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Charlie und die Schokoladenfabrik

Film · 1971

Charlie und die Schokoladenfabrik

Willy Wonka & the Chocolate Factory

235 Fakten

Türkisches Original

Charlie und die Schokoladenfabrik: 235 Fakten hinter den Kulissen

  1. Der Film hat zwei Bühnenfassungen. Die erste Version ist gemeinfrei, während die andere zuerst in Großbritannien erschien und der Bühnenfassung damit ein modernes Aussehen verlieh.

  2. Die Idee, das Buch zu verfilmen, entstand, als Mel Stuarts zehnjährige Tochter das Buch las und ihren Vater bat, einen Film daraus zu machen, wobei „Onkel Dave“ (David L. Wolper) als Produzent fungierte. Stuart zahlte ihr fünfzig Dollar für den Tipp.

  3. Die Szene vor Wonkas Fabrik war für alle Kinderdarsteller der erste Drehtag – mit Ausnahme von Peter Ostrum, der Charlie spielte.

  4. Das Bild von Willy Wonka, der sich mit dem Kopf auf die Hand gestützt an die Everlasting-Gobstopper-Maschine lehnt, ist zu einem beliebten Meme geworden, das sich auf herablassendes Verhalten gegenüber anderen konzentriert.

  5. Roald Dahl soll so wütend über den Umgang mit seinem Buch gewesen sein (vor allem wegen der massiven Neufassung durch David Seltzer), dass er die Erlaubnis verweigerte, die Fortsetzung „Charlie and the Great Glass Elevator“ zu verfilmen. Seltzer hatte eine Idee für eine neue Fortsetzung, doch rechtliche Probleme verhinderten, dass sie je zustande kam. Dahl soll so unglücklich gewesen sein, dass er sich weigerte, den fertigen Film jemals ganz anzusehen. Als er einmal in einem Hotel übernachtete, zappte er versehentlich in eine Fernsehausstrahlung des Films, soll aber sofort umgeschaltet haben, als ihm klar wurde, was er da sah. Lustigerweise zeigt ihn Bonusmaterial auf der DVD fröhlich beim Besuch am Set, und er kam sogar zur Premiere. Julie Dawn Cole erinnerte sich 2011 an diese Ereignisse und beschrieb ihn als großen, furchteinflößenden Mann.

  6. Eine Nebenhandlung, die es nur in diesem Film gibt: Ein Mann, der sich als Industrieller Arthur Slugworth ausgibt (später stellt sich heraus, dass er ein Betrüger ist), versucht, alle fünf Kinder zu bestechen, als Spione zu fungieren und Wonkas Geheimnisse zu stehlen. Eine Szene deutet an, dass Veruca über das Angebot nachdenkt, eine andere zeigt, dass Mike bereit ist, Wonka auszuspionieren. Charlie lehnt das Angebot ab, und Augustus und Violet scheinen der Versuchung nicht nachgegeben zu haben.

  7. Die Buchstaben außen an der Fabrik brachte das Team zum Leuchten, indem es auf den Film malte.

  8. Der Song „The Candy Man“ war 2004 in der Liste des American Film Institute unter den 400 Filmen, die für die 100 besten Filmmusiken Amerikas nominiert waren.

  9. Das Lied, das Wonka im Wonkamobil singt, ist „Ach so fromm“/„M'appari“ aus „Martha“ von Flotow.

  10. Julie Dawn Cole, die Veruca Salt spielte, blieb nach Charlie und die Schokoladenfabrik zunächst beim Film; ihre denkwürdigste Rolle hatte sie in der britischen Miniserie Poldark (1975), in der sie nackt zu sehen war. Danach gab sie die Schauspielerei weitgehend auf und wurde Psychotherapeutin.

  11. In Interviews zum 40. Jubiläum des Kinostarts erzählte Denise Nickerson, dass sie wegen all des Kaugummis, den sie als Violet kauen musste, am Ende dreizehn Löcher in den Zähnen hatte. Der Grund: Zwar gab es Anfang der 1970er schon zuckerfreien Kaugummi, doch die Rezeptur unterschied sich etwas von der heutigen und taugte nicht für gute Kaugummiblasen. Also blieb Denise beim normalen, gezuckerten Kaugummi.

  12. Im Film ist Charlies Vater tot. Im Buch lebt er und arbeitet in einer Zahnpastafabrik. Die Änderung erfolgte, weil die Produzenten Willy Wonka als die Vaterfigur darstellen wollten, die Charlie nie hatte. Charlies Vater tauchte schließlich 34 Jahre später in Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) auf.

  13. Autor Roald Dahl schrieb 1964 den Roman Charlie und die Schokoladenfabrik und wurde ursprünglich engagiert, das Drehbuch zu verfassen. Er stellte es jedoch nie fertig. Stattdessen schrieb er ein Exposé, das immer wieder auf verschiedene Abschnitte seines Originalbuchs verwies. Der Autor von The Omen, David Seltzer, wurde für eine Neufassung engagiert. Danach stieg Dahl aus dem Film aus und distanzierte sich von ihm, blieb aber der einzige im Abspann genannte Drehbuchautor.

  14. Im Roman ist Großvater Joe 96½ Jahre alt; Jack Albertson war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 63.

  15. Marilyn Mansons Lieblingsfilm; er wird auch in einigen seiner Songs zitiert. Als Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) angekündigt wurde, wollte er die Rolle des Willy Wonka so sehr, dass er aktiv dafür warb, unterlag aber gegen Johnny Depp. Manson coverte außerdem „Wondrous Boat Ride“ als „Prelude (The Family Trip)“ als Eröffnungssong seines Albums „Portrait of an American Family“.

  16. Wonkas literarische Zitate standen nicht in Roald Dahls Originaldrehbuch. David Seltzer fügte sie aus einem einzigen Grund hinzu, als er das Drehbuch neu schrieb. Zu den Zitaten gehören: „Is it my soul that calls upon my name?“ aus William Shakespeares „Romeo und Julia“; „The suspense is terrible, I hope it will last“ ist ein Zitat aus Oscar Wildes „The Importance of Being Earnest“. „Across the desert lies the Promised Land“ ist kein Zitat, sondern eine Anspielung auf die Geschichte von Moses und den Israeliten, die eine Wüste durchqueren mussten, um Kanaan (ihr Gelobtes Land) zu erreichen. „All I ask is a tall ship and a star to steer her by“ stammt aus John Masefields Gedicht „Sea Fever“; „Round the world and home again, that's the sailor's way!“ aus William Allinghams „Homeward Bound“. Die Zeilen des Lieds „Sweet lovers love the spring...“ stammen aus Shakespeares „Wie es euch gefällt“. „Candy is dandy, but liquor is quicker“ ist der gesamte Text des Gedichts „Reflections on Ice Breaking“ von Ogden Nash. „Where is fancy bred...“ und „So shines a good deed in a weary world“ stammen aus William Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ (wobei die Zeile aus „Der Kaufmann von Venedig“ leicht umgeschrieben wurde; Portias eigentliche Zeile lautet „So shines a good deed in a naughty world“). „We are the music makers...“ stammt aus Arthur O'Shaughnessys „Ode“, der wir auch die Wendung „movers and shakers“ verdanken. „A thing of beauty is a joy forever“ stammt aus John Keats' „Endymion: A Poetic Romance“. „Swifter than eagles, stronger than lions“ ist eine Passage aus der Bibel, genauer 2. Samuel 1,23.

  17. Mehrere Schauspieler wurden vor Gene Wilder für die Rolle des Wonka angefragt: * Joel Grey war erste Wahl für Willy Wonka, galt aber nicht als körperlich imposant genug. * Roald Dahls ursprüngliche Wahl für Willy Wonka war Spike Milligan. * Peter Sellers wollte die Rolle unbedingt und bat Dahl sogar um Zustimmung. * Die Rolle wurde Ron Moody angeboten, der ablehnte. * Jon Pertwee musste absagen, weil er damals im straffen Zeitplan von Doctor Who (1963) steckte. * Sidney James und Kenneth Williams zeigten Interesse an der Rolle. * Frankie Howerd wurde die Rolle angeboten, doch Terminkonflikte mit Her mit den römischen Sklavinnen (1971) und The Chastity Belt (1972) zwangen ihn zur Absage. * Auch Dudley Moore, Peter Cook und Michael Crawford wurden für die Rolle in Betracht gezogen. * Alle sechs Darsteller von Monty Python – Graham Chapman, John Cleese, Eric Idle, Terry Gilliam, Terry Jones und Michael Palin – hatten großes Interesse an der Rolle bekundet, galten aber als nicht bekannte genug Namen für ein internationales Publikum. Cleese, Idle und Palin wurden für dieselbe Rolle in Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) in Betracht gezogen. Eric Idle nahm die Hörbuchversion des Buchs auf.

  18. Um Spannung aufzubauen, ist im Film von Wonka die Rede, ohne ihn zu zeigen, bis der Film fast zur Hälfte vorbei ist. Wonka erscheint genau bei Minute 44, nur 6 Minuten vor der Mitte des 100-minütigen Films.

  19. Die TV-Premiere lief am Thanksgiving-Abend des 28. November 1974 auf NBC.

  20. Als Veruca im Erfinderraum ausruft, Wonkas Verhalten sei „absolut verrückt“, verteidigt Charlie ihn mit den Worten: „And that's not bad!“ Charlies Fähigkeit, die Verspieltheit und exzentrische Kreativität von Wonkas Fabrik anzunehmen und zu verstehen, was den anderen Kindern nicht möglich war oder die sie nicht wollten, weist ihn als das richtige Kind aus, das die Fabrik erben soll.

  21. Entgegen der landläufigen Meinung war „snozzberry“ keine Umschreibung für ein bestimmtes männliches Körperteil. In seinem Buch „Some Time Never“ von 1948 schrieb Roald Dahl, Snozzberries seien die Hauptnahrung von Gremlins, beschrieben als süße, saftige rote Früchte, die in Obstgärten wuchsen.

  22. Michael Goodliffes Satz „Not 'till you're twelve, son“ brauchte über vierzig Takes.

  23. Großvater Joe war angeblich zwanzig Jahre ans Bett gefesselt, erlangte aber plötzlich seine Beweglichkeit zurück, als er Charlie zu Wonkas Fabrik begleiten musste. Zahlreiche Quellen legen nahe, dass der Großvater seine Behinderung nur vortäuschte.

  24. Der Film stand 2006 auf der Liste des American Film Institute unter den 180 Filmen, die für AFI's Greatest Movie Musicals nominiert waren.

  25. In der Szene, in der die Darsteller die Tapete ablecken mussten, mussten sie echte Tapete ablecken. Peter Ostrum sagte später, das sei „ziemlich eklig“ gewesen.

  26. Das Lied, das Wonka im Wonkamobil singt, ist „Ach so fromm“/„M'appari“ aus „Martha“ von Friedrich von Flotow.

  27. Der musikalische Code zum Betreten des Schokoladenraums, den Willy Wonka spielt, ist die Ouvertüre zu „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart; Mrs. Teevee nennt fälschlicherweise Sergei Rachmaninow als Komponisten.

