufen, um alle Fehler zu sehen. Außerdem konnten sie den Computer nutzen, um kleine Details zur Authentifizierung der Szene hinzuzufügen, zum Beispiel den T. Rex durch Wasserpfützen laufen und Spritzer hinterlassen zu lassen usw. Die Spritzer wurden einzeln gefilmt und dann vom Computer zu den Fußstapfen des T. Rex hinzugefügt.

  510. Am Ende des Films, während des Hubschrauberflugs zurück zum Festland, beobachtet Alan Grant liebevoll einen Schwarm fliegender Pelikane. Er erinnert sich an die Rede, die er zu Beginn des Films hielt, in der er darauf hinweist, dass Vögel von Dinosauriern abstammen.

  511. Einem Produktionsfoto zufolge erschien Steven Spielberg am Set des Filmendes in einer Letterman-Jacke mit Tiny Toon Abenteuer (1990) auf der linken Schulter. Er war Executive Producer dieser Serie und produzierte sie mit Warner Bros. und Amblin Entertainment.

  512. 1990 erstellte der Paläokünstler Mark Hallett ein Storyboard der Raptoren in der Küche sowie Farbstudien der Raptoren. John Gurche, ein weiterer bekannter Paläokünstler, schuf ebenfalls Concept Art der Raptoren. Seine Entwürfe zeigten die Raptoren mit langen, hühnerartigen Füßen. Diese Zeichnungen wiesen ein anderes Kopfdesign auf als das des Films. Gregory Paul erstellte für den Film Skelett- und Muskelstudien des Velociraptors, obwohl Paul nach eigenen Angaben nie Feedback zu seinen Diagrammen der Raptoren erhielt.

  513. Dieser Film gewann alle 3 Oscars, für die er nominiert war: Bester Ton, Beste Toneffekte und Beste Visuelle Effekte.

  514. Mark 'Crash' McCreery entwarf den Velociraptor für den Film. Er schuf Konzepte von 3 Lebensstadien des Raptors: Schlüpfling, Jungtier und Erwachsener; das Jungtier war im Film nie zu sehen, sollte aber ursprünglich enthalten sein. McCreery begann mit dem Zeichnen des Velociraptors nach seinen ersten beiden Zeichnungen des T. rex, als der Film um grünes Licht kämpfte. 2 seiner Zeichnungen entstanden 1991, und wie bei Mark Halletts Zeichnungen war ein Merkmal vieler von McCreerys Konzepten ein vom Leinwand-Velociraptor abweichendes Kopfdesign. Einige Designentscheidungen wurden für den Velociraptor im Film vorgeschlagen und/oder erwogen, aber nie verwendet. Phil Tippett erstellte einst Go-Motion-Animatics der Raptoren in der Küche, in denen sie gespaltene Zungen hatten, die sie wie eine Schlange oder einen Waran aus dem Maul schnellen ließen – als Anspielung auf die Querverbindung zur Gentechnik, mit der die Dinosaurier erschaffen wurden. Diese Idee wurde verworfen, da der paläontologische Berater Jack Horner nicht einverstanden war und sagte: "Nein, das geht nicht, das ist eine Echse, Dinosaurier sind keine Echsen, sie sind Vögel."

  515. (bei etwa 1 Std. 50 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 50 Minuten, als die SPAS-12 klemmt, scheint es sich um eine Auszieher-Fehlfunktion zu handeln, bei der eine Hülse im Patronenlager das Nachladen einer geladenen Patrone blockiert, allgemein als "Stovepipe" bekannt. Eine solche Ladehemmung ist in der Realität relativ leicht zu beheben, doch Grant kennt sich mit Schusswaffen wahrscheinlich nicht gut genug aus, um zu wissen, wie. Die in dieser Szene verwendeten Patronen sind höchstwahrscheinlich Platzpatronen, so zerbrechlich, wie sie wirken.

  516. Die Fortschritte in der CGI ermöglichten es, die Dinosaurier dreidimensional erscheinen zu lassen, und den Animatoren, ihre Muskelstruktur und ihre Bewegungsweise auszuarbeiten.

  517. Laut Mark Hallett erwog Steven Spielberg in der frühen Entwicklungsphase einmal, einige seiner Hühner mit prothetischen Köpfen, Armen und Schwänzen auszustatten und sie dann auf verkleinerten Bühnenbildern wüten zu lassen, um die Raptoren darzustellen, bis die Computeranimation perfektioniert war, ließ sich aber später von seinen Vertrauten überzeugen, diese Idee zu verwerfen. Die Idee für einen Ganzkörperanzug entstand unabhängig davon im Stan Winston Studio, als man frühe Storyboards begutachtete. Ursprünglich sollte nur ein einziger vollständiger Ganzkörperanzug für den Film angefertigt werden, doch daraus wurden bald zwei Anzüge. Jeder Anzug verlangte vom Puppenspieler, beim Einsteigen eine Skihaltung einzunehmen, bevor er mit einem Reißverschluss am Rücken in den Anzug gezogen wurde. Damit der Puppenspieler im Anzug sehen konnte, gab es mehrere kleine Schlitze am Hals, wo sich der Kopf der Person befand, sowie einen kleinen Fernsehmonitor, der ebenfalls im Anzug befestigt war. Da der Anzug luftdicht konstruiert war, musste außerdem eine Luftleitung durch eines seiner Beine zugeführt werden. Trotz des ursprünglichen Plans, die Anzüge ohne kabelgesteuerte Mechanismen zu entwerfen und stattdessen Servos und Funksteuerung zu nutzen, wurden Kabel hinzugefügt, um den Anzug zu optimieren. Der fertige Anzug hatte funkgesteuerte Augen, und die Arme waren halb funk- und halb kabelgesteuert, wobei die Kabel für die Arme durch eines der Beine des Anzugs liefen. Zudem war der Schwanz mechanisiert, und der Träger konnte den Kopf über zwei Stangen im Inneren des Halses bewegen. John Rosengrant und Mark 'Crash' McCreery wurden ausgewählt, in den Velociraptor-Anzügen zu spielen. Stan Winston engagierte einen Trainer, der den beiden Männern wegen der Haltung während der Dreharbeiten Rückengymnastik beibrachte. Beide Anzüge kamen in der berühmten Küchenszene zum Einsatz, insbesondere als der erste Raptor, der die Küche betritt, nach ihrem Untergebenen ruft. Rosengrant verwendete zudem einen Raptor-Anzug in der Szene, in der Muldoon getötet wird.

  518. William Hurt wurde die Rolle des Dr. Grant angeboten, doch er lehnte ab, ohne das Buch oder das Drehbuch gelesen zu haben.

  519. Joseph Mazzello hatte auch ein verspieltes Verhältnis zu den erwachsenen Darstellern, etwa zu Jeff Goldblum, der die Kinder in der Drehpause damit unterhielt, sich Sketche für sie auszudenken. "Die ganze Besetzung war so warmherzig und freundlich zu uns Kindern. Wissen Sie, wir fühlten uns nie wie Außenseiter. Oder wir fühlten uns nie, na ja, von oben herab behandelt. Wir fühlten uns wie ein Teil der Truppe", sagte er. "Es war einfach eine wirklich warmherzige und irgendwie lustige Atmosphäre, wann immer Jeff in der Nähe war. Es war großartig."

  520. Der Triceratops ist Grants Lieblingsdinosaurier, und er war auch Steven Spielbergs Favorit, denn "3 Hörner sind besser als 1".

  521. Bevor Steven Spielberg sich für animatronische Dinosaurier und Computer Generated Imagery entschied, wollte er Stop-Motion-Animation für die Dinosaurier-Effekte einsetzen und ließ Phil Tippett eine kurze Demo der Küchenszene mit Knetanimations-Dinosauriern zusammenstellen (die eigentlichen Darsteller wurden durch Barbie-Puppen ersetzt).

  522. Vieles vom im Film gezeigten Verhalten orientiert sich an heutigen Wildtieren, da über das tatsächliche Verhalten von Dinosauriern nur wenig bekannt ist.

  523. Das Compositing der Dinosaurier in die Realszenen dauerte bis zu 1 Stunde. Das Rendern nahm 2 bis 4 Stunden pro Einzelbild in Anspruch, doch der T. Rex im Regen brauchte bis zu 6 Stunden.

  524. (bei etwa 10 Minuten) Etwa 10 Minuten nach Filmbeginn steht auf Zeitungsausschnitten am Kühlschrank in Grants Wohnwagen "Space Aliens Stole My Face" und "Dinosaurs On Mars!".

  525. In Spielbergs Filmen gibt es meist einen bösen Geschäftsmann oder Verwalter, der mit den Bösewichten unter einer Decke steckt oder ihnen auf irgendeine Weise hilft. In Jaws spielte Murray Hamilton Larry Vaughn, den bösen Bürgermeister, der darauf bestand, die Strände von Amity offen zu halten, selbst nachdem er wusste, dass Christie Watkins nur wenige Tage zuvor von einem serienmordenden Weißen Hai gefressen worden war. In Poltergeist verschweigt Mr. Teague, der Chef von Steven Frieling, der Familie Frieling, dass ihr Haus auf einem Friedhof errichtet wurde. In Raiders of the Lost Ark beschlagnahmt der böse Regierungsbeamte Major Eaton am Ende die Bundeslade, obwohl Indiana Jones sich fast umgebracht hat, um sie zu holen, und lässt sie in einem Lager verschwinden, wo sie nie wieder gesehen wird. Die bösen Regierungsbeamten in Close Encounters erzählen allen fälschlich, im ganzen Bundesstaat Wyoming sei giftiges Nervengas ausgetreten, nur damit alle fliehen und die Aliens bei ihrer Landung nicht sehen. Sie töten sogar Jillian Guil ers Vogel als Teil der Vertuschung. Die bösen Regierungsbeamten in ET versuchen, den Außerirdischen zu beschlagnahmen, um ihn zu untersuchen, statt ihn zu seinem Raumschiff und nach Hause gehen zu lassen. Sie setzen bei ihren Versuchen, die Kinder und ihren Fluchtplan aufzuhalten, sogar Schusswaffen ein. Und in Jurassic Park gibt es den bösen Anwalt Donald Gennaro, der John Hammond zu Beginn des Films mürrisch warnt, er werde den Park schließen, dann später Lex und Tim Murphy mürrisch warnt, kein teures Gerät zu beschädigen, und darauf drängt, den Park offen zu halten, obwohl Elle Statler, Alan Grant und Ian Malcolm ihn alle warnen, dass es nicht sicher ist. Dann lässt er Lex und Tim Murphy im Stich, als der T-rex sie nahe der Wiegestation angreift, und flieht selbstsüchtig in eine Toilette, um sich dort zu retten, und überlässt die Kinder sich selbst. Außerdem gibt es den bösen Jurassic Park-Verwalter Dennis Nedry, der die tragischen Ereignisse überhaupt erst in Gang setzt. Er ist der Computernetzwerkingenieur von Jurassic Park, der John Hammond (und alle anderen) verrät, indem er versucht, die Geheimnisse des Parks an einen Konkurrenten Hammonds zu verkaufen, und dabei unabsichtlich die Dinosaurier freisetzt, die infolgedessen den Großteil der Crew und der Besucher töten.

  526. Der erfolgreichste Film des Jahres 1993. Er übertraf Steven Spielbergs eigenen E.T. - Der Außerirdische (1982) als damals größten Kassenerfolg der Filmgeschichte (nicht inflationsbereinigt). Diesen Rekord hielt er bis Titanic (1997), und dann sollte James Cameron sich mit dem Start von Avatar - Aufbruch nach Pandora (2009) selbst übertreffen.

  527. Steven Spielberg wollte nicht, dass die Leute ständig daran erinnert werden, dass sie CGI sehen, sondern echte, vollblütige Dinosaurier. Das begann mit der Brachiosaurier-Szene, in der Spielberg darauf achtete, dass der Dinosaurier mit dem Hintergrund interagiert, und den Animatoren Vorschläge machte, wie man es besser hinbekäme. Die zweite Szene in derselben Machart war die Gallimimus-Szene, für die 25 einzeln animierte Gallimimuses zum Einsatz kamen. Zunächst wurden sie durch geometrische Formen dargestellt und in die Szene einchoreografiert. Spielberg brauchte völlige Freiheit, um die Energie der Szene zu vermitteln, also drehte er sie mit Dennis Muren, weil er die Kamera bewegen und nicht jedes Mal fixieren wollte, wenn ein Gallimimus ins Bild kam. Die Szene wurde nach und nach gedreht, wobei Sir Sam Neill, Joseph Mazzello und Ariana Richards allein durch ein Feld rannten. Über den Boden wurde ein Raster als Rahmen gelegt, um die Kamerabewegung per Computer nachzuzeichnen, wobei bei jedem Blick eines Darstellers oder einer Darstellerin etwas zum Einsatz kam, das wie Golfbälle aussah. Die Dinosaurier wurden später hinzugefügt.