  28. Nachdem das Team die Dreharbeiten in München abgeschlossen hatte, übernahm das Team von Cabaret (1972) Studio und Drehorte. Im DVD-Kommentar bemerkte eines der Kinder: „We moved out, and Liza Minnelli moved in.“

  29. Peter Ostrum ist nur durch diesen Film als Schauspieler in Erscheinung getreten. Nach dem Film zog er sich aus dem Schauspiel zurück. Später arbeitete er 39 Jahre lang als Tierarzt, bevor er auch diesen Beruf aufgab.

  30. In ihrem Lied „I Want it Now!“ erwähnt Veruca ein „bean feast“. Das ist ein britischer Ausdruck für ein Essen an einem schönen Ort, das oft vom Arbeitgeber spendiert wird.

  31. Julie Dawn Cole gehörte zu den Darstellern, die von der Szene getäuscht wurden, in der Willy hinkend aus seiner Fabrik kommt, um die Gewinner der Goldenen Tickets zu begrüßen. Im DVD-Kommentar erzählt sie, sie habe geglaubt, Gene Wilder habe sich das Bein wirklich verletzt und die Dreharbeiten müssten vorübergehend unterbrochen werden. Ihre Reaktion ist ebenso echt wie die des übrigen Publikums.

  32. Der Schokoladenfluss bestand aus 150.000 Gallonen Wasser, echter Schokolade und Sahne. Die Filmemacher mussten die Rezeptur für den Schokoladenfluss ändern, weil die ursprüngliche Mischung blutrot wurde. Wegen der Sahne begann die Mischung zu verderben, und gegen Ende der Dreharbeiten roch sie furchtbar. Michael Bollner, der Augustus Gloop spielte, beschrieb sie später als „dirty, stinky water“.

  33. Während des Liedes „Pure Imagination“ schwingt Willy Wonka seinen Stock hierhin und dorthin, um die Menge an verschiedenen Stellen des Liedes zum Stehen zu bringen. Bei etwa 53 Minuten im DVD-Kommentar erzählt Paris Themmen, der Mike Teevee spielte, dass Gene Wilder bei einem der Takes mit seinem Stock ausholte und ihn dabei versehentlich traf. In ihren Memoiren „I Want it Now!“ erwähnt Julie Dawn Cole, die Veruca Salt spielte, dass auch sie mehrmals versehentlich vom Stock getroffen wurde.

  34. Auf seine Meinung zu Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) angesprochen, sagte Gene Wilder, ihm habe Johnny Depps Darstellung des Willy Wonka gefallen, den Film als Ganzes habe er aber nicht gemocht, da er kein Fan von Tim Burton als Regisseur sei; außerdem fühle er sich generell beleidigt, wenn seine Filme neu verfilmt würden, obwohl der Tim-Burton-Film eine Adaption des Buchs und keine Neuverfilmung war.

  35. Einen Schwachpunkt des Buchs sah David Seltzer darin, dass Charlie im Vergleich zu den anderen Kindern zu perfekt war und keine Fehler hatte, was er unrealistisch fand. Das ist einer der Gründe, warum die Slugworth-Nebenhandlung und die Szene mit den Brauselimonaden in den Film eingebaut wurden: um zu zeigen, dass Charlie genauso Fehler macht wie die anderen Kinder; der einzige Unterschied ist, dass er zu seinen Fehlern steht und sich läutert. Diese Szenen wurden aus dem Film von 2005 gestrichen, da sie nicht im Buch vorkamen (sie waren dort nur am Rande kurz erwähnt), was ironischerweise dazu führte, dass der Film dafür kritisiert wurde, einen allzu perfekten und fehlerfreien Charlie zu haben.

  36. Ursprünglich wurde der Film von Paramount Pictures vertrieben. Nachdem der Film an den Kinokassen gefloppt war und kurzzeitig in Vergessenheit geriet, lehnte Paramount ab, die Rechte an dem Film zu verlängern, als der Vertrag auslief, und überließ sie Warner Bros. Pictures. Als der Film zum 50. Jubiläum auf 4K UHD neu veröffentlicht wurde, stellte die Disc aus historischen Gründen das ursprüngliche Paramount-Pictures-Logo am Anfang wieder her. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass der Film mit seinen ursprünglichen Eröffnungslogos erschien.

  37. Der Art Director des Films war Harper Goff. Sein Name dürfte dem breiten Publikum nicht geläufig sein, doch Fantasy- und Science-Fiction-Fans kennen ihn sofort als Art Director von Disneys „20.000 Meilen unter dem Meer“. Neben vielen der Spezialeffekte entwarf er das ikonische Äußere der Nautilus sowie die Innenkulissen des U-Boots.

  38. Anders als die anderen Kinder, die in verschiedenen Städten oder auf verschiedenen Kontinenten lebten, wohnte Charlie nur ein paar Straßen von Wonkas Fabrik entfernt.

  39. Peter Ostrum erzählte im DVD-Kommentar, er und Jack Albertson hätten sich sehr auf die Szene mit der Brauselimonade gefreut und gedacht, sie würde viel Spaß machen, doch dem sei nicht so gewesen, weil das Metall um sie herum ziemlich scharf und die Gurte im Schrittbereich eng gewesen seien. Albertson scherzte, man sollte in dieser Szene Musik aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Nussknacker-Suite im Hintergrund spielen.

  40. Zur Zeit des Kinostarts gab es einige Stimmen, die behaupteten, die Titeländerung von „Charlie and the Chocolate Factory“ zu Charlie und die Schokoladenfabrik (1971) sei auf Betreiben afroamerikanischer Gruppen erfolgt, die sich an der Gegenüberstellung der Wörter „Charlie“ und „chocolate“ im Titel störten. Auch wegen der Rassenfrage änderte sich das Aussehen der Oompa-Loompas. In frühen Fassungen des Romans und der Illustrationen wurden die Oompa-Loompas als schwarze afrikanische Pygmäen dargestellt. Damals protestierte die National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) dagegen, dass die Oompa-Loompas allzu sehr an versklavte Afrikaner erinnerten. Das Produktionsteam des Films entschied sich, die Oompa-Loompas mit orangefarbener Haut und grünen Haaren darzustellen. 1973 überarbeitete Roald Dahl den Roman und beschrieb die Oompa-Loompas darin als weißhäutig.

  41. Julie Dawn Cole (Veruca Salt) gibt im DVD-Kommentar zu, dass sie versehentlich ihren Everlasting Gobstopper und ihr Goldenes Ticket vom Set mitgenommen hat. Peter Ostrum (Charlie Bucket) sagte, er habe das Goldene Ticket zurückgegeben, weil man es ihm gesagt habe. Zu den weiteren Requisiten, die Cole aus dem Film behielt, gehörten ein Scrumdiddlyumptious-Riegel und ein Wonka-Riegel. Julie behielt eines der Original-Goldeier, die sie am Set als Geschenk zu ihrem 13. Geburtstag bekam. Es wurde später als seltenes Stück Filmgeschichte versteigert. Auch ihren Everlasting Gobstopper verkaufte sie, als die Neuverfilmung von Tim Burton herauskam, für eine nicht genannte Summe. Bis heute besitzt sie einen Scrumdiddlyumptious-Riegel und einen Wonka-Riegel. Ihr Goldenes Ticket ist in Sweet Petes Süßwarenladen in Jacksonville, Florida, ausgestellt.

  42. „Salt's Nuts“ heißt die Fabrik, die Verucas Vater gehört.

  43. In der Szene, in der die Führung zum ersten Mal den Schokoladenfluss-Raum betritt, wusste Julie Dawn Cole nicht, dass der Felsen, auf den sie sich stellt, um das große Stück Süßigkeit aufzubrechen, echt war, und sie ließ sich darauf fallen und verletzte sich am Knie. Wer genau hinsieht, erkennt Blut an ihrem linken Strumpf. Von der Verletzung hat sie bis heute eine Narbe am Knie.

  44. Die anderen vier Wonka-Kinder stehen für einige der Sieben Todsünden: Augustus Gloop ist die Völlerei, Veruca Salt die Habgier und Violet Beauregarde der Hochmut (weil sie im Mittelpunkt stehen und besser als ihre Klassenkameradin sein will, wie sie sogar öffentlich sagt), und Mike Teevee ist die Trägheit (die Abneigung gegen Arbeit, oder einfach: Faulheit. Sein Leben verbringt er vor dem Fernseher, man erinnere sich).

  45. Während der Dreharbeiten verglich Paris Themmen, der Mike Teevee spielte, Gene Wilder mit Fred Rogers aus Mister Rogers' Neighborhood (1968), das zu diesem Zeitpunkt seit 3 Jahren produziert wurde, und bemerkte, dass Wilders sanfte Stimme der von Rogers ähnelte.

  46. David Tomlinson wurde für die Rolle des Mr. Salt in Betracht gezogen, war aber mit Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett (1971) beschäftigt.

  47. Die Inspiration für das Buch kam aus Roald Dahls Kindheit. Laut seiner Autobiografie „Boy: Tales of Childhood“ waren er und seine Mitschüler bereitwillige Versuchskaninchen für Cadbury und probierten neue Erfindungen und Süßwarenkreationen aus, was Dahl später zur Geschichte inspirierte.

  48. In der Szene, in der Wonka Charlie und Opa Joe wütend den Vertrag laut vorliest, liest er zwei Zeilen auf Latein: „Fax mentis incendium gloriae culpum“, was übersetzt „die Fackel des Geistes erleuchtet den Weg zum Ruhm“ bedeutet, und „Nemo bis punitor delicatum“, was übersetzt „niemand kann für dasselbe Vergehen zweimal bestraft werden“ bedeutet.

  49. In der Featurette Pure Imagination: The Story of 'Willy Wonka and the Chocolate Factory' (2001) beschrieben Mel Stuart und David L. Wolper, dass sie David Seltzer holten (der mit Wolper an mehreren Shows gearbeitet hatte), weil in Roald Dahls Drehbuch viele Handlungselemente fehlten, die sie für nötig hielten, etwa ein Bösewicht. Laut Seltzer reiste er nach München und geriet in eine Situation (die Arbeit am Drehbuch eines großen Musicals ohne vorherige Drehbucherfahrung), die er im Rückblick nicht angenommen hätte.

  50. Gene Wilder hatte Einfluss auf Wonkas Garderobe; er änderte die Flaschenhose von Grün zu Hellbraun und machte den Zylinder kürzer.

  51. Die Figur des Augustus Gloop wird im Originalroman als besessener Esser dargestellt. Er wird auch als „enormously fat“ beschrieben. Der Schauspieler, der ihn in diesem Film spielt, war nicht besonders dick, und die Filmversion des Augustus zeigt gute Tischmanieren und höfliches Benehmen.

  52. Viele der Süßigkeiten, die in der Fabrik erstmals zu sehen sind, waren aufgeblasene Ballons, die Süßigkeiten ähnelten, oder bemalte Styropor-Requisiten. Wer genau hinsieht, als Violet den riesigen Gummibären essen will, erkennt, dass sie nicht in die Süßigkeit beißt, und Mr. Beauregard ebenso wenig, als er den Fruchtriegel ausrollt und in die Mitte beißt.

  53. Buddy Ebsen, Burgess Meredith, Cesar Romero, Ray Bolger, Jack Haley, Lorne Greene, Sid Caesar, Phil Harris, Will Geer und Don Ameche wurden für die Rolle des Opa Joe in Betracht gezogen.

  54. Roald Dahl distanzierte sich von dem Film, dessen Drehbuch David Seltzer teilweise neu schrieb, nachdem Dahl Fristen nicht eingehalten hatte. Dahl sagte, er sei „enttäuscht“ gewesen, weil „er fand, dass er Willy Wonka zu sehr in den Mittelpunkt rückte und Charlie zu wenig“, und außerdem wegen der Nichtbesetzung von Spike Milligan. Zudem sei er „wütend“ über die Abweichungen in der Handlung gewesen, die Seltzer in seinem Drehbuchentwurf erfand, darunter die Verwandlung von Slugworth, einer Nebenfigur des Buchs, in einen Spion (damit der Film einen Bösewicht hatte) und die Szene mit den „sprudelnden Hebegetränken“. Zu allem Überfluss ließ Seltzer Willy Wonka ständig Zitate von sich geben, die im Buch nicht vorkamen. Infolgedessen weigerte sich Dahl, der Firma die Rechte an der Fortsetzung des Buchs, „Charlie and the Great Glass Elevator“, zu verkaufen.

  55. Gene Wilders Wonka-Kostüm wurde 2012 für fast 74.000 Dollar verkauft.

  56. David L. Wolper kaufte die Rechte an Roald Dahls Buch für 500.000 Dollar.

  57. Gegen Ende des Films bekommt Willy Wonka einen Wutanfall, weil Charlie Bucket eine Klausel seines Vertrags verletzt hat. Wie zuvor im Film zu sehen ist, sorgte Wonka dafür, dass alle fünf Kinder Verträge bei ihm unterschrieben und keines von ihnen die Bedingungen las. Mr. Salt und Mr. Beauregarde vermuteten, dass Wonka die Kinder hinters Licht führen wollte. Der Einzige, der die Bedingungen dieses Vertrags jemals las, war Wonka selbst.

  58. Peter Ostrum erwähnte in der Featurette Pure Imagination: The Story of 'Willy Wonka and the Chocolate Factory' (2001), dass er in der sechsten Klasse war, als er im Mai 1970 für die Rolle des Charlie aus dem Buch vorlas, weil es kein Drehbuch gab. Ende Juli reiste er für einen Screentest nach New York City, und einige Wochen später wurde ihm mitgeteilt, dass er die Rolle hatte, sodass seiner Familie zehn Tage blieben, um ihn für fünf Monate nach München zu bringen.

  59. Die Szene von Violet Beauregardes Ende, in der sie zu einer Blaubeere anschwillt, wurde in zwei Takes gedreht. Im ersten Take wurde Luft in einen aufblasbaren Anzug gepumpt, im zweiten wurde Denise Nickerson in ein zweiteiliges Styropor-Exemplar gesteckt. Als Denise in ihrem Blaubeeranzug herumgerollt wurde, hatten die Oompa Loompas Mühe, die rollende Darstellerin zu kontrollieren. Mehrfach ließen sie sie gegen die Wand krachen, was Denise im DVD-Kommentar zu der Bemerkung veranlasste, die Oompa Loompas hätten keinen „Blaubeer-Führerschein“. Damals steckte die Entwicklung der Farbschichtung noch in den Kinderschuhen. Laut Buch werden Violets Gesicht und Haare blau. Mel Stuart arbeitete daran, konnte aber nur ihr Gesicht blau färben. Die weitere Entwicklung der Farbschichtung war zur Zeit von Krieg der sterne (1977) ausgereift und einsatzbereit, um das Lichtschwert-Konzept gut aussehen zu lassen.

  60. Einem Verleger zufolge, der viele Jahre mit Roald Dahl zusammenarbeitete, galt der Autor allgemein als Kotzbrocken, als rücksichtsloser, unerträglicher Mensch. Diese kürzlich ans Licht gekommenen Memoiren, über die der New Yorker berichtet, bestätigen das: „Fast zwanzig Jahre lang war sein New Yorker Verleger Alfred A. Knopf. In seinen Memoiren ‚Avid Reader‘ schrieb Robert Gottlieb, dort von 1963 bis 1987 in leitender Position, ein wenig über die Zusammenarbeit mit Dahl: Sein Verhalten gegenüber den Mitarbeitern war so fordernd und unhöflich, dass niemand mit ihm arbeiten wollte. Ohnehin gab es dort niemanden, der ranghoch genug war, als dass er sich herabgelassen hätte, mit ihm zu verkehren. Roald war ein enorm charmanter Mann, doch sein Verhalten bei Knopf wurde immer unberechenbarer und rüpelhafter. Sekretärinnen wurden wie Dienstboten behandelt, Wutanfälle gab es persönlich und in Briefen, und Bob Bernstein, der Chef von Random House, gab seinen maßlosen und provokanten finanziellen Forderungen nicht nach.“

  61. Mel Stuart wollte ursprünglich enthüllen, dass Willy Wonka die Goldenen Tickets gezielt platziert hatte, um Charlie die Fabrik zu übergeben. Die Idee wurde verworfen, doch es blieben Hinweise, darunter, dass Mr. Wilkinson – in seiner Rolle als Slugworth – praktischerweise immer dann auftaucht, wenn ein Ticket gefunden wird.

  62. Der Film kam im selben Jahr wie Das Haus der Schatten (1971) in die Kinos, für den Roald Dahl das Drehbuch schrieb.

  63. Jim Backus war die erste Wahl für Mr. Salt, galt aber als zu bekanntes Gesicht. Auch Brian Murphy wurde für die Rolle angefragt. Backus und Roy Kinnear, der die Rolle des Mr. Salt bekam, traten beide in den britischen Fernsehserien Ein Mann im Haus (1973) und deren Spin-off George & Mildred (1976) auf.

  64. Immer wenn eine Szene im Haus der Buckets gedreht wurde, zog Ernst Ziegler – der Opa George spielte – seine Schuhe aus und schob sie unter das Bett im Set, bevor er hineinkroch, um die Szenen zu drehen. Als der Teil des Songs „I've Got a Golden Ticket“ gedreht werden sollte, in dem Opa Joe und Charlie unter das Bett schauen, wollte Regisseur Mel Stuart Zieglers Schuhe aus dem Weg räumen, um die Szene zu filmen, doch Ziegler protestierte heftig, weil er befürchtete, man würde ihm die Schuhe wegnehmen. Er schätzte diese Schuhe sehr, da sie sein einziger verbliebener Besitz aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg waren. Schließlich überzeugte Stuart Ziegler, das Verschieben seiner Schuhe für die Szene zu erlauben.

  65. Julie Dawn Cole sagte, sie habe die Persönlichkeit ihrer Figur Veruca Salt anderen Mädchen auf ihrer Privatschule nachempfunden, die sie „nicht ausstehen“ konnte.

  66. Hunderte Jungen wurden für die Rolle des Charlie getestet, bevor Peter Ostrum buchstäblich Tage vor Drehbeginn schließlich besetzt wurde.

  67. Mel Stuart wollte nicht zu viele Fahrzeuge zeigen, damit der Film nie veraltet wirkt.

  68. Auf Willy Wonkas Goldenem Ticket steht als Eröffnung der Fabrik der 1. Oktober – derselbe Tag, an dem 1971 das Walt Disney World in Orlando, Florida, eröffnete.

  69. Julie Dawn Cole, die Veruca Salt spielte, hasste ausgerechnet Schokolade. In einer Szene zerschlägt sie einen Kürbis aus Polystyrol, der mit Schokolade gefüllt war, und musste diese essen.

  70. Peter Ostrum sagte, Jack Albertson sei „einfach wunderbar“ gewesen und während der Dreharbeiten zu seinem „Mentor“ geworden.

  71. Der letzte Oompa-Loompa-Song brauchte fünfzig Takes.

  72. Für die Szene, in der Augustus Gloop im Rohr stecken bleibt, wurde eine Attrappe verwendet, die wie Michael Bollner – der Augustus Gloop spielte – geschminkt war, insbesondere bei den Weitwinkelaufnahmen, in denen die Gäste vom anderen Flussufer aus zusehen, und als er schließlich durch das Rohr geschossen wird. Darauf wird im Audiokommentar der DVD und Blu-ray hingewiesen. Ein Bild der Attrappe ist sogar im Bereich „Cast/Crew“ der 30th Anniversary DVD von Charlie und die Schokoladenfabrik (1971) zu sehen.

  73. In ihren Begegnungen im Film scheint Violet Beauregarde ständig genervt von Veruca Salt. Zweimal geht sie Veruca verbal an und beleidigt sie, ohne dass Veruca reagiert. Obwohl Veruca gegenüber ihrem Vater ein hitziges Temperament zeigt, reagiert sie überhaupt nicht auf das recht beleidigende Verhalten von Violet, Willy Wonka und sogar auf eine spöttische Bemerkung von Charlie.

  74. Der Film wurde in München gedreht, doch die Produzenten mussten außerhalb Deutschlands genügend Kleinwüchsige anwerben, um die Oompa Loompas zu besetzen. Viele der als Oompa Loompas besetzten Darsteller (deutsche und andere) sprachen kein fließendes Englisch, wenn überhaupt. Deshalb wirkt es bei einigen so, als kennten sie in den Musiknummern den Text der Lieder nicht.

  75. Ernst Ziegler, der Opa George spielte, war (durch Giftgas im Ersten Weltkrieg) fast blind, daher wurde ihm gesagt, er solle nach einem roten Licht Ausschau halten, das ihm die Richtung wies, wenn seine Figur in eine bestimmte Richtung schauen sollte.

  76. Michael Bollner sprach nicht gut Englisch und bekam deshalb im Film weniger Dialog als Augustus Gloop. Er hat insgesamt nur zehn Zeilen. Es blieb seine einzige Filmrolle, da er kein hauptberuflicher Schauspieler sein wollte und stattdessen Steuerberater wurde.

  77. In mehreren TV-Ausstrahlungen des Films ist der Abschnitt „Cheer Up, Charlie“ herausgeschnitten.

  78. Entgegen einem verbreiteten Gerücht wurde Fred Astaire nie für die Rolle des Willy Wonka in Betracht gezogen. Laut Mel Stuarts Buch „Pure Imagination: The Making of Willy Wonka“ bekundete Fred Interesse daran, den exzentrischen Schokoladenfabrikanten zu spielen, doch das wurde weder Stuart noch David L. Wolper zur Kenntnis gebracht. Auch gut so, denn wie Stuart in seinem Buch schreibt, stellte er sich Willy Wonka nicht als 72-jährigen Mann vor, was Astaire damals zufällig war.

  79. Der Schrumpfraum ist keine optische Täuschung. Der Raum ist anfangs acht Fuß (2,4 Meter) hoch und verjüngt sich auf vier Fuß (1,2 Meter).

  80. Obwohl er im Vorspann an erster Stelle steht, erscheint Gene Wilder – der Willy Wonka spielt – erst etwa bei 00:12:50 im Film, ist dann aber von etwa 00:44:00 bis zum Ende durchgehend zu sehen. In der ersten Hälfte des Films wird er jedoch mehrfach erwähnt.