  528. Dilophosaurus lebte während der frühen Jurazeit, bevor Mücken nach heutigem Stand der Fossilienfunde überhaupt existierten. Hätte Jurassic Park irgendwelche brauchbaren DNA-Proben finden können, wäre sehr wenig übrig gewesen, worauf man hätte aufbauen können. Das würde bedeuten, dass in der DNA-Sequenz mehr Lücken als üblich gewesen wären, die anschließend mit mehr Frosch-DNA gefüllt wurden. Das könnte erklären, warum sich die Dilophosaurus so stark von ihren prähistorischen Gegenstücken unterscheiden, weit mehr als andere Dinosaurier.

  529. Das Produktionsbudget betrug 63 Millionen Dollar; das Werbebudget lag bei passenden 65 Millionen Dollar, denn der Slogan des Films lautete "An Adventure 65 Million Years in the Making".

  530. Reihenfolge, in der die Fahrzeuge erscheinen (Explorer / Jeeps): 18, 29, 04, 05, 12, 10.

  531. Entgegen der landläufigen Meinung ist die Spannung nicht der einzige tödliche Teil der Elektrizität. Die Spannung ist ein Maß für das elektrische Potenzial (wie viel Kraft der Strom ausübt), im Gegensatz zu Ampere, dem Maß für die Stromstärke (wie viel Strom tatsächlich fließt). Wäre man 10.000 Volt bei 1 Milliampere ausgesetzt, würde man so gut wie nichts spüren. Wäre man jedoch 240 Volt bei 15 Ampere ausgesetzt (die übliche Stromstärke und Spannung in Haushalten außerhalb der USA), stünde eine gute Chance, dass man stirbt, und eine sichere Chance, dass man schwer verletzt wird. Wäre man dagegen nur 12 Volt und 100 Ampere ausgesetzt (z. B. beim Berühren einer Autobatterie), würde man wieder nichts spüren, weil der elektrische Druck von 12 Volt zu niedrig ist, um einen der 100 verfügbaren Ampere durch den Körper zu treiben. Um also einen Schlag zu bekommen, braucht man sowohl eine ausreichend hohe Spannung, um genug Ampere durchzudrücken, als auch genug verfügbare Ampere, um tatsächlich durchzudrücken. Der Grund, warum die Zäune in Jurassic Park mit 10.000 Volt laufen, ist, dass höhere Spannungen Verbrennungen verursachen, ohne zwangsläufig zu töten. Da es der Zweck der Zäune ist, die Dinosaurier von Angriffen abzubringen, ist eine Verbrennung weit vorzuziehen gegenüber einer möglichen Tötung. Der Westinghouse SPB-100 hatte die Option eines motorbetriebenen Federmechanismus, wodurch der Zündhebel überflüssig wurde. Der im Film verwendete Leistungsschalter hatte einen "Push to Charge"-Knopf, aber das Drücken hätte nichts bewirkt, da der Motor nicht eingebaut war.

  532. Das Interesse an Paläontologie ließ während des Atomzeitalters und des Wettlaufs ins All nach, doch laut Dr. Nate Smith vom Dinosaur Institute des Natural History Museum hat "das Erscheinen von Jurassic Park bei jungen Leuten eine Menge Interesse geweckt, Paläontologen zu werden und in dieses Feld einzusteigen." In der Folge wurden zahlreiche neue Dinosaurierarten entdeckt, etwa im Tempo von 50 neuen Funden pro Jahr, also ungefähr einem pro Woche.

  533. Steven Spielberg wollte die Dinosaurier ursprünglich in Lebensgröße, hielt die Idee aber für zu teuer und nicht überzeugend.

  534. Mehrere Szenen stammen direkt aus dem Roman, doch die Dinosaurierarten wurden geändert. Im Roman sehen die Besucher bei ihrer Ankunft einen Apatosaurus, keinen Brachiosaurus. Das kranke Tier, dem sie während der Tour begegnen, ist ein Stegosaurus statt eines Triceratops. Grant und die Kinder geraten in eine Herde von Hadrosauriern statt von Gallimimuses. Die Velociraptoren kommen zwar sowohl im Roman als auch im Film vor, ihr Verhalten entspricht aber tatsächlich eher dem von Deinonychus.

  535. (bei etwa 1 Std. 55 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 55 Minuten, als Lex fast durch die Decke fällt, blickte das Stuntdouble zur Kamera, und Ariana Richards' Gesicht musste darübergelegt werden, was vor der Erfindung von CGI nicht möglich war. Es gilt als einer der spannendsten visuellen Momente des Films.

  536. (bei etwa 1 Std. 30 Min.) In einem Interview mit IGN beschrieb Jeff Goldblum, wie seine ikonische halb liegende Pose entstand; er erinnerte sich vage, dass Regisseur Steven Spielberg ihn verschmitzt bat, sein Hemd aufzuknöpfen und Öl auf seine Brust zu reiben.

  537. (bei etwa 1 Std. 3 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 3 Minuten, als das Publikum den T. Rex zum ersten Mal sieht, wollte Regisseur Steven Spielberg ihn aus dem Inneren der SUVs zeigen, damit das Publikum das Gefühl hat, es erlebe es direkt mit den Figuren und spüre ihre Angst.

  538. Steven Spielberg wusste, dass seine Kinder, sobald sie das T. Rex-Modell sahen, nicht nach Hause wollten, und genau diese Reaktion wünschte er sich. Auch Michael Crichton sah sich das Modell an und war beeindruckt.

  539. (bei etwa 29 Min.) In der Szene mit dem Schlüpfen aus dem Ei sollte ursprünglich ein neugeborener Triceratops aus dem Ei kommen, doch daraus wurde ein Velociraptor.

  540. Illegale Filmaufnahmen in Kinos führten zur Beschlagnahme von rund 1.000 "raubkopierten" Heimvideokopien bei Straßenhändlern in New York City und Philadelphia. Universal ging das Problem an, indem das Studio Kinomitarbeitern Geldprämien zahlte, die Vorfälle von Piraterie meldeten.

  541. Dem Film wird zugeschrieben, die Art und Weise verändert zu haben, wie Filme künftig gemacht wurden, nachdem man die beste Technologie nutzte, die Industrial Light & Magic zur Verfügung hatte. ILM wollte, dass sich die Dinosaurier natürlich bewegen, und studierte daher das Verhalten, die Bewegungen und die Körpersprache von Elefanten, Alligatoren, Straußen und Löwen. Die Grafiker erhielten eine besondere Schulung, darunter Bewegungsunterricht, um die feinen Verhaltensnuancen der Dinosaurier einzufangen.

  542. Claire Danes war unter den Kandidatinnen für die Rolle der Lex.

  543. Als der Raptor den Figuren nachspringt, die durch die Luke in der Decke geflohen sind, und auf den Boden fällt, sehen wir ihn mit fast doppelt zurückgeworfenem Kopf und angezogenen Gliedmaßen landen. Das ist eine sehr typische Pose, in der Fossilien solcher kleinen, leicht gebauten Theropoden gefunden werden.

  544. Im ursprünglichen Drehbuch war das T.-Rex-Skelett in der Lobby über Seilzüge wie eine riesige Marionette beweglich. Am Ende sollte Grant die Steuerung übernehmen und als Puppenspieler agieren, indem er mit Kopf und Füßen des Skeletts die Raptoren zermalmt. Das wurde schließlich verworfen, weil es zu albern aussah und weil Steven Spielberg dem T. Rex einen letzten Auftritt gönnen wollte.

  545. Steven Spielberg und Michael Crichton begegneten sich erstmals über zwei Jahrzehnte zuvor, als Spielberg Crichton während der Produktion von Andromeda: Tödlicher Staub aus dem All (1971) über das Gelände der Universal Studios führte.

  546. Um die Bewegung der Gallimimus-Herde zu studieren, mussten die Digitalkünstler mit den Händen an der Brust ein Stück Straße entlanglaufen, auf der einige Hindernisse standen.

  547. Als Steven Spielberg mit der Arbeit an Jurassic Park begann, wollte er die vollmaßstäblichen Dinosaurier in Totale per Go-Motion-Animation filmen, aufbauend auf den traditionellen Stop-Motion-Techniken. Das änderte sich jedoch, als die Künstler bei Industrial Light And Magic Spielberg fragten, ob man die Arbeit nicht mit CGI umsetzen könne. Der Regisseur war zunächst nicht überzeugt, ließ einen Test anfertigen und war von dem Ergebnis begeistert: Ein Tyrannosaurus Rex lief über ein Standbild einer Naturlandschaft und jagte anschließend eine Herde Gallimimus.

  548. Am Startwochenende spielte der Film in den USA 47 Millionen Dollar ein – damals das höchste Eröffnungswochenende der Geschichte und ein neuer Rekord, der die Bestmarke von Batmans Rückkehr (1992) ablöste. Auch in mehreren anderen Ländern wurden Startwochenendrekorde gebrochen. Drehbuchautor David Koepp erinnerte sich an den Tag des Kinostarts: „Ich war in New York und lief zum Ziegfeld (Theatre), um zu sehen, wie es lief. Der Typ kommt raus und verkündet der langen Schlange: ‚Meine Damen und Herren, die Sieben-Uhr-Vorstellung von Jurassic Park ist ausverkauft.‘ Und die Leute machen ‚Oooh.‘ Und er sagt: ‚Auch die Zehn-Uhr-Vorstellung ist ausverkauft.‘ Und sie machten ‚Ooooooh.‘ ‚Und auch die Sieben- und Zehn-Uhr-Vorstellungen am Samstagabend sind ausverkauft.‘ Und ich dachte nur: ‚Ich bin kein Experte, aber ich glaube, das ist sehr gut.‘“

  549. Der Kragen des Dilophosaurus ist das Überbleibsel einer nicht gedrehten Szene, in der die menschlichen Figuren von einem Dinosaurier – womöglich einem Raptor – in die Enge getrieben werden und ihn mit einem Regenschirm erschrecken und ablenken. John Gurche hatte die Idee, dem Kopf des Dilophosaurus eine Art Weichteilmerkmal zu geben, etwa einen bunten, aufblasbaren Luftsack, der als Drohgebärde dient, ähnlich wie bei manchen heutigen Tieren. In der gestrichenen Szene sollten die Figuren einen Regenschirm mit dem aufgedruckten Gesicht eines Dilophosaurus aufspannen, um einen sie verfolgenden Dinosaurier zu verwirren, und entkommen, während dieser den Schirm angriff, weil er ihn für einen anderen Dinosaurier hielt. Letztlich fiel die Szene aus dem Drehbuch, doch der regenschirmartige Kragen wurde dem Dilophosaurus trotzdem als Drohgebärde verpasst, obwohl er für die Handlung keine Rolle spielt und wissenschaftlich nicht belegt ist. Die Idee der gestrichenen Szene wurde in Jurassic World (2015) wieder aufgegriffen, wo die Figuren einen holografischen Dilophosaurus einsetzen, um einen Raptor zu verwirren.

  550. Der Film hielt kurzzeitig den Einspielrekord, bis er von Titanic (1997) überboten wurde.

  551. Steven Spielberg mochte es, wenn die Dinosaurier Verhaltensweisen zeigten, die nichts mit der Handlung zu tun hatten, etwa kurz innezuhalten und sich zu kratzen – etwas, das er bei E.T. - Der Außerirdische (1982) gelernt hatte.

  552. Die Proben mit dem Brachiosaurus fanden in der Werkstatt von Stan Winston Studio statt, bevor der Brachiosaurus verpackt und in die Stage 28 der Universal Studios gebracht wurde. Es handelt sich um eine 2,30 Meter hohe Puppe, die den Kopf und einen Teil des Halses umfasst. Der Kiefer ist ein 4-Achsen-Kiefer, kann sich also auf und ab sowie seitlich bewegen. Der Grund dafür war, dass Stan den Brachiosaurus möglichst gutmütig wirken lassen wollte, und ein 4-Achsen-Kiefer ermöglicht diese kreisende Bewegung des Unterkiefers, die an eine wiederkäuende Kuh erinnert. Und wir dachten: ‚Na, das kann jedenfalls nicht schaden.‘ Also holten wir ein paar Ranken von draußen vor dem Gebäude und steckten sie dem Brachiosaurus ins Maul. Dabei bewegten sich auch die Zunge und die Lippen – etwas zu viel, aber das lernt man mit der Zeit. Es kommt also auf das Zusammenspiel mehrerer Leute an. Ich glaube, wir waren insgesamt zu sechs an der Puppe des Brachiosaurus beschäftigt. Einer war für die Augen zuständig, einer für die Zunge, ich für die Kieferbewegung. Einer kümmerte sich um die Lippen. Und die große Bewegung war die des Halses. Es gab Kopfbewegungen, aber auch Halsbewegungen, bei denen sich das Ganze nach vorn und hinten neigen konnte. Es war die größte Puppe, die wir gebaut haben und die überhaupt keine Hydraulik hatte. Sie war also schwer und eine große Herausforderung, sie in Bewegung zu bringen. Am Kiefer habe ich ganz schön geschuftet und mit diesem riesigen Steuergerät eine große Kreisbewegung gemacht, damit sich alles richtig bewegte und mahlte.