  81. Der Film diente als Vorlage für Fergies Musikvideo zu ihrem Song Fergalicious (2006).

  82. PRODUKTPLATZIERUNG: In der Szene zur großen Eröffnung, bevor Wonka öffentlich auftritt und das Tor für die Ticketgewinner öffnet, läuft ein Verkäufer vorbei, dessen Kiste das Coca-Cola-Logo trägt.

  83. Laut Mel Stuarts Buch „Pure Imagination: The Making of Willy Wonka and the Chocolate Factory“ war der Grund, warum in Willies Büro alles in der Mitte durchgeschnitten ist, dass Stuart es nicht ertragen konnte, den Film nach all den verspielten und kreativen Räumen der Fabrik in einem gewöhnlichen Büro enden zu lassen. Alles wurde halbiert, damit der Raum mehr nach Wonka aussieht.

  84. Im DVD-Kommentar erzählt Peter Ostrum, dass er und Gene Wilder gegen Ende der Dreharbeiten (als er das einzige Kind war, das noch übrig blieb) oft gemeinsam zu Mittag aßen. Passenderweise beendeten sie diese Mahlzeiten mit einer geteilten Tafel Schokolade als Nachtisch, während sie zum Set zurückgingen.

  85. Seit 2023 läuft der Film auf TBS und TNT.

  86. Die kleine Szene mit Charlie (Peter Ostrum) und seiner Mutter (Diana Sowle) vor dem Lied „Cheer Up, Charlie“ wurde um 1:00 Uhr nachts gedreht.

  87. Für die DVD zum 30. Jubiläum des Films stammt der Audiokommentar von allen fünf Kinderschauspielern: Peter Ostrum, Michael Bollner, Julie Dawn Cole, Denise Nickerson und Paris Themmen.

  88. Denise Nickerson – die Violet Beauregarde spielte – und Stephen Dunne – der den Nachrichtensprecher Stanley Kael spielte – traten in Drei Mädchen und drei Jungen (1969) auf.

  89. Der Tinkerer zitiert aus dem Gedicht „The Fairies“ von William Allingham: „Up the airy mountain, down the rushy glen, we daren't go a hunting, for fear of little men. You see, nobody ever goes in... and nobody ever comes out.“

  90. Auf der Goldenen Eintrittskarte ist der Termin, an dem alle zur Fabrik kommen sollen, der 1. Oktober. Am 1. Oktober 1971 wurde Walt Disney World in Florida offiziell eröffnet.

  91. In der Szene, in der Wonka seinen kleinen Salto macht, besteht der Ziegelstein, in dem sein Stock steckt, aus Styropor.

  92. Die Rockband Veruca Salt, vor allem bekannt für ihren Song „Seether“, hat ihren Namen von diesem Film. Anschließend hat sich die Rockband Seether (bekannt für Songs wie „Remedy“, „Fake It“ und „Fine Again“) nach diesem Song benannt, was sie ein paar Ecken von diesem Film entfernt.

  93. Als Alberto Minoleta, der paraguayische Spieler, als fünfter Finder der Goldenen Eintrittskarte verkündet wird, zeigt das Foto in den Nachrichten ein Bild von Martin Bormann, dem Leiter der Partei-Kanzlei der NSDAP und Privatsekretär Adolf Hitlers. Dass die Figur aus Paraguay stammt, ist ein Insiderwitz, da einige prominente Nazis, darunter Adolf Eichmann und Josef Mengele, nach Südamerika flohen, um der Justiz zu entgehen. Damals glaubte man, auch Bormann sei nach Südamerika geflohen, doch im Jahr nach dem Kinostart wurden Bormanns Überreste in Berlin gefunden; er starb 1945 bei dem Versuch, Berlin während der sowjetischen Belagerung der Stadt zu verlassen.

  94. Für die Bootsszene verwendet der Film verschiedene Aufnahmen aus anderen unbekannten Kinofilmen als Tunnelbilder, darunter eine Spinne, einen riesigen Tausendfüßler, der über ein Gesicht kriecht, einen menschlichen Augapfel, einen von einer Axt abgeschlagenen Hühnerkopf, ein Chamäleon, das ein Insekt frisst, und Wonkas Rivalen Mr. Slugworth.

  95. Nach dem Erfolg dieses Films plante das Studio, die Fortsetzung Charlie and the Great Glass Elevator zu verfilmen. Roald Dahl mochte diesen Film jedoch so wenig, dass er sich weigerte, die Rechte an seinem Folgeband zu verkaufen. Es gab Überlegungen, ein Drehbuch für eine eigenständige Fortsetzung zu schreiben, doch das wurde verworfen, und es entstand nie eine Fortsetzung.

  96. Denise Nickerson (Violet Beauregarde) und Julie Dawn Cole (Veruca Salt) waren in Peter Ostrum (Charlie Bucket) verliebt, und während der Produktion entwickelte sich so etwas wie eine Dreiecksgeschichte, bei der Denise und Julie jeden Tag darum wetteiferten, neben dem Kinderstar zu sitzen. Während der Dreharbeiten wechselten sich die Mädchen tageweise damit ab, wer Zeit mit Ostrum verbringen durfte. Auch Bob Roe – der Sohn des ersten Regieassistenten Jack Roe – war für die beiden ein Objekt der Zuneigung. An dem Tag, an dem sie nicht mit Peter zusammen sein konnten, verbrachten sie die Zeit mit Roe.

  97. Veruca Salts Haare werden im Laufe des Films immer kürzer, weil die Filmemacher Julie Dawn Coles Spliss immer wieder abbrannten.

  98. Peter Ostrum kam während der Dreharbeiten in die Pubertät. Das ist daran zu hören, dass seine Stimme beim Duett von „I've Got a Golden Ticket“ hoch ist und später im Film, etwa in der Blasenszene, viel tiefer klingt, und in einer Szene gegen Ende überragt er Paris in einer Einstellung.

  99. Violet Beauregarde erwähnt immer wieder ihre beste Freundin Cornelia Prinzmetel. Cornelia ist eine Figur aus dem Roman, die im Film nie zu sehen ist.

  100. Denise Nickersons Heidelbeer-Szene wurde mitten am Tag gedreht, sodass zwischen den Takes Zeit für das Mittagessen blieb. Sie musste diese Zeit in ihrem Heidelbeer-Kostüm bleiben und mehrmals gedreht werden, damit die Blutzirkulation in Ordnung blieb.

  101. Bei den Geräten, die im Erfinderraum an der Wand hängen, handelt es sich um altmodische Entsafter; sie sind im Hintergrund an der Wand neben der Tür zu sehen, als Violet sich in eine Heidelbeere verwandelt – vermutlich als Insiderwitz angesichts dessen, was mit Violet passiert.

  102. Der Film lief am 1. Januar 1977 erstmals im britischen Fernsehen, auf BBC One.

  103. Dies war der Film, der bei der sechsjährigen Salma Hayek den Wunsch weckte, Schauspielerin zu werden.

  104. Bevor er seine Gäste an Bord der Wonkatania begrüßt, stellt er sein Schiff auf Französisch vor: „mesdames et messieurs, maintenant nous allons faire grand petit voyage par bateau. Voulez-vous entrer le Wonkatania?“ Auf Deutsch sagt er: „Meine Damen und Herren, jetzt machen wir eine große kleine Bootsfahrt. Wollen Sie die Wonkatania betreten?“

  105. Augustus Gloop stammt aus Dusselheim in Westdeutschland, Violet Beauregarde aus Miles City in Montana (dem einzigen genannten Ort, den es wirklich gibt) und Mike Teevee aus Marble Falls in Arizona. Die Heimatorte von Charlie Bucket und Veruca Salt werden im Film nie genannt, doch Veruca und ihre Familie leben wahrscheinlich in England: Ihre Nummer liegt über den Britischen Inseln, Mr. Salt verspricht den Arbeitern eine Prämie von 1 £ für den, der die nächste Goldene Eintrittskarte findet, und in der Fabrik hängt ein Schild mit der Aufschrift „SALT'S: THE PEANUTS OF THE QUEEN!“

  106. Im DVD-Kommentar erzählt Michael Bollner (Augustus Gloop), dass ihm die Restaurant-Szene schwerfiel, weil er dabei Knackwurst essen musste, die er nicht mochte.

  107. Laut einem Interview mit Peter Ostrum wurde Mark Lester wegen seiner hohen Singstimme für die Rolle des Charlie abgelehnt.

  108. Die S.S. Wonkatania sollte wie ein dreimastiges Segelschiff aus dem 16. Jahrhundert aussehen, doch das wäre zu groß gewesen, um ins Studio zu passen.

  109. Die Ausstrahlung des Films bei NBC am 23. November 1975 verzögerte sich um 45 Minuten wegen eines NFL-Spiels zwischen den Oakland Raiders und den Washington Redskins, das in die Verlängerung ging. Trotz zahlreicher Anrufe bei NBC von Leuten, die den Film sehen wollten, blieb das Spiel auf Sendung. Das „Heidi“-Spiel von 1968 und der darauf folgende Aufruhr hatten die Sender dazu gebracht, ihre Regeln zu ändern.

  110. Kinderbuchautoren sind bekanntlich feindselig gegenüber Hollywood und dessen Versuchen, ihre Geschichten zu verfilmen. Roald Dahl (der laut Leuten wie Julie Dawn Cole vor der Premiere des Films angeblich oft am Set auftauchte) hasste diesen Film und machte seiner Abneigung gegenüber der Presse lautstark Luft. Ein Jahr zuvor hatte Norton Juster, der Autor des ähnlich gelagerten The Phantom Tollbooth (1970), ebenfalls sehr kritisch und feindselig auf die gemeinsame Filmproduktion seiner Geschichte durch Chuck Jones und MGM reagiert, die 1970 mit Butch Patrick in der Hauptrolle erschien. Und zwei Jahre nach der Premiere von Charlie und die Schokoladenfabrik verriss E.B. White die Hanna-Barbera-Version seines Klassikers Charlotte's Web (1973) und nannte sie eine „Travestie“. C.S. Lewis war so besorgt, dass eine schreckliche Realfilmversion seiner Chronicles of Narnia erscheinen könnte, dass er der BBC einen Brief schrieb, in dem er ihr eine Verfilmung seiner Geschichten untersagte. Auch P.L. Travers hasste Mary Poppins (1964). Die Ironie: All diese Filme kamen heraus, die meisten waren Kassenschlager, alle wurden von der Kritik wohlwollend aufgenommen, und das Publikum betrachtet sie alle als Klassiker des Kinderfilms. Tatsächlich haben diese Filme den Klassikerstatus der Bücher im Kanon der Kinderliteratur ironischerweise nur gefestigt.

  111. Als Gene Wilder 2016 starb, änderte Peter Ostrum sein Profil in den sozialen Medien in „Ehemaliger Kinderstar, Tierarzt, erbte am 29. August 2016 eine Schokoladenfabrik“.

  112. Nachdem Gene Wilder das Drehbuch gelesen hatte, sagte er, er würde die Rolle des Willy Wonka nur unter einer Bedingung übernehmen: dass er in der Szene, in der er die Kinder zum ersten Mal trifft, hinken und dann plötzlich einen Salto machen dürfe. Als Regisseur Mel Stuart fragte, warum, antwortete Wilder, dass Wonka dadurch „von da an niemand mehr wissen wird, ob ich lüge oder die Wahrheit sage“. Stuart fragte: „Wenn ich Nein sage, machen Sie den Film dann nicht?“ Wilder sagte: „Ich fürchte, das ist die Wahrheit.“

  113. Im selben Jahr, in dem der Film herauskam, trat Aubrey Woods – der Bill, den Besitzer des Süßwarenladens, spielte – als The Controller im Doctor Who (1963)-Serial „Day of the Daleks“ auf. Jon Pertwee, damals The Doctor in der Serie, war die Rolle des Willy Wonka angeboten worden, doch er lehnte ab, weil er an die Serie gebunden war.

  114. Der Film wurde in einem Zeitraum von 6 Wochen gedreht.

  115. In welchem Land der Film spielt, blieb jahrelang ein Rätsel. Mit verschiedenen Kniffen wurde dafür gesorgt, dass das so blieb: Die Autos tragen keine US-Kennzeichen. Der Titel der Zeitung ist allgemein gehalten und verrät nicht den Namen der Stadt. Welche Münze Charlie im Rinnstein findet, wird nicht enthüllt. Nachdem er ihm eine Tafel Schokolade verkauft hat, nennt der Händler nicht den genauen Restbetrag, wie es bei jedem Geschäft üblich wäre (was aber die Währung verraten würde), sondern räuspert sich nur. Mr. Wilkinson/Slugworth besticht Charlie mit „Zehntausend von diesen“, wobei er sich auf Währungseinheiten bezieht, die Währung aber nicht benennt. Charlie tritt nie im Fernsehen auf, denn in den TV-Interviews wurden die Länder alle verraten. An dem Tag, an dem sie in der Wonka-Fabrik ankommen, sind Charlie und Opa Joe die Einzigen, die keine Flagge ihres Heimatlandes in der Hand halten. In der Luftaufnahme am Ende fahren die Autos rechts. Es stellte sich heraus, dass der Film überwiegend in Deutschland und in anderen Gegenden Großbritanniens gedreht wurde.

  116. Der Film entstand mit einem winzigen Budget von nur 3 Millionen Dollar, weshalb Mel Stuart und David Seltzer mehrere Szenen aus dem Buch streichen mussten, die sich unter diesen Bedingungen nicht drehen ließen – am bekanntesten ist die Szene, in der Prinz Pondicherry aus Indien sich von Wonka einen ganzen Palast aus Schokolade bauen lässt, sowie die Nussszene, die durch eine Kammer mit goldenen Gänsen ersetzt wurde. Dutzende Eichhörnchen für die Nachstellung der Buchszene zu dressieren, wäre für diesen Film unmöglich gewesen.

  117. Die Reaktionen der Darsteller sind in manchen Szenen spontan: Als Wonka humpelnd aus seiner Fabrik kommt, um die Gewinner der Goldenen Tickets zu begrüßen, ist die Reaktion aller echt. Als die Kinder zum ersten Mal den Schokoladenraum betreten und die Süßigkeitengärten sehen, reagieren sie echt. Bei den Dreharbeiten zur Tunnelszene waren die Reaktionen der Darsteller auf Wonkas Gesang echt; Peter Ostrum, Jack Albertson und Denise Nickerson waren allesamt zu Tode erschrocken und glaubten, Gene Wilder sei in einen psychotischen Anfall geraten. In der Szene, in der Wonka Charlie und Opa Joe anschreit, sind die Reaktionen von Ostrum und Albertson echt. Wilder wollte Ostrum eigentlich vorher einweihen, doch Regisseur Mel Stuart riet ihm dringend davon ab, um die Überraschung nicht zu verderben.

  118. Die Idee, Charlie und die Schokoladenfabrik zu verfilmen, stammte von der 10-jährigen Tochter des Regisseurs Mel Stuart, die das Buch gelesen hatte und ihren Vater bat, einen Film daraus zu machen. Stuart brachte das Buch zu Produzent David L. Wolper, der gerade mit dem Unternehmen Quaker Oats verhandelte. Quaker hatte kurz zuvor eine Süßwarenfirma übernommen; Wolper überzeugte Quaker, „Wonka Bars“ herzustellen, und die Firma finanzierte den Film, um sie zu bewerben.

  119. Obwohl es aussieht, als würde Augustus Gloop im Schokoladenfluss ertrinken, erklärte Michael Böllner [der die Rolle spielte] in einem Interview, dass dieser in Wahrheit nur 10 cm (4 Zoll) tief war.

  120. Eine Nebenhandlung des Films ist, dass Opa Joe mit dem Rauchen aufhören will, um Geld für Charlie zu sparen. Obwohl seine Rauchgewohnheit einige Male erwähnt wird, sieht man Joe nie tatsächlich seine Pfeife rauchen.

  121. In einem Interview für die 30th Anniversary Special Edition erklärte Gene Wilder, dass er gern mit den meisten der Kinderdarsteller zusammengearbeitet habe, aber dass er und das Team einige Probleme mit Paris Themmen gehabt hätten, der „eine harte Nuss“ gewesen sei.

  122. Die Bienen, die in der Kaugummimaschine zum Einsatz kamen, waren Wespen. Paris Themmen, ein berüchtigter Unruhestifter am Set, ließ sie offenbar aus ihrem Glasgefäß frei und wurde dabei ins Gesicht gestochen.

  123. Das Gesicht im psychedelischen Tunnel ist das von Walon Green, einem Freund von Mel Stuart und Drehbuchautor von The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz (1969). Laut Stuarts Memoiren war Green der Einzige, der bereit war, sich für einen Kinderfilm einen Tausendfüßer übers Gesicht kriechen zu lassen. Er gab zu, dass ihn nur eines überzeugt habe: Tausendfüßer sind harmlos und beißen nicht, anders als die giftigen Hundertfüßer.

  124. Für Julie Dawn Coles Rolle der Veruca Salt wurde eigens ein echter Nerzmantel angefertigt. Cole ließ den Mantel einmal versehentlich in der Studiokantine liegen, doch er wurde ihr bald zurückgebracht.

  125. Veruca Salt stellt den Reichtum ihrer Familie zur Schau, indem sie in einem Nerzmantel in Wonkas Fabrik erscheint. Sie prahlt damit, noch mehrere andere Pelzmäntel zu besitzen. Verucas Wohlstand hebt sie in puncto soziale Schicht von den anderen Kindern ab. Charlie verdient sein Geld als Zeitungsausträger, Augustus ist der Sohn eines Metzgers aus der Unterschicht, Violet die Tochter eines Autoverkäufers und Mike der Sohn eines Erdkundelehrers. Keines von ihnen scheint aus wohlhabenden Verhältnissen zu stammen.

  126. Der Film erwähnt mehrfach die Vermicious Knids, ohne sie zu zeigen. Sie sind räuberische Aliens aus Roald Dahls Werken und die Hauptbösewichte des Romans „Charlie and the Great Glass Elevator“ (1972). Angeblich stammen sie vom fiktiven Planeten Vermes außerhalb des Sonnensystems.

  127. In der Rangliste der „Greatest Family Films“ des britischen Senders Channel 4 landete der Film auf Platz 8.

  128. Jack Albertson, der Opa Joe spielte, trat an der Seite von Roald Dahls Ehefrau Patricia Neal in The Subject Was Roses (1968) auf. Für diesen Film gewann er den Oscar als bester Nebendarsteller und besiegte dabei seinen Co-Star aus diesem Film, Gene Wilder, der für Frühling für Hitler (1967) nominiert war.

  129. Der Film wurde in München gedreht, weil das deutlich billiger war als in den USA und die Stadt einen „Märchenbuch-Charakter“ hatte. Mel Stuart gefiel zudem die Fremdheit der Schauplätze, und er sagte, er habe an einem Ort drehen wollen, der sich keiner Zeit und keinem Ort zuordnen lässt, anders als New York City, St. Louis oder London.

  130. Die Szene von Mikes Sturz war schwierig zu drehen. Die Fernsehaufnahme aus der Ferne entstand per Bluescreen. In der Nahaufnahme im Fernseher stand Paris Themmen, der Mike spielte, auf einer Plattform auf einem riesigen Fernsehgerät. Die Aufnahme, in der Mrs. Teevee ihn hochhebt, war eine Puppe, und die eine Einstellung mit der Nahaufnahme von Mike, der an den Fingern seiner Mutter baumelt (bei etwa einer Stunde und dreißig Minuten), entstand, indem Paris von einem mit Stoff überzogenen Daumen und Zeigefinger aus Styropor herabhing.

  131. Queen Elizabeth II. wird zwar nicht gezeigt, aber in der Szene erwähnt, in der Bieter versuchen, den letzten Vorrat an Wonka-Riegeln auf britischem Boden zu kaufen, und es geht ein Raunen durch die Menge, als der Auktionator „Eure Majestät!“ ausruft.

  132. Paris Themmen, der Mike Teevee spielte, war der jüngste der Kinderdarsteller im Film: Er war 11 Jahre alt.

  133. In der Szene mit dem Nitroglyzerin-Experiment ist das H-O-H-Symbol an der Tafel die Strukturformel von Wasser (H2O).

  134. Die Eröffnungstitel wurden in einer Toblerone-Schokoladenfabrik in der Schweiz gedreht.

  135. Der erste Nachrichtensprecher, den man sieht, ist der wegweisende TV-Journalist Jack Latham, der Anfang der 1950er-Jahre in Los Angeles erstmals bei NBC Channel 4 auf Sendung ging.

  136. Die Szene, in der der Techniker die drei Geschäftsleute mit dem riesigen Computer beeindrucken will, um (erfolglos) die Ergebnisse der damals noch drei verbliebenen Goldenen Tickets zu liefern, war die letzte, die für den Film gedreht wurde. Sie entstand so kurzfristig, dass am Set ein Berg Gepäck herumstand, weil Cast und Crew bereits mit dem Packen für den Drehschluss beschäftigt waren.

  137. Peter Ostrum und die anderen Kinderdarsteller sind sich über die Jahre eng verbunden geblieben und treten regelmäßig gemeinsam auf Fan-Conventions auf.

  138. Die „Kleiderbügel“ sind die mit Sprühfarbe behandelten Hände von fünf am Film beteiligten Tischlern.

  139. Die Szene mit der Goldenen Gans stand nicht im Buch und ersetzte die Nussszene aus dem Buch. Die Nussszene taucht allerdings im Remake Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) auf.

  140. In Charlie und die Schokoladenfabrik (2003) berichteten die Darsteller der Oompa-Loompas, das Make-up sei extrem unangenehm gewesen, und der Maskenbildner sei ständig am Set gewesen, weil die heißen Studiolichter ihr Make-up zum Schmelzen brachten, sodass laufend nachgebessert werden musste. Die Make-up-Schichten ließen sich am Ende des Tages nur schwer wieder abkratzen.

  141. Anders als die anderen Interview-Szenen wurde Augustus Gloops Interview in einem echten Restaurant in München gedreht; die meisten Darsteller gingen während der Dreharbeiten dort zum Mittagessen. Das Restaurant heißt Hofbräukeller und wurde nach einem Brand in den späten 1980er-Jahren komplett wieder aufgebaut.