  553. Als Tim Dr. Alan Grant trifft, sagt er: „Ich habe Ihr Buch gelesen.“ Bei dem Buch, auf das Tim sich bezieht, handelt es sich um ein Exemplar von Digging Dinosaurs von Dr. John „Jack“ Horner, dem wissenschaftlichen Berater von Jurassic Park. Grants Buch enthält ein Vorwort von Sir Richard Attenborough, der John Hammond spielte.

  554. Die Produktion zog in den Red Rock Canyon State Park in Cantil, Kalifornien, weiter, der wegen seiner Ähnlichkeit mit einer Dinosaurier-Ausgrabungsstätte in Montana ausgewählt wurde und wo Sir Sam Neill und Laura Dern ihre erste Szene drehten. Betreut wurden sie dabei von Jack Horner, dem führenden Paläontologen und Kurator für Paläontologie am Museum of the Rockies in Bozeman, Montana.

  555. (bei etwa 47 Minuten) Während der Diskussion über die Chaostheorie flirtet Malcolm (Jeff Goldblum) schamlos mit Ellie (Laura Dern). Nachdem sich die beiden bei diesem Film kennengelernt hatten, begannen sie eine Liebesbeziehung und waren zwei Jahre lang verlobt, bevor sie sich trennten. Goldblum ist dafür bekannt, dass er mit seinen Co-Stars Beziehungen anfängt.

  556. Stan Winston, begeistert von der neuen Technologie, die dieser Film vorantrieb, gründete zusammen mit IBM und James Cameron das neue Visual-Effects-Unternehmen Digital Domain.

  557. Der Dilophosaurus war tatsächlich 20 Fuß lang und der größte Raubdinosaurier seiner Zeit in seinem Lebensraum.

  558. Phil Tippett war bei dem Film als Berater für Dinosaurier-Anatomie tätig.

  559. (bei etwa 1 Std. 40 Min.) Die Kamera zoomt auf Ellie, genau als sie im Wartungsschuppen von einem Raptor angegriffen wird.

  560. Ray Wise war ursprünglich für die Rolle des Gennaro im Gespräch, da Spielberg ein Fan seiner Leistung in Das Geheimnis von Twin Peaks (1990) war. Letztlich verpflichtete er sich jedoch für Rising Sun (1993), weil Regisseur Philip Kaufman ihm die Rolle anbot, bevor mit Spielberg etwas in Stein gemeißelt war. Sowohl Jurassic Park als auch Rising Sun basierten auf einem Roman von Michael Crichton.

  561. Sein Debüt auf VHS und LaserDisc gab der Film am 4. Oktober 1994. Mit 17 Millionen verkauften Einheiten in beiden Formaten ist er die fünftmeistverkaufte VHS-Kassette aller Zeiten. Auf DVD kam er am 10. Oktober 2000 heraus. Damit war er die dreizehntmeistverkaufte DVD des Jahres, mit 910.000 verkauften Exemplaren. Im Jahr 2012 zählte dieser Film zu den 25 Filmen, die Universal Pictures für eine Box zum 100. Jubiläum des Studios auswählte, und erschien zudem auf Blu-ray mit einem Augmented-Reality-Cover. Ein Jahr später wurde die 3-D-Konvertierung zum 20. Jubiläum auf Blu-ray 3-D veröffentlicht.

  562. Der einzige Film der Reihe, der in der Schlusseinstellung keinen Dinosaurier (oder ein anderes prähistorisches Reptil) zeigt. The Lost World: Jurassic Park (1997) und Jurassic Park III (2001) hatten Pteranodons, Jurassic World (2015) den berühmten T. Rex und Jurassic World: Fallen Kingdom (2018) den Raptor Blue. Die Aufnahme der Pelikane ähnelt jedoch den Pteranodon-Einstellungen im dritten Film.

  563. Um die vogelartigen Eigenschaften der Gallimimus zu betonen, konzentrierte sich die Animation auf die Herde als Ganzes statt auf einzelne Tiere. Zur Vorbereitung auf die Szene liefen die Animatoren über einen Parkplatz von Industrial Light & Magic, wobei Plastikrohre den Baum ersetzten, über den sie im Film springen. Einer der Animatoren verfehlte den Sprung und stürzte, was in die Szene eingebaut wurde. Die Geräusche der Gallimimus waren das Wiehern von Pferden.

  564. Für die Aufnahme, in der Grant Tim aus dem Baum rettet, kam ein fünfzig Fuß großes Requisit mit hydraulischen Rädern zum Einsatz.

  565. Abgesehen von einigen sehr kurzen Momenten in der Eröffnungsszene treten die ausgewachsenen Velociraptoren, die oft als die einprägsamsten Dinosaurier dieses Films bezeichnet werden, erst nach über einer Stunde und dreiundvierzig Minuten Film auf.

  566. Die Animationen für die Computer in den Labors und im Kontrollraum wurden von Silicon Graphics und Apple zur Verfügung gestellt.

  567. Die Vorstellung, dass das Sehvermögen des Tyrannosaurus auf Bewegung basiert, ist eine Neuinterpretation eines Handlungselements aus dem Originalroman Jurassic Park. Im Buch reagieren zahlreiche Dinosaurier nur auf Bewegung, nicht nur der T. rex. Dr. Grant ist überrascht, dass bestimmte Dinosaurier ein eingeschränktes Sehvermögen haben, und nutzt dies als Beweis dafür, dass die Dinosaurier des Parks in Wahrheit genetische Missbildungen sind, die schlampig geklont wurden und unerwünschte Handicaps entwickelt haben. Im Film hingegen ist der T. rex der einzige Dinosaurier mit bewegungsbasierter Sicht, und Grant hält dies für ein natürliches Merkmal des Tieres. In Wirklichkeit hat nie jemand ernsthaft behauptet, dass der T. rex oder ein anderer Dinosaurier eine bewegungsbasierte Sicht gehabt hätte; tatsächlich wird angenommen, dass der T. rex ein besonders scharfes Sehvermögen besaß und Objekte aus Meilen Entfernung ausmachen konnte. Der Film setzte die Augen des T. rex außerdem viel weiter auseinander als in der Realität. Die Augen eines echten Tyrannosaurus lagen näher beieinander, was sein räumliches Sehen verbessert hätte.

  568. Laura Dern hatte sich zuvor für die Rolle der Geliebten von Jeff Goldblum in Die Fliege (1986) beworben.

  569. Steven Spielberg gelang es, die Filmrechte bereits vor der Veröffentlichung des Romans zu sichern, und zwar 1990 für 1,5 Millionen Dollar.

  570. In der 3-D-Version behauptete Steven Spielberg, das Hinzufügen von Blättern zur Jeep-Verfolgungsjagd habe die Spannung von einer 7 auf eine 9 gehoben.

  571. Nachdem Steven Spielberg Hook (1991) inszeniert hatte, wollte er sofort Schindlers Liste (1993) verfilmen. Sid Sheinberg gab grünes Licht für den Film – unter der Bedingung, dass Spielberg zuerst diesen Film drehte.

  572. Nicole Kidman wurde für die Rolle der Sattler in Betracht gezogen.

  573. Zur Premiere erschien Steven Spielberg in einem der Tourfahrzeuge von Jurassic Park. Auch Sir Sam Neill und Jeff Goldblum wohnten der Premiere bei.

  574. Ellie bemerkt an einer Stelle: "Dinosaurier fressen Menschen, die Frau erbt die Erde." Man könnte argumentieren, dass dies eine der Änderungen beschreibt, die im Film vorgenommen wurden. Ein Mann (Gennaro) wird von einem Dinosaurier gefressen, obwohl das im Roman nicht passiert, und seine Rolle in der Handlung übernimmt danach Ellie. Sie ist es, die mit Muldoon in den Park aufbricht, um nach Überlebenden des T-Rex-Angriffs zu suchen, und später, um den Strom wieder einzuschalten. Tatsächlich übernimmt sie seine Rolle schon vor dem T-Rex-Angriff: Malcolm erklärt ihr die Chaostheorie direkt am Beispiel des Wassertropfens auf der Hand, während im Roman Arnold sie Gennaro so erklärt. Ellie bleibt außerdem allein mit dem Triceratops zurück, während im Roman Gennaro bei ihr bleibt.

  575. Die "Velociraptoren" in Roman und Film sollten eigentlich Deinonychus sein. Deinonychus lebte vor rund 100 Millionen Jahren in Nordamerika und war etwa 9 Fuß lang, während Velociraptor vor 70 Millionen Jahren in der Mongolei lebte, nur 6 Fuß lang war und eine lange, schmale, nach oben gebogene Schnauze hatte. Ein echter Velociraptor hätte nur bis zum Knie oder zur Hüfte eines ausgewachsenen Menschen gereicht. Das Dinosaurierfossil, das Dr. Grants Team zu Beginn des Films ausgräbt, ist ebenfalls ein Deinonychus. Die Verwechslung der beiden Namen stammt aus Gregory Pauls berühmtem Buch "Predatory Dinosaurs of the World" von 1988, auf das sich Autor Michael Crichton beim Schreiben des Romans Jurassic Park bezog. Paul hielt Deinonychus für eine Art von Velociraptor. Das wird sogar im Roman Jurassic Park erwähnt, wo Dr. Grant Tim erklärt: "Deinonychus gilt heute als einer der Velociraptoren..." Paul hatte Deinonychus bereits Mitte der 80er Jahre mit Federn illustriert, doch Crichton ließ sich vor allem von einem anderen Paläokünstler inspirieren, Steve Kirk, der die Raptoren mit schuppiger Haut und tigerähnlichen Streifen malte – so erschienen sie im Roman Jurassic Park. Damals rekonstruierten viele Künstler Deinonychus fälschlicherweise mit einem kantigen, dreieckigen Kopf. Das wurde auch in den Film übernommen. Die Theorie, dass die beiden Tiere zur selben Gattung gehörten, wurde von keinem anderen Wissenschaftler gestützt, und Greg Paul selbst verwarf sie zur Zeit des Films ebenfalls. Dennoch behielt man für den Film den falschen Namen Velociraptor und die eingängige Kurzform "Raptor" bei, obwohl die Raptoren im Konzeptdesign des Films Deinonychus genannt wurden. Der Film behielt auch die schuppigen Designs mit dreieckigem Kopf, die in den 90ern bereits überholt waren. In späteren Videospielen auf Basis von Jurassic Park wurde Deinonychus als eigener Dinosaurier eingeführt, doch keiner der Dinosaurier der Reihe ähnelt wirklich einem echten Velociraptor.

  576. Steven Spielberg brauchte Miniaturfotografie für jede Weitwinkelaufnahme oder Ganzkörperaufnahme eines Dinosauriers.

  577. Spielberg spricht offen über eine traumatische Kindheit.

  578. Jack Horner überwachte sämtliche Dinosaurierdesigns, um sie so nah wie möglich an die Realität heranzubringen.

  579. Das Artepitheton der Dinosauriergattung Tianchisaurus lautet "nedegoapeferima" und setzt sich aus den ersten Buchstaben der Nachnamen sämtlicher Darsteller dieses Films zusammen: Neill, Dern, Goldblum, Attenborough, Peck, Ferrero, Richards und Mazello.

  580. Isla Nublar ist laut Jurassic Park-Merchandise das Forschungsteam 93. Dieser Film gehörte 1993 zu den Filmen mit dem meisten Merchandising.

  581. Anna Chlumsky und Christina Ricci bewarben sich für die Rolle der Lex Murphy.

  582. (bei etwa 1 Min.) Bei etwa 1 Min. erscheint er als bärtiger Mann zu Beginn des Films, der beobachtet, wie der weibliche Raptor im Gehege ausgeladen wird.

  583. Nachdem Joseph Mazzello für die Rolle des Jack Banning in Steven Spielbergs Hook (1991) abgelehnt worden war, weil er zu jung war, sagte Spielberg ihm, dass ihn sein Vorsprechen dennoch beeindruckt habe, und er versuchen werde, ihn in einem künftigen Projekt zu besetzen. Mazzello wurde dann als Tim in diesem Film besetzt. Wie Mazzello sich erinnert: "Steven ließ mich für Hook (1991) mit Robin Williams und Dustin Hoffman einen Screentest machen. Ich war einfach zu jung für die Rolle. Und deshalb kam Steven zu mir und sagte: 'Mach dir keine Sorgen, Joey. Ich bringe dich diesen Sommer in einen Film.' Nicht nur ein schönes Versprechen – sondern dass es dann einer der größten Kassenschlager aller Zeiten wurde? Ein ziemlich guter Tausch." Mazzellos Besetzung veranlasste Spielberg, das Alter der Kinder umzukehren, da er befand, dass ein Mädchen, das jünger als Mazzello besetzt würde, zu jung wäre, um in Gefahr gebracht zu werden. Lex wurde daher zum älteren Kind gemacht und zugleich zur Computerexpertin. In Michael Crichtons Originalroman ist Tim der Ältere und sowohl der Dinosaurier- als auch der Computerfan. Offenbar vergaß Spielberg Mazzello auch Jahre nach dem Film nicht, denn später wurde er in der von Spielberg produzierten Serie The Pacific (2010) besetzt.

  584. Die Arbeit an Stan Winstons Studio begann 1991 mit dem Aussehen jeder Figur; Winston hielt dies für entscheidend, um das Publikum zu überzeugen, da der Film sonst scheitern würde, egal wie gut die schauspielerischen Leistungen waren.

  585. Die Filmemacher und das Effektteam erwogen, den Velociraptor wieder in Deinonychus umzubenennen, da die Kreatur tatsächlich auf diesem basierte. Letztlich entschieden sie sich, wie Michael Crichton, dass Velociraptor cooler klang. Ihre gesamte Recherche stützte sich jedoch auf Deinonychus.

  586. Dennis Nedry weist darauf hin, dass John Hammond seinem Slogan "Wir haben keine Kosten gescheut" nicht gerecht wurde. Im Kontrollraum erklärt Nedry, sein Angebot für den Auftrag sei zu niedrig gewesen für das, was er dafür geliefert habe (ein automatisiertes System, das 3 Tage lang mit minimalem Personal betrieben werden konnte), und gibt dann John die Schuld an seinen finanziellen Schwierigkeiten. Auch Robert Muldoon beschwert sich, Hammond hätte Geld für Verriegelungen an den Fahrzeugtüren ausgeben sollen.

  587. Jeff Goldblum hatte eine sehr interessante und einzigartige Methode, zwischen den Szenen am Set seine Texte zu üben und zu lernen; er lernte sie nicht wie die meisten Leute, die still und eher unauffällig lernen, sondern las seine Zeilen laut und im Schnelllesetempo vor.

  588. (bei etwa 1 Std. 35 Min.) Bei etwa 1 Stunde 35 Minuten: Die Szene, in der der T. Rex aus den Bäumen stürmt, um den Gallimimus zu erwischen, wurde von einer ähnlichen Szene in The Valley of Gwangi (1969) inspiriert, einem weiteren Film, der Steven Spielberg beeinflusste.

  589. In einer Umfrage von 2010 kürte Entertainment Weekly diesen Film zum besten Sommerfilm der letzten 20 Jahre.

  590. Der Roman erschien 1990. Die Vorproduktion des Films begann jedoch bereits 1989 und stützte sich allein auf Michael Crichtons Manuskript. Man war weithin überzeugt, dass das Buch ein solcher Hit würde, dass es einen herausragenden Film abgeben würde. Diese Annahme erwies sich als richtig.

  591. Jeff Goldblum erinnerte sich daran, bei einer Sondervorführung des Films im Londoner Natural History Museum mit Prinzessin Diana Popcorn gegessen zu haben, die er eine "großartige Dame" nannte.

  592. Die Brachiosaurus-Szene war die zweite Dinosaurierszene mit den Darstellern, und die Dreharbeiten dauerten lange, weil Sir Sam Neill und Laura Dern die meiste Zeit auf nichts reagieren mussten und Steven Spielberg die neuen Einstellungen spontan entwickelte.

  593. (bei etwa 25 Min.) Der Mr. DNA-Cartoon war Steven Spielbergs Art, einen Großteil der Exposition des Romans in wenigen Minuten zu verdichten.

  594. Lizenzverträge für Spielzeug und Videospiele wurden mehr als ein Jahr vor dem Kinostart des Films abgeschlossen.

  595. Laura Dern und Jeff Goldblum stehen in diesem Film an der Seite von Richard Attenborough, einem Schauspieler, der Regisseur wurde und für diesen Film zur Schauspielerei zurückkehrte. Beide Darsteller haben auch mit mehreren anderen Schauspieler-Regisseuren zusammengearbeitet. Steven Spielberg trat in The Blues Brothers für Regisseur John Landis auf, der immer wieder Kollegen aus der Filmbranche zu Cameos in seinen Filmen überredet. Sein darauffolgender Film Into the Night hatte Goldblum in der Hauptrolle, neben mehreren anderen Regisseuren, allen voran Lawrence Kasdan und David Cronenberg, die ihn in The Big Chill und The Fly inszenierten. Dern arbeitet häufig mit Regisseur David Lynch zusammen, zuletzt bei Twin Peaks, wo er ebenfalls vor der Kamera stand. Später im selben Jahr drehte Dern mit zwei weiteren Oscar-prämierten Schauspieler-Regisseuren, Kevin Costner und Clint Eastwood, den Film Perfect World.

  596. Während er die Postproduktion dieses Films beaufsichtigte, kam George Lucas zu dem Schluss, dass die Technik ausgereift genug war, um mit den Star-Wars-Prequels zu beginnen. Passenderweise konnte Samuel L. Jackson auch in diesen Filmen mitwirken.

  597. (bei etwa 43 Min.) Der Computer im hinteren Teil des Computerraums mit den vielen (65536) roten LEDs ist ein echter Rechner: die Connection Machine CM-5 von Thinking Machines. Sie enthielt zahlreiche SPARC-2-RISC-Prozessoren, und die LEDs wurden hinzugefügt, damit die Maschine ästhetisch ansprechender wirkte als ihre Vorgängermodelle. Leider war sie kein besonders guter Supercomputer, und die Firma ging bald darauf pleite. Der Kommentar über die Vernetzung von acht Connection Machines ist ziemlich überflüssig, denn genau dafür waren sie gedacht. Das größere Problem war, Programme zu schreiben, die sich effizient auf die datenparallele Architektur abbilden ließen.

  598. Zu Joseph Mazzellos Lieblingsszenen gehörte „alles, bei dem geklettert wurde“. „Als Kind hatte ich wirklich keine Höhenangst“, verriet er und fügte hinzu, das Klettern auf dem Elektrozaun habe am meisten Spaß gemacht.

  599. John Forsythe wurde für eine Rolle in Betracht gezogen.

  600. Der Einsatz-Kopf kam bei Nahaufnahmen der Raptoren zum Einsatz. Er wurde in jeder Szene verwendet, in der die sichelkralligen Raubtiere zu sehen sind. Diesen Einsatz-Kopf entwarf und baute Craig Caton zusammen mit zwei weiteren Puppen; ihn hatte die Idee fasziniert, eine Puppe nach dem Prinzip eines Steadicams zu konstruieren, nachdem er bei den Dreharbeiten zu Batmans Rückkehr (1992) Steadicam-Operatoren beobachtet hatte. Der Kopf und die erwähnten Puppen nutzten eine abgewandelte Version des Nackenmechanismus der Dilophosaurus-Animatronic. Ursprünglich sollte der Einsatz-Kopf anders funktionieren, bis man ihn zu einem Ableger des Dilophosaurus-Nackendesigns umbaute. Anders als der Kopf des Dilo bediente sich der Velociraptor-Kopf stärker der Steadicam-Technik. Statt eines für Steadicams verwendeten Rucksacks kam ein normaler Rucksack zum Einsatz, und an der Basis des Kopfes befand sich ein Griff, mit dem sich der Kopf in eine bestimmte Richtung bewegen ließ, wenn man ihn entsprechend fasste. Zunge, Augen und Lippen wurden per Funk gesteuert, das Maul über Kabel. Christopher Swift und Mark 'Crash' McCreery bedienten diese Teile des Kopfes. Catons Steadicam-Nackenmechanismus nutzten außerdem zwei Kabelpuppen, eine vom Kopf bis zum Schwanz und eine ohne Schwanz mit einer Stange, die aus ihrem Rücken ragte. Der Grund für den fehlenden Schwanz der letzteren Puppe war, dass die Crew sie so auch an engeren Stellen einsetzen konnte.

  601. Jeff Goldblums Satz „That is one big pile of shit“ stand nicht im Drehbuch.

  602. Als Steven Spielberg sich mehr als 30 Jahre nach seinem Studienabbruch an der California State University in Long Beach einschrieb, um seinen Bachelor zu machen, wurden ihm für diesen Film drei Leistungspunkte in Paläontologie angerechnet. Außerdem reichte er Schindlers Liste als Abschlussarbeit für seinen Kurs in fortgeschrittener Filmgestaltung ein.

  603. Joseph Mazzello ergänzte: „Bis heute finde ich, dass die Animatronics mit den computeranimierten CGI-Elementen, so wie sie in diesem Film verbunden wurden, den Test der Zeit bestehen. Und ich wüsste nicht, dass ich seither einen Film gesehen hätte, der wirklich verstanden hat, wie man beide Elemente zusammenbringen muss, damit das Auge glaubt, dass wirklich alles da ist.“

  604. (bei etwa 1 Std. 14 Min.) Etwa bei 1 Stunde 14 Minuten, nachdem Nedry vom Dilophosaurus angegriffen wurde, sieht man, wie die Rasierschaumdose mit den gestohlenen Dinosaurier-Embryos im Schlamm versinkt. Diese Dose taucht auch ganz am Ende der Jurassic Park-Attraktion wieder auf, wo sie auf einem Felsen neben einem Dilophosaurus steht, der die Fahrgäste mit Wasser bespritzt, so wie das Tier Nedry mit Gift bespritzte.

  605. Dies ist einer von zwei 1993 erschienenen Filmen, in denen Laura Dern einen jungen Co-Star hatte: Joseph Mazzello in diesem Film. Der andere junge Co-Star an Derns Seite war T.J. Lowther in Perfect World (1993).

  606. Der Film spielte 54 Tage in Folge täglich über 1 Million Dollar im Inland ein, damals der zweithöchste Wert der Filmgeschichte nach Steven Spielbergs eigenem E.T. - Der Außerirdische (1982) mit 80 Tagen. Mit Ghostbusters - Die Geisterjäger (1984) und Zurück in die Zukunft (1985), die ebenfalls auf 54 Tage kamen, teilte er sich den Rekord.

  607. Steven Spielberg bat seinen Freund George Lucas, den finalen Soundmix zu übernehmen, da er mit den Dreharbeiten zu Schindlers Liste beschäftigt war und die Aufsicht über die Postproduktion aus Polen per Satellitenübertragung als zu schwierig und kräftezehrend empfand.

  608. Das letzte Element, das die Dinosaurier echt wirken ließ, war der Ton. Man musste raten, wie sie klangen, denn Stimmbänder überdauern nicht bis in die Gegenwart, also wies Steven Spielberg Gary Rydstrom an, sie wie Tiere klingen zu lassen: echt, aber groß und tief. Rydstrom nahm verschiedene Tiere auf und setzte die Laute dann zusammen. Der Dilophosaurus war ein Schwanenruf kombiniert mit einem Habicht, einer Klapperschlange und einem Brüllaffen. Die Raptoren waren Delfine, ein Walross und Gänse, die im Mix entsetzlich klangen. Diese Laute wurden auf einen Computer gespielt und über ein Keyboard abgerufen. Rydstroms Lieblingsszene war, als der T. Rex einen Gallimimus frisst und dieser ein letztes Mal aufschaut, entweder um Gnade zu flehen oder nur um zu sehen, was ihn da hat; Rydstrom verglich es mit einem Hund, der mit einem Kauspielzeug spielt. Tatsächlich stammten die Stimmen von T. Rex und Gallimimus von Rydstroms Jack-Russell-Terrier Buster.