  142. Beim Bau von Willys Büro, in dem alles halbiert ist, zersägte einer der Requisiteure versehentlich eine echte Kaffeekanne, die jemand im Arbeitsbereich abgestellt hatte. Erst als der Kaffee herauslief, merkte er seinen Fehler.

  143. Der Film wird oft fälschlich für eine Warner-Bros.-Produktion gehalten. Tatsächlich entstand er unabhängig, und 1971 übernahm Paramount Pictures den Verleih. 1977 liefen die Kinovertriebsrechte aus, und Paramount, in den Tagen vor dem Heimvideo, hielt den Film für kommerziell wenig nutzbringend und erneuerte sie nie. Die Rechte kaufte schließlich Warner Bros. 1983, als das Studio nach dem Heimvideo-Boom der frühen 1980er sein Warner-Home-Video-Sortiment ausbaute. 1984 brachte Warner den Film erstmals auf VHS und Betamax heraus. Warner Bros. war auch für die Kino-Wiederaufführung zum 25. Jubiläum 1996 und alle späteren Heimvideo-Veröffentlichungen verantwortlich. Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) wurde von Warner Bros. produziert.

  144. Streng genommen war Veruca Salt das einzige Kind, das keine Goldene Eintrittskarte fand; sie drängte ihren Vater, seine Arbeiter eine finden zu lassen. Sie war auch das einzige Kind, das nicht von der Presse oder anderen Leuten bedrängt wurde.

  145. Augustus Gloop ist Deutscher, Violet Beauregarde und Mike Teavee sind Amerikaner. Veruca Salts Nationalität bleibt im Originalroman unbestimmt, doch ihre Einführungsszene im Film deutet an, dass sie im Vereinigten Königreich lebt. Der Film von 2005 zeigt eindeutig, dass Veruca aus Großbritannien stammt. Charlies Nationalität ist in beiden Filmversionen und im Roman bewusst vage gehalten.

  146. Julie Dawn Cole – Darstellerin von Veruca Salt – erklärte in ihren Memoiren „I Want it Now!“, das Mischfahrrad im Erfinderraum sollte ursprünglich von einem Oompa Loompa getreten werden. Als die Szene gedreht werden sollte, stellte sich jedoch heraus, dass die Beine keines der Oompa-Loompa-Darsteller lang genug waren, um die Pedale zu erreichen. Also fanden die Filmemacher eine kreative Lösung: Gene Wilder trat stattdessen in die Pedale und sang dabei „Sweet Lovers Love the Springtime“.

  147. Der Film steht auf der Liste des American Film Institute aus dem Jahr 2000 mit den 500 Filmen, die für die 100 lustigsten amerikanischen Filme nominiert waren.

  148. Jack Albertson hatte gerade einen Oscar für The Subject Was Roses (1968) gewonnen. Er war der einzige Oscar-Preisträger in Cast und Crew; Gene Wilder gewann nie einen.

  149. Die Boeing 707, die im Film mit Wonka-Riegeln entladen wird, war Pan-Am-Flug 812, auch „Clipper Climax“ genannt; sie wurde 1974 bei einem Absturz auf Bali, Indonesien, zerstört, bei dem 107 Menschen starben.

  150. Der Erfinderraum enthält eine Weinpresse, einen altmodischen Saftentsafter. Die Oompa-Loompas halten kurz daneben an, während sie Violet Beauregarde zum Auspressen wegrrollen.

  151. Die Oompa Loompas waren für ihr ausgelassenes Feiern abseits des Sets bekannt und fuhren sogar gemeinsam in einer Limousine zu Bars.

  152. Peter Capell (The Tinker) und Nora Denney (Mrs. Teevee) haben am selben Tag Geburtstag, dem 3. September. Capell wurde 1912 geboren, Denney 1927.

  153. Der Film legt nahe, dass die Kinder, die aus der Tour ausstiegen, die Bedingungen des von ihnen unterzeichneten Vertrags missachtet haben. Sobald ein Kind ausschied, wurde der von ihm unterzeichnete Vertrag null und nichtig. Ebenso missachtete Charlie den Vertrag, indem er die sprudelnden Hebgetränke probierte, was dies weiter stützt.

  154. Einer der zehn Darsteller, die die Oompa Loompas spielten, war weiblich.

  155. Pauline Kael sagte über Willy Wonka: „Eine Fantasie mit Musik für Kinder, die nie einen passenden Stil findet; sie ist steif und frenetisch, wie Preußen beim Spiel.“

  156. Im Roman hat Mike Teavee ein übles Temperament. Die Filmversion ist viel ruhiger und den anderen Kindern gegenüber etwas freundlich. Anders als die anderen „bösen“ Kinder genießt er seine Verwandlung in Wonkas Fabrik. Seine Mutter hingegen reagiert schockiert.

  157. Anthony Newley wollte Bill spielen, den Besitzer des Süßwarenladens, doch er galt als zu bekannt; stattdessen schrieb er die Musik für den Film. Auch Richard O'Sullivan wurde für die Rolle in Betracht gezogen. Don Lane sprach für die Rolle vor und beeindruckte Mel Stuart so sehr, dass er stattdessen für die Rolle des Willy Wonka in Betracht gezogen wurde. Sammy Davis Jr. zeigte ebenfalls Interesse an der Rolle, doch Stuart befürchtete, die Präsenz eines großen Stars in der Süßwarenladen-Szene würde die Realität durchbrechen. Dennoch wurde das Lied „The Candyman“ aus dem Süßwarenladen viele Jahre lang zu einem festen Bestandteil von Davis' Bühnenshow. Davis' Version des Liedes wurde zeitgleich mit dem Film veröffentlicht und wurde ein Hit in den Billboard Top 100.

  158. Denise Nickerson wollte die Szene mit dem Nasebohren nicht drehen. Sie war in Peter Ostrum verknallt und wollte sich nicht blamieren.

  159. Obwohl der Film in Deutschland gedreht wurde, das weltweit für seine Süßigkeiten bekannt ist, sagte Peter Ostrum im DVD-Kommentar, die Süßigkeiten seien aus den Vereinigten Staaten eingeflogen worden. Mit seinen Worten: „Sie waren ziemlich altbacken, als wir sie bekamen.“

  160. Leonard Maltin gab dem Film 2,5 Sterne und sagte: „Der Film hat alle Zutaten eines Klassikers … doch eine grausame Kante trübt den Genuss.“ Interessanterweise drehte Maltin eine Einführung, als der Film 2026 zum 55. Jubiläum wieder in die Kinos kam.

  161. Das Buch legt nie fest, wo Charlie und die Wonka-Fabrik liegen. Der Film auch nicht, obwohl alle Außenaufnahmen in Deutschland gedreht wurden, um ihm einen märchenhaften Look zu verleihen. Alle Schauspieler in Charlies Stadt sprechen sowohl mit amerikanischem als auch mit britischem Akzent, wobei sich hier und da ein seltsamer deutscher Einschlag einschleicht, was die genaue Lage weiter verschleiert.

  162. Mel Stuart wollte ursprünglich nicht, dass Willy Wonka ein Musical wird, da der Film nach Roald Dahls Wunsch einfach eine geradlinige Fantasy-Verfilmung des Romans werden sollte, doch die Produzenten überzeugten ihn, indem sie auf die Erfolge von Mary Poppins (1964) und Das zauberhafte Land (1939) hinwiesen. Die Musiknummern kamen durch Überarbeitungen von Dahls Originaldrehbuch durch David Seltzer hinzu, was Dahl ziemlich wütend machte.

  163. Laut den Wonka-„Kindern“ verwendete die Maskenbildnerin, eine Deutsche, für Gene Wilders oft widerspenstiges Haar das deutsche Wort „keflügel“, ohne zu ahnen, dass die englische Übersetzung des Wortes „chicken“ lautet.

  164. Violets Vater ist Gebrauchtwagenhändler; das nimmt die Figur Harry Wormwood in Matilda (1996) vorweg, ebenfalls von Roald Dahl geschrieben.

  165. Obwohl der Film an den Kinokassen nicht gut lief, gewann er überraschenderweise mehr Aufmerksamkeit, als er auf Heimvideo erschien. Er gehörte zu den beliebtesten Leihfilmen, als die Verleihbranche in den 80ern boomte.

  166. Über die korrekte Schreibweise von Mike Teevees Nachnamen gibt es einige Debatten. Im Abspann des Films sowie in allen Werbematerialien zur US-Veröffentlichung wird Mikes Nachname „Teevee“ geschrieben. Im Buch lautet er „Teavee“, und im Film sieht man Mike in der Szene, in der alle Kinder den großen Vertrag unterschreiben, seinen Namen als „Mike T.V.“ unterschreiben. Im DVD-Kommentar sagte Paris Themmen, Regisseur Mel Stuart habe ihm in der Vertragsunterzeichnungsszene gesagt, er solle als „Mike T.V.“ unterschreiben, weil das die Szene schneller drehbar mache.

  167. David L. Wolper fragte zunächst Richard Rodgers und dann Henry Mancini, ob sie die Musik für den Film beisteuern würden. Beide lehnten ab.

  168. Paris Themmen hatte lange Zeit bis 1994 keinen weiteren Filmauftritt. Kurz nach diesem Film zog er sich von der Schauspielerei zurück, weil er kein Vollzeit-Schauspieler werden wollte, und wurde stattdessen Immobilienmakler und Casting-Direktor.

  169. 2014 wurde der Film von der Library of Congress der Vereinigten Staaten in das National Film Registry aufgenommen.

  170. Die Rülpser, die Charlie und Opa Joe ausstoßen, um im Sprudelraum wieder auf den Boden zu kommen, wurden von einem Foley-Künstler erzeugt, der auf Rülpser spezialisiert war.

  171. Im Vergleich zu den anderen Kinderfiguren hat Augustus Gloop nur wenige Sprechzeilen. Er hat auch kaum bis gar keine Interaktionen mit anderen Figuren außer seiner eigenen Familie.

  172. Mit diesem Film wurde Gene Wilder der erste von drei Schauspielern, die für die Darstellung des Willy Wonka für den Golden Globe Award als Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical nominiert wurden. Die anderen beiden sind Johnny Depp für Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) und Timothée Chalamet für Wonka (2023).

  173. Die Drum-&-Bass-Gruppe Pendulum verwendet in ihrem Track ‚Through The Loop‘ Gene Wilders Gesang aus der Bootsfahrt-Szene.

  174. Als Mel Stuart das Buch zu seinem Produzentenfreund David L. Wolper brachte, wusste er nicht, dass Wolper mit der Quaker Oats Company über ein Filmprojekt gesprochen hatte, das Produktplatzierungen für sie ermöglichen könnte. Das führte zur Erfindung des Wonka-Riegels, einer damals bedeutenden innovativen Zusammenarbeit zwischen Süßwarenhersteller und Filmfirma.

  175. In der „Wonkamobil“-Szene wurde der Schaum, der herausspritzte, aus einfachen Feuerlöschern erzeugt, doch was Cast und Crew nicht wussten: Der Schaum selbst war ein starkes Hautreizmittel, sodass die Schauspieler nach dem Dreh erhebliche Beschwerden hatten, als ihre Haut anschwoll und sie mehrere Tage medizinischer Behandlung und Erholung bedurften.