  609. Die größte Puppe des Films ohne Hydraulik war der obere Hals und Kopf des Brachiosaurus.

  610. Alle Raptoren werden in einem kleinen Gehege nahe dem Besucherzentrum gehalten. Doch was Robert Muldoon sagt, deutet darauf hin, dass die Raptoren nicht immer in diesem Gehege waren und es auch nicht ihr dauerhafter Platz ist, denn er erklärt: „Fünfzig, sechzig Meilen pro Stunde, wenn sie jemals ins Freie kämen. Sie ist der Grund, warum wir sie so füttern müssen. Sie hat sie alle die Zäune angreifen lassen, als die Futterwagen kamen.“ Später zeigt ein Computerbildschirm, dass die Elektrozäune ausfallen. Auf dem Bildschirm ist die Position eines „Raptor Paddock“ zu sehen. Das Gehege im Film ist schmaler als die meisten anderen. Das Paddock ist von den übrigen Gehegen umgeben. In der Nestszene entdecken Alan Grant und die Kinder an einem Baumstamm ein Dinosauriernest. Manche Fans glauben, diese Szene spiele im Raptor Paddock und es handle sich um ein Raptorennest. Darauf deutet die Form der Spuren der Jungen hin, die vom Nest wegführen.

  611. Klassische Monsterfilme wie Die Fabel von King Kong - Ein amerikanischer Trick- und Sensationsfilm (1933) und Godzilla (1954) hatten großen Einfluss auf Steven Spielberg und waren der Hauptgrund, warum er Regie führen wollte. Spielberg erwies Kong im Film seine Reverenz, indem Dr. Ian Malcolm sagt: „What have they got in there? King Kong?“ Außerdem bat Spielberg, nachdem er die Kong-Puppe auf der Universal-Studios-Tour gesehen hatte, den Designer, dieselben Prinzipien auf die Dinosaurier dieses Films anzuwenden, etwa Glattheit, Muskeltonus und so weiter. Im Buch Making of Jurassic Park beschrieb Spielberg, wie die King of the Monsters-Version von Godzilla ihn beeinflusste: „Godzilla, of course, was the most masterful of all the dinosaur movies because it made you believe it was really happening“.

  612. Dies war Sir Richard Attenboroughs erste Schauspielrolle seit The Human Factor (1979) 14 Jahre zuvor.

  613. Der Ford Explorer war das Tourfahrzeug in Jurassic Park; es handelt sich um das Modell von 1992, das elektrisch über eine Schiene in der Straße gelenkt wurde. Die Wagen hatten ein Panorama-Glasdach, Ledersitze, ein Video-Informationssystem, Nachtsichtgeräte unter den Sitzen, Informationsbroschüren und eine Gerätebox im Kofferraum. Im Film waren die Nummern 4 und 5 zu sehen.

  614. (bei etwa 1 Std. 30 Min.) Etwa bei 1 Stunde 30 Minuten genehmigte der britische Streamingdienst zum 25. Jubiläum des Science-Fiction-Klassikers die Errichtung eines dinosauriergroßen Jeff-Goldblum-Denkmals in seiner denkwürdigen halb liegenden Pose aus diesem Film, die entblößte Brust in voller Pracht. Obwohl das Jubiläum offiziell auf den 11. Juni fiel, wurde die Skulptur am Mittwoch vor der ikonischen Tower Bridge in London aufgestellt. Wie die Aufnahme des halb entblößten Goldblum, die so eigenartig ist, weil er so großartig aussieht, obwohl seine Figur sich gerade das Bein gebrochen hat, ist die Statue zu riesig, um sie auf einen Blick ganz zu erfassen. Sie ist über 9,8 Fuß hoch, dreiundzwanzig Fuß lang und wiegt dreihunderteinunddreißig Pfund. Die Umsetzung kostete reichlich Arbeitsstunden: zweihundertfünfzig Stunden über sechs Wochen.

  615. Auf dem Arbeitsplatz von Dennis Nedry hängt ein großes Foto von J. Robert Oppenheimer (einem der Wissenschaftler, die die Atombombe entwickelten). Bei den Academy Awards 2024 überreichte Spielberg den Preis für die beste Regie an Christopher Nolan, der bei Oppenheimer (2023) Regie führte.

  616. Dieser Film inspirierte Tim Haines von der BBC dazu, die bahnbrechende Dinosaurier-Dokumentarserie Dinosaurier - Im Reich der Giganten (1999) und ihre verschiedenen Nachfolger zu produzieren. Doch er machte auch die Arbeit für ihn und die Animatoren bei Framestore schwieriger, denn die Leute hatten bereits eine Vorstellung davon, wie Dinosaurier "aussehen" und sich bewegen "sollten".

  617. Dilophosaurus ist neben Procompsognathus und Troodon der einzige bekannte giftige Dinosaurier im Jurassic Park-Franchise.

  618. Die Begegnung der Gäste mit dem kranken Triceratops endet ohne jede klare Erklärung, warum das Tier krank ist. Michael Crichtons Originalroman und das Drehbuch liefern jedoch eine Erklärung: Dem Stegosaurus/Triceratops fehlten geeignete Zähne zum Zermahlen der Nahrung, und so schluckte er wie Vögel Steine und nutzte sie als Magensteine. Im Verdauungstrakt zermahlten diese Steine die Nahrung und unterstützten so die Verdauung. Nach sechs Wochen wurden die Steine zu glatt, um noch nützlich zu sein, und das Tier würgte sie wieder hoch. Bei der Suche nach neuen Steinen und deren Aufnahme verschluckte das Tier auch Beeren der Westindischen Lilie. Dass die Beeren und Steine wieder hochgewürgt werden, erklärt, warum Ellie nie Spuren davon im Kot des Tieres findet.

  619. Von diesem Film wurden die Storyboards erstellt, bevor das Drehbuch geschrieben war.

  620. Laut Daan Sandee (Thinking Machines Corp) war der CM-5-Supercomputer, der im Kontrollraum zu sehen ist, einer von nur zwei je in dieser Größe (1024 Knoten) gebauten Exemplaren. Die andere Maschine stand in Los Alamos. Die im Film verwendete Maschine wurde nach Abschluss der Dreharbeiten in kleineren Segmenten verkauft. Mit Spiegeln wurde der Eindruck erweckt, es seien mehr CM-5 vorhanden.

  621. (bei etwa 20 Min.) Etwa bei Minute 20 betrachten Grant, Ellie und Malcolm den Brachiosaurus, als sie zum ersten Mal auf der Insel ankommen.

  622. Dies ist einer von zwei Filmen aus dem Jahr 1993, in denen Laura Dern an der Seite eines erfahrenen Schauspielers und Regisseurs spielte. Der andere Film war Perfect World (1993), in dem Dern neben Clint Eastwood spielte.

  623. Das Tor, durch das die Wagen bei der geführten Tour fahren, wurde eigens nach dem Vorbild des Tors aus Die Fabel von King Kong - Ein amerikanischer Trick- und Sensationsfilm (1933) gestaltet, daher Ian Malcolms Bemerkung "What have they got in there, King Kong?" Das Tor wurde auf Wunsch von Steven Spielberg gebaut, da Die Fabel von King Kong - Ein amerikanischer Trick- und Sensationsfilm einer seiner Lieblingsfilme ist.

  624. Die Schrotflinte, die Wildhüter Muldoon benutzt, ist eine italienische Franchi SPAS 12, eine wegen ihrer modernen Optik häufig in Filmen verwendete Waffe. Die im Film verwendete SPAS-12 war tatsächlich eine von mindestens zwei identischen, von FIE importierten Waffen, die Stembridge Gun Rentals der Produktion zur Verfügung stellte. Eine der im Film zu sehenden SPAS-12 (mit der Seriennummer AA9940) wurde 2018 schließlich von Heritage Auction verkauft. Die andere soll nach Ende der Dreharbeiten in den Besitz von Steven Spielberg selbst übergegangen sein. Sie ist Teil seiner sehr großen privaten Waffensammlung, und er ließ sie von vielen der Stars signieren. Wenn er Gäste in sein Haus in Beverly Hills einlädt, dürfen sie damit schießen.

  625. Michael Keaton, Bruce Campbell, Johnny Depp, Ted Danson, Steve Guttenberg und Michael J. Fox wurden für die Rolle des Malcolm getestet. Campbell spielte schließlich in einer weiteren Michael-Crichton-Adaption mit, Congo - Wo der Mensch zur bedrohten Art wird (1995).

  626. Topps veröffentlichte eine vier Ausgaben umfassende Comic-Adaption, geschrieben von Walter Simonson und gezeichnet von Gil Kane. Topps veröffentlichte außerdem mehrere Fortsetzungs-Comics. Dies war Steven Spielbergs siebter Film, der als Comic adaptiert wurde, nach Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977), 1941 (1979), Raiders of the Lost Ark (1981), Indiana Jones and the Temple of Doom (1984), Indiana Jones and the Last Crusade (1989) und Hook (1991).

  627. Ralph Macchio wurde Berichten zufolge für die Rolle des Ian Malcolm in Betracht gezogen.

  628. Die Veröffentlichungsstrategie wurde bereits 15 Monate geplant, bevor das Studio die Chance hatte, auch nur ein Bild des Films zu sehen.

  629. Dennis Muren bezweifelte, dass ein echter T. Rex so aussehen würde wie der im Film. Er wäre nicht so aggressiv, denn wenn Bären auf den Hinterbeinen kämpfen, können sie das nur 6 bis 7 Sekunden lang, bevor sie zusammenbrechen. Dinosaurier, die dasselbe täten, würden sich selbst erschöpfen. Das ist jedoch reine Spekulation.

  630. Möglicherweise wurde die Figur Dodgson nach Peter Dodson benannt, einem bekannten amerikanischen Paläontologen.

  631. Für das Spucken des Dilophosaurus (bei etwa 1 Std. 13 Min.) wurde ein Paintball-Mechanismus verwendet, der tatsächlich aus dem Maul des Modells spuckte; das Gift bestand aus Methacryl und KY Jelly, mit etwas Lebensmittelfarbe vermischt.

  632. Die Szenen im Wartungsschuppen wurden auf Stage 23 gedreht. Die Dilophosaurus-Szene entstand auf Stage 27.

  633. Die Fähigkeit des Dilophosaurus, Gift zu spucken, wurde von Michael Crichton erfunden, dem Autor des Romans, auf dem der Film basiert.

  634. Jeff Goldblum improvisierte die Zeile "When you've gotta go, you've gotta go."

    Aus dem Film Jurassic Park (1993) macht Ian Malcolm in einem zebragemusterten Hemd und schwarzer Jacke auf einer sonnigen Straße ein Selfie.
    Jurassic Park (1993): Ian Malcolm macht auf der Straße ein SelfieBild: Wikimedia Commons · Greg2600, CC BY-SA 2.0
  635. Das Set des Tyrannosaurier-Geheges wurde sowohl an einem Drehort als auch als Studio-Kulisse gebaut. Ersteres für die Tagszene, in der das Tier nicht erscheint, letzteres für seine nächtliche Flucht, um Stan Winstons robotischen T. Rex unterzubringen. Dieses Set erforderte eine größere Tonhalle, als Universal zu bieten hatte, daher wurde es bei Warner Brothers Studio gedreht.

  636. In Michael Crichtons Roman sagt John Hammond stolz, der Sprecher der vorab aufgezeichneten Parktour sei Richard Kiley. Später wurde Kiley engagiert, um diese Rolle im Film als er selbst zu spielen – möglicherweise der erste Fall, in dem eine Berühmtheit in einem Buch auftrat und später in der Verfilmung als sie selbst besetzt wurde. Dieses Kunststück wurde erst 2009 wiederholt, als der Boxer Paolo Roberto sich selbst in der Verfilmung von The Girl Who Played with Fire (2009) spielte. Auch er war zuvor bereits als Figur im Buch aufgetreten.

  637. Ein weiterer ikonischer Moment des Films zeigt Dr. Grant, Dr. Sattler, Ian Malcolm und diverse Parkangestellte, die versuchen, einen Triceratops mit Magenverstimmung zu behandeln. Sie untersuchen ihn, prüfen seine Augen, und Sam Neill nimmt sich sogar einen Moment Zeit, um die wunderbare Schönheit der Kreatur zu bewundern. Doch in einer Entscheidung, die bei den Leuten, die die Kreaturen entwarfen, wohl extrem schlecht ankam, war der Triceratops ursprünglich hell und bunt. Lila, Grün, Gelb – seine Haut war eines der visuell beeindruckendsten Dinge im ganzen Film, bis Effects Coordinator Stan Winston einen Blick darauf warf, befand, dass sie nicht gut genug zur Umgebung passte, und ihn mit Schlamm bedeckte.

  638. Wie andere Tyrannosauriden hatte Tyrannosaurus sehr kurze Arme mit nur zwei Fingern. Trotz ihrer Größe konnte jedes Glied etwa 400 Pfund stemmen. Während diese beim Jagen wohl nahezu nutzlos waren, waren es seine Kiefer nicht: Tyrannosaurus hat einen enormen Schädel, der mit Zähnen in der Größe von Bananen bewehrt ist. Anders als die Zähne der meisten Theropoden sind die Zähne der Tyrannosauriden sehr dick und können Knochen zermalmen, mit einer Beißkraft von mindestens 4 Tonnen Kraft und wahrscheinlich mehr, die Knochen zermalmt, Fleisch reißt und Blutgefäße des Opfers platzen lässt. Schädel- und Halsknochen zeigen, dass T. rex die größten Nackenmuskeln aller fleischfressenden Dinosaurier hatte. Wahrscheinlich nutzte er seinen kräftigen Nacken, um große Fleischstücke, die er mit den Kiefern packte, zu drehen und abzureißen, während er den riesigen Kopf stützte. Tyrannosaurus konnte mit extrem starker Kraft zubeißen; ein versteinertes Skelett zeigt, dass er die Knochen eines kleineren pflanzenfressenden Dinosauriers zermalmte und verschlang, während ein anderer einen Tyrannosaurus-Koprolithen mit dem zermalmten Nackenschild eines Triceratops zeigt. Zudem wird der Generation-2-Tyrannosaurus in Jurassic World: Alive als Tyrannosaurus magnus bezeichnet, den Wissenschaftler als eigene Gattung, Zhuchengtyrannus, betrachtet haben.

  639. Jackie Chan hatte Interesse, im Film mitzuspielen, und wollte "mit Dinosauriern wandeln". Doch der Regisseur lehnte die Idee ab. Chan erklärte: "Er sagte: Nein! Was wir an dir mögen, sind Jackie Chans Actions. Das ist es, was wir mögen." Nun konnten Chan und Spielberg bei Jurassic Park nicht zusammenarbeiten, doch 2001 arbeiteten sie schließlich doch zusammen, als Chan in der Actionkomödie The Tuxedo (2001) die Hauptrolle spielte. Spielberg führte zwar nicht Regie, war aber Executive Producer des Projekts. Dazu sagte Jackie Chan: "Wäre dieser Film nicht von Steven Spielbergs Firma [DreamWorks] gemacht worden, hätte ich das nicht gemacht. Aber ich vertraue ihnen. Ich wollte diesen Film machen, weil er anders war als die Drehbücher, die ich sonst bekomme." Chan ergänzte: "Meine Figur war kein Polizist und kein Kampfsportexperte. In Asien habe ich gemacht, welchen Film ich wollte. Aber in Amerika drehen sich alle Drehbücher, die ich bekomme, nur um die Polizei, Polizei, Polizei! Ich las dieses Drehbuch und dachte, es würde Spaß machen."

  640. Beide Male, wenn Lex und Tim von einem Erwachsenen allein gelassen werden – von Gennaro, als er den Explorer verlässt, und von Grant im Besucherzentrum –, werden sie von einem Dinosaurier oder mehreren Dinosauriern angegriffen.

  641. Am 11. September 1992 traf der Hurrikan Iniki auf die Insel Kauai und verzögerte die Produktion. Die Crew geriet mitten in den äußerst gefährlichen Hurrikan, doch den Filmemachern gelang es trotzdem, Aufnahmen des Sturms zu machen und im Film zu verwenden (Steven Spielberg überredete Dean Cundey, Aufnahmen davon zu drehen, bevor man im Ballsaal des Hotels eingeschlossen wurde). Viele Crewmitglieder halfen beim Aufräumen. Dieser Vorfall war Thema einer Episode der The Weather Channel-Serie Storm Stories (2003) aus dem Jahr 2009.

  642. Die Viehtreiber, die die INGEN-Arbeiter zu Beginn benutzen, um den Velociraptor zu bändigen, waren in Wirklichkeit Mares-Speerpistolen mit angebauten Kleinteilen.

  643. Als Michael Crichton gefragt wurde, warum der Roman "Jurassic" im Titel trägt und auf dem Cover einen Dinosaurier aus der Kreidezeit zeigt, antwortete er, das sei ihm nie in den Sinn gekommen, und gab zu: "that was just the best looking design".

  644. Für die Rolle des Gennaro wurde James Woods in Betracht gezogen.

Fakten mit Spoilern

  1. Spoiler anzeigen

    Die Szenen im tropischen Dschungel entstanden in Stage 27 der Universal Studios. Dazu gehörten der Angriff auf die Besuchergruppe, der Brachiosaurus, der Blätter von Bäumen frisst, der Velociraptor, der Robert Muldoon attackiert, und der Dilophosaurus, der Dennis Nedry tötet. Jahrzehnte zuvor hatte Steven Spielberg in derselben Halle bereits mehrere Szenen für Der weiße Hai (1975) gedreht.

  2. Spoiler anzeigen

    Im Roman werden Nedrys "finanzielle Probleme" erklärt. Im Wesentlichen war er ein freiberuflicher Auftragnehmer, der die Computersysteme für Jurassic Park entwerfen sollte, doch man ließ ihn im Unklaren darüber, wofür er die Systeme entwickelte. Hammond änderte ständig, was genau er wollte, und packte ihm zusätzliche Arbeit auf, die über den Vertrag hinausging. Als Nedry seinen Vertrag neu verhandeln wollte, um die Mehrarbeit auszugleichen, drohte man ihm mit einem Rechtsstreit, und Hammond zerstörte seinen Ruf, sodass er keine anderen Aufträge mehr bekam. Deshalb bietet ihm Dodson 1,5 Millionen Dollar dafür, die Embryonen zu stehlen. Im Grunde kommt der ganze Vorfall auf der Insel zustande, weil Hammond Nedry keinen fairen Lohn für seine Arbeit zahlen wollte. Im Buch ist Hammonds einziges Motiv für Jurassic Park der Profit.

  3. Spoiler anzeigen

    In der Küchenszene werden die Raptoren mehr als einmal überlistet, vielleicht weil sie dort nicht in ihrem Element sind und sich in einer von Menschen geschaffenen Umgebung nicht auskennen, etwa bei den spiegelnden Flächen, die sie für Lex halten. Sie ist oft die gefeiertste Szene des Films, zumindest immer dann, wenn der T. Rex nicht in der Nähe ist.

  4. Spoiler anzeigen

    Obwohl der Film den Ereignissen des zugrunde liegenden Buchs recht genau folgt, weicht er bei mehreren Figuren deutlich ab. John Hammond ist ein kalter und herzloser Geschäftsmann, dessen einziges Motiv für den Bau von Jurassic Park das Geld ist. Als alles schiefgeht und seine Angestellten und Enkelkinder in Gefahr sind, kümmert Hammond das kaum, glaubt er doch, die Lage noch im Griff zu haben; als sich das als falsch erweist, gibt er anderen die Schuld. Selbst als der Park teilweise wieder unter Kontrolle gebracht wird, denkt Hammond nicht daran, alle sicher herauszubringen, sondern nur daran, wie der Park zu retten wäre. Schließlich stürzt er einen Hügel hinunter und wird von einer Gruppe kleiner Procompsognathi (Compies) umringt und getötet. Der Ian Malcolm des Buchs gleicht der Filmversion weitgehend, doch nachdem er sich beim T-Rex-Angriff das Bein gebrochen hat, verbringt er die meiste Zeit damit, unter Morphiumeinfluss wissenschaftliche und philosophische Monologe zu halten, während er versucht, den anderen Überlebenden zu helfen. Als die costa-ricanische Luftwaffe auf der Insel eintrifft, heißt es, er sei seinen Verletzungen erlegen. Sein Tod wird nachträglich zurückgenommen, um sein Auftreten in der Fortsetzung The Lost World zu ermöglichen. Dr. Grant ist ein Witwer, dem Kinder tatsächlich sehr am Herzen liegen. Er hat keine romantische Beziehung zu Ellie Sattler, die bei ihm studiert, und ist mit einer anderen Figur verlobt, einer Ärztin aus Chicago, die im Film nicht vorkommt. Donald Gennaro ist im Buch viel eher ein anständiger Durchschnittsmensch als der feige und geldbesessene Anwalt im Film (der mehrere negative Eigenschaften der Buchversion von John Hammond zeigt). Im Roman erkennt Gennaro, dass er Mitschuld an der Erschaffung des Parks und der folgenden Katastrophe trägt, weshalb er Muldoon aktiv bei der Jagd auf den T-Rex hilft und bei der Wiederherstellung der Stromversorgung mitwirkt, wobei er dabei fast durch einen Raptor-Angriff stirbt (die meisten dieser Handlungen gingen im Film an Ellie Sattler). Gennaro überlebt das Buch, nur um im Roman The Lost World auf einer Geschäftsreise an Ruhr zu sterben. Tim Murphy ist im Buch älter und freundet sich schnell mit Dr. Grant über ihre gemeinsame Liebe zu Dinosauriern an, für die sich Tims Vater überhaupt nicht interessiert. Lex Murphy ist seine jüngere Schwester und die typische nervige Figur, die durch ihr Quengeln immer wieder die anderen in Gefahr bringt (allerdings ohne böse Absicht). Die Lex des Films wurde älter gemacht und bekam die Computerkenntnisse, die im Buch Tim besitzt und die die Überlebenden vor dem Raptor-Angriff retten. Dennis Nedry ist im Roman ebenfalls fettleibig, hochmütig und unausstehlich, doch sein Motiv für den Verrat ist stärker, da John Hammond ihn zwang, zusätzliche Arbeit am Sicherheitssystem des Parks zu leisten, ohne ihn dafür angemessen zu entlohnen. Als Nedry sich weigerte, weiter mitzumachen, ging Hammond sogar so weit, seinen Ruf zu zerstören, sodass er nirgends sonst arbeiten konnte. Muldoon und Gennaro finden später Nedrys Leiche nach dessen Begegnung mit dem Dilophosaurus. Robert Muldoon ist ein weißer Mann aus Kenia, der Hammond aus einem von dessen kenianischen Parks kennt. Er jagt Raptoren mit einem Raketenwerfer und überlebt einen Raptor-Angriff, indem er sich in ein Rohr versteckt. Er entkommt lebend von der Insel. John Arnold, im Film Ray genannt, wird im Buch auf der Suche nach der Wiederherstellung der Stromversorgung von einem Velociraptor gejagt und getötet. Der Name wurde geändert, um Verwechslungen mit John Hammond zu vermeiden. Rays Tod im Film wurde nicht gezeigt, weil ein echter Tropensturm das Set zerstörte, bevor gedreht werden konnte. Der Genetikingenieur Dr. Henry Wu hat im Buch eine viel größere Rolle, da er während der gesamten Führung der Gäste durch das Labor anwesend ist. Später versucht er, Hammond davon zu überzeugen, dass die geklonten und veränderten Dinosaurier viel wilder sind als erwartet. Er schlägt vor, die nächste Generation der Kreaturen zahmer und sicherer zu gestalten, doch Hammond tut das als unnötig ab. Als er erfährt, dass sich die Kreaturen vermehren können, ist er nicht bestürzt, sondern sehr stolz darauf, ein voll funktionsfähiges ausgestorbenes Tier nachgeschaffen zu haben, das sich sogar fortpflanzen kann. Wu wird von den Velociraptoren angegriffen und gefressen, als diese sein Hotel auf der Insel stürmen. Der Roman enthält außerdem viele Nebenfiguren, Angestellte des Parks, die von den entkommenen Dinosauriern getötet werden. Im Film dagegen wird das übrige Personal vor dem Sturm aufs Festland gebracht.

  5. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 6 Min.) Etwa bei 1 Std. 6 Min. wurden der T. Rex und der SUV, den er umstößt, animiert. Die Szene wurde ohne sie gedreht, und der T. Rex sowie der SUV wurden später hineinkomponiert. Bei Gennaros Tod war es genauso. Von hinten ist es ein Double, doch nach dem Angriff ist alles CGI.

  6. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 40 Min.) Es gibt eine Szene, in der Ellie im Wartungsschuppen den Strom neu startet und Ray Arnolds blutigen abgetrennten Arm findet. Das ähnelt Steven Spielbergs Der weiße Hai (1975), in dem der Hai den Mann im roten Ruderboot tötet und das Publikum sein blutiges abgetrenntes Bein sieht.

  7. Spoiler anzeigen

    In einem der ersten Drehbuchentwürfe war die Figur des Ian Malcolm (Jeff Goldblum) nicht enthalten. Stattdessen wird die Figur des Donald Gennaro (Martin Ferrero) in der Szene verletzt, in der der T. Rex die SUVs angreift.

  8. Spoiler anzeigen

    Frühe Entwürfe des Parks sahen eine Brücke über dem Wasser zwischen dem Besucherzentrum und den großen Toren vor (die man in Jurassic World (2015) sehen kann); Lex vor dem Explorer, als der T. Rex ihn angreift; eine Szene mit Grant, Lex und Tim auf einem Floß, das von einem Dinosaurier angegriffen wird; den T. Rex, der Grant, Lex und Tim durch den Dschungel jagt, wobei die Rollen der Kinder vertauscht sind; drei Raptoren, die das Besucherzentrum angreifen, und so weiter.