  176. Sowohl Veruca Salt als auch „Vermicious Knids“ wurden viele Jahre nach dem Film als Namen von Rockbands verwendet. Veruca Salt hatte 1994 einen kleinen Hit namens „Seether“.

  177. Jack Albertson – Darsteller von Opa Joe – steuerte die Zeile „An educated egg-dicator“ bei.

  178. Je nachdem, wen man fragt, fiel Michael Bollner zwischen sechs und vierzig Mal in diesen Fluss.

  179. In der Menge vor der Wonka-Fabrik sieht man links im Bild eine Person aus der Menge, die eine große professionelle Filmkamera hält. Einige Einstellungen des Films – von der Menge und den Familien der Gewinner, die nach vorn treten, sowie von der Figur Slugworth – wurden mit dieser Kamera gedreht.

  180. Veruca Salts Name, auch „Verruca“ oder „Verucca“ geschrieben, ist ein medizinischer Begriff für eine Warze, die meist am Fuß auftritt und von einem Virus verursacht wird. Angesichts der Persönlichkeit der Figur scheint das passend. Sowohl im Buch als auch in Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) erwähnt Willy Wonka beim Erlernen der Namen der Kinder, dass eine „Verruca“ eine Warze an der Fußsohle ist.

  181. Im Laufe des Films spricht Willy Wonka Englisch, Latein, Französisch, Deutsch und Italienisch.

  182. Dieser Film und Ein Mann in der Wildnis (1971) waren die beiden 1971 erschienenen Filme, die die Vorläufer der zweiten Verfilmungen waren, nämlich von Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) bzw. The Revenant - Der Rückkehrer (2015).

  183. Zwischen den Takes kam es oft vor, dass sich die Kinderdarsteller gegenseitig dafür entschuldigten, so gemein zu sein.

  184. In den 1990er-Jahren versuchten Peter Ostrum, Denise Nickerson, Julie Dawn Cole und Paris Themmen, Kontakt zu Michael Bollner (Augustus Gloop) aufzunehmen, den sie seit den Dreharbeiten nicht mehr gesehen hatten, indem sie in einer deutschen Zeitung eine Anzeige mit dem Text „Augustus, zeig ein Zeichen“ schalteten und ihn baten, sich zu melden. Bollner antwortete schließlich und war überrascht, dass der Film eine solche kulturelle Wirkung entfaltet hatte – das war ihm nicht bewusst gewesen, da er längst mit der Schauspielerei aufgehört hatte und der Film in seinem Heimatland Deutschland nicht oft gezeigt wurde.

  185. Finanziert wurde der Film ursprünglich von der Quaker Oats Company, die ihn mit einem neuen Schokoriegel verknüpfen wollte, den sie auf den Markt bringen wollte. Als der Film lief, begann das Unternehmen, seine Wonka-Schokoriegel zu vermarkten. Leider führte ein Fehler in der Schokoladenrezeptur dazu, dass die Riegel zu schnell schmolzen, sogar noch im Regal, und so wurden sie wieder vom Markt genommen. Quaker verkaufte die Marke kurz darauf an die in St. Louis ansässige Sunline Inc. (die später über Rowntree Teil von Nestlé wurde). Sunline machte die Marke erfolgreich, und Süßwaren der Marke Wonka (die meisten davon nicht auf Schokoladenbasis) waren in den USA bis in die 2010er-Jahre erhältlich. Obwohl der Roman, auf dem der Film basiert, „Charlie and the Chocolate Factory“ hieß, wurde der Film umbenannt, um diese Süßwaren-Kooperation zu bewerben.

  186. Die meisten kleinen Komparsenrollen in diesem Film wurden von Deutschen gespielt.

  187. In der ersten Klassenzimmerszene sieht man Madeline Stuart, die Tochter von Regisseur Mel Stuart, Kaugummi kauen und eine Blase machen, gerade als Charlie an das Pult des Lehrers tritt. In der zweiten Klassenzimmerszene fragt der Lehrer sie, wie viele Wonka-Riegel sie geöffnet habe, worauf sie antwortet: „Ungefähr hundert.“

  188. In der ersten Klassenzimmerszene haben die Schüler und der Lehrer alle dasselbe Lehrbuch auf dem Tisch. Dieses Lehrbuch war: „Biological Science: Patterns and Processes“, erschienen bei Holt, Rinehart & Winston, 1966 und 1970.

  189. Bevor er den Erfindungsraum betritt, hält Willy Wonka eine kurze Ansprache auf Deutsch – mit Akzent, aber ansonsten phonetisch und grammatikalisch korrekt: „Meine Herrschaften, schenken Sie mir Ihre Aufmerksamkeit. Sie kommen jetzt in den interessantesten und gleichzeitig geheimsten Raum meiner Fabrik. Meine Damen und Herren: der Inventing Room.“ Er spricht das deutsche „r“ richtig aus und sagt „Inventing Room“ mit echtem deutschem Akzent. Die Ansprache bedeutet: „Meine Damen und Herren, bitte schenken Sie mir Ihre Aufmerksamkeit. Sie betreten jetzt den interessantesten und zugleich geheimsten Raum meiner Fabrik. Meine Damen und Herren: der Inventing Room.“

  190. Jean Stapleton war die erste Wahl für die Rolle von Mike Teevees Mutter, lehnte sie aber ab, um stattdessen einen Pilotfilm für eine Fernsehserie zu drehen; diese Serie wurde schließlich Es bleibt in der Familie (1971).

  191. Die Kombination für die erste Tür in der Schokoladenfabrik lautet 99 und 44/100 Prozent rein – ein Werbeslogan für Ivory-Seife.

  192. Die Zuschauer sehen das Innenleben der Fabrik, aber nie die Herstellung der eigentlichen Wonka-Schokoriegel, auf denen der Film basiert.

  193. Obwohl die Schokoriegel für den Film in Hülle und Fülle praktisch eigens entworfen wurden, sind nur sehr wenige Relikte und Requisiten des Films erhalten geblieben. Regisseur Mel Stuart bedauerte, dass viele Requisiten nicht aufbewahrt wurden (sie würden heute als sehr wertvoll gelten), und erklärte, dass während der Produktion eines Films damals niemand wusste, wie erfolgreich er werden würde.

  194. Die Münze, die Charlie im Rinnstein findet, ist ein Maria-Theresien-Taler: eine österreichische Silbermünze in Dollargröße, die ursprünglich 1780 geprägt wurde und seitdem von verschiedenen Prägestätten fast durchgehend hergestellt wird.

  195. In der Featurette Pure Imagination: The Story of 'Willy Wonka and the Chocolate Factory' (2001) erzählen Autor David Seltzer und Regisseur Mel Stuart, dass David von München zu seiner Ferienhütte in Maine gefahren war, weil er seine Arbeit am Film für abgeschlossen hielt – bis Mel merkte, dass das Drehbuch mit Opas Satz „Yippie!“ endete. Mel rief David von München aus in Maine an und sagte ihm, dass er den Film ohne einen guten Schlusssatz nicht fertigstellen könne. Dave antwortete mit dem Einzigen, was ihm einfiel: dass sie durch die Luft flogen. Willy Wonka blickt Charlie an und sagt mit sehr warnender Stimme die Zeilen zum „glücklichen Ende“.

  196. Denise Nickerson erlebte im echten Leben etwas, das wie bei Violet war. Im DVD-Kommentar erzählte sie, dass eines Tages im Matheunterricht Kinder anfingen, auf sie zu zeigen und zu lachen, und eine ihrer Freundinnen ihr sagte, sie würde lila werden. Das Make-up, das für den Film bei ihr verwendet worden war, war in ihre Poren eingedrungen und kam wieder an die Oberfläche (was ihr, wie sie scherzhaft bemerkt, an dieser Schule jede Verabredung verhinderte).

  197. Wenn man während der Musiknummer „Candyman“ genau hinsieht, trifft Bill, der Besitzer des Süßwarenladens, versehentlich ein Mädchen ins Gesicht, als er die Theke aufklappt. Das war wohl reiner Zufall und nicht im Drehbuch vorgesehen, doch für Fans des Films ist daraus die Vermutung entstanden, dass die Figur kein netter Mensch ist, weil er den reichen Kindern, die in den Laden kommen, bereitwillig Süßigkeiten zuwirft und kein Geld verlangt; als Charlie in den Laden kommt, um Süßigkeiten zu kaufen, und sofort zu essen beginnt, drängt Bill auf Bezahlung und hält ihm eine Standpauke, dass er zu schnell esse. Der Gag, dass das Mädchen von der Theke ins Gesicht getroffen wird, wurde 46 Jahre später in einer animierten Version des Films mit den Katze-und-Maus-Helden Tom und Jerry in Tom und Jerry: Willy Wonka und die Schokoladenfabrik (2017) gezeigt.

  198. Die Szene, in der Veruca durch den Eierraum rennt, wurde in 39 Takes gedreht: Alles musste neu gestapelt und wieder aufgebaut werden.

  199. Beim Besteigen der Wonkatania sagte Opa Joe: „Wenn sie eine Lady ist, bin ich ein Vermicious Knid.“ Vermicious Knids wurden zuvor von Wonka erwähnt – es sind Schreckgestalten, die in zahlreichen Werken von Roald Dahl vorkommen, darunter Charlie und die Schokoladenfabrik. In Charlie und der große gläserne Fahrstuhl erscheinen sie als klumpenartige Aliens, die das Space Hotel USA überfallen.

  200. Sowohl im Roman als auch im Film ist Mike Teavee besessen vom Fernsehen. Im Roman mag er Gangsterfilme, in der Filmversion dagegen Western. Ein zusätzlicher Charakterzug im Film ist, dass er ein Waffenliebhaber ist und unbedingt eigene Waffen besitzen möchte. Sein Vater sagt ihm, dass er ihm keine Waffe erlauben wird, bevor er 12 Jahre alt ist.

  201. Während der Dreharbeiten wohnte das Ensemble im Schlosshotel Grünwald in München.

  202. Die Stadt Nördlingen, über die am Ende der gläserne Fahrstuhl fliegt, hat eine seltene Besonderheit. Sie liegt in einem 25 Kilometer (15,5 Meilen) breiten Krater, der vor über 14 Millionen Jahren durch einen Asteroideneinschlag entstand. Am oberen Bildrand kann man gerade die Ränder des Kraterrands erkennen (es ist nicht die Stadtmauer). Einige Steinbauten in Nördlingen und der Umgebung sind mit winzigen Diamanten vom Einschlag gesprenkelt.

  203. Im DVD-Kommentar nannten Denise Nickerson und Paris Themmen Sätze, die sie im Film mit englischer Betonung sagen, weil sie so viel Zeit mit Julie Dawn Cole verbracht hatten. Bei Nickerson ist es die Stelle, an der sie „Everlasting Gobstopper“ wiederholt, nachdem Willy Wonka den Kindern die Bonbons zum ersten Mal zeigt, und bei Themmen die Frage „Am I coming in clear“, nachdem er durchs Fernsehen geschickt wurde.