  9. Spoiler anzeigen

    Im Drehbuch stand, dass Malcolm während der Flucht des Tyrannosaurus (bei etwa 1 Std. 7 Min.) einfach aus dem SUV steigt und davonläuft, ganz so wie Gennaro kurz zuvor. Genau so verhält sich Malcolm auch in der entsprechenden Szene des Buchs. Als die Szene dann gedreht werden sollte, war es Jeff Goldblums Idee, seine Flucht heldenhafter zu gestalten, indem er den Tyrannosaurus ablenkt, damit Grant die Kinder retten kann.

  10. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 9 Min.) Etwa 9 Minuten nach Filmbeginn sagt Alan Grant klar, dass er Kinder hasst, und später im Film entwickelt er nach ihrem Abenteuer durch den Park eine Beziehung zu Lex und Tim. Im Buch jedoch sagt Grant, dass er Kinder liebt und es genießt, ihre ehrfürchtigen Gesichter in Museen zu sehen, wenn sie Dinosaurierskelette betrachten.

  11. Spoiler anzeigen

    Alle Menschen, die im Park sterben, sind bei InGen angestellt oder auf irgendeine Weise mit dem Unternehmen verbunden. Der Torwächter, Dennis Nedry, Mr. Arnold und Robert Muldoon arbeiten alle für die Firma, während Gennaro der Anwalt ist, der die Aktionäre von InGen vertritt.

  12. Spoiler anzeigen

    Der Sound, mit dem der T. Rex Gennaro und einen Gallimimus tötet, entstand, indem Gary Rydstroms Jack-Russell-Terrier Buster ein Seilspielzeug im Maul schüttelte; die Aufnahme wurde verlangsamt, weil Rydstrom fand, dass ein T. Rex genau so klingen müsste. Buster lieferte außerdem den Ton für die Szene in Terminator 2: Tag der Abrechnung (1991), in der der T-1000 einem Pfleger in einer Nervenklinik das Auge durchbohrt.

  13. Spoiler anzeigen

    In Muldoons Todeszene und teilweise auch in der Küchenszene wurden die Raptoren von Männern in Kostümen gespielt.

  14. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 6 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 6 Minuten, als der Tyrannosaurus durch das Glasdach des Ford Explorer bricht, um an die Kinder zu kommen, erinnert das an Steven Spielbergs Der weiße Hai (1975), wenn der Hai Hooper im Anti-Hai-Käfig unter Wasser angreift, um ihn zu fressen, und damit letztlich scheitert.

  15. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 7 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 7 Minuten war Gennaros Ave Maria vor seinem Tod eine Idee, die Martin Ferrero aus Der Pate 2 (1974) übernahm. Eine weitere Idee, die es nicht in den Film schaffte, war, dass Gennaro dem T. Rex Pfefferspray ins Gesicht sprühen sollte. Man sieht die Dose an seinem Gürtel hängen. Steven Spielberg fand die Idee interessant, lehnte sie aber ab.

  16. Spoiler anzeigen

    Im Roman lauerte in der Küchenszene nur ein Raptor Lex und Tim auf, nicht zwei.

  17. Spoiler anzeigen

    Aus Budget- und Technikgründen ließ der Film viele Dinosaurierarten weg, die im Roman vorkommen. Eine davon war ein kleiner, hühnergroßer Dinosaurier namens Procompsognathiden (Compies), der in Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) auftrat. Dr. Wu erklärt, warum man dieses Tier schuf: Dinosaurierkot wäre seiner Annahme nach im Zeitalter des Känozoikums biologisch abbaubar gewesen. Heute jedoch haben sich Bakterien so weit entwickelt, dass sie Dinosaurierausscheidungen nicht mehr abbauen können, und die größeren Dinosaurier produzieren davon reichlich. Die sogenannten „Compies“ fressen den Kot der anderen Dinosaurier und scheiden ihn in kleineren Häufchen wieder aus, die von heutigen Bakterien leichter zersetzt werden. Das Fehlen der Compies im Film könnte den Berg an Exkrementen erklären, den Ellie findet.

  18. Spoiler anzeigen

    Der Film hält sich recht eng an den Roman, sicherlich wegen Michael Crichtons Mitwirkung am Drehbuch. Tatsächlich gelten beide als dünn in Handlung und Figurenzeichnung, doch es gibt einige Unterschiede. Alan und Ellie waren im Buch nie ein Paar und haben sich bis Jurassic Park III (2001) getrennt. Hammond wandelte sich vom fehlgeleiteten Fanatiker zum gütigen, aber exzentrischen Milliardär. Lex und Tim haben die Altersstufen getauscht, stehen sich näher, und im Roman ist Tim der Computerhacker, während Lex eine quengelige, nutzlose Figur ist, im Film aber fähiger. Grant wird zu einer unbehaglichen Ersatzvaterfigur für Lex und Tim, die seine Haltung im Laufe des Films aufweichen – zweifellos Steven Spielbergs Einfluss. Arnold, Muldoon, Gennaro und Dr. Wu haben im Buch größere Rollen. Die Nachtsichtbrille wird im Roman häufiger eingesetzt. Fliegende Dinosaurier sind erst in den Fortsetzungen zu sehen, und so weiter.

  19. Spoiler anzeigen

    Die Raptoren scheinen weit mehr daran interessiert, auf der Insel Menschen zu jagen. Nur ein einziges Mal greifen sie einen anderen Dinosaurier an, nämlich als der T. Rex sie im Finale attackiert.

  20. Spoiler anzeigen

    Im Buch stirbt Hammond.

  21. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 45 Min.) Bei etwa 1 Std. 45 Min. belebt Dr. Grant im Film Tim wieder, nachdem dieser einen Stromschlag am Elektrozaun erlitten hat. Im Buch ist es Lex, die Dr. Grant wiederbelebt, nachdem sie bei der Flucht über den Fluss fast ertrunken wäre.

  22. Spoiler anzeigen

    Kurz nach Nedrys erstem Auftritt im Kontrollraum (bei etwa 43 Min.) sieht man während seines Streits mit Hammond deutlich Der weiße Hai (1975) in einem kleinen Videofenster auf einem von Nedrys Computermonitoren laufen. Dieser Film wurde natürlich von Steven Spielberg inszeniert und war Spielbergs erster Versuch mit animatronischen Tieren, nämlich dem riesigen Hai, den man für den Film baute.

  23. Spoiler anzeigen

    Das Ende, an dem der T. Rex die Situation rettet, wurde ergänzt, nachdem Steven Spielberg entschieden hatte, dass sie die Heldin des Films sei und einen letzten Auftritt brauche.

  24. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 14 Min.) Bei etwa 1 Stunde und 14 Minuten gibt Steven Spielberg in „Return to Jurassic Park“, der zweistündigen Making-of-Dokumentation zur Blu-ray, zu, dass die Einstellung, in der die Barbasol-Dose von Nedry weg und in den Schlamm fällt, bewusst eingefügt wurde, um eine mögliche Fortsetzung vorzubereiten. Erst mit Michael Crichtons zweitem Buch „The Lost World“ erkannte Spielberg, dass die Geschichte eine andere Richtung nehmen würde.

  25. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 8 Min.) Bei etwa 8 Minuten erklärt Grant dem Jungen an der Ausgrabungsstätte die Angriffsstrategie eines Velociraptors mit den Worten: „Sie greifen nicht von vorn an, sondern von den Seiten, von den anderen beiden Raptoren, von denen du nicht einmal wusstest, dass sie da sind“, und „Du bist noch am Leben, wenn sie anfangen, dich zu fressen“ – eine Vorausdeutung auf Muldoons Tod später bei etwa 1 Stunde und 45 Minuten, als er die Raptoren jagt und das große Tier ihn von der Seite angreift und bei lebendigem Leib frisst, während der andere Raptor vor ihm für Ablenkung sorgt. Paläontologen haben diese Sicht auf Raptoren inzwischen revidiert, doch die Jurassic World-Filme liefern eine Erklärung für die Unterschiede: Diese Raptoren waren tatsächlich Hybride, entstanden durch Genspleißen zum Auffüllen ihres Erbguts. In Jurassic World Dominion greift Alan Grant diese Szene noch einmal auf und sagt, man habe früher geglaubt, so griffen Raptoren an, doch neuere Erkenntnisse legten nahe, dass sie tatsächlich wie ein Löwe nach der Kehle gehen.

  26. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 7 Min.) Bei etwa 1 Std. 7 Min. wollte Phil Tippett bei den Dreharbeiten zu Gennaros Tod die Kamera schräg stellen, um zu zeigen, wie er in Stücke gerissen wird. Das Budget gab das zwar nicht her, doch Steven Spielberg gefiel die Idee so gut, dass er sagte, man werde das Geld finden.

  27. Spoiler anzeigen

    Für das ursprüngliche Ende wollte Stan Winston täglich drei Kreaturen-Einstellungen drehen. Laut Storyboard beginnt Grant, die Steuerung des Kondors zu bedienen, und dieser setzt sich in Bewegung; ein Raptor kommt aus den Schächten; Grant bewegt den Kondor weg, doch der Raptor springt darauf zu und bleibt daran hängen, während der Kran vorwärts auf den Schwanz des Dinosaurierskeletts zufährt, ihn abbricht, und ein Rex-Bein; einer der Raptoren versucht, in den Liftkäfig zu gelangen, worauf Grant die Steuerung vor und zurück bewegt und den Raptor in die Kiefer des Rex schleudert; einige Gurte lösen sich; der Raptor kracht in das andere Skelett, einen Brachiosaurier; der Raptor schlägt um sich, und Grant ruft allen zu, sich festzuhalten; der Lift stürzt auf den Raptor und er schreit; Blut läuft unter dem Kondor hervor; Alan, Ellie, (eine jüngere) Lex und Tim sehen all das mit an, während der Raptor stirbt; sie sehen den Angriff des anderen Raptors, doch (ein jüngerer) Hammond erschießt ihn und winkt ihnen zum Ausgang.

  28. Spoiler anzeigen

    Der Kampf zwischen T. Rex und Raptor war nicht das ursprünglich geplante Finale.

  29. Spoiler anzeigen

    Obwohl Malcolm in der zweiten Hälfte des Films in den Hintergrund tritt, sagt er im Roman die meisten seiner denkwürdigsten Sätze, während er verletzungsbedingt außer Gefecht ist und von Dr. Sattler sowie einem zunehmend gereizten Hammond versorgt wird.

  30. Spoiler anzeigen

    In der ersten T. Rex-Szene und in der Dilophosaurus-Szene wurde keine Musik eingesetzt. Genauso war es in Der weiße Hai (1975), einem weiteren Klassiker von Steven Spielberg, als das letzte Opfer gefressen wird.

  31. Spoiler anzeigen

    In einer als Storyboard geplanten, aber ungenutzten Szene geht Lex auf Grant und Tim zu, als hinter ihr ein Baby-Triceratops auftaucht; es stößt sie um, sodass Lex durch die Luft fliegt; Lex dreht sich um und erblickt den Triceratops.

  32. Spoiler anzeigen

    Den Storyboards zufolge lief die erste Szene mit dem T. Rex so ab: Die Kinder saßen im Explorer, zusammen mit einer Figur namens Regis, der Tim die Brille zeigte. Grant trug eine Brille und einen Bart (wie im Roman) und hatte Gennaro als Beifahrer. Lex strampelte mit den Beinen über den Vordersitz, und Tim hielt sie auf, als er den T. Rex hörte, wobei er die Brille noch aufhatte. Gennaro hatte mehr Haare. Lex blickt zum Dach hinauf, bevor das Bein darauf landet, die Kette noch daran befestigt. Eine Einstellung des Explorer von der Zaunseite des T. Rex aus. Tim sieht durch die Brille, wie der T. Rex den Zaun berührt. Auch das Gefahrenschild landet auf dem Dach. Als der T. Rex zum ersten Mal auf die Straße tritt, trifft sein Fuß den Boden. Eine POV-Einstellung von Tim, der beobachtet, wie der T. Rex den anderen Explorer umkreist. Der T. Rex mustert Grant und Gennaro durch den Explorer, und Grant warnt die Kinder per Funk, sich nicht zu bewegen. Tim und Lex blicken durch das Dach zum T. Rex auf, der zu ihnen hineinschaut. Eine weitere Einstellung des T. Rex, der das Dach attackiert. Tim und Lex kriechen durch den Schlamm. Der T. Rex beobachtet aus ihrer POV, wie Grant die Fackel schwenkt. Gennaro rennt vom Explorer weg, schwenkt aber keine Fackel wie Malcolm. Der T. Rex nimmt die Verfolgung auf und stößt Grant zur Seite. Tim ist bewusstlos im Explorer und versucht dann, sich zu befreien. Der T. Rex schaut mit einem Maul voller Schlamm zu Tim hinein, und so weiter.

  33. Spoiler anzeigen

    Die Velociraptorin "Big One" scheint nur zum Vergnügen oder womöglich aus Rache zu töten, da sie es vermutlich begreift, gegen ihren Willen in einem Gehege eingesperrt zu sein – was sich daran zeigt, dass sie Robert Muldoon erledigt und kurz darauf die übrigen Menschen jagt. Hätte sie Muldoon, der fast so groß war wie sie, getötet und gefressen, wäre sie satt gewesen und hätte die anderen Menschen nicht jagen müssen. Eine interessante Zeile gibt es in der Fortsetzung Vergessene Welt: Jurassic Park (1997), wo der Leiter der Expedition, Roland Tembo, der verängstigten Gruppe versichert: "the rex just fed, so he won't be hunting for a while." Das ist zwar eine gefühllose Art, über den Mann zu sprechen, der gerade lebendig gefressen wurde, aber es stimmt vollkommen – was das Verhalten der Velociraptoren in diesem Film recht merkwürdig macht. Im Finale töten sie Robert Muldoon und Ray Arnold – zwei ausgewachsene Erwachsene, die ein Rudel Raptoren wohl mehrere Tage lang ernähren würden – und jagen trotzdem weiter Tim, Lex, Dr. Grant und Dr. Sattler. Auf der Leinwand wird das nie erklärt, doch der Grund ist, dass sie nicht zum Fressen jagen; sie jagen zum Vergnügen, einer der vielen Hinweise der Reihe auf ihre Intelligenz. In der Jurassic World-Trilogie wurden weitere Erklärungen ergänzt. Eine besagt, dass die ursprünglichen Raptoren wegen der genetischen Spleißungen, mit denen DNA-Lücken gefüllt wurden, bösartiger waren – sie sind also keine reinen Raptoren, sondern Hybride. Außerdem gehören sie zu den ersten, sodass sie keine erwachsenen Raptoren haben, an denen sie ihr Verhalten ausrichten könnten. Und obwohl Hammond Wert darauf legt, bei der Geburt der Dinosaurier dabei zu sein, damit sie sich auf ihn "einprägen", ist klar, dass er den Kontakt danach nicht aufrechterhält – eine weitere seiner Illusionen von Kontrolle. Im Gegensatz dazu zieht Owen in Jurassic World (2015) die Velociraptoren von Geburt an auf, trainiert sie und agiert als ihr Alpha-Tier. Er erklärt außerdem einer anderen Figur, dass Tiere, die in Isolation geboren und aufgezogen werden (wie Hammonds Raptoren), unsozialer, bösartiger und zerstörerischer werden.

  34. Spoiler anzeigen

    Im Originaldrehbuch waren Gennaro und Malcolm zu einer Figur zusammengelegt, und Muldoon überlebte am Ende. Im Buch überlebten Gennaro und Muldoon, während Hammond und Malcolm starben (Malcolm kehrte allerdings im Buch "The Lost World" von Michael Crichton zurück, mit der Erklärung: "The doctors did excellent work.").

  35. Spoiler anzeigen

    Alle überlebenden Figuren dieses Films traten in einer Fortsetzung auf. John Hammond, Lex Murphy und Tim Murphy erschienen in Vergessene Welt: Jurassic Park (1997), Dr. Alan Grant und Dr. Ellie Sattler in Jurassic Park III (2001), Dr. Henry Wu in Jurassic World (2015) und Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018), und Dr. Ian Malcolm in Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) und Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018). Alan Grant, Ellie Sattler, Ian Malcolm, Henry Wu und Dodgson treten alle in Jurassic World Dominion auf, wobei Dodgson von einem anderen Schauspieler gespielt wird.

  36. Spoiler anzeigen

    Die Franchi SPAS-12-Schrotflinten, die Robert Muldoon und Alan Grant im Film benutzen, haben die Schulterstütze der ersten Generation. Diese war so konstruiert, dass ein federgelagerter Stift an der Innenseite der Stütze in die Kimme einrastete. Zieht man diesen Stift nach hinten, gibt er die Visierung frei, und die Stütze lässt sich ausklappen. Man sieht deutlich, wie Muldoon diesen Stift drückt, als er kurz vor seinen berühmten letzten Worten "clever girl" die Velociraptoren jagt.

  37. Spoiler anzeigen

    Im ursprünglichen Ende spießte eine Rippe des T.-Rex-Skeletts einen der Raptoren auf, und der Kiefer fiel herab und tötete den anderen. Das wirkte jedoch zu künstlich, und das Team wandte sich an Steven Spielberg, um ein besseres Ende zu finden. Alle brachten Ideen ein, doch Spielberg ersann das Finale. Er brauchte den T. Rex am Ende als Star.

  38. Spoiler anzeigen

    In den Storyboards läuft die zweite Szene mit dem T. Rex so ab: Muldoon, der einen Schnurrbart hat; Muldoon und Ellie sitzen bereits mit Malcolm im Jeep, als der T. Rex angreift; mehr Dialog, in dem Muldoon sagt, sie würden Grant, Lex und Tim finden, sobald die Bewegungssensoren wieder funktionieren – genau in dem Moment, in dem Malcolm den T. Rex hört.

  39. Spoiler anzeigen

    Als Dodgson eintrifft, um Nedry zu treffen, geht dieser weg, lässt die Taxitür offen und wird vom Fahrer mit dem Mittelfinger bedacht – eine Vorausdeutung auf die Probleme, die später offen stehende Tore für den Park verursachen werden.

  40. Spoiler anzeigen

    Das Lied, das im costa-ricanischen Restaurant läuft, in dem Nedry Dodgson trifft, heißt "Las Gaviotas". Zu den Textzeilen gehört "no cabe duda que eres infiel. Amas el oro, amas la plata. Eres amiga del interés" (ohne Zweifel bist du untreu. Du liebst das Gold. Du liebst das Silber. Du bist eine Freundin des Interesses.) Der Text spiegelt Nedrys Handlungen wider und deutet sie voraus, die zur Zerstörung des Parks führen.

  41. Spoiler anzeigen

    Nedrys Gründe für seinen Verrat an Hammond sind im Roman klarer: Er wird in die Irre geführt und erfährt nie, was in Jurassic Park vor sich geht, was ihn zwingt, Bestechungsgeld von einem konkurrierenden Unternehmen anzunehmen.

  42. Spoiler anzeigen

    Im Originalroman spielen die Streitkräfte Costa Ricas eine Schlüsselrolle am Ende der Geschichte: Sie retten die überlebenden Figuren und halten sie fest und bombardieren die Insel samt Dinosauriern in Grund und Boden. Die Filmemacher verwarfen diese Idee aus Budgetgründen und um die Möglichkeit von Fortsetzungen offenzuhalten – doch interessanterweise ist das auch ein Fehler von Autor Michael Crichton selbst, denn Costa Rica hat seit 1948 keine Streitkräfte mehr.

  43. Spoiler anzeigen

    Im Originalroman wird John Hammond von einer Schar kleiner Dinosaurier namens Procompsognathus (Compies) getötet, einer Art, die in diesem Film nicht vorkommt. Diese Todesszene wurde jedoch für eine andere Figur in Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) wiederbelebt und überarbeitet.

  44. Spoiler anzeigen

    Den Storyboards zufolge läuft die Küchenszene so ab: eine Aufsicht, als Lex und Tim die Küche betreten; Tim schaltet das Licht aus, nicht Lex; Lex und Tim blicken zur Tür; eine weitere Einstellung, in der Lex und Tim zuschauen; Lex hält die Kelle fest, nachdem sie damit geklopft hat; Lex betrachtet die Spiegelungen der Raptoren; ein Bild, wie Lex sich versteckt und der Raptor gegen den Schrank schlägt; der andere Raptor sieht Tim rennen; Tims Füße rutschen weg; Tim an der Tür, während der Raptor ausrutscht; Tim kriecht durch die Tür, und so weiter.

  45. Spoiler anzeigen

    Samuel L. Jackson sollte nach Hawaii fliegen, um Arnolds Todesszene zu drehen, doch ein Hurrikan zerstörte das Set, und die Szene musste gestrichen werden. Er bedauert das, denn er wäre körperlich von ihnen gejagt und getötet worden, und das hätte er wirklich gern gemacht.

  46. Spoiler anzeigen

    Im Roman haben Donald Gennaro und John Hammond völlig gegensätzliche körperliche Merkmale und Persönlichkeiten. Gennaro ist ein ehemaliger Footballspieler, der es tatsächlich schafft, einen Velociraptor abzuwehren, der im Roman viel kleiner ist, und er ist ein offener, sympathischer Familienvater, der die Situation schnell meistert und sowohl Muldoon als auch Dr. Grant rechtzeitig hilft. Hammond dagegen ist im Buch tatsächlich der Hauptantagonist. Er wird als sehr klein sowie kalt, egoistisch, jähzornig und manipulativ dargestellt; er benutzt seine Enkel, um Gennaro zu erweichen, und vernachlässigt sie völlig, als sie verschwinden. Am Ende weigert er sich, die Realität anzuerkennen, macht absurde Pläne für weitere Parks und wird von Dinosauriern getötet, während Gennaro das Abenteuer überlebt.

  47. Spoiler anzeigen

    Wayne Knight fand, Nedry habe den Tod verdient, doch es störte ihn, dass er außerhalb des Bildes starb und nicht so blutig wie im Roman, wo er zudem enthauptet wurde.

  48. Spoiler anzeigen

    (bei etwa 1 Std. 45 Min.) Bei etwa 1 Std. 45 Min. verhaspelte sich Sir Sam Neill durch mehrere Takes, in denen er Tim eine Herzdruckmassage gab, weil er Körperkontakt vermeiden wollte. Schließlich führte er mit Joseph Mazzellos Erlaubnis tatsächlich eine Mund-zu-Mund-Beatmung durch. Mazzello bezeichnet das heute als seinen ersten Kuss vor der Kamera.

  49. Spoiler anzeigen

    Im Bonusmaterial zu The Fly (1986) verriet Jeff Goldblum (Ian Malcolm), dass er Martin Ferrero (Donald Gennaro) zum ersten Mal am Flughafen traf, als sie zum Dreh nach Hawaii flogen. Ferrero schlug ihm dort vor, dass eigentlich Malcolm vom T-Rex gefressen werden sollte, während Gennaro mit einem gebrochenen Bein überleben sollte – was ihren Schicksalen im Roman näherkäme: Malcolm stirbt letztlich an seinen Verletzungen, und Gennaro (der beim Angriff des Tyrannosaurus nicht dabei ist, weil er bei Ellie und dem kranken Stegosaurus/Triceratops zurückblieb) überlebt und hilft Muldoon, den Park wieder in Gang zu bringen. Viele von Gennaros Handlungen im Roman wurden im Film Ellie übertragen. Allerdings stirbt Malcolm auch im Buch streng genommen nicht: Obwohl er nach der Rettung der Überlebenden für tot erklärt wird, kehrt er im Fortsetzungsroman 'The Lost World' zurück und erklärt, costa-ricanische Ärzte hätten sein Leben retten können. Ferrero sagte später, er werde oft als "the guy who got eaten on the toilet in Jurassic Park" erkannt. "So yes, I'm the guy who died on the toilet. [...] I'll take it. It's not that bad"

  50. Spoiler anzeigen

    Offenbar gibt es einen Farbcode, der die Überlebenschancen einer Figur verrät. Alle Hauptfiguren, die überleben, tragen bunte Kostüme (Alan Grant trägt Blau, Ellie Sattler Pink und Blau, Ian Malcolm Schwarz und John Hammond Weiß). Die Figuren, die sterben, tragen dagegen allesamt sehr blasse Farben (Gennaro trägt Braun und Weiß, Nedry Graublau und Braun, Arnold gestreiftes Off-White und Muldoon Braun). Tim und Lex tragen eine Mischung aus Farben und Brauntönen; sie überleben, machen aber wohl die schlimmsten Angriffe durch.

  51. Spoiler anzeigen

    Mit jedem neuen Drehbuchentwurf gab es eine andere Gruppe von Überlebenden und eine andere Gruppe von Figuren, die starben. Zu verschiedenen Zeitpunkten der Vorproduktion sollten Hammond, Malcolm und Dr. Wu sterben und Gennaro und Muldoon überleben, genau wie es im Buch geschah.