  204. Das Lied, das Wonka auf der Bootsfahrt singt („There's no earthly way of knowing...“), ist der einzige Liedtext, der direkt aus Roald Dahls Buch übernommen wurde. Alle anderen Lieder wurden eigens für den Film geschrieben.

  205. Dies ist die einzige Filmrolle von Peter Ostrum, der Charlie Bucket spielte. Ostrum lehnte David L. Wolpers Angebot für einen Vertrag über drei Filme ab, weil er sich alle Möglichkeiten offenhalten wollte. Nachdem er sich bei der Premiere eher unterwältigt fühlte, kaufte er sich ein Pferd, was ihn schließlich zum Tierarzt werden ließ. Nur ein einziges Mal versuchte Ostrum die Rückkehr zur Schauspielerei, als er 1975 für die Rolle des Alan Strang vorsprach, nachdem Peter Firth die Broadway-Produktion von „Equus“ verlassen hatte. Stand 2013 ist Julie Dawn Cole – die Veruca Salt spielte – die einzige der Kinderdarsteller, die noch schauspielert.

  206. Laut Julie Dawn Coles Buch war ihre erste Szene tatsächlich die letzte, die mit ihr gedreht wurde. Es war die Szene in der Firma ihres Vaters, in der seine Angestellten alle Wonka-Riegel öffnen. Bevor diese Szene gedreht wurde, bekam Julie Besuch von Mutter Natur, und das Team bemerkte es. Ihre Brüste waren gewachsen. Der Regisseur wollte ihre Brüste abbinden, damit sie kleiner wirkten, wie in den anderen Szenen. Julie bat darum, das nicht zu tun. Also entschied sich der Regisseur dagegen.

  207. Als Willy Wonka aus einer blütenförmigen Tasse trinkt und sie aufisst, besteht sie aus Wachs. Gene Wilder musste die Wachsstücke bis zum Ende der Einstellung kauen und spuckte sie dann aus.

  208. Der Film war 1971 der Film mit den 53-höchsten Einspielergebnissen in den USA.

  209. Julie Dawn Cole verriet in ihrer Autobiografie, dass es in der Tunnelszene im Boot mehrere weitere groteske Bilder gab, die es nie in die endgültige Fassung des Films schafften. Eines davon war eine große Injektionsnadel, die in einen Arm gestochen wird.

  210. Gene Wilder brauchte zwei Wochen Training mit zwei Stuntmen, um Wonkas Salto richtig hinzubekommen.

  211. Die musikalische Kombination für das Schloss an der Tür zum Schokoladensaal stammt aus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ und nicht aus einem Stück von Rachmaninow, wie Mrs. Teevee behauptet.

  212. Die Wonkatania fuhr auf einer Schiene im Schokoladenfluss, aber der Darsteller des Oompa Loompa am Steuer glaubte, er lenke sie. Um es glaubwürdig zu machen, verriet Regisseur Mel Stuart ihm nicht die Wahrheit.

  213. Die Szene, in der Charlie mit der Goldenen Eintrittskarte nach Hause rennt, wurde als erste gedreht.

  214. Obwohl Roald Dahl als offizieller Drehbuchautor des Films genannt wird, wurde David Seltzer gegen Dahls Willen für ungenannte Überarbeitungen hinzugeholt. Seltzers wichtigster Beitrag zum Film war das Hinzufügen der Musiknummern. Das reichte Dahl, um sich von dem Film loszusagen.

  215. 2014 wurde der Film von der Library of Congress für die Aufnahme ins National Film Registry ausgewählt.

  216. Der Film führt eine völlig neue Figur ein, den exzentrischen Lehrer Mr. Turkentine. Er ist Charlies Klassenlehrer und wird eingeführt, als er im Unterricht mit chemischen Experimenten hantiert und kleine Explosionen verursacht.

  217. Im Roman ist das Verhältnis zwischen Willy Wonka und den Oompa-Loompas moralisch zwiespältig. Er half ihnen, von ihren unwirtlichen Heimatländern wegzukommen, und bot ihnen Arbeit und eine Unterkunft. Doch er erwähnt, dass er sie mit Kakaobohnen statt mit Geld bezahlt.

  218. Mr. Salt bietet seinen Arbeitern eine Prämie von 1 Pfund für denjenigen, der eine Goldene Eintrittskarte findet. In US-Dollar von 1971 sind das 2,50 Dollar. Später steigert sich eine Auktion für einen Karton Wonka-Riegel auf 5.000 Pfund (1971), also 12.222 US-Dollar im Jahr 1971.

  219. Um die Illusion von Bewegung zu erzeugen, projizierte das Team Aufnahmen aus einem Münchner Straßentunnel hinter das Boot.

  220. Trotz des schwachen Einspielergebnisses an den Kinokassen wurde der Film durch Ausstrahlungen im Fernsehen und Kabel sowie durch Filmverleih zum Kultklassiker.

  221. In ihrer Musiknummer verlangt Veruca Salt tatsächlich die ganze Welt – was zeigt, dass ihre Wünsche weit über das hinausgehen, was ihr Industriellenvater ihr bieten kann.

  222. Gene Wilders Schauspiel in der Bootsfahrt war so überzeugend, dass es einige der anderen Darstellerinnen und Darsteller erschreckte, darunter Denise Nickerson (Violet). Sie dachten, Wilder würde im Tunnel verrückt werden.

  223. Die Wonka-Riegel im Film waren Requisiten aus Holz, die mit Verpackungen überzogen wurden.

  224. Gloria Manon, die in der Geiselszene die Ehefrau spielt, deren Mann Harold für ihre Wonka-Riegel als Geisel gehalten wird, spielt auch die Reporterin, die Mike Teevee interviewt. Sie ist etwas außerhalb des Bildes, hat aber eine Zeile an Mike gerichtet.

  225. Laut dem Buch „Pure Imagination: The Making of Willy Wonka“ von Regisseur Mel Stuart wusste Stuart, als Gene Wilder zum Vorsprechen hereinkam, schon bevor dieser ein einziges Wort gesagt hatte, dass er seinen Willy Wonka gefunden hatte. Das Vorsprechen überzeugte ihn noch mehr, und als Wilder fertig war und den Raum verließ, jagte Stuart ihm durch den Flur nach, schnitt ihm an den Aufzügen den Weg ab, packte ihn am Arm und sagte: „Du machst diesen Film, da gibt es kein Vertun! Du bist Willy Wonka!“ Produzent David L. Wolper war jedoch wütend, weil er noch keine Gelegenheit gehabt hatte, über die Gage zu verhandeln.

  226. Im DVD-Kommentar verrieten die Kinderdarsteller, dass der Junge namens Winkelman von Mel Stuarts Sohn Peter Stuart gespielt wurde. Der ungenannte Junge, der in den Klassenzimmerszenen vor Peter Ostrum sitzt, sei Bob Roe, der Sohn des ersten Regieassistenten Jack Roe, und das ungenannte Mädchen mit Zöpfen im Klassenzimmer auf der anderen Seite des Gangs von Peter sei von Mels Tochter Madeline gespielt worden. Im Featurette „Pure Imagination“ erwähnt Mel, seine Tochter sei 1970 zehn Jahre alt gewesen, als sie das Buch las, und habe ihm vorgeschlagen, „Onkel Dave“ (David L. Wolper) mit der Idee anzusprechen, das Buch zu verfilmen.

  227. Die Drum-&-Bass-Supergroup Pendulum verwendete die Tunnelszene als Sample für den Song „Through The Loop“ von ihrem Debütalbum „Hold Your Colour“.

  228. In der Szene im Süßwarenladen zu Beginn des Films ist ein Schild für „Fickelgruber's Fudge“ zu sehen. Im Buch war Fickelgruber neben Slugworth einer der rivalisierenden Süßwarenfabrikanten, die Spione in Wonkas Fabrik schickten. Es ist eine ziemlich unheimliche Namenswahl für ein Kinderbuch und einen Film, zumal der Film in Deutschland gedreht wurde; er reimt sich auf Schicklgruber, den ursprünglichen Nachnamen von Alois Hitler, dem Vater von Adolf Hitler.

Fakten mit Spoilern

  1. Spoiler anzeigen

    Die Szene von Verucas Sturz wurde an Julie Dawn Coles 13. Geburtstag gedreht: am 26. Oktober 1970. Im DVD-Kommentar sagte Cole: „Niemand hat ihr gratuliert“, und Denise Nickerson beginnt zu singen.

  2. Spoiler anzeigen

    Bei den Proben für die Szene, in der Willy Wonka Grandpa Joe und Charlie anschreit, weil sie Fizzy Lifting Drinks gestohlen haben, hielt sich Gene Wilder zurück und spielte eher enttäuscht als wütend. Das tat er, damit die Schockreaktionen von Jack Albertson und Peter Ostrum echt waren, als er sie während der Dreharbeiten anschrie.

  3. Spoiler anzeigen

    Gene Wilder ist erst 45 Minuten nach Filmbeginn zu sehen.

  4. Spoiler anzeigen

    Die Transportmittel in der Fabrik werden immer kleiner, je mehr Kinder ausscheiden. Das hat einige Zuschauer zu der Vermutung gebracht, Wonka habe absichtlich zugelassen, dass vier der fünf Kinder zu Schaden kommen, damit nur ein Kind übrig bleibt, das sein Erbe antreten kann.

  5. Spoiler anzeigen

    Entgegen der landläufigen Meinung tauchten die Slugworth-Nebenhandlung und die Fizzy Lifting Drinks kurz im Roman auf und waren keine neuen Ideen. Slugworth war einer der vielen rivalisierenden Schokoladenfabrikanten, die Spione schickten, um die Rezepte zu stehlen. Wonka musste seine menschlichen Arbeiter entlassen und die Fabrik viele Jahre lang schließen, bis er die Oompa Loompas fand. Dieses Element wurde ausgebaut, um einen weiteren Test für die Moral und Haltung der Kinder zu schaffen. Die Fizzy Lifting Drinks werden genau so dargestellt wie im Buch, obwohl Charlie sie nie probierte. Die Sequenz, in der Charlie die Regeln bricht, wurde hinzugefügt, um zu einer dramatischeren Auflösung in Wonkas Büro am Ende zu führen.

  6. Spoiler anzeigen

    Der Internet-Mythos vom „bösen Süßwarenladenbesitzer“ beruht auf unbeholfener Choreografie und verpassten Markierungen und ignoriert den wichtigen Handlungspunkt, dass derselbe Süßwarenladenbesitzer Charlie überredet, für seinen Opa einen Wonka-Riegel zu kaufen – genau den Riegel mit der fünften Goldenen Eintrittskarte.

  7. Spoiler anzeigen

    Als Grandpa Joe die Geschichte von Mr. Wonkas Fabrik erzählt, bemerkt er über dessen Rivalen: „Oh, Slugworth, der war der Schlimmste!“ Es stellt sich heraus, dass Slugworth noch immer Ärger macht und die Finder der Goldenen Eintrittskarten aufspürt. Außerdem deutet „der war der Schlimmste“ an, dass er eine Zeit lang nicht gesehen wurde, und tatsächlich ist der Slugworth im Film ein falsches Konstrukt von Wonka.

Besetzung und Team